Auch wenn man nicht getauft ist? Es gibt doch viele die gar nicht mehr in der Kirche sind,wo müssen die hin?

Hallo maya2000, wie Rolfe es schon richtig sagte, es gibt in Deutschland ein Bestattungsgesetz, das unabhängig von der Konfession gilt. Also Sarg mal schnell selbst zimmern und im Garten vergraben- is nicht.

Zunächst das Grundsätzliche: Das was Rolfe und dagmar schreiben geht sogar soweit, dass bei finanzieller Unpässlichkeit, sogar der Staat die Bestattung bezahlen muss. Man spricht hier dann von der sog. Sozialbeerdigung. Genauer gesagt, muss der Staat/das Bundesland, sogar berücksichtigen, dass der Verstorbene die teurere Erdbestattung haben will. Eine Verbrennung aus Kostengründen, wäre sogar verboten. Deine Frage betrift aber die konkrete Bestattung auf einem Kirchhof. Hierbei spielt die Konfessionszugehörigkeit keine Rolle. Es gibt ja z.B. auch Paare, die verschiedenen Konfessionen angehörten und deshalb würde man ihnen wohl kaum eine gemeinsame Bestattung verweigern! Geändert hat sich die Haltung der Kirche (im meine hier die katholische) im Bezug auf Selbstmörder. Früher wurde ihnen die Bestattung in "geweihter Erde" ausdrücklich verweigert. Seit vielen Jahren, u.U. sogar schon seit Jahrzenten, hat sich dies unchristliche Haltung gändert und ist der Einsicht gewichen, dass nur Gott das Recht hat über eine Seele zu richten. Deshalb gehe ich davon aus, dass nun jeder auch auf einem Kirchhof bestattet werden kann, sofern er dies selbst gewünscht hat. Etwas anderes ist es, wenn es um die Bestattungszeremonie selbst geht. Jemand der aus der Kirche ausgetreten ist, wird wohl nicht so ohne weiteres eine Beerdigung/Einäscherung mit christlichem Ritus bekommen. Darin liegt aber keine Verurteilung, sondern das Respektieren einer Entscheidung zu Lebzeiten. Aber auch hier denke ich hängt es letztlich vom Ortsgeistlichen ab. Wünscht evtl. ein Hinterbliebener dennoch eine kirchliche Beisetzung und kann er dem Pfarrer glaubhaft machen, dass der Verstorbenen nicht dagegen gewesen wäre, werden es die meisten sicher tun.
LG
Hi Westi, ich wohne als Evangelische ländlich und in einer katholischen Gegend. Wir haben Gott sei Dank einen neuen Pfarrer seit zwei oder drei Jahren. Bei dem alten Pfarrer wärst Du als Selbstmörder oder wegen der anderen Konfession noch am letzten Ende des Friedhofes begraben worden.
Westi am 8. Februar 2007 20:05 Das ist glücklicher weise die absolute Ausnahme, soweit ich es kenne. Und ich bin in vielen Gemeinden tätig. Z.Z. in einer evangelsichen. Ich habe keine kath. Gemeinde kennen gelernt, die in irgend einer Weise etwas gg. protestanten gehabt hätte. Ganz im Gegenteil sogar! Es gab z.B. eine ev. Gruppenleiterin und als ich in einer ebenfalls eher ländlichen Gegend unseren damaligen Chorleiter fragte, ob er etwas gg. einen ev. Sänger einzuwenden hätte, wies er dies sogar sichtlich bestürzt sofort zurück. (Ich war als Großstädter verunsichert, ob man den auf dem Lande ebenfalls so aufgeklährt sei wie in Berlin, Deine Schilderung zeigt ja auf traurige Weise, dass es auch anders hätte sein können) LG P.S. hast Du meine Antwort zum Pfefferspray gelesen?
Natürlich - es gibt nach den Bestattungsgesetzen sogar Friedhofspflicht - wenn man von einer möglichen Seebestattung absieht.

Und noch eine Ergänzung zu rolfe:
Neben den beiden genannten Bestattungsarten gibt es seit etwa zwei Jahren(?) auch noch die Möglichkeit der Beisetzung in einem Friedwald.
Wenigstens diesen Platz hat man dann ganz sicher,irgendeine Gräberreihe wird es sicher sein.Und Gott interessiert mich als überirdisches Wesen gar nicht,der Gekreuzigte tat mir nur unendlich leid,aber man könnte die Gläubigen fast beneiden,wenn sie sich um ein ehrenhaftes Leben bemühen,tun sie es ja in erster Linie für Gott,ich tue es schlichtweg nur für mich und meine unsterbliche Seele,so glaube ich auch an etwas.