Frage von Annimausy95, 116

Hat jemand Erfahrung mit Canabis?

Also ne Freundin von mir, konsumiert Canabis schon über 3 Jahre, es hat sich noch nichts verändert... aber hat jemand schon längere Erfahrungen damit gemacht? Denn Sie istn hübsches Mädchen und ich möchte nicht das Sie sich kaputt macht.. also was passiert wenn sie weiter macht nach 5 jahren und nach 8 Jahren... ???

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von LiselotteHerz, 74

Ich kenne Menschen, die über 10 Jahre hinweg (zumindest bis zu diesem Zeitpunkt) immer mal einen durchgezogen haben. Ich konnte da keine negativen Veränderungen in ihrem Wesen feststellen. Hängt natürlich, wie immer bei Drogenkonsum, von der Dosis und der Häufigkeit ab. Cannabis macht Menschen ruhig und stimmt sie im allgemeinen friedlich. Wenn Dir viel an ihr liegt, beobachte das mal unauffällig. Sollte sie z.B. in der Schule einschlafen oder auffällig gelassen sein, weil sie schon morgens geraucht hat, sprich mit ihr. lg Lilo


Antwort
von garfield262, 40

Moin,

ja es gibt deutliche Auswirkungen des Cannabiskonsums auf den Körper. Unter anderem sinkt die allgemeine Motivation eines Menschen, es können Persönlichkeitsveränderungen und -störungen eintreten, es kann zu Beeinträchtigungen des Kurzzeitgedächtnisses kommen und auch Paranoia stehen im Verdacht, eine Folge langfristigen Cannabiskonsums zu sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass man langfristige Schäden nimmt, steigt, je jünger der Erstkonsument ist und wie viel er konsumiert. Das Gehirn eines Kindes/Jugendlichen erfährt in diesem Alter eine hohe Plastizität, die neuronalen Verknüpfungen werden also remodelliert. Ein Eingriff in diesen Prozess kann gravierende Auswirkungen auf das spätere Leben mit sich bringen.

Solltest du Cannabis rauchen, treten die gleichen Risiken auf, die du auch bei gewöhnlichem Zigarettenkonsum eingehst (wieso sollte dem auch bitte nicht so sein?). Das sind u.a. erhöhte Risiken für das Auftreten von Herz-Kreislauferkrankungen, chronische Bronchitis/COPD, Lungenemphyseme, Lungenkrebs, Bronchialkrebs und so weiter.

Wer Cannabis konsumieren möchte, soll das tun, Bitteschön. Die meisten verschließen sich ohnehin vor den Risiken, die sie eingehen, aber das lässt sich wohl weder durch ärztliche/wissenschaftliche Meinung noch durch strafrechtliche Ahndungsandrohung von Handel und Besitz revidieren.

Mich stört es ehrlich gesagt nur, wenn Konsumenten die Risiken herunterspielen, öffentlichkeitswirksam verleugnen und behaupten, es gäbe keine und relativieren. Ja, auch Zigaretten und Alkohol sind ungesund, niemand behauptet etwas anderes. Das macht Cannabis aber noch lange nicht ungefährlicher, diese Verknüpfung ist absolut unlogisch und falsch!

Habe ich deine Fragen soweit beantwortet? Ansonsten frag gern weiter!

Gruß ;)

Kommentar von aXXLJ ,

ja es gibt deutliche Auswirkungen des Cannabiskonsums auf den Körper. Unter anderem sinkt die allgemeine Motivation eines Menschen, es können Persönlichkeitsveränderungen und -störungen eintreten, es kann zu Beeinträchtigungen des Kurzzeitgedächtnisses kommen und auch Paranoia stehen im Verdacht, eine Folge langfristigen Cannabiskonsums zu sein.

Das sind Auswirkungen auf den Körper?

Solltest du Cannabis rauchen, treten die gleichen Risiken auf, die du auch bei gewöhnlichem Zigarettenkonsum eingehst (wieso sollte dem auch bitte nicht so sein?)

Cannabis muss nicht mit Tabak konsumiert werden. So umgeht man die schädigenden Einflüsse von Nikotin und https://de.wikipedia.org/wiki/Tabakzusatzstoff
Im Übrigen empfehle ich dazu die googlebaren Ergebnisse der Studien von MD Donald Tashkin zu lesen.

Ja, auch Zigaretten und Alkohol sind ungesund, niemand behauptet etwas anderes. Das macht Cannabis aber noch lange nicht ungefährlicher, diese Verknüpfung ist absolut unlogisch und falsch!

Unlogisch und falsch ist eher die jährlichen Folgetoten durch Alkohol (74.000) und Tabakprodukte (130.000) allein in Deutschland vollkommen zu negieren und auszublenden, während Cannabis hingegen bislang noch immer 0 (Null) Tote ausweist. Zahlen übrigens lt. Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung.
Fazit:
Du bist aufgrund Deiner bestehenden Vorurteile und wegen akutem Mangelwissen eher geeignet gegen Cannabis lediglich zu wettern und zu indoktrinieren, aber sachliche Aufklärung scheint nicht Dein Ding zu sein.

Kommentar von garfield262 ,

1. Ja, Veränderungen der Neurotransmitterfunktionen im zentralen und peripheren Nervensystem sind eine körperliche Veränderung, die sich psychisch manifestieren. Darüber hinaus distanziert die heutige Psychologie sich vom sogenannten Dualismus, bei dem Körper und Geist als getrennte und unabhängige Entitäten gesehen werden. Somit sind psychische Einflüsse ebenfalls Einflüsse auf den Körper.

2. Allein die Tatsache, dass einige Konsumenten Cannabis mit Tabak konsumieren, lässt die Schlussfolgerung zu, dass zumindest einige Konsumenten sich dem schädlichen Einfluss vom normalen Zigarettenrauchen aussetzen. Sollte glimmendes Cannabis auf andere Art und Weise inhaliert werden, besteht weiterhin durch unvollständige Verbrennung eine Kohlenstoffmonoxidintoxikation mit den gleichen Auswirkungen wie beim Zigarettenrauchen. Der heiße Rauch an sich schädigt das Flimmerepithel der Bronchien und Bronchiolen, was eine Dyskrinie begünstigt. Feinstaubpartikel, wie sie bei einer Rauchgasinhalation aufgenommen werden, können dabei zu einer Entzündungsreaktion der unteren Atemwege führen, die bei langfristiger Exposition zu einer chronischen Bronchitis und zu einer COPD führen kann. Dieses wiederum begünstigt die Entstehung eines Lungenemphysems sowie über andere Pathomechanismen auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Von Nikotin habe ich nie gesprochen. Dies ist nur eine Auswahl der Auswirkungen von Rauchgasen jeglicher Art auf die unteren Atemwege.

3. Offensichtlich hast du ein mangelndes Verständnis für Logik. Ich habe bereits angeführt, dass Alkohol zum Teil große und schwerwiegende Einflüsse auf die körperliche und geistige Gesundheit hat. Niemand behauptet das Gegenteil, auch ich habe dazu eine klare Stellung bezogen.

ABER: Die Legalisierung eines gesundheitsgefährdenden Stoffes damit zu rechtfertigen, dass ein anderer Stoff ebenfalls gesundheitsschädlich ist, macht keinen Sinn. Dadurch werden keinerlei nachvollziehbare Argumente für die Sinnhaftigkeit und Rechtfertigung einer Cannabis-Legalisierung aufgebracht.

Ist das für dich sachliche Argumentation genug? Im übrigen frage ich mich, woher du mit deiner offensichtlichen und scheinbar stark gefestigten Meinung die Sicherheit nimmst, dass deine Meinung die wahre ist und als Maßstab für die Richtigkeit aller anderen Meinungen gilt. Gruß aus einer Universität, den allgemein bekannten öffentlichen Orten mangelnder sachlicher Aufklärung.

Antwort
von Dogvahkiin, 50

Bei längeren Konsum KANN eine anhaltende Demotivation sich einstellen.
Aber das genau das kann auch Zocken bewirken ;)
Ansonsten können angeblich sich auch Psychosen einstellen, aber das ist nicht richtig erforscht.
Man ist sich nicht sicher, ob die Psychosen durch Cannabis begründet sind oder ob Leute, die sowieso irgendwann eine Psychose bekommen hätten, sie beim Konsum einfach schneller bekommen.
Trotzdem leidet nur ein geringer Bruchteil eines Prozents unter einer Psychose...
Dann sollen noch der IQ für einer Weile nach dem Konsum um ein paar Punkte fallen.
Das sind aber einfach die Tage, in denen das Cannabis im Körper noch abgebaut wird und im Prinzip ein SEHR leichtes Rest-High besteht.
Das legt sich aber nach ein paar Tagen/Wochen wieder und ist keine Langzeitwirkung.

Wenn sie sich jetzt nicht unbedingt 5g pro Tag reinzieht, sollte alles gut sein.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen

Keep on Smoking :)

Kommentar von Dogvahkiin ,

Achso, nicht zu vergessen die psychische Abhängigkeit. Aber wie gesagt, bei geregeltem Konsumverhalten und nem Freund, wie dir, der sich auf sie aufpasst, wird das wahrscheinlich gar kein Problem darstellen :)

Kommentar von Annimausy95 ,

Tja also sie braucht für nen 1g. 2-3 Tage raucht aber durch bon...

Kommentar von Dogvahkiin ,

wenn sie alleine raucht, ist das noch in einer akzeptablem Menge. Dass sie mehr braucht ist verständlich, da bei häufigem Konsum eine Toleranz des Körpers aufgebaut wird und es dadurch schwächer wirkt. Wenn sie nicht irgendie psychisch krank ist oder sie unter starkem psychischem Druck steht, sollte alles gut sein und bleiben :)

Antwort
von TorstenKraemer, 48

Ich war über 25 Jahre Drogenabhängig, also schön ist das nicht. Selbst Canabis, sogenannte leichte Drogen machen psychisch abhängig.

Du kannst nur hoffen, dass Deine Freundin irgendwann von selbst aufhören will, nur das kann häufig viele, viele Jahre dauern.

Kommentar von KaeteK ,

Endlich mal jemand, der Dinge beim Namen nennt. Ständig liest man, wie toll das Zeugs doch ist und man davon nicht abhängig wird. Alle Drogen machen abhängig und haben längerfristig Folgen. Schließlich nimmt man die ja nicht ohne Grund. lg

Kommentar von Annimausy95 ,

Drogen sind auch nicht gut, sie sind gefährlich und man sollte wirklich von sowas die Finger fernhalten, tja ich sag meiner Freundin schon wenn sie zu viel konsumiert.. :)

Kommentar von Wonnepoppen ,

du wolltest doch wissen, wer Erfahrung hat?

Deshalb ging ich davon aus, daß du keine, bzw. so gut wie keine hast?

woher willst du dann wissen, wann es zu viel ist?

Kommentar von TorstenKraemer ,

Ich glaube auch nicht, dass das helfen wird. Wenn Deine Freundin konsumieren will, dann konsumiert sie auch. Ich finde es aber trotzdem gut, dass Du sie darauf ansprechen willst.

Kommentar von mairse ,

Und, wie schauts beim Alkohol aus? Alkohol ist eine viel härtere Droge als Cannabis, von der man auch viel schneller und stärker abhängig wird.

Menschen die sagen Cannabis mache gar nicht abhängig mag ich auch nicht, ABER ob eine Abhängigkeit entsteht hängt von der eigenen Person und vom Konsumverhalten ab.

Man kann nicht immer einfach alles vereinfachen indem man sagt "Drogen sind böse und gemein, und in 10 Jahren spätestens bist du sowieso nurnoch am fixen und hängst an der Nadel wenn du nicht aufhörst Gras zu rauchen."

Das ist einfach lächerlich.

Expertenantwort
von CalicoSkies, Community-Experte für Gesundheit & Medizin, 33

Servus,

Wir reden hier von Gras, nicht von LSD oder Koks oder so - deine Sorgen sind völlig unbegründet.

Ich bin Student und alleine unter meinen Kommiltonen würe ich sagen, dass gut 20% regelmäßig kiffen und eigentlich an die 90% Gras schon einmal ausprobiert haben.

Es ist völlig unmöglich, hier eine körperliche Abhängigkeit zu entwickeln - genau deswegen find ich deine Sorgen total übertrieben.

Solange sie ein intaktes Sozialleben hat, sich nicht ständig als Flucht vor der Realität zuballert und es nicht jeden Tag macht, sehe ich hier kein Problem.

Gras ist harmloser als Alkohol, Nikotin und alles andere, was man so legal bekommt :)

Lg

Kommentar von garfield262 ,

VORSICHTIG! Eine Abhängigkeit kann sehr wohl entstehen. Einfach ins Blaue hinein zu behaupten, es sei nicht möglich, ist vollkommen verantwortungslos! Das Lustzentrum wird durch Cannabis mit angesprochen, entsprechend findet eine Belohnung im Sinne der operanten Konditionierung statt. Somit kann sehr wohl eine Abhängigkeit entstehen! Wenn du das nicht glaubst, besuch doch zum Beispiel mal eine kinder- und jugendpsychiatrische Abhängigkeitseinrichting, denn diese Altersgruppe ist besonders gefährdet!

Des Weiteren, die allseits angeführte Behauptung, Cannabis sei unbedenklicher als Alkohol oder Nikotin sollte zunächst wissenschaftlich belegt werden, bevor sie einfach in den Raum gestellt wird!

Kommentar von CalicoSkies ,

Eine psychische Abhängigkeit ist möglich, aber die ist ein logisch gesehen durch fast alles möglich.

Körperliche Abhängigkeit halte ich für unmöglich, ich kann dir aber gerade dazu keine Studien liefern :)

Von der Verteufelung von Gras halte ich überhaupt nichts - verantwortungsvollen Konsum sollte jeder für sich selbst entscheiden.

Kommentar von garfield262 ,

Mit dem ersten Satz deines Kommentars hast du den Kern deiner Argumentation im ersten Beitrag schon selbst widerlegt. Von körperlicher Abhängigkeit habe ich auch nicht gesprochen, dazu müssen in der Tat noch hinreichend valide Studien angefertigt werden.

Bei welcher Droge ziehst du denn den Schlussstrich? Ist Gras die einzige Droge, deren Legalisierung du befürwortest oder würdest du dich auch für eine Legalisierung von Kokain, (Meth-)Amphetaminen etc. einsetzen? Welche Begründung würdest du für die Abgrenzung von anderen Drogen anführen?

Ich weiß, dieses ist ein echt schönes Thema für ausufernde Diskussionen... ;) War schon immer so und wird vermutlich auch immer so sein... ;)

Kommentar von CalicoSkies ,

Wenn ich jeden Abend vor dem Schöafengehen ein Glas Zitronentee trinke, super schlafen kann... und es einmal vergesse und dann zufälligerweise mal nicht schlafen kann, könnte ich mir einreden, dass es sm Tee liegt - so könnte ich sogar eine psychische Abhängigkeit nach Tee entwickeln :D

Es ging mir gezielt um körperliche Abhängigkeit, die nicht nachgewiesen ist, deswegen hsb ich das ja auch genauso formuliert in meiner Antwort :)

Ich weiß, dieses ist ein echt schönes Thema für ausufernde Diskussionen... ;) 

Deswegen... führen wir die hier mal nicht :3

Antwort
von Wonnepoppen, 43

Nach drei Jahren hat sich nichts verändert?

Das ist ziemlich unwahrscheinlich!

google mal über den längeren Konsum!

Antwort
von aXXLJ, 8

Versuche zu recherchieren wie lange Jack Nicholson schon Cannabis konsumiert oder Whoopie Goldberg oder Morgan Freeman oder Personen dieser Promi-Liste: http://www.thecannabist.co/2015/08/26/famous-pot-smokers-mpp-list-2015/39859/
Sofern Deine Freundin moderat und selbstverantwortlich Cannabis konsumiert, kann sie steinalt damit werden.
Die sog. Cohen-Studie weist aus, dass insgesamt lediglich 1 - 2 % aller Cannabisgebraucher konsumbedingte Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Sollte Deine Freundin also schon 3 Jahre lang Dope rauchen, ist kaum zu erwarten, dass sie davon künftig ernsthafte gesundheitliche Beeinträchtigungen bekommt.

Antwort
von KaeteK, 28

Interessant, die Aussagen ehemaliger Drogenabhängiger von Cannabis

http://www.med1.de/Forum/Sucht/570759/

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