Frage von NtschoTschi17, 45

Hat jemand Erfahrung mit einer Epicondylitis Humeris und einer ellenbogendistorsion als Arbeitsunfall?

Ich habe mich nach einem Unfall in der Arbeit, beim Herausziehen einer Schublade über Kopf hat sich diese verkeilt; beim erneuten ruckartigen anziehen mit größter Kraft verspürte ich einen starken Schmerz und gleichzeitig war ein lautes Zischen zu hören.Zeugen waren anwesend.

Der D-Arzt hat lediglich geröntgt und einen Tennisellbogen diagnostiziert.Nach 3 Wochen hat er den Fall der BG als abgeschlossen gemeldet und mich an den Hausarzt weitergeleitet. Nachdem die Schmerzen nicht nachließen schickte mich dieser zu einem anderen D-Arzt und es wurde erstmals eine MRT Aufnahme veranlaßt.

Dort stellte man eine Distorsion im Ellenbogen fest, was auch das Geräusch erklärt und auch eine Epicondylitis. Frage: was war erst da die Entzündung, der Sehnenriß? Hatte bis zu diesem Ereignis keinerlei Schmerzen.

Wie kann ein Arzt einen Fall abschließen ohne entsprechende Beweise, Untersuchungeen,Aufnahmen?

Wer hat eine Idee? Sollte man den Arzt direkt auf sein Fehlverhalten ansprechen und ist es möglich, daß dieser den Fall neu bearbeitet ?

Antwort
von Lokicorax, 43

Hoi.

Grundsätzlich handeln auch Ärzte nach Erfahrungswerten. Demnach dauert die Behandlung eines "Tennisellenbogen" zwischen zwei und fünf Wochen, wobei es wichtig ist, dass eine entsprechende Belastungspause eingelegt wird.

"Epicondylitis (auch Epikondylopathie; Epikodylose oder Epikondyalgie) ist ein erworbener, schmerzhafter Reizzustand der Sehnenansätze von Muskeln des Unterarms, die an den beiden Knochenvorsprüngen oberhalb des Epikondylus am distalen Teil des Oberarmknochens entspringen. Die Erkrankung wird der Gruppe der Enthesiopathien zugeordnet.

Es gibt zwei Formen:

Epicondylitis radialis humeri (auch Tennisellenbogen; Tennisarm oder Epicondylitis humeri lateralis): am äußeren Epikondylus des Oberarmknochens (Strecker des Handgelenks und der Finger)."

Quale: Wikipedia

Also hat der erste D-Arzt richtig diagnostiziert. Wo siehst du hier ein Fehlverhalten? Das du noch länger Schmerzen hattest ist halt nicht ungewöhnlich.

Der Arzt wird lediglich gesagt haben, die berufsbedingten Beschwerden dauerten eben nur drei Wochen(nämlich die Schmerzen des Ellenbogen beim herausreissen der Schublade) - die Entzündung sieht er als krankheitsbedingt an und daher ist für die weiterführende Behandlung nunmehr die Krankenkasse zuständig.

Gute Besserung.

Ciao Loki 

 

Kommentar von NtschoTschi17 ,

Danke erstmal für die Antwort.Der D-Arzt hat diese Diagnose gestellt aufgrund bloßen äusserlichen Tastens. Lediglich eine Röntgenaufnahme wurde gemacht um sicherzugehen,daß  nichts gebrochen ist!

Erst nach langanhaltenden Schmerzen wurde ich von meinem mittlerweile weiterbehandelnden Hausarzt zu einem anderen Orthopäden geschickt, welcher sofort ein CRT veranlaßte. Hier wurde eine Distorsion diagnostiziert und vom Radiologen mit dem Unfall in Zusammenhang gebracht. Dies würde auch das Geräusch erklären, welches beim beschriebenem Arbeitsunfall zu hören war.

Somit stellt sich erneut die Frage wie ich jetzt vorgehen soll, da der 1. Arzt die BG-liche Behandlung nach 3 Wochen beendet hat!

Nach mittlerweile 5 Monaten immernoch arbeitsunfähig!

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