Frage von DBKai, 15

Hat jemand ein paar gute Hilfe zur Selbsthilfe-Tipps?

Ich bin gelernte Bürokauffrau und gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin. Gerne würde ich wieder in einem dieser Bereiche arbeiten aber ich tue mir sehr schwer einen Job zu finden.

Bei meinen letzten Arbeitsplätzen kam es immer zu Problemen, auf die ich wenig Einfluss hatte. An meiner ersten Arbeitsstelle herrschte Chaos und die Kommunikation zwischen dem Personal hat selten gut geklappt - so das ich schließlich gegangen bin, weil Gespräche auf Augenhöhe nicht immer möglich gewesen sind.

Mein zweiter Arbeitsplatz war Kassier-Arbeit in einem Lebensmittelgeschäft. Nachdem man über ein Jahr lang meine Mehrleistungen kaum gewürdigt/anerkannt hat - entschied ich mich dafür zu gehen.

Mein dritter Arbeitsplatz war wieder in der Pflege. Obwohl ich noch nicht lange da war, fand ich, dass ich mich schnell und gut zurecht finden konnte. Doch mir wurden Fehler unterstellt, die gar nicht MEINE Schuld gewesen sind. Ich bin kritikfähig aber unfaire Kritik will ich nicht annehmen müssen. Es gehört nicht zum Pflegeallgemeinwissen, welche Bewohner gelagert werden sollen und wer Kaffee trinkt... Bestimmte Dinge müssen einem zuerst einmal klar mitgeteilt werden. Wenn das nicht möglich ist, kann man es der betreffenden Person auch überhaupt gar nicht erst recht machen. Man wird so zum Spielball von den Personen, die an der Macht sind und hat keine wirkliche Chance.

Nun habe ich mich bereits wieder bei diversen freien Pflege-Stellen und bei Bürokauffrau-Stellen im Internet beworben. Jedoch befürchte ich, dass sich mein Dilemma immer wieder wiederholen wird. Man gibt mir einfach keine wirkliche Chance - ist prinzipiell immer unzufrieden mit mir.

Hat jemand hilfreiche Tipps für mich? Gibt es auch Arbeitsplätze mit klaren und erfüllbaren Angaben, die einen positiven Sinn für das Gemeinwohl ergeben? Wenn ja - würden die mich da nehmen? - was muss man da tun? Was kann ich sonst in meiner Position machen, wenn einem gar keine wirkliche Chance gegeben wird?

Antwort
von Griesuh, 7

Mir kommt das fast so vor, wenn ich deinen Beitrag lese:

Autofahrer hört diese Nachricht im Aotoradio:

Achtung -  Ein Geisterfahrer auf der Autobahn.

Das sagt der ganz verwundert: Was,  einer? Hunderte!

Was die Pflegefachkräfte anbelangt so sind bundesweit über 35.000 offene Stellen zu besetzen.

Eine davon wird doch die Richtige für dich sein.

Wie sagte schon vor Jahren ein bekannter Psychologe:

die anderen kann man nicht ändern, man muss sich selbst ändern.

Vielleicht solltest du mal daran arbeiten.

Wünsche dir viel Glück bei der Arbeitsstellensuche.

Kommentar von DBKai ,

An mir kann es kaum liegen - denn ich bekomme ja oft gar keine wirkliche Chance - man enthält mir Informationen vor, die nicht zum Pflegeallgemeinwissen gehören - sondern Unternehmens- oder personenspezifisch sind und erwartet dann, dass ich das wissen soll - obwohl das kein Mensch wissen kann, wenn es ihm nicht mal gesagt wird... "Wo ist das? Wer trinkt Kaffee?" - Das weiß man nicht vom ersten Tag an - einfach so... das lernt man nicht in der Schule - Bewohner XY im Altenheim ZZ trinkt täglich um 14 Uhr seinen Kaffee mit etwas Milch und 2 Teelöffel Zucker in seinem Zimmer Nr. 233.

Pflege-Allgemein-Wissen sitzt in der Regel gut und wenn ich einen genauen Tagesablauf habe - weiß wo ich was auf der Station finde nachfragen will ich auch können, wenn mir noch etwas unklar ist - dann wird es mit mir wohl keine Probleme geben. Wenn das nicht möglich ist, ist es klar, dass das nicht klappen kann. Das liegt dann aber weniger an mir, als am Kopf der Einrichtung.

Wenn da zwei Menschen sind, die zusammen einen Tisch hochheben sollen - dann klappt das auch nicht, wenn einer nicht mit anpackt. Ev. kann der Tisch auch von einer Person getragen werden - aber das wäre - in vielen Fällen - wohl nicht besonders gut für das Kreuz. Wenn beide zusammen helfen, schaffen sie die Arbeit im Nu und haben dann ihre Ruh. Wenn einer es erledigen will und einer nicht mitmacht, dann kann sich der allein abrackern oder er lässt sich sonst was einfallen... - da kann die Person, die die Arbeit gerne machen würde aber dann nichts dafür...  und wenn beide nichts machen, dann tut sich eben gar nichts und beide sind gleichermaßen Schuld daran, dass nichts voran geht. Müsste man eben nachprüfen, WORAN es nun wirklich gelegen hat. "Warum ist das nicht gemacht worden?"

Kann sein, dass es 35 000 offene Stellen gibt - bewerben tu ich mich eifrig... und gerne würde ich auch mal wo länger bleiben und das geht wohl auch, wenn ein gutes faires Grundgerüst vorhanden ist und man professionell vorgeht... Nicht alles glaubt, was gesagt wird - sondern sich beide Seiten einer Geschichte anhört und das Gesagte auch prüft! Leider ist es in unserem System so, dass man im Beruf oft mit Vitamin B vorgeht und bestimmte Angelegenheiten bewusst nicht nachprüft.

Ich bin selber bereits ein Mensch mit dem ich bisher ganz gut ausgekommen bin und auch einige andere sind oft besser mit mir ausgekommen als mit anderen Mitmenschen - ich bin ziemlich simpel... Ich bleib einfach so wie ich bin... lerne dazu, wenn ich es sinnvoll (Gemeinwohl-gut) finde und passe mich nicht an eine Umgebung an, die Dinge tut, die ich nicht richtig finden kann, weil sie phasenweise wesentlich mehr schaden als nützen... Gutes lern ich gerne - da verändere ich mich auch gerne... den Rest können sich die Leute behalten...

Ich kann andere nicht verändern - das stimmt schon... aber ich kann mich dafür interessieren, dass Unrecht aufgedeckt wird und dadurch abnehmen kann... das man Lösungen für bestehende Probleme findet...  Aufklärungsarbeit über ungute Zustände betreiben... und was man stattdessen machen könnte...

Ich lass es mir gerne zeigen, wie ich gesünder und rückenschonender arbeiten kann... aber ich lass es mir ungern beibringen, wie ich ungesünder und allgemeinschädlicher arbeiten kann... Da muss ich eben unterscheiden... :P Ist das wirklich gut?

Antwort
von betzefanjeremy, 8

Evtl mal auf einer Sozialstation bewerben
Da fährt man allein zu den Patienten.
Könnte helfen

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