swissdog am 11.02.2009 um 13:27 Uhr
Meine Tochter wird bald für 5 Tage mit ganz vielen Kindern aus der Schule (3. Klasse) ins Skilager fahren und freut sich drauf. Abends hat sie jedoch schon jetzt etwas Heimweh, obwohl sie noch gar nicht abgefahren ist. Ich wollte ihr ein tolles Buch extra für die Fahrt kaufen (= Leseratte), das sie abends lesen kann. Habt Ihr sonst noch Tips/ Erfahrungen? Danke!

Schreib ihr für jeden Abend einen kleinen Brief/Postkarte mit einem Stück Schokolade.
Dort schreibst Du nicht, wie sehr sie Dir fehlt und dass sie nicht weinen soll, weil Du nicht da bist und dass ihr euch ganz schnell wieder seht, sondern erklärst ihr, wie stolz Du auf sie bist, dass sie langsam zu den Großen gehört. Dass sie heute bestimmt tolle Sachen erlebt hat und viel gelacht hat.
Schreib positive Dinge, mach ihr Abend für Abend klar, dass Du stolz auf sie bist. :-)

Sag ihr sie soll es erst mal ausprobieren und wenn es ganz schlimm wird das du sie dann holen wirst. Musst du dann aber auch machen..
swissdog am 11. Februar 2009 13:31 gerade das haben mich die Betreuer gebeten nicht zu tun, da sich die Kinder dann von vorne herein darauf einstellen, nicht dortzubleiben...
Karabasch am 11. Februar 2009 13:34 ich habe eine andere Erfahrung gemacht und es hat funktioniert

hat sie ein Handy ? Am Besten eine feste Zeit ab machen und sie jeden Abend an rufen - hat bei meiner Tochter sehr geholfen

Das Buch ist sehr gut.
Doch könnte ich mir vorstellen, daß sie in der neuen Umgebung mit ihren KlassenkameradInnen ausreichend Ablenkung haben wird. Das wird vielleicht nicht so schlimm werden, wenn es erst soweit ist. Die werden ggf. die beiden ersten Nächte durchtoben und dann die beiden letzten Nächte schlafen wie die Winterschläfer.
Sorge Dich nicht zu sehr.
also ich bin zwar noch kind aber man kann am besten jeden abend anrufen(wenn die gelentheit besteht) und sonst dem kind sagen dass man jeden abend an es denkt und ihm sagt habe ganz viel spaß
wenn sie das noch nicht möchte lasse sie zu hause

wenn ich Heimweh habe, rufe ich meine Eltern oder Freunde an. Das hilft immer :)
Genau, das ist der richtige Weg. Priwet dlja tebja ot thomas.
Die Idee mit den kleinen Briefchen ist toll! Und vielleicht gibst Du ihr was mit, das nach zu Hause riecht, ein Kissen von Dir oder einen Schal.. Und die Möglichkeit, Dich anrufen zu können, jederzeit ist auch sehr hilfreich, z.b. wenn sie schon ein Handy hat. Das beruhigt ungemein. meine Tochter hatte das so ähnlich und wollte immer die Gewissheit haben, mich anrufen zu können. Dann habe ich eine Woche garnichts gehört und bekam das Kind gesund und munter wieder zurück nach einer Woche Spaß mit den anderen.
Eine wundervolle Antwort! Warum komme ich nicht auf ebenso gute Ideen?
Ihr bleibt dabei sogar die Selbständigkeit erhalten. Wenn sie dann anrufen will, kann sie es ja trotzdem machen.
DH
Weil es wahnsinnig schwierig ist, das mögliche Heimweh des Kindes nicht mit der eigenen Sehnsucht als Elternteil zu verbinden. Und weil es schwierig ist, die eigenen Probleme und Sorgen, die man in Bezug auf die kurze Trennung hat, zurückzudrängen (bzw. erstmal vor sich selbst zuzugeben) und stattdessen mit positiver Bestärkung statt Trost zu arbeiten.
Wenn ich tröste, dann gebe ich dem Kind das Gefühl, dass auch etwas Schlimmes passiert ist, weshalb es des Trostes bedarf. :-)