Frage von beglo1705, 84

Hat jemand eine gute Idee, um hier zu helfen?

Hallo zusammen. Folgendes: wir treffen uns immer 3-4 wöchentlich, um unsere Hunde spielen, toben zu lassen und zum spazieren gehen. Wir sind 5 Hundebesitzer, insgesamt 6 Hunde relativ bunt gemischt: Meiner 8 Mon. KLM, meine Freundin hat einen Golden 1,5J., die andere hat zwei Dackel Pudel-Mix beide ca. 7 oder 8j, die nächste eine Bracke ca. 5Jahre und ein älterer Herr hat einen 12 jährigen Cocker. Nun hat der "Senior" uns mitgeteilt, dass er an Demenz leidet und ab Ende des Jahres in ein Heim soll. Er ist so traurig wegen seinem Hund, der darf natürlich nicht mit. Seine Familie will "den Köter" auch nicht, so hat er berichtet. Wäre es unverschämt, wenn man ihm anbietet einen Platz für den Cocker zu suchen oder sollen wir warten, bis er von selbst fragt? Oder hat jemand eine ganz andere Idee, um hier zu helfen? Uns liegt das echt am Herzen, dem Mann und seinem Hund zu helfen, da wir auch viele schöne und lustige Stunden gemeinsam verbracht haben. Danke für euren Rat.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Bitterkraut, 83

ich denke, er hat euch das u.a. erzählt, weil er hofft, von euch Hilfe zu bekommen, ohne direkt danach fragen zu müssen. Ein Wink mit dem Zaunpfahl sozusagen. Oder eine Bitte, ein Hilferuf durch die Blume, wie man es auch nennen mag.

Wenn jetzt jeder vor lauter Zurückhaltung und Rücksichtnahme sich nicht klar äußert, ihr nicht und der alte Herr auch nicht, wird das nix ;). Er hats erzählt, ihr könnt darauf reagieren und weil bis Jahresende nicht mehr lange hin ist, würde ich auch nicht mehr lange um den heißen Brei herumreden, sodern ganz konkret nachfragen, ob und wie man helfen kann und anbieten, wozu man bereit wäre. Also, beim nächsten Gassi die Sache ansprechen, vermutlich fällt dem alten Herrn ein Stein vom Herzen, weil ihr helfen wollt und weil er mit der Sorge nicht allein bleibt.

Alles Gute für dich und deine Mitstreiter, für den Hund und für seinen Herrn. Nehmt euch der Sache an!

Kommentar von beglo1705 ,

ja das machen wir. Danke

Kommentar von Bitterkraut ,

Ja, vermutlich seid ihr die einzigen Ansprechpartner, die er in Sahen Hund überhaupt hat. Er kann sich vermutlich nur an euch wenden, wenn die Familie nix davon wissen will, wer bleibt ihm dann?

Kommentar von beglo1705 ,

Keiner, das ist kein Geheimnis. Find´s halt traurig, dass der Senior jetzt schnell schnell in ein Heim muss und keiner seiner 3 Kinder möchte sich um den Hund kümmern, aber das verbliebene Grundstück steht heut schon zum Verkauf.

Aber du magst sicher recht haben, ich frag ihn morgen früh, was wir für ihn tun können.

Kommentar von adventuredog ,

ich denke, er hat euch das u.a. erzählt, weil er hofft, von euch Hilfe zu bekommen, ohne direkt danach fragen zu müssen. Ein Wink mit dem Zaunpfahl sozusagen. 

Das waren auch sofort meine Gedanken beim lesen des Textes. Ich würde ihn auch darauf ansprechen. Vielleicht kann oder möchte den Hundeopi ja auch einer aus der Gruppe übernehmen?

Kommentar von beglo1705 ,

Möchten würde ihn jeder von uns. Problem ist halt, dass wir eh schon untereinander "Hundesitten", da wir alle berufstätig sind und Kinder haben, ausser mir ich bin selbstständig kann mir meine Zeit relativ frei einteilen. Mein Wauz ist erst 8 Monate, ich weiß nicht ob das dauerhaft klappt. Verstehst was ich mein?

Kommentar von Bitterkraut ,

auch wenn es nicht bei euch klappt, zu mehreren werdet ihr eine Lösung für den Hund finden, da bin ich sicher. Sprecht vielleicht auch mal mit den Nachbarn des alten herrn, vielleicht gibt es da auch jemanden, der den Hund schon kennt und der ihn nehmen würde. Macht die Sache einfach publik, redet drüber auch in den Netzen.

Kommentar von Bitterkraut ,

Danke fürs Sternchen!

Kommentar von beglo1705 ,

Wohl verdient, wir haben für den guten Rat zu danken.

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 77

Hallo,

ich finde, dass ist eine sehr gute Idee. Je mehr verantwortungsvolle und informierte Menschen nach einem neuen Zuhause für den Hund suchen - desto eher wird sich ein "Seniorenplätzchen" auftun.

Und jemandem Hilfe anzubieten ist niemals verkehrt!

Über die sozialen Netzwerke erreicht man auch sehr viele Menschen - und wer weiß, ob nicht jemand eine ältere Person kennt, die sich freut, einem alten Hund noch einen schönen Lebensabend geben zu können. Viele ältere Menschen können sich ja keinen jungen Hund mehr anschaffen, weil sie nicht möchten, dass er dann "übrig" bleibt. Da kann ein älterer Hund eine prima Lösung sein.

Auch Zettel an Schwarzen Brettern können helfen. Es gibt auch jede Menge Tierschutz-Organisationen, die oft gerne helfen, weil sie vllt. gerade Menschen kennen, die solch einen Hund suchen.

Wir drücken alle Daumen und Pfoten, dass sich ein wunderbares Plätzchen finden lassen wird.

Daniela

Kommentar von beglo1705 ,

Du hast recht, evtl kann man das publik machen und es findet sich tatsächlich jemand, der den Hund übernimmt. Danke, gute Idee.

Kommentar von dsupper ,

Je bekannter das Schicksal wird, desto eher wird sich eine geeignete Person finden. Ihr könnt auch einfach mal bei der Redaktion des Wochenblatts (wenn es bei euch so etwas gibt) anrufen - manchmal veröffentlichen die auch so etwas - bei uns gibt es eine feste Rubrik, wo immer ein oder zwei Tiere vorgestellt werden (meist aus dem örtlichen Tierheim). Aber in so einem "Notfall" ....

Kommentar von beglo1705 ,

Auch eine gute Idee. Ich frag ihn morgen früh einfach direkt, ob und wie wir helfen können und was er davon hält. Danke dir, ich hoffe wir bringen da was auf die Beine.

Antwort
von Kleckerfrau, 73

Das ist gar nicht unverschämt. Warum auch ? Das ist doch ein  Zeichen, dass ihr euch Gedanken macht., kann nicht einer von euch den Hund übernehmen ? Dann weiß der Mann wenigstens, dass er in gute Hände kommt. Und der Hund kennte euch doch auch schon. Ihr kennt den Mann, so dass er den Hund vielleicht ab und an noch mal sehne kann.,

Kommentar von beglo1705 ,

Wir wollen ihn halt nicht "überfallen", da er eh grad genug um die Ohren hat. Aber evtl hast du recht, dass eine von uns den Hund übernehmen kann. Danke jedenfalls.

Kommentar von Kleckerfrau ,

Überfallen werdet ihr ihn nicht. Er hat es euch ja erzählt und hofft vielleicht sogar, dass ihr ihm helft.

Kommentar von beglo1705 ,

ja, durchaus denkbar.

Expertenantwort
von Certainty, Community-Experte für Hund, 72

Hilfe anbieten ist nie verkehrt.

Gibt es nicht sogar schon Altersheime bei denen der Hund mit darf? Alternativ wäre doch sicher auch eine Betreuung daheim möglich.

Führt kein Weg dran vorbei, sollte frühzeitig ein gutes Heim gefunden werden, bevor der Hund im Tierheim landet. Wir hatten hier bei uns einen solchen Fall. Der Gesundheitszustand eines älteren Herrn hat sich ganz drastisch verschlechtert und er hat fast eine Woche nach einer Unterkunft für seinen Hund gesucht. Irgendwann kam er dann (bereits durch sein gesundheitliches Problem blau angelaufen) zu unserem Tierheim und hat das Tier unter Tränen abgegeben, mit der Bitte, dass er das Tier in wenigen Wochen wieder abholen kann.

Er hat sich oft telefonisch gemeldet und sich über seinen Hund erkundigt. Nach einem halben Jahr brach das allerdings ab und der Hund wurde dann nach einem weiteren halben Jahr zur Vermittlung freigegeben. Über den Zustand des Besitzers weiß man nichts.

Also lieber vorher ein liebevolles Zuhause finden, als eine Erwartungshaltung bei dem Tier schaffen. Das ist nur noch schwerer.

Kommentar von beglo1705 ,

Sorry jetzt muss ich nachfragen: Kann man einen Hund sozusagen auf Zeit im Tierheim abgeben, ohne dass es vermittelt wird?

Kommentar von Certainty ,

Manche Tierheime machen das. Unserers bietet sogar an, dass man Tiere dort in die Tagespflege geben kann, kostet dann allerdings Geld (In dem oben beschriebenen Fall, haben sie eine Ausnahme gemacht und den Mann erst mal ins Krankenhaus geschickt.). Aber hier werden die Hunde auch nicht einzeln in Käfigen gehalten, sondern als Rudel.

Macht sicher nicht jedes Tierheim.

Kommentar von beglo1705 ,

Aber evtl wäre das auch eine Möglichkeit, die man ansprechen kann. Danke für die Aufklärung.

Kommentar von Certainty ,

Bei einem dementen Mensch braucht man eigentlich nicht darauf zu hoffen, dass es besser wird. Wenn er in ein Altersheim kommt, in dem keine Hunde erlaubt sind, hat er meines Ermessens keine Möglichkeit das Tier weiter halten zu können. Was soll es denn dem Tier bringen, dort zu sitzen und auf den Besitzer zu warten, der wahrscheinlich nicht sehr oft vorbei kommen wird?

Ein ständiger Abschied ist jedes mal wieder Stress für das Tier. Dann lieber ein kompletter Abschied und dann ein neues Leben für den Hund. Ist zwar schwer, aber ich denke das wäre einfacher für den Hund.

Kommentar von beglo1705 ,

Auch wieder wahr.

Antwort
von xttenere, 70

frag ihn ob er möchte, dass ihr ihm helft eine Lösung für den Hund zu suchen.

Antwort
von wotan0000, 84

Ich würde ihm die Hilfe anbieten. Er hätte ja die Endentscheidung.

Kommentar von beglo1705 ,

Aber ist das nicht unhöflich bei der nächsten Gassirunde einfach so zu fragen?

Kommentar von Bitterkraut ,

Nein, vermutlich wäre er erleichtert, wenn ihr das ansprecht. Weil er sich auch nicht traut. Versetz dich mal in seine Lage, du würdest vermutlich auch nicht "Fremde" direkt um Hilfe bitten in einer so persönlichen Sache, sondern eher hoffen daß du vielleicht ein Hiflsangebot bekommst, wenn du deine Sorge einfach nur erzählst. Du weiß schon, was ich meine.

Kommentar von wotan0000 ,

Genau so! Um Hilfe bitten ist schwerer als Hilfe freudig anzunehmen.

Kommentar von wotan0000 ,

Wenn ich meinen Hund hergeben müsste, wäre ich froh Hundehalter zu kennen die mir helfen wollen und es mir anbieten.

Nehme ihn zur Seite und spreche ihn drauf an. BITTE tu es!

Antwort
von AnjaKatharinaT, 73

Helft dem Mann und dem hund aufjedenfall... 👍👍👍👍

& Du kannst ihn natürlich fragen villeicht würde es ihn sogar freuen!... Aber frag ihn lieber vorsichtig und richtig formuliert weil für alte menschen kann es auch schnell falsch rüber kommen...

& von euch kann den hund keiner nehmen?..

sein hund liegt ihm sicher am Herzen und es wäre toll wenn er den hund trotzdem wieder sehen kann...

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