Hat in einer demokratie die todesstrafe was zu suchen bezüglich der grundrechte und bezogen auf usa?

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11 Antworten

Ob Todesstrafe ja oder nein und unter welchen Bedingungen kann Gegenstand einer demokratischen Abstimmung sein. Demokratie heißt lediglich "Herrschaft des Staatsvolkes". Welche Rechte das Staatsvolk als Grundrechte bestimmt, ist nicht vorgegeben. Historisch gesehen hat Deutschland keine Demokratie. Die Deutschen haben sich im Laufe der Geschichte noch nie eine Demokratie selbst erkämpft wie z.B. die Briten. Vom Kaiser sind sie relativ schnell nach verlorenem Krieg zum Führer gewechselt und nach einem weiteren verlorenen Krieg wurde Deutschland eine sog. repräsentative Demokratie übergestülpt, in der von vornherein das Staatsvolk entmündigt wurde. Wir dürfen Pappnasen wählen nach vollmundigen, nichtssagenden Wahlversprechen, an die sich die Pappnasen nach der Wahl nicht mehr erinnern. Das ist nicht Volkssouveränität, das ist Volksverblödung.

Allerdings, und das war bereits 1933 so, zeigt gerade die Türkei, dass ein aufgeputschtes Volk für die Nachbarn brandgefährlich werden kann. Es ist ein Irrtum, dass Demokratie automatisch ein Garant für Freiheiten wäre. Freiheiten und ihre Beschränkung sind immer das Ergebnis von Machtkämpfen, auch in einer Demokratie. Und in der Türkei ist halt Erdogan momentan obenauf und da können die Träumer noch so tief schlucken: DIe Demo in Köln hat gezeigt, dass er auch hier unter den Türken die Mehrheit hat. Deren Präsident ist Erdogan, nicht Gauck und schon gar nicht Merkel. Die ist nur gut für die garantierten Hartz4-Zahlungen. Fürs zahlen sind die Deutschen gut und für den großislamischen Traum Herr Erdogan.

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Kommentar von Haldor
01.08.2016, 15:35

„Historisch gesehen hat Deutschland keine Demokratie. Die
Deutschen haben sich im Laufe der Geschichte noch nie eine Demokratie selbst erkämpft wie z.B. die Briten. Vom Kaiser sind sie relativ schnell nach verlorenem Krieg zum Führer gewechselt und nach einem weiteren verlorenen Krieg wurde Deutschland eine sog. repräsentative Demokratie übergestülpt, in der von
vornherein das Staatsvolk entmündigt wurde.“ -

Also, da ist manches unpräzise bzw. falsch. 1919 haben die
Deutschen in einer demokratischen Wahl immerhin eine verfassungsgebende Nationalversammlung gewählt, die dann die Weimarer Verfassung beriet und entwarf. Dann wurde in der Nationalversammlung über die Weim. Verfassung abgestimmt.
Die deutschen Wähler haben also immerhin den Abgeordneten den Auftrag erteilt, eine Verfassung zu erstellen. Damit hat die Weimarer Verfassung, die demokratisch strukturiert war, eine demokratische Legitimation erhalten. Noch einmal eine Abstimmung über die Verfassung und dann noch einmal die folgende Reichstagswahl wären zu viel des Guten gewesen. –

Nach 1945 war es etwas anders, aber völlig undemokratisch
ging es da auch nicht zu. Hier könnte man schon eher von einem „Überstülpen“ und Entmündigen der Deutschen sprechen. Der Parlamentarische Rat, der die Verfassung beriet und darüber abstimmte, wurde von den Landesparlamenten der Länder gewählt. Diese Landtage haben dann auch über das vom Parlamentarischen Rat beschlossene Grundgesetz abgestimmt; allerdings wäre das Grundgesetz ohne die Genehmigung der Alliierten nicht zustande gekommen. Die Alliierten haben auch mehrmals auf die Beratungen des Parlamentarischen Rates Einfluss genommen. Insofern kann man sagen, dass das
Grundgesetz nicht auf dem freien Willen des deutschen Volkes beruht. Dieser freie Wille war damals, nach dem Hitlerkrieg, nicht möglich gewesen.

Die Landtage waren immerhin demokratisch gewählt. Das Staatsvolk allerdings ist nicht zur Stimmabgabe aufgefordert worden. Indirekt hatte aber das Staatsvolk über die Landtage den Landtagsabgeordneten eine demokratische Legitimation gegeben.


 

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Todesstrafe ist in meinen Augen ein Unwort. Eine Bestrafung sollte eine Lehre sein. Ein toter lernt nichts mehr. Die Todesstrafe ist bestenfalls Rache.

Natürlich gibt es Menschen, die so verkorkst und gefährlich sind, dass man sie nie wieder frei herumlaufen lassen kann. Aber sie deshalb umzubringen ist in meinen Augen ein Armutszeugnis für eine Gesellschaft, die sich nicht anders zu helfen weiß.

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Auch Demokratien wie England und Frankreich  hatten bis 1960 die Todestrafe.  

Es ist so eine Sache, die USA ,od einige Bundestaaten von dieser haben dies beibehalten. 

Lebenslang in einer Zelle mit nur einer Stunde Hofgang ist auch kein Menschenwürdiges Leben, so ist diese ggf humaner. 

Allerdings ist unter 10000 ein Unschuldiger darunter ist das einer zu viel, daher bin ich dagegen.

Denn bei uns od in den USA ,wird ein Mörder freigesprochen ist er unschuldig im Sinne des Gesetzes und wird jemand für was verurteilt was er nicht getan hat schultig. 

So geht Recht und Moral weit auseinander .

Und Haft od Todestrafe es ist immer Rache egal ,ob man 23 h in Käfig hockt wie in Bayern, wo die Devise ist ,alles wegsperren ,od wie in den USA es die Todestrafe ist.

Nur hat gezeigt ,dass diese eigentlich als Abschreckung gedacht, wertlos ist ,da Bundestaaten mit Todestrafe eine höherer Rate an Gewalverbrechen haben als welche ohne in den USA.

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Demokratie und Todesstrafe haben ja nicht wirklich was miteinander zu tun. Wenn die Mehrheit die Todesstrafe befürwortet ist sie demokratisch legitim.

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In einer Demokratie kann das Staatsvolk über die Einführung der Todesstrafe abstimmen, denn das Volk herrscht (Demos = das Volk; kratein = herrschen). Die Frage ist allerdings, ob speziell die Bundesrepublik eine Demokratie ist.  Ich würde sagen: nur mit Einschränkungen. Denn es gibt Rechte im Grundgesetz, die nicht zur Disposition der Volksabstimmung gestellt werden können. Sie stehen in Art. 1 GG: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Beim Vollzug der Todesstrafe wird der Mensch der Gewalt des Henkers unterworfen, der dann den mechanischen Akt der Hinrichtung vollzieht. Beides ist mit der Würde des Menschen nicht zu vereinbaren.

Auch heißt es in Abs. 2 von Art. 1: Die Menschenrechte sind unverletzlich und unveräußerlich. Zu den Menschenrechten zählt das Recht auf Leben. Mit Recht sagt man deshalb, Deutschland ist ein Rechtsstaat und nur eingeschränkt eine Demokratie.

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Das sind zwei verschiedene Dinge
Wenn demokratisch für eine Todesstrafe gestimmt wurde passt das schon

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Kommentar von Funmichi
01.08.2016, 12:31

Und "demokratisch" auf die grundrechte geschissen?

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Kommentar von Dave0000
01.08.2016, 12:34

Das war weder deine Frage noch lässt du da jetzt Möglichkeit einer Diskussion zu

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Du hast vollkommen recht. Im Grunde hat das Eine mit dem Anderen nichts zutun. Wir verbinden beides gerne, weil wir in einer Demokratie leben, in der es keine Todesstrafe gibt.

Alle möglichen Gesetze könnten in einer Demokratie entstehen, z. B. auch, dass jeder Bürger morgens einen Kopfstand zu machen hat.

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Genaugenommen ist die Todesstrafe in einer Demokratie ebenso vertretbar wie Gefängnisstrafe. (Freiheit ist ebenso ein Grundrecht wie Leben)

Allerdings ist die Todesstrafe eine Strafform, welche die Aufgaben einer Strafe, Schutz der Allgemeinheit und Belehrung um eine Wiedereingliederung zu ermöglichen, meiners Erachtens nicht ausreichend erfüllt.

Es ist zuviel Vergeltung und Abschreckung in ihr.

Ebenso ist weder keine Verschärfung möglich. Jemand der bereits Straftaten begannen hat, für die er Hingerichtet wird, hat keinerei Hemmungen um weiter Taten zu begehen. -> Aufgabenverfehlung

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Genau genommen hat die Todesstrafe und Demokratie nix miteinander zu tun.

Aber die Todesstrafe wird von Staaten oft auch benutzt um die, die ihnen im Weg sind bei Seite zu schaffen. Darüber hinaus, sollte jedem Menschen die Möglichkeit frei stehen sich zu ändern und wenn jemand Tod ist, wird das wohl nix.

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Kommentar von Funmichi
01.08.2016, 12:35

Ja eben sie schließen sich aufgrund der grundrechte der demokratie gegenseitig aus.

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Demokratie und Todesstrafe schließen sich nicht gegenseitig aus.

Gewisse Grundrechte und Todesstrafe allerdings schon.

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Kommentar von Funmichi
01.08.2016, 12:31

Da aber die grundrechte ein fundamentaler bestandteil einer demokratie darstellen, schließt doch auch demokratie die todesstrafe aus, oder?

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Sie hat eher nichts in einem Rechtsstaat verloren.

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Kommentar von Funmichi
01.08.2016, 12:29

Ist die usa ein rechtsstaat?

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