hat jemand Ahnhung von Arbeitszeugnissen?

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4 Antworten

Hallo Marta123456,

ja, hier haben einige Antworter Ahnung von Arbeitszeugnissen, dazu benötigt man aber das komplette Zeugnis.

Stell dein komplettes Zeugnis, von Überschrift bis Datum/ Unterschrift (anonymisiert) doch mal hier ein, denn nur dann kann man ein Zeugnis sicher bewerten.

Diese Auszüge aus deinem Zeugnis lassen zumindest auf nichts Gutes schließen.... die Wortwahl, die seltsame Reihenfolge von Äußerungen, das "Weglassen" positiv besetzter Floskeln.....hm.

Es erweckt den Eindruck, dass man dir wirklich nicht nachtrauert, denn man bedankt sich weder für die geleistete Arbeit noch bedauert man deinen Weggang. 

Es fehlt hier auch ein wichtiger Bestandteil eines Zeugnisses, nämlich die Beurteilung zum Sozialverhalten. [Der Satz "Ihr persönliches Verhalten war einwandfre." gehört weder an diese Stelle des Zeugnisses noch ist er adäquat]

Da der AG nur wohlwollende Aussagen machen darf, lässt dieses "Fehlen" hier auf ein besonderes Problem schließen. "Weglassen" ist daher ein beliebtes Mittel, Negatives auf ganzer Linie auszudrücken.
Ein anderes Mittel wäre, bei der Beurteilung des Sozialverhaltens die Reihenfolge "Vorgesetzte, Kollegen und Kunden/ Externe" so zu verändern (bzw. eine einzelne Gruppe wegzulassen), dass jedem geübten Zeugnisleser klar ist, mit wem genau der AN Probleme hatte. 

Auch wenn ich das komplette Zeugnis nicht kenne, so macht dieser Auszug bereits einen sehr schlechten Eindruck, und damit würde ich mich nirgendwo bewerben.

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Ich versuche mal, das Zeugnis nach Schulnoten zu bewerten.

Ihre Arbeitsergebnisse waren zufriedenstellend. 3-4  / sehr zufriedenstellen: 2 / äußerst zufriedenstellend: 1

Auf Grund ihrer soliden Fachkentnisse konnte Frau XY flexibel eingesetzt werden. 3 / Du wusstest in jedem Bereich einigermaßen, was zu tun war. Du konntest aber nicht auf einem speziellen Gebiet eingesetzt werden.

Auch größtem Arbeitsanfall war sie in der Regel gewachsen. 3-4 / Mit Ach und Krach hast du es fast immer geschafft, die Arbeit zu erledigen. Aber eben nicht immer.

Frau XY bewältigte ihren Aufgabenbereich stets zu unserer Zufriedenheit. Du hast deine Arbeit zwar gemacht aber eben gerade mal das, was man erwarten konnte.

Gesamtnote: 3-4

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Es kommt immer auch drauf an, wer solch ein Zeugnis schreibt, was die Tätigkeit war, wie groß der Betrieb war etc. Ohne die Infos kann man ein Zeugnis nicht oder nur sehr schlecht interpretieren. 

Ich würde aus dem, was da steht lesen, dass Du eine eher mittelmäßige Mitarbeiterin warst, die bei großer Arbeitsbelastung nicht mehr ganz mitgekommen ist oder mitgemacht hat. 

Ggf. gab es noch Probleme mit den Vorgesetzten oder Kollegen.

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Ein Zeugnis kann nur dann seriös bewertet werden, wenn es komplett, Wort für Wort, hier natürlich anonymisiert, vorliegt. Komplett heißt: Von der Überschrift bis Datum. Ein Ausschnitt ist nie repräsentativ für das gesamte Zeugnis. Überall, aber auch wirklich überall, können auf- oder abwertende Formulierungen und Zusatzinformationen enthalten sein, die dem Laien oftmals entgehen.

Davon abgesehen: Ein merkwürdiges Zeugnis (wobei die Rechtschreibfehler hoffentlich bei der Übertragung entstanden sind) mit ungewöhnlicher Reihenfolge und mit Unschlüssigkeiten. Tendenz in der Benotung: Eher schlecht.

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