Frage von SonjaDieKatze, 114

Hat jemand eine Ahnung von Opiaten(chronischer schmerzpatient)?

ich habe hier noch nie eine frage gestellt, bin nur langsam sehr fertig mit diesem leben..... wurde grade von stufe 2 ( nicht opiat+schwaches opiat) auf stufe 3 ( nicht opiat+ starkes opiat) umgestellt. ich weiß nicht ganz wie ich damit umgehen soll.... mein arzt, den ich kenn sehr gut , meinte : maus, dass was wir dir jetzt geben , davon kommst du nicht mehr runter... ich habe durchaus angst, ich dachte ich komm mit tramal noch 10 jahre durch...tja

hat jemand erfahrung mit hochgradiger skoliose mit massivem bandscheibenschaden und dem schmerzzustand?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Failea, 64

Ich hab ne starke Kyphoskoliose... mittlerweile operiert. Die OP hat mir schmerztechnich viel geholfen, habe aber immer noch chronische Schmerzen. Besonders bei Bewegung, zu viel Arbeit, falscher Stuhl, usw.... Bandscheiben sind aber (noch) okay, bei mir sind es v.a. 

Da meine Schmerzen vorwiegend im LWS Bereich sind (nicht versteift) trage ich jetzt bei Belastung eine Kubco Orthese, das erspart mir das ein oder andere Schmerzmittel. Evtl auch eine Idee für dich, falls deine Schmerzen auch in der LWS oder unteren BWS sind. Ist auch bei Bandscheibenvorfällen sinnvoll. Die Orthese entlastet den Bereich deutlich, dennoch kann bleibt der Großteil der Beweglichkeit erhalten. Ein Teil des Körpergewichtes wird durch pneumatische Kolben getragen.

Ansonsten nehm ich häufiger (aber nicht täglich!) Tramadol retard (100mg) und 1000mg Novalgintabletten im Kombination ein. Das schlägt bei mir recht gut an; da ich es nicht täglich nehme, hab ich jetzt auch über einen längeren Zeitraum noch nicht steigern müssen. In ganz harten Fällen nehm ich dann nochmal 50mg Tramadol und 500 mh Novalgin nach ein paar Stunden nach. Das wird dann schon ziemlcih "wolkig", bin aber immer noch Alltagstauglich - zumindest in meinem gewohnten  Rahmen. 

Hab Tillidin probiert (ne Nummer stärker als Tramadol) - Das hat bei mir in etwas die selbe Wirkung auf Schmerzen, brezelt mich aber total weg.

Ansonsten bin ich ein Fan von Kinesiotapes und Osteopathie. Beides ist keine Wunderheilung, aber hat mir immer ein Stückchen der Schmerzen genommen...

 Hast du dich mal wegen einer Versteifungsoperation erkundigt? Bei dir klingt das ja schon so, als wäre das bei dir womöglich eine Option... die OP sollte man nicht leichtfertig machen und sie ist keine Spaziergang mit Folge-Einschränkungen, aber bei deinem Leidensdruck ist es vermutlich eine Überlegung wert. 

Kommentar von SonjaDieKatze ,

op wurde mir von 18 chirurgen abgeraten, 68 grad cobb plus gegendrehung ( durch korsett) und bandscheiben kann ich träumen davon, auch in der hws. ich weiß dass mir nur das opiat bleibt, aber ich hab doch bedenken weil ich nie leichtfertig medikamente genommen hab und es mir schon sorgen macht dass ich 3600mg ibuprofen am tag +tramal brauche um stehn zu können ...

Kommentar von Gege3210 ,

3,6 g Ibuprofen ist fürchterlich ! Mir machte schon viel weniger den Magen kaputt. War vor etwa zehn Jahren auf Profenid umgestiegen, darf ich aber auch nicht mehr nehmen, hat die Leber kaputtgemacht :-(

Kommentar von Gege3210 ,

Tramadol ist doch ein Opiat...

Demnächst komme ich wieder in eine klinische Reha. Das half, für kurze Zeit.

Kommentar von SonjaDieKatze ,

tramadol ist zu schwach geworden 

Kommentar von Gege3210 ,

Wenn Opiate nicht mehr helfen und die Schmerzen wirklich unerträglich sind, muss man leider auf andere ärztliche Mittel greifen :-(

Die Notiz gut durchlesen und die "Nebenwirkungen" begreifen ! Das Medikament auch auf Internet suchen, bevor man es einnimmt. Seine Umwelt davon benachrichtigen, weil man bei derart harten Sachen sich selbst nicht mehr bewusst wird, was man wird und tut.

Hat mir doch mal ein Uni-Schmerzarzt ein Mittel verschrieben, was sonst nur unter medzinischer Überwachung im Krankenhaus angewendet wird. Nachdem ich eine halbe Tablette davon genommen hatte, war mir schwummlig geworden und habe meinen Arzt gefragt. Er fragte mich, ob ich wirklich nur eine halbe Tablette genommen habe ? weil das chemische Lobotomie ist ! Unwiederbringlich.

Ich habe ein Papier für meine Frau geschrieben, dass sie mich an meiner Stelle einliefern lassen kann falls ich durchdrehe und es nicht merke. Ich nicht durch ärztliche Verordnung (unwiederbringlich) in's Irrenhaus komme. Damit sie mich nach möglicher Karenz/Entzug da rausholen kann.

Ich war mal freiwillig, Eigeninitiative, in Erholung gegangen. Überstress. Die gründe kannte ich. Arbeit und schlechtes Leben mit meiner damaligen Frau. Sie nannte ich mit dem Namen ihres Ehemaligen, brachte Alles ducheinander. Ich liebte sie. Ich Musste einfach ausruhen. Schlafkur. Das war 1992. Da rauszukommen war eine Irrengschichte. Ein Irrenhaus. Die "Krankenpfleger", grosse Bullen, haben mich zusammengeschlagen, als ich da raus wollte. Der verantwortiche Arzt war nur einen Vormittag pro Woche da. Unerreichbar. Also aufpassen !

Antwort
von Gege3210, 31

Ja, aber habe keine Lösung :-(

Leider habe ich Erfahrung mit medizinischen Opiaten wie Tramadol. Auch mit Heroinderivaten und anderen medizinischen Halizugenen :-(

Skoliose und Lordose waren mir in der Jugend einigermassen "geheilt" worden, mit Gymnastik und  Geräten. Dann kamen Unfälle dazu. Dann Arthrose. Bei mir sind C2 bis D1 (D1 gebrochen) und L2 bis S verdatscht, das Rückenmark eingeklemmt, die Nervenausgänge gequetscht, die Mater drum auf mehreren Stockwerken abgeschnitten. L5-S ist Knochen auf Knochen. Andauernde Schmerzen 24/24 plus unkontrollierbare Schmerzensblitze. Auch sind die Nerven meiner Beine nicht mehr messbar (sie tun's noch ein Bissel, aber tun weh).

Als ich harte Schmerzmedikamente bekam, weil sonst nix half, musste ich feststellen, dass diese arge Veränderungen hervorriefen. Charakterveränderungen, Reizbarkeit, Gedächtnisverluste, war Kleingemüse geworden. Da hatte ich sie an die Apotheke zurückgegeben. Lieber Schmerzen haben, als nicht mehr mich selber sein ! Tramadol ist da ein kleineres Übel... Davon kommt man jedoch auch fast nicht runter, Entzugserscheinungen...

Zehn Jahre lange gab man mir Mittel gegen Entzündung, das half. Darf ich aber nicht mehr nehmen, haben die Leber kaputtgemacht.

Unten im Rückgrat können sie operieren, das laufe ich jetzt an. Wird mehrere Operationen brauchen. Wenn ich's durchstehe.

Im Nacken will niemand dran. Garantiert, dass ich da querschittsgelähmt würde.

Vielleicht zusätzichen anderen ärztlichen Rat nehmen ? Zwei Meinungen sind besser als Eine. Das ist erlaubt.

Mut ! Jeden Tag gibt es kleine Erfolgsergebnisse. Sich daran freuen ! Das setzt körpereigene Endorphine frei.

Kommentar von SonjaDieKatze ,

tramadol ist leider zu schwach geworden, befinde mich durchgehend in den schmerzspitzen mittlerweile. ich muss sagen mein arzt hat eh lange gewartet und gibt mir nichts leichtfertig, ich muss aber langsam die ibuprofen absetzen, eben wegen der organe, nehme sie schon 8 jahre durchgehend -.- am liebsten würd ich natürlich alles an schmerzmitteln wegschmeißen, aber dann schreie ich nach 2 tagen im liegen ,) 

Antwort
von Rendric, 69

Nein, damit habe ich keine Erfahrung.

aber mit Opiaten. Und sagen wir so: Abhängigkeit ist dein kleinstes Problem. Sei froh, wenn das Schmerzmittel deine Schmerzen lindert und erträglich macht. alles andere ist wirklich nebensächlich.

Gibt es keine anderen Möglichkeiten für dich? Kann man deine Erkrankung nicht operieren? Das ist ja kein Dauerzustand.

Kommentar von SonjaDieKatze ,

ich hab eine hochgradige skoliose mit massvem bandscheibenschaden, ich weiß nicht was ich sonst machen soll. befinde mich in einem rehakurs und das sitzen hat es jetzt so extrem verschlimmert dass ich nicht mehr aus kann. mein arzt heute: maus, dass was wir dir jetzt geben, davon kommst du nicht mehr runter...

Antwort
von Esbatine, 47

Mir haben Opiade als Schmerzmittel nicht geholfen. Ein Schulternerv war eingeklemmt da hat kein Mittel gegen die Schmerzen geholfen.

Kommentar von SonjaDieKatze ,

leider ist bei mir die ganze wirbelsäule hinüber, was anderes hab ich nicht als möglichkeit 

Kommentar von Esbatine ,

vieleicht kannst du sie versteifen lassen . Frage deinen Orthopäden

Kommentar von SonjaDieKatze ,

frag ich seit 15 jahren, keiner wills mache, doppelte verdrehung und es kann sein dass ich nachher mehr schmerzen hab als vorhher. sie haben mir gesagt ich soll es solange es geht normal versuchen.

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