Frage von preacster, 111

hat jeder hund einen beschützerinstinkt?

ich kann mir das bei meinem hund nicht vorstellen. er freut sich über jeden menschen und scheint wirklich jeden zu mögen... er ist auch "mitfühlend" wenn einer seiner hundefreunde bestraft wird. gibt z.b. einen etwas wilderen hund, der dann zurück ins haus muss, wenn wir alle draußen sind... aber wie auch immer...

meine frage ist, wenn mich jemand angreifen würde, würde mich dann hund dann instinktiv bechützen und verteidigen wollen, auch wenn er bisher null aggressives und defensives verhalten gezeigt hat?

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Antwort
von sukueh, 93

Ja. Nur weil er den Beschützerinstinkt in seinem Alltag nicht zeigt, heißt es nicht, dass keiner vorhanden ist.

Wäre ja ziemlich blöd, wenn der "normale" Familienhund auch im normalen Alltag aggressives Verhalten zeigen würde :-)

Kommentar von preacster ,

hmm stimmt, da hast du natürlich recht... wäre schon ziemlich störend, wenn er mich vor postboten oder freunden meint beschützen zu müssen... danke für deine antwort. 

Kommentar von sukueh ,

Eben ....

Aber du kannst dir ziemlich sicher sein, dass selbst der brävste und gutmütigste Couchpotatoe-Hund reagiert, wenn er das Gefühl hat, irgendjemand aus seinem Rudel würde bedroht werden....

Hatte das peinlicherweise mal mit einem meiner Dackel - den hab ich bis dahin noch nicht mal im Spiel mit seinem Hundekumpel knurren hören -; als wir auf einem Spaziergang bei Nachbarn ins Gespräch kamen und dessen Hund - ebenfalls ein Dackel - so eifersüchtig auf meine beiden Dackel war, dass er den größeren der beiden angegriffen hat. Dabei haben weder das Hundeherrchen noch ich irgendwas gemacht, was dieses Verhalten hätte auslösen können. Jedenfalls hat dann mein kleiner Dackel seinen Kumpel ziemlich energisch verteidigt. Des Nachbars Dackel hielt dann zukünftig immer Abstand von meinen beiden und beschränkte sich aufs Verbellen aus der Entfernung.....

Wenn dich jetzt tatsächlich ein Mensch angreifen wollte, wäre für den Hund die Sache wohl klar, was er zu tun hätte...

Antwort
von Flauschy, 90

Nein, ich denke nicht dass jeder Hund einen Beschützerinstinkt hat.

Es gibt ängstliche Hunde die weglaufen wenn ihnen eine Situation komisch vorkommt oder sehr menschenfreundliche die dem Einbrecher zeigen wo der Tresor steht. ;-)

Bei manchen Rassen (z.B. dem Labrador Retriever) wurde die Menschenfreundlichkeit ja auch angezüchtet.

Kommentar von preacster ,

jau mops ne ;) 

nur bemerkte ich sein "beschützendes" verhalten, wenn sein hundefreund schon recht ruppig bestraft wird. er fängt böse an zu bellen und ich musste ihn festhalten. er beschwert sich also und will sein rudel, bzw. seinen kumpel anscheinend verteidigen, da er merkte "was da passiert gefällt meinem freund nicht" zumindest interpretierte ich das in die situation

Kommentar von sukueh ,

Von einem Einbrecher geht ja in der Regel nicht zwingend eine Gefahr für den Menschen aus - wenn der nur an den Tresor will, dürfte dass vielen Hunden tatsächlich egal sein. Woher sollen sie wissen, dass der Mensch in dem Tresor für ihn wichtige Dinge aufhebt...

Würde ein Einbrecher allerdings den Menschen angreifen, kann der Hund die Bedrohung für sein Rudel auch klar sehen.

Kommentar von Flauschy ,

Aber ein Einbrecher ist ja ein "Eindringling" im Revier des Hundes. Genauso wie der Postbote, der ja auch keine Gefahr ist und da gehen manche Hunde ja richtig ab.

Kommentar von friesennarr ,

Beim Postbote hat es andere Gründe als Revierverhalten - die blicken nicht, das man kommt und ohne mit dem Mensch geredet zu haben einfach wieder geht, das ist den meisten Hunden mehr als suspekt.

Wenn auf einem Grundstück ein Hund rumläuft, und der Breifkasten ist am Haus, dann geh ich da nicht mal rein.

Der Einbrecher kommt ja direkt ins Haus und nicht nur bis dran hin.

Kommentar von sukueh ,

Es wäre ja aber auch blöd, wenn der Hund jeden "Eindringling" - sei es der Postbote oder auch ein Einbrecher - gleich zähnefletschend anfallen würde.

Der "normale" Hund ohne "Schutz- oder Wachausbildung" soll ja auch gar nicht auf jeden fremden Menschen, der (m)ein Grundstück betritt losgehen.

Und es wurde ja gefragt, ob der Hund einen Menschen bei Gefahr verteidigen würde. Das ist meiner Meinung nach für den Hund, der nicht dazu ausgebildet worden ist, durchaus ein Unterschied, ob da jetzt ein fremder Mensch auf dem Grundstück ist oder das Frauchen/Herrchen von einem anderen Menschen bedroht wird.

Was machen denn eure Hunde, wenn ihr innerhalb der Familie ein bißchen balgt ? Unsere Hunde werden da teilweise schon etwas "nervös".

Kommentar von Flauschy ,
Was machen denn eure Hunde, wenn ihr innerhalb der Familie ein bißchen balgt ? Unsere Hunde werden da teilweise schon etwas "nervös".

Mein Dackel-Mix fängt an aufgeregt mit der Rute zu wedeln wenn
ich mich mit meinem Mann balge. Als er noch nicht lange bei war hat er meinen Mann oder mich auch angesprungen.

Mein JRT und der Podengo-Mix reagieren nicht.

Antwort
von angelikaliese, 40

Hallo preacster,

ich denke schon, das jeder Hund ein Beschützerinstinkt hat.

Natürlich gibt es Hunde, die auch ängstlich sind und Instinkt zum Beschützen nicht so zeigen oder sogar nicht besitzen.

MfG Angelika

Antwort
von elfriedeboe, 80

Ich finde ja weil er ein Rudeltier ist und sie gegenseitig beschützen!

Antwort
von BaLuLu20122, 63

Du bist derjenige der im Essen gibt. Er merkt wenn du in Gefahr bist und will dich beschützen. Er denkt, dass wenn du verletzt bist bekommt er kein Essen mehr.

Antwort
von Boxerfrau, 19

Die Frage kann man ehr schlecht beantworten. Mein Hund hängt sehr an mir. Wenn mein Freund und ich uns mal gestritten haben, hat er sich ehr vor die Tür gesetzt oder er läuft um mich herum oder drückt sich an mich. Manchmal bellt er wenn es Klingelt oder jemanden vor dem Fenster steht.. Aber das ist ehr sporadisch und wenn der jenige dann mit ihm redet, ist es eh vorbei. Ich weiß nicht was wäre, wenn es wirklich mal ernst werden würde. Und mich jemand ernsthaft bedrohen oder bedrängen würde.. Gott sei dank hatte ich so eine Situation noch nie.. Aber mit den Schäfis und dem Ambull den wir zu vor hatten, ist es absolut nicht zu vergleichen. Die waren einfach total Wachsam. Mein Boxer verlässt sich da ehr auf mich.

Antwort
von Maerzkatze, 71

nee, es gibt scheinbar auch solche, die hocken am liebsten den ganzen Tag in der Handtasche ihrer Besitzerin - was an denen noch Hund sein soll hab ich nie verstanden 

:-/

Kommentar von preacster ,

das ist jedoch nicht bei meinem hund der fall

Kommentar von Maerzkatze ,

dann sei froh, ich weiss aber nicht zu sagen, ob dich dein Hund im Falle eines Angriffes beschützen würde. Kommt ja auch immer drauf an, was man unter "beschützen" versteht.

Was ist denn das für einer - welche Rasse oder welcher Mix ?

Kommentar von preacster ,

mops

nur bemerkte ich sein "beschützendes" verhalten, wenn sein hundefreund schon recht ruppig bestraft wird. er fängt böse an zu bellen und ich musste ihn festhalten. er beschwert sich also und will sein rudel, bzw. seinen kumpel anscheinend verteidigen, da er merkte "was da passiert gefällt meinem freund nicht" zumindest interpretierte ich das in die situation

Kommentar von Maerzkatze ,

jaja gut, und da scheint er ja wirklich auf Beschützerinstinkte zurückzugreifen...also unter Hunden.

Mach doch mal einen ganz einfachen Test mit ihm. Bitte einen Freund von dir mal mit böser und lauter Stimme auf dich zuzugehen, am besten noch mit erhobener Faust.

Entweder er reagiert dann, oder es interessiert ihn nicht. 

Kommentar von preacster ,

den gedanken hatte ich auch schon, jedoch möchte ich nicht sein verhältnis zu dieser person dann schädigen oder ihn irgendwie mit seltsamen situationen belasten die ggf. auch prägend sind.

Kommentar von sukueh ,

Also unser Familienpudel seinerzeit in der Kindheit wurde deutlich nervös, wenn mein Bruder und ich uns auch nur spielerisch gekabbelt haben. Nicht, dass er einen von uns angegriffen hätte, aber man hat deutlich gemerkt, dass ihm die Situation nicht gefallen hat. Deshalb gehe ich davon aus, dass der Hund im Falle eines ernsthaft gemeinten Angriffs einer fremden Person durchaus dazwischen geht. Besonders wenn er merkt, dass "sein" Mensch auch Angst hat.

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