Frage von annalena2101, 29

Hat jemand Erfahrung mit Darmkrebs bei einem Hund?

Antwort
von Axiallager, 12

Wenn dein Hund wirklich Darmkrebs hat, lass ihn einschläfern. Das ist zwar schlimm für alle Beteiligten, aber für das Tier sicherlich das Beste. Aus folgenden Gründen:

- Eine Behandlung würde entweder eine komplizierte Operation mit einer einschneidenden Verminderung der Lebensqualität des Tieres nach sich ziehen (z.B. keine Schließmuskelkontrolle mehr, "tierische" Schmerzen, strenge Diät, eingeschränkte Bewegungsfreiheit, etc.).

- Zusätzlich oder alternativ gibt es auch Chemotherapien für Tiere. Das ist für einen Menschen schon eine Qual, aber ein Mensch versteht wenigstens, was da mit ihm passiert und wozu es dient.

Diese beiden Punkte zeigen das wesentliche: Ein Hund versteht nicht, was da mit ihm passiert. Dass er totkrank ist, auch nicht. Er merkt nur, dass er leidet. Er wird vermutlich keine Freude mehr empfinden können und vor sich hin siechen. Evtl. wird er sogar seinem Herrchen gegenüber aggressiv und beisst.

Es ist als Mensch wichtig zu verstehen, dass du dem Tier keinen Gefallen tust. Für dich wird der Abschied schwer werden, aber du solltest deine Gefühle nicht über was Wohl des Tieres stellen. Jeder halbwegs vernünftige Tierarzt wird dir zu sowas auch raten.

Ein letzter, ziemlich profaner, aber auch nicht ganz unwichtiger Grund, sind die Kosten. Sofern du keine Tierkrankenversicherung abgeschlossen hast, die für die Behandlungskosten aufkommt, gehen diese schnell in die (Zehn-)Tausende. Und mitten drin aufhören, weil du es dir nicht mehr leisten kannst, ist wirklich mies. Genauso, wie dich über beide Ohren zu verschulden, nur um dem Tier Quälerei zu bescheren.

Ich wünsche dir viel Kraft bei deiner Entscheidung, egal, wie sie ausfällt.

Alles Gute,

Axiallager

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten