Ich gebe mal Beispiele: Ich habe gelernt, dass schummeln ...mogeln heißt. Regional wird es aber auch in der Bedeutung Wühltische durchsuchen benutzt.
Kiebig habe ich als katzig gelernt, hier versteht man darunter aber wissbergierig.
Ich meine also keine Unterschiede zwischen der Wortverständnis verschiedener Generationen (fett/geil..), auch keine Worte, die regional unterschiedlich sind. (Schrippen, Brötchen...)
Im Voraus vielen Dank für die Mühe, die ich euch gemacht habe.

Ein recht heikles fällt mir spontan ein: F.o.t.z.e.
Was das in der Vulgärsprache bezeichnet, weiß jeder.
Im Bayrischen bedeutet es "Ohrfeige" oder, negativ gemeint, "Gesicht".

Zu meinem Kommentar fällt mir ein: Schmecken bedeutet bei uns am See auch riechen; wenn man also irgendwo "neischmeckt", schnuppert man dort nur kurz rein.

"Sich Hocken" heißt sich Bayern und den anderen norditalienischen Regionen (ggg) "sich setzen" (glaube ich), überall sonst ist das tatsächliche "Hocken" gemeint.

"schnorren" bedeutet eigentlich, jemandem etwas wegnehmen. Am Bodensee im Allemannischen wird es aber auch in der Bedeutung von "plaudern" verwendet.
Super, genau so etwas meinte ich.:)Danke!
Reussi am 24. August 2007 08:30 schnorren kenne ich als eine Mischung aus anpumpen und betteln...
Morris am 24. August 2007 08:32 Genau Reussi, das meinte ich auch. Auch die Bedeutung als "plaudern" ist ein plaudern, das der Gegenüber nicht unbegint will, also eigentlich "jemanden zutexten"...
...also Aufmerksamkeit schnorren ;)
solf1 am 24. August 2007 08:57 Nein! schnorren bedeutet soviel wie schimpfen! Jetzt weiss ich allerdings nicht,ob schimpfen Hochdeutsch ist! Ich wohne auch am Bodensee...
Morris am 24. August 2007 09:17 "schnorren" macht man in Konstanz an Fastnacht: Man zieht maskiert durch die Kneipen der Stadt, sucht Lokalgrößen und Orts-Prominente und erzählt öffentlich von ihren Schandtaten, ohne sich selbst zu erkennen zu geben. Da kann es zum Beispiel sein, dass der Uni-Professor eine Liebschaft mit seiner Assistentin hat, oder der Ortsvorsteher komischerweise genau in seiner Straße Tempo 30 eingerichtet hat, solche Sachen eben. Auch das ist "schnorren". Das nette daran ist, dass das Opfer nicht weiß, wer unter der Maske steckt.
Kabark am 24. August 2007 09:49 Das ist nicht schnorren, sondern Schnurren. Bisch Du en Neigschmeckte? ^^
@reussi: so kenn ich das auch, sich durchschnorren.

Der "Grind" ist mir noch eingefallen. In Deutschland ist das der Schorf auf einer verheilenden Wunde, in der Schweiz ist das der Kopf.
solf1 am 24. August 2007 08:59 allerdings ein eher unschönes Wort für Kopf! Die gebildeten Schweizer nennen es Haupt! :-))

Ich kenne da noch den "Drecksack". Die eine Bedeutung dürfte wohl jedem bekannt sein, ist halt nicht sehr nett! :o) Dann kann man den aber auch trinken! Das ist Bier mit Cola. Das nennt man wohl so, weil die Cola sich langsam absetzt und das Glas dann so eklig aussieht.
jacobi06 am 24. August 2007 08:47 es schmeckt aber viieeellll besser als es aussieht :o). und bei uns heißt das Bier mit Cola "Diesel" ( na mach einer Tankt das -im warsten Sinne des Wortes- in der Kneipe grins

Wenn man in Bayern sagt "Du bist vielleicht ein Hund" dann bedeutet das ein Kompliment = ein schlauer Fuchs. "Aber Hund san ma scho" = wir sind schon schlau. Ein "gscheada Hund" ist jemand, der frech ist (auch lustig-frech). Ein Hundling gehört in die gleiche Kathegorie.
in bayer sagt man "mausen " zu etwas was aber kein diebstahl ist :o))
sondern?
:o)) menscheln

"Pans" (Pl. Pänz) bedeutet im Rheinischen "Kind", ohne negative Nebenbedeutung.
Als ich vor vielen Jahren nach Rheinhessen kam, erntete ich damit viel Unverständnis, da, im dortigen ländlichen Raum, damit ein unter zweifelhaften Umständen gezeugtes Kind bezeichnet wird. Für mich indessen war der unbefangene Gebrauch des Wortes "Bankert" gewöhnungsbedürftig.
das erinnert mich dran als ich in nrw hörte das die kinder da als "plagen" bezeichnet werden. was aber dort nicht böse gemeint ist.

heben: Ich hebe etwas auf.
Das Teil bzw. es hebt = Es hält, es klebt im Schwäbischen.

rennen, laufen, gehen - das sind Verben, die je nach Region unterschiedliches bedeuten:
rennen: in bayern heisst das gemeinhin oft nur: gehen laufen: auch das heisst in machen regionen: gehen.
blöd: in manchen regionen meint das nichts anderes als schüchtern.
Becken: der Becken = oberlausitzisch Bäcker; das Becken = hochdeutsch Wasserbehälter oder Teil des Skeletts.
Danke schön
"Pfannkuchen" waren in der DDR (und sind im Osten immer noch) das, was anderswo "Berliner" genannt wird. Die Crepes mit Zimt und Zucker oder Apfelmus heißen im Osten "Eierkuchen".
.
Das Verb 'schummeln' ist gemeindeutsch, also Standard in at, ch und de.
Es bedeutet abgucken, abschauen, betrügen, abschreiben, mogeln, schwindeln, spicken ...
(Ammon: Variantenwörterbuch des Deutschen, online)
.
HUCH - soust ;-) Am frühen Morgen....
Soll ich die Antwort am späten Abend noch mal einstellen?
Nein, im Ernst: für einen (alten, zwinker) Bayern hat das Wort nun mal nichts Anstößiges.
heißt das nicht aber auch in bayern so gut wie der mund, also man sagt doch "halt dei fotzen."
Stimmt. Hab ich vergessen.
Ein multifunktionales Wort.(:-)!
Und die Mundharmonika heisst da Fo...nhobel...