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Hat jemand Beispiele für Wörter, die je nach Region eine unterschiedliche Bedeutung haben?

gefragt von casualusercasualuser am 24.08.2007 um 8:03 Uhr

Ich gebe mal Beispiele: Ich habe gelernt, dass schummeln ...mogeln heißt. Regional wird es aber auch in der Bedeutung Wühltische durchsuchen benutzt.
Kiebig habe ich als katzig gelernt, hier versteht man darunter aber wissbergierig.

Ich meine also keine Unterschiede zwischen der Wortverständnis verschiedener Generationen (fett/geil..), auch keine Worte, die regional unterschiedlich sind. (Schrippen, Brötchen...)

Im Voraus vielen Dank für die Mühe, die ich euch gemacht habe.


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soust
beantwortet von soust am 24. August 2007 09:01
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Ein recht heikles fällt mir spontan ein: F.o.t.z.e.

Was das in der Vulgärsprache bezeichnet, weiß jeder.

Im Bayrischen bedeutet es "Ohrfeige" oder, negativ gemeint, "Gesicht".

Kommentar von 091c3a8979eeff2ed5b6f04e3ccc4e26smallHeeeschen am 24. August 2007 09:20

HUCH - soust ;-) Am frühen Morgen....

Kommentar von 622a0a9071a62222d3609db9c8991a7fsmallsoust am 24. August 2007 09:28

Soll ich die Antwort am späten Abend noch mal einstellen?

Nein, im Ernst: für einen (alten, zwinker) Bayern hat das Wort nun mal nichts Anstößiges.

Kommentar von Simple_avatar10smallxyungeloest am 24. August 2007 10:22

heißt das nicht aber auch in bayern so gut wie der mund, also man sagt doch "halt dei fotzen."

Kommentar von 622a0a9071a62222d3609db9c8991a7fsmallsoust am 24. August 2007 11:48

Stimmt. Hab ich vergessen.

Ein multifunktionales Wort.(:-)!

Kommentar von E13351831a85b89ecf151faf443695fesmallRolfHoegemann am 24. August 2007 12:24

Und die Mundharmonika heisst da Fo...nhobel...


Kabark
beantwortet von Kabark am 24. August 2007 09:54
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Zu meinem Kommentar fällt mir ein: Schmecken bedeutet bei uns am See auch riechen; wenn man also irgendwo "neischmeckt", schnuppert man dort nur kurz rein.


Knowledge
beantwortet von Knowledge am 25. September 2007 16:45
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"Sich Hocken" heißt sich Bayern und den anderen norditalienischen Regionen (ggg) "sich setzen" (glaube ich), überall sonst ist das tatsächliche "Hocken" gemeint.


Morris
beantwortet von Morris am 24. August 2007 08:25
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"schnorren" bedeutet eigentlich, jemandem etwas wegnehmen. Am Bodensee im Allemannischen wird es aber auch in der Bedeutung von "plaudern" verwendet.

Kommentar von Simple_avatar6smallcasualuser am 24. August 2007 08:28

Super, genau so etwas meinte ich.:)Danke!

Kommentar von A1163d6a199b1aa6fa35bff0fdfd62f8smallReussi am 24. August 2007 08:30

schnorren kenne ich als eine Mischung aus anpumpen und betteln...

Kommentar von 42e61a05e6bb14a96ab16cff054a1943smallMorris am 24. August 2007 08:32

Genau Reussi, das meinte ich auch. Auch die Bedeutung als "plaudern" ist ein plaudern, das der Gegenüber nicht unbegint will, also eigentlich "jemanden zutexten"...

Kommentar von Simple_avatar6smallcasualuser am 24. August 2007 08:41

...also Aufmerksamkeit schnorren ;)

Kommentar von 90f92606364457cf9115c8543f6206besmallsolf1 am 24. August 2007 08:57

Nein! schnorren bedeutet soviel wie schimpfen! Jetzt weiss ich allerdings nicht,ob schimpfen Hochdeutsch ist! Ich wohne auch am Bodensee...

Kommentar von 42e61a05e6bb14a96ab16cff054a1943smallMorris am 24. August 2007 09:17

"schnorren" macht man in Konstanz an Fastnacht: Man zieht maskiert durch die Kneipen der Stadt, sucht Lokalgrößen und Orts-Prominente und erzählt öffentlich von ihren Schandtaten, ohne sich selbst zu erkennen zu geben. Da kann es zum Beispiel sein, dass der Uni-Professor eine Liebschaft mit seiner Assistentin hat, oder der Ortsvorsteher komischerweise genau in seiner Straße Tempo 30 eingerichtet hat, solche Sachen eben. Auch das ist "schnorren". Das nette daran ist, dass das Opfer nicht weiß, wer unter der Maske steckt.

Kommentar von 1079a100179c7e88556a9448df89ed3dsmallKabark am 24. August 2007 09:49

Das ist nicht schnorren, sondern Schnurren. Bisch Du en Neigschmeckte? ^^

Kommentar von Simple_avatar10smallxyungeloest am 24. August 2007 10:25

@reussi: so kenn ich das auch, sich durchschnorren.


Morris
beantwortet von Morris am 24. August 2007 08:42
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Der "Grind" ist mir noch eingefallen. In Deutschland ist das der Schorf auf einer verheilenden Wunde, in der Schweiz ist das der Kopf.

Kommentar von 90f92606364457cf9115c8543f6206besmallsolf1 am 24. August 2007 08:59

allerdings ein eher unschönes Wort für Kopf! Die gebildeten Schweizer nennen es Haupt! :-))


sille
beantwortet von sille am 24. August 2007 08:30
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Ich kenne da noch den "Drecksack". Die eine Bedeutung dürfte wohl jedem bekannt sein, ist halt nicht sehr nett! :o) Dann kann man den aber auch trinken! Das ist Bier mit Cola. Das nennt man wohl so, weil die Cola sich langsam absetzt und das Glas dann so eklig aussieht.

Kommentar von 3f10e40bb295e3ed86dc5ea22eac69besmalljacobi06 am 24. August 2007 08:47

es schmeckt aber viieeellll besser als es aussieht :o). und bei uns heißt das Bier mit Cola "Diesel" ( na mach einer Tankt das -im warsten Sinne des Wortes- in der Kneipe grins

Kommentar von 3a4d8b9c01cc5780364017dd590685b1smallsille am 24. August 2007 11:30

Siehste, noch ne Doppelbedeutung! Bei uns ist Diesel Limo mit Cola!

Kommentar von 3f10e40bb295e3ed86dc5ea22eac69besmalljacobi06 am 24. August 2007 12:51

das ist wieder "Spezi" bei uns :o)


Luise
beantwortet von Luise am 24. August 2007 09:02
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Wenn man in Bayern sagt "Du bist vielleicht ein Hund" dann bedeutet das ein Kompliment = ein schlauer Fuchs. "Aber Hund san ma scho" = wir sind schon schlau. Ein "gscheada Hund" ist jemand, der frech ist (auch lustig-frech). Ein Hundling gehört in die gleiche Kathegorie.


xyungeloest
beantwortet von xyungeloest am 24. August 2007 10:24
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in bayer sagt man "mausen " zu etwas was aber kein diebstahl ist :o))

Kommentar von Simple_avatar6smallcasualuser am 24. August 2007 13:20

sondern?

Kommentar von Simple_avatar10smallxyungeloest am 24. August 2007 13:40

:o)) menscheln


WolfRichter
beantwortet von WolfRichter am 24. August 2007 10:35
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"Pans" (Pl. Pänz) bedeutet im Rheinischen "Kind", ohne negative Nebenbedeutung.

Als ich vor vielen Jahren nach Rheinhessen kam, erntete ich damit viel Unverständnis, da, im dortigen ländlichen Raum, damit ein unter zweifelhaften Umständen gezeugtes Kind bezeichnet wird. Für mich indessen war der unbefangene Gebrauch des Wortes "Bankert" gewöhnungsbedürftig.

Kommentar von Simple_avatar10smallxyungeloest am 24. August 2007 11:53

das erinnert mich dran als ich in nrw hörte das die kinder da als "plagen" bezeichnet werden. was aber dort nicht böse gemeint ist.


critter
beantwortet von critter am 24. August 2007 19:19
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heben: Ich hebe etwas auf.

Das Teil bzw. es hebt = Es hält, es klebt im Schwäbischen.


dachdecker
beantwortet von dachdecker am 23. September 2007 23:07
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rennen, laufen, gehen - das sind Verben, die je nach Region unterschiedliches bedeuten:

rennen: in bayern heisst das gemeinhin oft nur: gehen laufen: auch das heisst in machen regionen: gehen.

blöd: in manchen regionen meint das nichts anderes als schüchtern.


MathiasMuench
beantwortet von MathiasMuench am 9. November 2007 10:04
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Becken: der Becken = oberlausitzisch Bäcker; das Becken = hochdeutsch Wasserbehälter oder Teil des Skeletts.

Kommentar von Simple_avatar6smallcasualuser am 10. November 2007 15:41

Danke schön


Traumaffe
beantwortet von Traumaffe am 2. Februar 2008 17:36
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"Pfannkuchen" waren in der DDR (und sind im Osten immer noch) das, was anderswo "Berliner" genannt wird. Die Crepes mit Zimt und Zucker oder Apfelmus heißen im Osten "Eierkuchen".


anonym
beantwortet von luetzelmatt am 12. Februar 2009 13:04
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.

Das Verb 'schummeln' ist gemeindeutsch, also Standard in at, ch und de.

Es bedeutet abgucken, abschauen, betrügen, abschreiben, mogeln, schwindeln, spicken ...

(Ammon: Variantenwörterbuch des Deutschen, online)

.


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