Hat jemand Erfahrung mit Krusten neben der Fesselbeuge beim Pferd, evtl Mauke?
Hallo liebe Community,
ich würde gerne wissen, ob schon jemand Erfahrung mit folgendem „Krankheitsbild“ beim Pferd hatte:
Die Stute zeigt seit heute an drei von vier Beinen leichte Schwellungen im Bereich zwischen Kronrand und Fesselgelenk. Die Bereiche sind nicht heiß. Diese Verdickung ist von vorne zu sehen und es befinden sich keine Pusteln, Blasen, etc. in der Fesselbeuge! Die Stute lahmt nicht und trabt und galoppiert auf der Weide (Offenstall).
Nun zum eigentlichen Punkt: Sie hat an allen vier Beinen seitlich der Fesselbeugen (eher nach vorne hin) dunkle Krusten im Fell (nur zu fühlen und können nur beim auseinander schieben der Haare gesehen werden). Wenn man versucht, diese besser zu erfühlen, oder sogar versucht diese aus dem Fell zu ziehen (einige sitzen nur im Deckhaar) dann reagiert sie mit Bein hochnehmen oder weicht aus. Die Beine konnte ich mit einer Wurzelbürste ohne Schmerzreaktion säubern und ausbürsten. Nur die Krusten bleiben weiter im Fell. Es nässt nicht oder macht sich auf andere Weise bemerkbar.
Die Fesselbeugen und Sehnen werden mindestens alle zwei Tage, eher täglich kontrolliert (ich teile mir den Stalldienst und kann daher nur von mir reden). Da die Krusten nicht direkt in der Beuge und unter dem Fell sind, habe ich sie erst mit der Schwellung bemerkt und kann daher nicht genau sagen, seit wann die da sind. Die Krusten scheinen mir keine übliche Mauke zu sein, da die Fesselbeuge selber nicht betroffen ist, aber ich habe auch keine Idee was es sonst sein könnte und auch nichts Passendes im I-Net gefunden.
Da ich vermute, dass die Schwellung mit den Krusten zusammenhängt, würde ich natürlich gerne etwas dagegen unternehmen! Wäre daher dankbar über jede Hilfe.
Sollten die Krusten die Stute in der Bewegung einschränken oder sich der Zustand der Stute verschlimmern (Beine werden heiß, sie lahmt, …) ist es selbstverständlich, dass ich einen TA hole.
Vielen Dank im Voraus.
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hoi,
vielleicht hilft dir das weiter:
http://www.das-haflingerforum.ch/wbb3/board5-rund-ums-pferd/board12-gesundheit-m...
ballistol - aus dem reiter- oder jagdladen ist mittel der ersten wahl für die schorfigen stellen. kein anderes öl benutzen, vor allem kein silikonspray!!!
gegen die schwellung besorg dir am besten 50ml beinwell-urtinktur (auch wallwurz genannt, je nachdem in welcher gegend du wohnst), glycerin und melkfett aus der apotheke, sowie eine cremedose zum anmischen. auf 50g vaseline nimmst du zwei esslöffel glycerin und zwei esslöffel von der tinktur. das ganze gut verrühren und gut verschlossen aufbewahren. mit der entstandenen salbe die schwellungen morgens und abends dünn einreiben. nach ein paar tagen sollte es deutlich abgeschwollen sein.
trotzdem einen tierarzt hinzuziehen.
gute besserung, pony
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Geh zum Tierarzt Haukrankheiten sind bei Mensch und Tier sehr hartnäckig und schwer zu behandeln wenn man zuwartet.
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Antwort von Meggie14 11.02.2013
Hallo.Ein Pferd bei uns hatte das auch einmal.Es war in einem nassen Herbst und das Pferd stand viel auf einer matschigen Koppel. Wir haben es dann meistens in der Box gelassen und nur in der Halle bewegt. Jeden Morgen und jeden Abend haben wir die betreffenden Hufe in einen Eimer mit einem pflegenden Salz gestellt,etwa 20 Minuten, dann haben wir das Bein trockengerieben und eine Salbe daraufgestrichen. Die Krusten haben wir jeden Tag entfernt. Nach etwa drei Wochen bildeten sich keine neuen Krusten.So eine Behandlung ist aber recht zeitaufwendig.
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Hol einen TA - das muss behandelt werden; Mauke die nicht in der Fesselbeuge auftritt, nennt man RASPE.
Kommentar von nightdancer83 03.01.2013Hallo Plattschnacker,
danke für den Hinweis. Von Raspe hatte ich noch nichts gehört und in den Artikeln zu Mauke auch nicht gelesen.
Die Bilder zum Suchbegriff Raspe sind zwar noch anders, als das was das Pferd hat, aber das sind ja meist auch die fortgeschrittenen Fälle...
TA schaut die Tage drauf. Dann weiß ich hoffentlich mehr. VG
Kommentar von PlattschnackerPlattschnacker 04.01.2013Das können auch Milben sein - der TA wird ein Geschabsel nehmen und das mikroskopisch untersuchen und dann muss das Fell ab zwecks lokaler Behandlung.
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Ich habe mit meinem Pferd auch sehr lange Probleme mit verkrusteten Stellen gehabt, die ihn sehr juckten. Schwellungen sind allerdings nie aufgetreten.
Mein erster Tierarzt hat ständig was anderes diagnostiziert, von Pilz über Allergien bis zu Milben. Da es zwischendurch immer mal wieder besser wurde, hat sich das ganze gut ein Jahr hingezogen. Dann hatte ich die Nase voll und habe einen anderen Tierarzt gerufen. Der hat zwar keine Probe genommen, meinte aber dass dort wahrscheinlich nicht nur eine Sache am Werk ist. Ich habe dann ein Mittel gegen Pilz zum Waschen bekommen und anschließend was zum Auftragen, ein Mittel dass man normalerweise bei den Ohren von Hunden verwendet wenn die Milben und so was haben. Damit wurde es dann langsam besser und ist nun seit gut einem Jahr nicht mehr wiedergekommen. Ich nehme an dass die Haut so angegriffen und kaputt war, dass sich dort alle möglichen Parasiten niederlassen konnten.
Ich würde daher auch vorschlagen einen Tierarzt draufschauen zu lassen auch wenn oder grade WEIL es noch nicht so schlimm ist. Dann ist das ganz vielleicht auch ganz schnell wieder weg.
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Antwort von meckmeckmeck 31.12.2012
Mache umschläge mit Melasse.
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Ferndiagnose ist immer schwer. Könnte Mauke sein. Wenn die Fesselbeuge feucht wird (Regen, Schlammiger Boden....) sind Pferde hierfür empfindlich. Auf keinen Fall Behang abschneiden! Daran kann das Wasser abfließen.
Kommentar von nightdancer83 31.12.2012Hallo Jonnypferd,
den Behang schneiden wir natürlich bei den Pferden nicht ab!
Die Fesselbeuge könnte zwar vom Regen nass werden, da sie wenig Fesselbehang hat und die ein oder andere Pfütze (keine Seen!) könnte sie auf der Weide auch mitnehmen (bei dem ständigen Wechsel zwischen Frieren und Tauen...), da sie nicht gerade wasserscheu ist und immer den direkten Weg wählt, aber die Stellen sitzen eben nicht in der Fesselbeuge sondern seitlich, nach vorne.
Außerdem ist der Stall/Unterstand trocken, wird beinahe täglich geäppelt und der Zugang zur Futterraufe und der Wiese ist auch nicht pampig.
Trotzdem danke für Deine Einschätzung. VG
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Hallo ponyfliege,
hab die Seite vom Link grad mal überflogen und da könnte sogar was dran sein.
Keine Ahnung, ob die Grasmilben momentan noch aktiv sind, aber das könnte bei unseren Offenstallpferden tatsächlich stimmen durch Weidezugang 365 Tage im Jahr. Oder aber die Milben aus dem Stroh, da sie seit ein paar Wochen Stroh zum Fressen auf dem trockenen Boden bekommen - nicht zur Einstreu - und dieses dann beim Fressen verteilen und drin stehen.
Balistol animal ist auch immer unser Mittel der Wahl! Hab das jetzt schon ein paar mal eingeschmiert seit dem ich es gesehen habe und muss mal schauen, wie es sich entwickelt.
Für die Apotheke hab ich die Antworten leider zu spät gelesen, aber ich schaue mal was unsere Stallapotheke und sonstige Sammlung an Salben usw. hergibt. Vielleicht ist ja irgendwo noch Urtinktur dabei..
TA kommt im neuen Jahr. Mal schauen, was der dann noch dazu sagt und wie es bis dahin aussieht.
Vielen Dank für Deine Antwort. VG
zur not geht auch erst mal apfelessig zum umschläge machen.
statt stroh besser magerheu füttern. viele pferde bekommen tatsächlich ödeme (schmerzlose schwellungen) an verschiedenen körperstellen, wenn sie regelmässig stroh zu fressen bekommen. ausserdem neigen strohgefütterte pferde zur kurzatmigkeit...
ich würde also zusätzlich das stroh reduzieren und magerheu füttern, am besten aus engmaschigen heunetzen, dann haben die pferde auch gute beschäftigung.
Entschuldige, das ist wohl falsch rüber gekommen.
Natürlich haben unsere Pferde Heu 24 Stunden am Tag in der Futterkrippe zur Verfügung. Auch mit Heunetz abgedeckt. Als Abwechslung bekommen sie immer mal die ein oder andere Karre Stroh dazu, sobald das Gras kürzer, bzw. Frost überzogen ist.
Da das dann keine ständige Fütterung ist bekommen sie es an trockene, saubere Stellen zum Fressen gelegt, da der Stall selber nicht mit Stroh ausgelegt ist.
Apfelessig nehme ich nachher mit zum Stall. Eine gute Idee. Wir haben für -- naja eher gegen ;-) -- Schwellungen eher Tonerde. Aber die würde die Krusten ja von der Luft abschließen und da habe ich kein gutes Gefühl bei.