Frage von Entspannthoch10, 24

Hat jemand Erfahrungen damit, das der Auslöser der konzentrations Schwierigkeiten und die Unruhe bei ADSlern durch vererbten Emotionalen Stress ausgelöst wird?

Ich habe auf einem Seminar von meinem Arbeitgeber, das Thema war, ich und die anderen (Burnout) gehört das es nach gewiesen sein soll, das Ängste und nicht aufgearbeitete Traumata Gene verändern können. Der Seminarleiter war von der Bundeswehr und berichtete von Kriegsrückkehrern und von der ältern Generation der Kriegskinder und ihren nicht aufgearbeiteten Erlebnisse. Ich frage mich, hat das mit ADS oder ADHS zu tun und kann man durch neue positive Erfahrungen dem entgegen wirken, in welcher Form und wie? Hat jemand damit Erfahrungen? Meine Tochter 9 und mein Mann 43 haben eine Diagnose auf ADS von Fachleuten. Mein Mann nimmt Medikenet und macht zusätzlich eine Verhaltenstherapie, meine Tochter bekommt keine Medikamente, sie macht auch eine Verhaltenstherapie.

Antwort
von melinaschneid, 24

Fakt ist ADHS wird vererbt. Bei mir sind zum Beispiel mein Vater, meine Geschwister und ich betroffen. Inwiefern man das beeinflussen könnte weiß ich nicht. Der Vorteil wenn auch ein Elternteil adhs hat ist definitiv das man es frühzeitig erkennen und sein Kind fördern kann. Daraus resultiert automatisch das die Kinder damit besser umgehen können als Kinder die spät diagnostiziert sind oder Eltern haben die sich nicht in diese Symptomatik hinein versetzen können .

Kommentar von martinpalatina ,

Das widerspricht sich nicht. Epigenetik ist nicht Lamarck sondern eine Modifikation von Darwin ...

Kommentar von martinpalatina ,

Wobei Lamarck auch eine Vererbungslehre ist ;)

Wiki-Typisch sperrig aber im Wesentlichen korrekt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Epigenetik

Kommentar von Entspannthoch10 ,

Das sehe ich genau so, diesen Austausch wünsche ich mir, doch kann mein Mann sich garnicht in unsere Tochter hinein versetzten, er fängt jetzt gerade erst eine Verhaltenstherapie an und auch nur mir zu liebe, was ja keine gute Voraussetzung ist. Ich kann mich da eher in sie hineinversetzten, mir kommt das auch alles bekannt vor, doch Konzentrationsprobleme  habe ich nicht oder vielleicht nicht mehr meinte der Kinderpsychologe meiner Tochter. Ich werde mich demnächst auch testen lassen, es kann ja durch aus sein das ich es als Kind hatte und jetzt als Erwachsener nicht mehr. Meine Tochter kommt eher nach meinem Mann, unsere Sohn eher nach mir, seine Entwicklung ist deutlich anders wie bei meiner Tochter. Meine Eltern sind Kiegskinder die würden sich nie testen lassen(74 und 80) ist vielleicht auch zu spät und meine Schwester (48) auch nicht, für die geht das garnicht so etwas eventuell haben zu können,obwohl ihre Kinder auch Probleme haben. Mein Vater und meine Schwester könnten es also auch haben. Auch mein Mann hat starke Proleme damit, ruhig mit den Kindern umzugehen und sich selbst zu strukturieren, er sucht sich Menschen die das übernehmen was er nicht kann, auch eine Möglichkeit ;-) Ich bekomme also ordentlich Gegenwind. Das meine Tochter gefördert wird finden sie aber alle gut, können sich damit aber nicht identifizieren.

Antwort
von martinpalatina, 21

Das ist Gegenstand aktueller Forschung. "Epigenetik" ist das Stichwort.

Diese Phänomene gibt es aber in wiefern das zur Entstehung von ADHS beiträgt ist noch sehr offen.

Kommentar von Entspannthoch10 ,

Ist das was Bruce Lipton ( die Weisheit der Zellen) macht Epigenetik?

Kommentar von martinpalatina ,

Nein. Absolut nicht.

Umwelteinflüsse können vorhandene, sowieso vererbte Gene aktivieren oder bremsen aber nicht ändern (genau das ist Epigenetik). Mit Umwelteinfluss ist aber etwa Hunger (richtiger Hunger keine Diät) oder extremer (physiologisch messbarer, lang anhaltender) Stress etwa im Krieg gemeint aber ganz sicher nicht irgendein mystisches "Zelluläres Bewusstsein" von dem Lipton faselt und das dann die Gene verändern soll. Das ist Unsinn.

Ärgerlicherweise verwendet er den Begriff "epigenetic medicien". Das verwirrt.

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