Hat Geld einen starken Einfluss auf das Verhalten des Menschen?
Man sieht es doch immer wieder. Menschen zeigen Emotionen wenn es um die eigene Existenz geht. Und da steht Geld häufig an vorderster Front. Wenn um Geld geht werden viele Menschen aggressiver was wirklich schlimme Auswirkungen haben kann. In den ärmeren Ländern ist die Gewalt Bereitschaft höher. Man siehe Griechenland wo man sparen muss. Darauf hat sich das Verhalten der Bürger stark geändert und wurden aggressiver gegenüber der Regierung. Ich meine damit hat Geld doch einen starken Einfluss auf die Gesellschaft und das Verhalten der Menschen. Menschen die ärmer sind werden nicht so stark war genommen wie Menschen mit Geld und großen Besitz. Ich denke das Geld eine immer größere Rolle spielt in dem Verhalten des Menschen was ich als sehr negativ ansehe da durch Geld Völker, Familien und die Masse an sich gespalten werden. Ich möchte wohl möchte wohl mal gerne eure Meinung hören. Ich freue mich auf eure Antworten! :)
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Eins ist klar: Geld an sich ist neutral, es ist lediglich ein "Werkzeug", mit dem man Wertigkeiten von Gütern und Leistungen messen kann, sowohl als Einnahme als auch als Ausgabe. Grundproblem ist m. E. nicht das Geld, sondern der menschliche Anspruch auf einen bestimmten Wohlstand und das menschliche Wunschdenken.
Man muss differenzieren: Geld als Mittel zur Deckung von Grundbedürfnissen ist lebens- / überlebensnotwendig in unserer Gesellschaft. Die krankhafte Sucht nach Geld (= Gier) verleitet Menschen dazu, rücksichtslos und auf Kosten anderer und der Gesellschaft den eigenen Lebensstandard unmäßig zu steigern, wowbei viele Schwache übervorteilt werden und auf der Strecke bleiben.
Schlimm empfinde ich es, wenn Leute mit Millioneneinkommen den Staat (= die Allgemeinheit) betrügen und häufig dabei noch nicht einmal Schuldbewußtsein zeigen. Eben so schlimm: Wenn sich Topmanager ganz ungeniert durch unmäßige Gehaltssteigerungen aus der Unternehmenskasse bedienen, obwohl die unternehmerische Leistung mäßig ist und Mitarbeiter deswegen bei knapper Kasse gehalten oder sogar entlassen werden. Schlimm auch, dass in unserer Gesellschaft die Vermögensgröße den Wert eines Menschen bestimmt, unabhängig von seinem Wert als Individuum.
Bei Firmen: Wenn z. B. die Deutsche Bank einen Gewinn von 25% anstrebt, frage ich mich, wer das bezahlt - eine Wertschöpfung kann ich dahinter nicht erkennen, es ist also in irgend einer Art und Weise Ausbeutung. - Und wer anders als die Kunden zahlt das?
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Es heisst nicht umsonst Geld verdirbt den Charakter
Kommentar von EichWolfEichWolf 23.08.2011Die Botschaft hör ich wohl ..., aber:
Ich würds umgekehrt formulieren: Der Charakter verdirbts Geld.
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Das hat jetzt weniger mit Geld als mit "Zukunftssorgen" zu tun. Wenn Du dich sozial abgesichert fühlst, spielt Geld für die Zufriedenheit eine immer geringere Rolle. Studien sagen, dass Geld bis zu einer bestimmten Grenze glücklich macht. Die Grenze leigt da, wo man sich für die Zukunft abgesichert fühlt. Hat man weniger Geld, wird man durch mehr Einkommen tatsächlich glücklicher. Hat man aber mehr, als man bräuchte um in Zukunft abgesichert zu sein, macht man sich wieder mehr sorgen, das Geld zu verlieren, was einen wieder unglücklicher macht...
Lebt man aber von der Hand in den Mund...
Was aber ganz kritisch zu sehen ist, ist das rote Gefasel von wegen Spitzensteuersatz, Reichensteuer,... Du musst dabei nämlich immer eines überlegen:
Der Mensch, der lt. den SPD-,Grünen- und Linken-Idioten als erster die Reichensteuer zahlen sollte ist Karl Albrecht. Steuern sind in der Wirtschaft immer einfach nur Kosten! Würde der nun mehr Steuern zahlen müssen, wird er die Kostensteigerung durch eine Preiserhöhung ausgleichen wollen (niemand lässt sich freiwillig vom Staat bestehlen!!!) - und DU würdest dich am Tag darauf ärgern, wenn die Butter bei Aldi plötzlich 10ct. mehr kostet. Den Spitzensteuersatz zahlen somit immer die Gering-, niemals die Spitzenverdiener!!!
Das Geschwätz von wegen "Umverteilung" ist absoluter Blödsinn. Die Grünen sind z.B. echte Sozialisten, denn sie wollen das mögliche Privatvermögen auf 500.000€ beschränken - darüber würde die Reichensteuer fällig, die auf bereits versteuertes und bestehendes Vermögen erhoben würde... Was glaubst Du, was DANN passiert? JEDER der mehr als 500.000 hat geht in die Schweiz und der Eingangssteuersatz würde steigen, weil ja niemand mehr einen höheren Steuersatz zahlt...
Kommentar von SnanifoSnanifo 19.08.2011Also zum ersten ist das nicht so einfach, am Markt eine Preiserhöhung durchzusetzen, selbst 10 Cent nicht, denn wenn Lidl bei dem niedrigen Preis bleibt, dann bleibt Aldi auf seiner Butter sitzen!
Und glaubst du nicht auch, selbst mal angenommen es würde funktionieren, dass die Geringverdienenden nicht nur den Spitzensteuersatz, sondern auch den Gewinn der Wirtschaftsspitzen, durchaus nicht nur die ganz großen, auch die mittleren und die kleinen, durch bezahlte Arbeit bezahlt, um in deinem Jargon zu bleiben?!
Das ist also keine Ausnahme, sondern die Regel bei uns.
Zum Schluss noch, findest du es eigentlich normal, dass sich Leute mit Hilfe der Arbeitenden ein hohes Privatvermögen hier ansammeln können und mit dem, wenn es ihnen gefällt und nützt, einfach verschwinden? Ich meine natürlich die Schweiz, die Cayman Inseln, nach Liechtenstein oder woanders hin?
Kommentar von EichWolfEichWolf 23.08.2011Also Aldi würde mit Sicherheit nicht auf der Butter sitzen bleiben. Die Steuer zahlen nämlich alle anderen Händler auch, die würden ebenfalls erhöhen. Denk bitte die Sachen zu Ende. Und denk bitte auch daran, dass unsere Unternehmer den Wirtschaftskarren ziehen. Wenn du Arbeit hast, hast du das Leuten zu verdanken, die ein oft nicht geringes Risiko eingehen, um etwas auf die Beine zu stellen und Arbeitsplätze zu schaffen.
Zum Thema Schweiz, Cayman Inseln usw:: Es sollte sich schon rumgesprochen haben, dass das kriminell ist, und kriminelle Machenschaften kannst du nicht als Argumentation für oder gegen ein System hernehmen.
Kommentar von SnanifoSnanifo 23.08.2011Vielleicht aber nicht den gleichen Betrag. Es gibt ja immerhin eine Konkurrenz. Vielleicht pendelt sich der Preis ganz woanders ein1Ich hab nur gesagt, so einfach ist das nicht! Das zu 'denk die Sachen zu Ende'. Aufs Gesamte gesehen haben die Leute nicht mehr (eher weniger) Geld zur Verfügung als vor der Steuererhöhung!
Wieso sollte ich bitte den Unternehmern dankbar sein, die die Arbeitsplätze nicht schaffen, damit ich mein Auskommen habe, sondern um damit einen Gewinn für sich zu machen! Das sieht man dann auch an der Höhe des Lohnes, den man dabei bekommt!
Das letzte Argument, Schweiz usw. mit dem du zweifellos recht hast, fällt aber auch auf deine vorherige Argumentation zurück, und zwar ist das Prinzip des Wirtschaftens nicht dadurch bestimmt, dass jemand ein Risiko eingeht, sondern nach welchen Regeln da gewirtschaftet wird.
Was aber daran wahr ist, dass die Leute mit Geld schon als Lieblingsbürger behandelt werden, und zwar nicht wegen Bestechung, Korruption oder anderer krimineller Machenschaften, sondern weil der deutsche Staat (und nicht nur der) Wert darauf legt, dass die internationalen Geldanleger ihr Geld hier anlegen und die nationalen bleiben! Dass es da einige offizielle Schlupflöcher gibt, gerade deswegen, hat aber nichts mit kriminell, sondern gewollt geduldet zu tun!
Kommentar von EichWolfEichWolf 25.08.2011Stimmt. Und da ist Aldi wieder im Vorteil, weil die Einkaufsbedingungen haben, nach denen sich jeder andere Anbieter die Finger schlecken würde.
Thema Arbeitsplatz: Ich habe ganz bittere Erfahrungen gemacht mit Insolvenzen von Firmen. Da steht plötzlich jemand, der vordergründig wohlhabend ist, finanziell mit dem Rücken zur Wand, vor dem Ruin. Er hat Arbeitsplätze geschaffen, für viele Leute über Jahre hinweg, und dann steht er mit nichts da. Es wäre nicht mehr als fair, demjenigen dankbar zu sein, dass er die Leute über Jahre durchgefüttert hat. Hätte er sein Geld zur Bank getrage, hätte er eine sichere Rendite und wäre nicht pleite. Bitte denk nicht so einseitig, jede Münze hat 2 Seiten.
Thema Schweiz: Ich habe Jahre dort gearbeitet und kenne das System gut. In der Öffentlichkeit wird die Sache (mal wieder) sehr einfach - und damit falsch - gesehen. Leg dir mal ein Schweizer Konto an, da hast du fast 0 Rendite, die Zinsen sind nur ein Bruchteil der deutschen. Einziger Grund ist der kriminelle Entzug vor dem deutschen Fiskus, und da hängts von der Ehrlichkeit des Einzelnen ab. Es ist nicht verboten, ein Konto in der Schweiz zu haben, ich muss es nur den Finanzbehörden offen legen. Für diese Ehrlichkeit ist aber eine Schweizer Bank nicht verantwortlich zu machen. Im umgekehrten Fall (Deutschland - Schweiz) wärs übrigens genau so.
Kommentar von SnanifoSnanifo 29.08.2011Dein Idealismus in Ehren, aber in der Regel werden Firmen nicht deshalb gegründet und Arbeitsplätze geschaffen, um irgendwelche "Leute .....durchzufüttern", sondern letztendlich um aus seinem Geld mehr zu machen, vielleicht noch mit dem Hintergrund, selbständiger Unternehmer sein zu wollen! Er wollte im Gegenteil Leute dazu benutzen, seinen Reichtum zu vermehren. Wie gesagt, ich sagte in der Regel! Idealisten gibt es überall. Damit wäre allerdings keine kapitalische Wirtschaft zu machen. Und du willst doch nicht für das Spekulieren dieses Unternehmers auf mehr Ertrag jemand anders verantwortlich machen als die Konkurrenz? Oder doch?
Übrigens, was hätte denn seine Bank mit dem Geld gemacht? Doch auch mit auf Grundlage dieser Einlage Kredite vergeben, übrigens mit demselben Zweck, mehr aus diesem Geld zu machen. Sonst könnte sie doch die anfallenden Zinsen dieses Einlegerst nicht bezahlen! Auch hier nicht das Ziel "Arbeitsplätze", obwohl welche dabei entstehen können, sondern Geldvermehrung!
Für die Ehrlichkeit bzw. Unehrlichkeit eines Menschen, der sein Geld durch Anlage in der Schweiz dem Fiskus entzieht, weil er dort weniger Steuern zu bezahlen hat als hier (offensichtlich ist das trotz niedriger oder gar keiner Zinsen immer noch lukrativer), ist die Bank bzw. die Schweizer Bankengesetzgebung nicht verantwortlich zu machen. Aber dass sie wissentlich oder sogar gezielt (unterstelle ich) die Möglichkeit dazu gibt, ist doch etwas, was man ihnen anlasten kann! Wäre umgekehrt übrigens nicht anders. Ich denke, dass sich Schweizer, wenn sie können, nach Versteuern ihr Konto in Deutschland oder irgendwo auf der Welt anlegen, wo es mehr Zinsen bringt. Wahrscheinlich kein Problem!
Kommentar von SnanifoSnanifo 02.09.2011Zur Schweiz noch ein Artikel der WOZ über dieses Thema. Ohne Kommentar!
Kommentar von Claud18Claud18 21.10.2011Es gibt oder gab (?) auch immer Unternehmer, die aus Idealismus an die Sache gingen, nicht, um immer mehr Geld zu machen. Die Firma war ihr Lebensinhalt, und die Arbeiter/Angestellten wurden mitgezogen, sofern sie nicht komplett versagten. Natürlich wollte der Unternehmer auch gut leben, aber wenn ein gewisser Lebensstandard erreicht war, war er zufrieden, wenn der Laden lief. Die Arbeitsplätze hat er sicher nicht aus Altruismus geschaffen, sondern weil die Arbeit gemacht werden musste, und sicher hat er auch ausreichend gezahlt, so dass seine Leute nicht zusätzlich Hartz IV (oder früher Sozialhilfe) beantragen mussten.
Leider stirbt diese Art von Unternehmern aus. Einer vom alten Schlag (ich weiß leider nicht mehr, wer es war), hat den Unterschied zwischen "Unternehmern" und "Managern" genannt. Der Unternehmer führt seine Firma mit Herzblut, dem Manager geht es dagegen nur um die schnelle Rendite. Er lebt nach dem Motto "Nach mir die Sintflut" und wechselt schon schnell mal die Firma, wenn das Geld nicht mehr stimmt. Leider gibt es von letzterer Sorte immer mehr, und sie wirken auch als Vorbilder für die "kleinen Leute". Warum sollten sich letztere für ein Taschengeld abplagen, nur damit die Renditen der Manager steigen? Und diese dann jenen, die die Arbeit machen, nichts abgeben wollen? Dann nimmt eben die Kriminalität zu, wie wir es täglich erleben. Und irgendwann gibt es den großen Crash, dann nämlich, wenn von den Kleinen absolut nichts mehr zu holen ist und die Großen den Hals immer noch nicht voll genug gekriegt haben.
Zu dem Artikel über die Schweiz: Ohne Kommentar! Dann frage ich mich aber auch, warum der kleine Mann bestraft wird, wenn er in seiner Steuererklärung betrügt, während man die Großen geradezu dazu einlädt!
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Für viel Geld sind die meisten Menschen bereit selbst ihre heiligsten Prinzipien über Bord zu werfen. Die Aussicht auf viel Geld kann einen Menschen zu unglaublich schlechten Taten verführen: Lüge, Betrug, Mord und noch vieles mehr.
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Bei Geld hört die Freundschafts auf...kennste oder?? stimmt auch abbbbbbbsolout :S leider...
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leider ja. du hast vollkommen recht. klar, muss man auf sein geld achten, dass man noch genug zum leben hat, aber trotzdem sollte man nicht gleich bei dem thema so aggressiv werden. ich selbst achte auch genug auf mein geld, scheue aber nicht davor zurück, mal meinen freunden was zu leihen, auch wenn es mein ganzes taschengeld für den monat ist. leider stimmt der spruch "bei geld hört die freundschaft auf"
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Antwort von Rackjack 18.08.20111 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
ich glaube jeder hat bei allem seinen Preis bis zu einer Grenze. Diese Grenze sollten Freunde/Familie und Verwandtschaft sein. Sonst kann und muss ich dir Recht geben, Geld hat einen hohen Stellenwert in unsrer Gesellschaft eingenommen, und das Streben danach einen zu großen Einfluss auf unseren Lebensstil!
Gruß Rackjack
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Wenn du einen starken und emphatischen , zuverlässigen und beständigen charakter hast, dann dürfte dir alles geld der welt nicht zu kopf steigen. wenn du ein kleingeist bist, prollo und prolet, dann wohl eher schon ...lach
Kommentar von SnanifoSnanifo 19.08.2011Du scheinst davon auszugehen, dass alle Leute genügend oder fast zu viel Geld haben und es nur ein charakterliches Problem darstellt, ob man sich das Geld zu Kopfe steigen lässt oder nicht. Ich frage mich, wo du lebst und welche Informationen du bekommst!
Stell dir vor, wie es wäre, wenn du keines hast, oder zumindest sehr wenig, und du siehst bis auf Weiteres keine Möglichkeit, es zu bekommen (verdienen oder anders). Meinst du nicht, dass das Geld, das fehlende, so einen entscheidenden Einfluss auf dich hätte?
Kommentar von Claud18Claud18 21.10.2011Wohin das im Extremfall führt, sehen wir gerade in Mexiko....
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Antwort von kruste123 18.08.20111 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
also meiner meinung nach kannst du 99% der menschen auf der welt mit geld irgendwie beeinflussen. ich bin mir sicher , dass nur die wenigsten sich nicht beeinflussen lassen.
Kommentar von SnanifoSnanifo 19.08.2011Ja dann beeinflusst aber nicht das Geld die Menschen, sondern es ist nur ein Mittel dazu!? Wie kommen aber die Leute, die so viel Geld haben, an solches heran und die anderen, die es bräuchten, nicht?
Kommentar von Claud18Claud18 21.10.2011Entweder ein reiches Erbe oder leben nach dem Motto: "Der Ehrliche ist der Dumme".
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Du hast bereits alles gesagt.
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Meiner Meinung nach hat Geld einen sehr großen Einfluss auf den Menschen und sein Wesen.Man sieht es zum Beispiel an berühmten Personen die vorher bettelarm waren oder zumindest vorher nicht soviel Geld hatten, dass diese mit dem Erfolg kaum klarkommen. Sie schmeißen Geld raus, nehmen Drogen oder versuchen mit allen Mitteln Aufmerksamkeit zu erregen. Sie kommen nicht mehr damit klar das der Erfolg in ihrem Beruf auch größtenteils Glückssache ist und auch nicht für immer erhalten bleibt. Wobei man sagen muss das es auch der Erfolg ist der einen so süchtig macht. Und das ist so. Menschen sind darauf abgestimmt nach Glück zu suchen und davon möglichst viel.Ich bin der festen Überzeugung das Erfolg vorallem bei jungen Leuten eine Art Sucht entstehen lässt.
Frag mal einen Manger einer Firma, der von den Konzernoberen eine Gewinnmarge vorgesetzt bekommt von 10 %. Dies ist kein Einzelfall und ist vom Konzern her auch nicht nur aus Gier gespeist, sondern auch daraus, dass die Geschäfte im Moment nicht so gut gehen, also die Bilanzen nicht so zum Besten stehen. Folge: ev. Kursverlust der Aktie, Zurückziehen von Geldgebern, Schwierigkeiten, bei Krediten Zins und Tilgung an die Banken zu bezahlen.
Oder jemand hat, und das ist heute normal, mit Hilfe eines Kredites bei der Bank eine Wohnung gekauft. Er/Sie wird, vielleicht aus obigem Grund, arbeitslos und bekommt im günstigsten Fall eine schlechter bezahlte Arbeit. Damit kann er auch Zins und Tilgung nicht mehr bezahlen: Zwangsversteigerung!
Denkst du immer noch, dass Geld neutral ist?!
Mit deinen Fragen hast du völlig Recht, aber: Diese Probleme sind nicht Probleme des Geldes, hängen nicht mit seiner Funktion zusammen, es sind die menschlichen Wertungen, die dahinter stehen (z. B. Gierverhalten).
Dein 2. Beispiel: Alle Werte müssen erarbeitet werden, und wenn du dir etwas leistest, was über deinen Rahmen und deine Möglichkeiten hinausgeht, musst du dafür gerade stehen. Arbeitslosigkeit ist ein privates Risiko, und jeder hat für seine Risiken selbst vorzusorgen. Von diesem Prinzip abzuweichen würde bedeuten, dass du erwartest, dass andere (Privatpersonen, Firmen, Institutionen) für deine Risiken einstehen, dass sie dir also etwas schenken. So kann aber eine Gemeinschaft nicht existieren, so schlimm das im Einzelfall sein mag.
Andersrum gefragt: Dein Nachbar hat sich bei dir Geld ausgeliehen und kanns wg. Überschuldung nicht zurückzahlen: Sagst du ihm wirklich, "das macht nichts, behalts"??? Denk dran: Hinter allen Organisationen, Firmen usw. stehen Menschen, denen das gehört, und die auch nichts verschenken wollen. - That's life!
Es stecken leider nicht nur Wertungen dahinter, sondern die Notwendigkeit, konkurrenzfähig zu bleiben auch anderen Anlagemöglichkeiten gegenüber. Wenn diese 10 % nicht gebracht werde, dann schiebt man sein Geld, so es möglich ist, woanders hin! Das zum "Gierverhalten"!
Das 2. Beispiel: Eine Gemeinschaft kann sehr wohl so existieren, dass man für alle eine Lebens- und Arbeitsmöglichkeit bietet. Man teilt sich die anfallende Arbeit einfach unter alle auf! Aber unsere Gesellschaft ist keine Gemeinschaft, oder anders gesagt, eine seltsame Gemeinschaft! Sie basiert auf Konkurrenz untereinander, die sowohl Gewinner als auch Verlierer zählt, und zwar existenziell. Dies ist sowohl beiden Arbeitnehmern so, als auch zwischen den Unternehmern, aber auch Arbeitnehmer sind Kosten für Unternehmen und deshalb zu minimieren! That's life! Leider!
natürlich muss eine Rendite da sein, habe ich aber auch geschrieben. Übrigens: Ich bin selbst Vorstandmitglied eines kleinen Konzerns, solche Zielswetzungen sind mein tägliches Brot. Gierverhalten verstehe ich übrigens als "unersättliches Verhalten", das über den Anteil an Marge hinausgeht, den man noch als für eine Wertschöpfung relevante und gerechtfertigte Marge verstehen kann. Insbesondere im Finanzsektor haben sich hier die Verhältnisse verselbständigt Nach klassischer Lehre muss eine Relation zwischen Preis / Wert und Wertschöpfung bestehen. Ist das nicht der Fall, kommt es langfristig zu den berüchtigten "Blasen", worunter dann die gesamte Wirtschaft leidet, wenn sie zusammenbrechen.
Zu 2.: Du behauptest, eine Gemeinschaft KÖNNE so existieren, es hat leider nur nie einer geschafft, das so zu organisieren. In der Geschichte gibts dafür keinen Beleg. Ab einer gewissen Größe der Gemeinschaft scheiterst du zwangsläufig an der Komplexität. Du zeichnest ein Idealbild (dem ich durchaus zustimme) - nur hat noch niemand einen Weg gefunden, wie man das realisieren könnte. Auch der Sozialismus / Kommunismus ist letztlich am falschen Menschenbild gescheitert.
Welche Prozentzahl würdest denn du als "für eine Wertschöpfung relevante und gerechtferteigte Marge" ansehen?
Und warum haben sich denn im Finanzsektor "die Verhältnisse verselbstandigt"? Warum hat sich denn die von dir angeführte (sogar "nach klassischer Lehre" "muss" das "bestehen") " zwischen Preis/Wert und Wertschöpfung" (welche? s. o.) nicht eingestellt?
Ich denke, beides weist von seinem Grund her auf die Konkurrenz zu, im ersten Fall, anderen Produktionen(Konzern) und im zeiten Fall, Banken, auf die Konkurrenz zu anderen Banken hin! Meines Erachtens kürzt sich die Gier, oder wie du sagst, "unersättliches Verhalten" heraus, da es immer von beiden oder mehreren Konkurrenten vorhanden ist.