Frage von ooodaniooo4, 88

Hat jemand schon einmal Erfahrungen gesammelt was passiert wenn man wegen Depressionen stationär in Behandlung muss?

Antwort
von SebTM, 62

Hallo,

eine stationäre Behandlung wegen Depressionen enthält viele verschiedene Elemente und unterscheidet sich vorallem durch die Art der Klinik Psychiatrie oder Psychosomatik sehr.

Psychiatrie: Aktue Behandlung ggf. auch von Eigen- oder Fremdgefährdung, Einstellen einer Medikation, Psychotherapie, Strukturangebote (Sport, Kunst, Ergotherapie, Enstpannungsverfahren)

Psychosomatik: Stabilisierung und Perspektiv-Behandlung d.h. intensive Psychotherapie, Krankheitskunde, Gruppentherapie weiterhin aber auch Struktur/Entspannungs und Soziotherapeutische-Angebote.

Wenn dich ein Bereich genauer interessiert, schreib mir das gerne als Antwort auf die Frage dann "hole ich etwas aus".

Gruß,
SebTM

Kommentar von AirFlo ,

gibts dort wlan?

Kommentar von SebTM ,

Das kommt total auf die Klinik an - gibt welche die das anbieten (kostenfrei) und welche die es gegen Gebühr anbieten. Es soll auch Kliniken geben, die es garnicht anbieten um dem Patienten einen gewissen Abstand zu ermöglichen.

Kommentar von MrBurner107 ,

Das sollte deine geringste Sorge sein!

Kommentar von SebTM ,

Es sollte - aber ist es meist nicht! Viele haben Angst kontakt zu Freunden und Familie zu verlieren oder "sich zu Tode zu langweilen" was in manchen Kliniken durchaus realistisch ist.

Kommentar von MrBurner107 ,

Ist ja auch verständlich. Nur ist man dort, um sich mit sich selbst zu beschäftigen. Während meines ersten Psychiatrieaufenthalts hatte ich einen Zimmernachbarn, der in jeder freien Minute mit seinem Laptop, den er gar nicht erst hätte mitbringen dürfen auf dem Klo verschwunden ist und das kann nicht der Sinn der Sache sein.

Kommentar von SebTM ,

Richtig, da stimme ich dir voll zu. Dafür eine Einsicht zu schaffen und es ggf. zu beschränken ist Aufgabe der Klinik d.h. dem Patienten einen Hinweis zu geben - "Kümmer dich um dich nicht um die anderen!" und ggf. auch die Nutzung elektronischer Gegenstände bei zu übermäßiger Nutzung zu beschränken.

Gegenbeispiel: Ein Patient hat eine soziale Stützte welcher weiter weg wohnt d.h. Besuch alle 2 Wochen am Wochenende. Dann kann ein Skype-Video-Anrufe alle 1-3 Tage sehr aufbauend und Kraftgebend sein.

Kommentar von ooodaniooo4 ,

ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll War über drei Jahre Drogen abhängig und seit drei Wochen Clean bin zu einer sucht Beratung gegangen und eigentlich auf einen guten Weg aber heute ( 2.tes gespräch) hat er gemeint ich hab Depression wegen antriebslosigkeit und meinte ich sollte da Villt hin gehen ich bin einfach überfordert mit mir ich bin 20 Jahre alt hab keinen Kontakt mehr zu meiner Familie und "wohne" zurzeit bei einem Kumpel auf'm sofa . und Erz soll ich auch noch in so eine Einrichtung ich bin die ganze Zeit nur noch am weinen und weiß einfach nicht mehr was ich machen soll

Kommentar von SebTM ,

Hallo,

ich kann deine Überforderung verstehen insofern die Drogenabstinenz für dich schon ein "großer Schritt" und eine hohe Belastung darstellt. Das nach einem so langem Drogenkonsum eine psychische Krankheit ggf. auch eine Dysregulation gewisser Bodenstoffe im Körper vorhanden ist, kann ich mir gut vorstellen.

Ich würde diese stationäre Maßnahe eher als "Schritt in ein neues Leben" - eine positive Zukunft sehen und versuchen weniger Angst davor zu haben. Sobald du dort kooperativ bist, dich etwas öffnest (muss nicht sofort von 0 - 100 sein) werden dir dort alle positiv und wohlwollen entgegen treten.

Wichtig: Es ist in deinem Fall ja so, das du FREIWILLIG in die Klinik gehst insofern wird es wahrscheinlich keine "Unterbringung" auf einer Videoüberwachten (besonders geschützten) Station sein. Das ist dann quasi wie ein Zimmer im Krankenhaus (nur etwas normalere Einrichtung meist).

Alles gute!

Gruß,
SebTM

Kommentar von ooodaniooo4 ,

Mein Berater hat gemeint ich sollte in die Psychosomatik gehn was genau ist das

Antwort
von Reisekoffer3a, 48

Die Ärzte befragen dich über die Hintergründe, familiäre Verhältnisse

und dies und jenes. Danach werden dir entsprechende Medikamente

verabreicht. Diese Medik. wirken aber nicht sofort, sondern haben alle

Langzeitwirkung, d.h. du wirst einige Wochen dort bleiben müssen.

Antwort
von Apfelbirnbaum, 9

Hallo,

es ist notwendig, wegen Depressionen, wenn sie stark sind, stationär behandelt zu werden. Du teilst ein Zimmer mit einer anderen Person, stehst früh auf, meist wird Gymnastik angeboten. Dann gibt es Frühstück.

Mehrmals wöchentlich gibt es eine Gesprächsrunde, wo Du Deine Probleme darlegen kannst. Es wird gebastelt (gutes Gefühl, zu sehen, was Du erarbeitet hast), diverse Entspannungstherapien.  Du hast auch Einzelgespräche mit dem Psychologen.

Für akuten Gesprächsbedarf stehen dir geschulte Angestellte zur Verfügung, mit denen man ganz oft toll reden kann.  

Du hast eventuell abwechselnd Küchendienst.

Du lernst Gleichgesinnte kennen. Es besteht großes Leid, wenn du in die Psychiatrie musst, aber es gibt tolle tiefe Gefühle zwischendurch. Am Wochenende kannst du Besuch empfangen oder vielleicht sogar nach Hause mal fahren.

Natürlich kann es auch geschehen, dass du auf die Geschlossene musst (Suizidale Gedanken/Gefühle). Aber auch hier kommst du irgendwann wieder raus. Außerdem werden dir Medikamente zugesetzt, die aber erst ausgelotet werden müssen, das kann dauern.

Bitte die Hoffnung auf Besserung nie aufgeben. Der Aufenthalt im Vergleich mit Deinem zukünftigen "gesunden" Leben ist nur ein Bruchteil davon.


Kommentar von ooodaniooo4 ,

ich hab einfach angst das ich da nicht mehr raus komm

Kommentar von Apfelbirnbaum ,

Ach so, Kommentar hab ich überlesen, hab Dir gerade so geschrieben.

Antwort
von MiiMoon, 50

Ich War schonmal in einer Psychiatrie und bei mir War es so das man erstmal Ausgang Sperre War und meistens zuerst in ein Zimmer kommt , wo die dich 24h lang beobachten können. Wenn du suicidale Gedanken noch hast bekommst du bei manchen Psychiatrien ein melde Bogen, wo du dich alle 15-30 Minuten melden musst.
Hoffe ich konnte dir weiter helfen.
LG MiiMoon

Kommentar von SebTM ,

Kommt auf die Klinik an! In anderen Kliniken wirst du zwar auch 24h via Kamera überwacht wenn du auf der besonders geschützten Station bist aber musst dich nicht so häufig melden.

Kommentar von FelinasDemons ,

Du bist mir jemand. Du redest von einer Geschlossenen, es ist aber von einer offenen die Rede. Und da läuft es definitiv humaner.

Antwort
von SosoDaisy, 14

Ich kann dir nur raten in eine psychosomatische Klinik zu gehen und nicht in eine Psychiatrie. Nach meinen Erfahrungswerten und denen von allen Leuten, mit denen ich mich darüber unterhalten habe, bringt ein Psychatrieaufenthalt nicht sehr viel.

Antwort
von grossbaer, 38

Ja, ich war wegen Depressionen in zwei Kliniken.

Was willst du wissen?

Antwort
von Apfelbirnbaum, 8

Hallo,

was heißt, Du hast Angst, dass Du da nicht mehr rauskommst ? Aus der psychiatrischen Station ?

Da kann ich Dich beruhigen, es sind nur immer wieder die dummen Menschen, die ungeschützt Negatives sagen (" die Klappsmühle") und die noch keine Erfahrung gemacht haben diesbezüglich.

Es kann Dir doch nicht schlechter gehen als jetzt. Dort wird Dir geholfen, musst aber Geduld haben, denn der Mensch ist in seiner Beschaffenheit verschieden.

Willst Du so weiterleben ? Hast Du Lebensqualität ? Kannst Du Dich freuen ? Hast Du Spaß an Unternehmungen ?

Das alles kannst Du wiederhaben. Ich spreche aus Erfahrung.

PS: Wer soll denn das bezahlen, wenn Du nicht mehr rauskommst ??!!

Liebe Grüße

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