Frage von marit123456, 31

Hat jemand hier Erfahrung mit Fenster-Isolierfolien zur innenseitigen Wärmedämmung?

Guten Tag zusammen :-)

Unser Hausflur ist im Winter eiskalt, einige Wohnräume werden bei Ostwind nicht warm, wenn der Wind direkt auf den Fenstern steht.

Nun habe ich über diese Fenster-Isolierfolien gelesen und wollte fragen, ob sie tatsächlich was bringen.

Eine uralte Tür im Treppenhaus hat noch Einfachverglasung, dort bilden sich im Winter auch Eisblumen. Das würde ich gerne verhindern wollen und die Kälteeinstrahlung verringern.

Bad und WC haben leider kein Rollo, sonst wäre es ja ein Kinderspiel, diese Räume warmzuhalten.

Ich hoffe, hier gibt's Anwender dieser Folien, die mir was zur Effizienz sagen können.

Antwort
von Erfolgsnator, 11

Hi,

im Zuge der Isolierung von Fenstern möchte ich dich noch gerne auf Folgendes hinweisen:

Wenn die Fenster isoliert werden, sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht zu "gut" gedämmt werden. Das Gute ist: Es bildet sich im Winter dann keine Feuchtigkeit mehr an den Fenstern. Allerdings geht die Feuchtigkeit dann an die kälteste Stelle im Raum. Und das können die Wände sein. Eine Folge ist die Schimmelbildung an den Wänden.

Wenn du also weißt, dass die Gebäudewände schlecht gedämmt sind und im Winter sehr kalt sind, dann lieber nicht die Fenster isolieren.

MfG

Erfolgsnator 

Kommentar von marit123456 ,

Danke dir :-) Ja, das Haus ist vollständig gedämmt und mir ist sehr bewußt, wie sich Kältebrücken auswirken.

Mir geht's ja nur um Winzigkeiten, kleine Verbesserungen, nicht um einen immens hohen Einspareffekt.

Antwort
von Onki73, 15

Dämmung soll heizkostenmindernd wirken, nichts anderes.

Wenn die Bude nicht warm wird, mangelt es an der Wärme der Heizanlage. Selbst schlecht gedämmte Häuser bekommt man warm, wenn man ausreichend Wärme vernünftig verteilt.

Kommentar von marit123456 ,

Ich wohne in einem vollständig und gut gedämmten Haus. Die Heizung ist auch in Ordnung. Es ist das Gefühl der Kälteabstrahlung durch die Fenster, welches den Raum scheinbar nicht warm werden lässt, obwohl das Thermometer 24 °C anzeigt.

Kommentar von Onki73 ,

Auch vollständig und gut gedämmte Häuser sind kalt im Winter, wenn man sie nicht beheizt. Es gibt Häuser, da ist die Dämmung aufgefeuchtet und hat keinen Dämmwert mehr, quasi wie ein nasser Pullover im Winter.

Wurde mal die Wandoberflächentemperatur mittels Infrarotthermometer gemessen? Offensichtlich mangelt es an Wärme der Oberflächen am Fenster und den Laibungen. Daher entsteht das Kältegefühl. Da kann die Raumluft noch so warm sein.

Wie wird denn die Wärme in den Raum gebracht? Mit dem klassischen Heizkörper unter dem Fenster oder durch die Fußbodenheizung? Wird durchgeheizt oder gibt es Nachtabsenkung? Haben die Fenster Einfachglas oder Isolierglas?

Eisblumen am Einfachglas lassen sich nur mit sehr viel Wärmestrahlung im Raum weitestgehend verhindern. Bei zweistelligen Frostgraden werden diese dann jedoch trotzdem auftreten. Einfachglas ist Einfachglas.

Kommentar von marit123456 ,

Heizkörper sind im Bad gegenüber dem Fenster, im WC neben dem Fenster an der Innenwand.

Im Treppenhaus gibt es keine Heizung. Dort ist die einfach verglaste Tür.

Die Fenster in den Wohnräumen haben Isolierglas.

In Räumen mit Rolläden habe ich das Problem des Kälteempfindens nicht.

Alle benutzen Räume werden durchgeheizt, mit Nachtabsenkung auf 18 °C (Wohnräume). Das Bad ist auf 20°C eingestellt. Es gibt 3 nicht geheizte Räume, die aber nie unter 16 °C fallen.

Kommentar von Onki73 ,

Klassisches Problem der Heizkörperheizung. Sitzt der Heizkörper nicht unter dem Fenster, gibt es oft das Problem der Kälteabstrahlung aus Richtung des Fensters. Das kann zum Einem vom Fenster selbst kommen, zum Anderen aber auch von der Wandfläche unter dem Fenster, die nun nicht mehr genügend Wärme der Heizung bekommt.

Der Heizkörper erzeugt überwiegend Warmluft (ausser HK Typ 10), die zur Zimmerdecke steigt, sich an der Aussenwand abkühlt und dort unter weiterer Auskühlung nach unten sinkt. Da die Fensterfläche der Luft viel Wärme entzieht, ist unterhalb des Fensters kaum noch Wärme vorhanden, um die Wandoberfläche zu erwärmen. Hier ist diese sehr kalt (oft nur 13-15°C) und in Abhängigkeit von der allgemeinen Raumluftfeuchte ist hier auch die Schimmelgefahr am grössten.

Wo Rollläden sind, bzw. wo der Heizkörper auch unter dem Fenster platziert wurde, wird die Wärme besser verteilt - es entstehen weniger kalte Oberflächen.

Die Raumlufttemperatur von 24°C ist schoin ein Indiz dafür, dass die Wände kalt sind. Die Raumlufttemperatur wird immer hoch gefahren, wenn die Wände "Kälte abstrahlen". Sind die Wände warm, sind 21°C völlig ausreichend und man hat neben der Wand kein Kältegefühl mehr.

Zur Erwärmung kalter Wandoberflächen, bzw. zur gleichmäßigeren Verteilung der Wärme im Raum sollte der Heizköper deutlich mehr Wärmestrahlung abgeben und ohne Nachtabsenkung betrieben werden. Ein gleichmäßiges Durcheizen erwärmt die Wandoberflächen besser, als ständiges Regeln der Temperatur je nach Anwesenheit, etc. Das Jojo-spielen mit der Heizkörper spart übrigend nur Energie, wenn die Wände nur wenig wärmespeichern sind (Pappwände), was jedoch selten zutrifft. Ansonsten strahlt die Fassade auch nach dem Abstellen der Heizung weiter fleißig Wärme an die Umwelt ab. Es entsteht ein Wärmedefizit in der Wand, was später durch ein verstärktes Nachheizen wieder ausgeglichen werden muss. Energieeinsparung gleich Null, nur die Wandoberflächen werden kühler, das Kältegefühl verstärkt sich und die Schimmelgefahr steigt.

Der einzige Heizkörper der mehr als 50% Wärmestrahlung bietet, ist der Heizkörper Typ 10, als einfache Heizplatte ohne angeschweißte warmlufterzeugende Lamellen. Der muss - wegen der Wärmeabgabeleistung - deutlich größer ausfallen, als der warmluftproduzierende Kompaktheizkörper (Typ 21, 22 oder 33).

Sitzt der Heizkörper nicht unter dem Fenster, so kann auch eine deutlich höhere Bauart gewählt werden. Dafür erwärmt die Heizplatte (Typ 10) die unteren Wandbereiche durch den hohen Anteil an Wärmestrahlung deutlich besser (Verringerung der Schimmelbefahr) und auch Fensterrahmen und Laibungen werden von der Wärmestrahlung besser erreicht und erwärmt. Die Wärme wird im Raum insgesamt besser verteilt, so wie es durch die Heizanlage grundsätzlich geschehen sollte.

Der unbeheizte Windfang, bzw. das Treppenhaus sollte im übrigen auch eine Heizmöglichkeit erhalten, um dort eine Mindesttempertur (15-16°C) sicher zu stellen.

Antwort
von pharao1961, 14

Das Zeug ist Unsinn, ebenso wie diese "Isoliertapeten". Das ist alles Spielzeug und nutzt nur dem Hersteller etwas.

Du glaubst, du pappst diese Folie auf das Fenster und der Flur ist warm???


Kommentar von marit123456 ,

Wer redet von warm? Ich möchte die Eisblumen verhindern und die Kälteabstrahlung etwas verringern.

Kommentar von pharao1961 ,

Ich bezweifele, ob das was bringt. Evt. bilden sich dort keine Eisblumen mehr, aber die Kältestrahlung bleibt. In Verbindung mit ggf. etwas höherer Luftfeuchtigkeit wird sich an den Fensterleibungen irgendwann Schimmel bilden. Wenn es nur 1 Fenster ist, dann würde ich das austauschen. So ein Standartfenster bekommst du im Baumarkt (sogar mit 3-fach Verglasung) schon für ca. 80-90 €.

Was kostet die Folie?

Kommentar von marit123456 ,

Eisblumen bilden sich an der Tür im Treppenhaus. Sämtliche Fenster in den Wohnräumen haben Isolierverglasung.

Die Folie kostet um die 3 Euro brutto pro Quadratmeter.

Kommentar von pharao1961 ,

Dann mach es gleich richtig und kaufe eine neue Tür, sonst kaufst du 2x.

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