Frage von Rebellionn, 73

Hat es für mich noch einen Sinn,zu existieren?

Psychologe kann mir da nicht helfen. Ich erledige einfach nur meine Pflichten,wie Schule. Und der Rest ist nicht wirklich vorhanden. Wurde auch ausgenutzt,weil ich in dieser Situation bin und keine wirklichen Kontakte habe. Verstehen tut das Keiner,da ich nun mal nicht in einem Kriegsgebiet lebe und deswegen kann es ja nicht soo schlimm sein. .

Deswegen erzähle ich auch nicht von meinen Suizidgedanken beim Psychologen,weil da kann man mir nicht helfen. Und wenn ich es nicht schaffe,selbst aus mir herauszukommen,dann hab ich wohl Pech.

Einer Person,mit der ich schreib,geht es auch mies u diese sagte,dass es,Schade ist,dass wir nicht im selben Ort wohnen. Was ich auch finde. Nur ob sich ein Treffen lohnt. ..Hm ..Weiß nicht.

Und irgendwie wurde mir von der Person,die mich ausgenutzt hat,weis gemacht,dass ich keine Hobbys habe. Und generell elendig bin. Hm.. u die Person wollte noch Kontakt. Ich hab ja Hobbys,aber eben Andere und bspw nicht Feiern. Nur nutzt mir mein Alltag nichts,wenn ich nur den Verpflichtungen nachkomme u paar Hobbys habe,aber keine wirklichen Kontakte. Und ich glaube nicht,dass irgendjemand mit mir befreundet sein wollen würde. Die jetzigen Kontakte melden sich selten u ich sehe sie nur als Kontakte u finde,dass sie das Wort “Freunde“ in den Dreck ziehen.

Falls jemand was zu diesem stumpfen Text einfällt,danke im Voraus.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von PolluxHH, 10

Kennst Du den Begriff "selbsterfüllende Prophezeiung"?, - genau in dieser Schleife bewegst Du dich gerade. Du nimmst keine Gelegenheiten wahr, weiöl es ja doch keinen Sinn haben dürfte, was Dich dann später aufgrund des Umstandes darin bestärkte, da Du ja immer noch keine Kontakte hast etc. . Was hast Du übrigens an der Person gefunden, die Dich ausnutzte, auch emotional? Hier ist für ihn das Muster einer narzißtischen Persönlichkeitsstörung durchaus anzudenken und Du warst ein dankbares Opfer. Er zog Dich herunter, weil Du es zugelassen hast, Du hast zugelassen, daß er sich selber erhöhte, indem er Dich erniedrigte, Du hast es zugelassen ... .

Der erste Schritt aber wäre, sowas nicht mehr zuzulassen, dieses Muster zu durchbrechen, denn es war nicht nur auf seiner Seite ein Muster, sondern auch auf Deiner Seite, denn diese Art eines emotionalen Masochismusses und die Unterordnung unter eine scheinbar dominante Person  steht ein hintergründiges "ich bin nichts wert" eingeschrieben und unbewußt scheinst Du hier Bestätigung gesucht zu haben, die Dir dann auch gewährt wurde.

Was aktuell Deine Schwäche ist, kannst Du aber schnell zur Stärke wandeln, denn Du ordnest Dich nicht Gruppen unter, sondern Personen, machst es also vom konkreten Kontakt abhängig. Umgekehrt aber heißt es auch, daß Du nicht der Mitläufer bist, sondern Wert auf die eigene Individualität legst und darauf, als Individuum wahrgenommen zu werden. Jemand, der so gestrickt ist, ist solange alleine, hat solange keine Freunde, wie er erkennbar Kontakten hinterherläuft, denn das können sich nur Mitläufer erlauben, auf der Ebene wird weitestgehende Anpassung an die Gruppendynamik abverlangt (und zwar schon vorab). Ob jemand, der seine Identität weitestgehend aufgibt, um Kontakte zu haben, nicht auch in gewisser Weise alleine wäre, ist eine philosophische Frage.

Am Ende bleibt nur eines: lerne Dich so anzunehmen, wie Du bist, erkenne, daß der Umstand , daß Du keine Kontakte hast, wohl darauf beruht, daß Du dich nicht selber ein Stück weit aufgeben willst, begreife, daß Du erst dann interessant für andere wirst, wenn Du zur Sicherheit in Dir gefunden hast (und das enthält auch die Sicherheit dahingehend, lieber keine als unehrliche Kontakte zu haben, lieber alleine als in der Gruppe einsam zu sein, da man alleine wenigstens sich selber treu bliebe), denn nach außen produzierte Selbstunsicherheit ist nicht geeignet, die Position einer Meinungsführerschaft einzunehmen, doch gerade eine solche ist es, die für Dich optimal wäre. Natürlich ist das immer mit wenigen Kontakten verbunden, dafür aber mit intensiven Kontakten.

Antwort
von Utanyan, 22

Hallo lieber Fragesteller,

manchmal stelle ich mir auch diese Frage.
Ich gehe jeden Tag stumpf zur Arbeit, Arbeite da zwischen 10 - 11 Stunden,
lerne für meine Abschlussprüfung und falle dann meistens ins Bett.
Ich habe nie zu den Feiermenschen gehört, bzw. trinke ich gar keinen Alkohol, er schmeckt mir nicht. Große Partys sind auch nicht meins, da ich kein besonders extrovertierter Mensch bin.
Auch meine Kontakte haben sich nach dem Beenden der Schule eingeschränkt, manche wegen eines Umzuges, manche eben einfach so.

Wichtig für dich ist, das du dich von den Personen loslöst, die dir schaden,
auch wenn es dann erst einmal so aussieht als wärst du allein.
Ich habe aus einer sehr parasitären und jahrelang andauernden "Freundschaft" mit meiner besten Freundin lernen müssen, dass alleine besser ist als belogen, betrogen und hintergangen für einen raren guten Moment. Denn all das prägt dich und steht dir dann gegebenenfalls später im Weg. So hat sie mir zum Beispiel eine andauernde Angst wieder so hintergangen zu werden und das all meine Freunde doch eigentlich hinter meinem Rücken über mich lästern und mich gar nicht wirklich mögen, mit auf den Weg gegeben, mit der ich jetzt zu kämpfen habe.
Und das, weil ich nicht früh genug Stopp gesagt habe.

Wenn es ganz schlimm wird, dann frage ich mich warum ich eigentich weitermachen soll. Was für einen Sinn das hat, wenn es nur noch darum geht nach außen zu funktionieren und eigentlich alles ziemlich leer ist.
Die Person die mir am Wichtigsten ist, lebt gerade mal schlappe 11 Stunden Busfahrt von hier am anderen Ende Deutschlands.

Aber am Ende denke ich mir immer:
Ich lebe nicht für irgendjemanden sondern für mich.
Und ich möchte mir nicht, durch diese ganzen Pflichten und Aufgaben meinen Tagesablauf vorschreiben lassen, ich möchte nicht mein Leben getaktet mit dem Hetzen hinter Terminen verbringen.
Du hast ein paar Kontakte, das sind dann vielleicht die paar Guten die dich nicht im Stich lassen. Und wenn du die "richtigen" Freunde noch nicht gefunden hast, dann findest du sie morgen. Oder übermorgen. Aber du findest sie, oder sie finden dich.

Dem Psychologen - wenn du denn einen hast - würde ich von diesen Suizidgedanken erzählen. Er kann dir nur helfen, wenn er weiß was du hast.
Wenn du ihm noch gar nicht alles erzählt hast, woher willst du wissen ob er dir nicht helfen kann? Er kann nur mit dem arbeiten, was du ihm sagst. Wenn er nicht alles kennt, dann ist nur logisch, dass seine Hilfe auch den Kern deines Problems nicht trifft.

Das wirklich Schwierige ist, sich selbst zu motivieren.
Ich habe mir damals ein kleines Ziel gesetzt.
Ich zeichne unheimlich gerne, mein Ziel war es besser zu werden.
Das hat mich z.B. dazu motiviert mir jeden Tag Zeit für mein Hobby einzuräumen. Ich bin zwar noch weit von meinem "gut" entfernt, aber ich bin besser als vorher. Das man diesen "Erfolg" sehen kann gibt mir persönlich ein kleines Glücksgefühl, so ein Erfolgserlebnis zwischendurch ist ein ziemlicher Kickstarter den man schonmal braucht.

Vielleicht findest du auch ein Ziel für dich?
Ein kleines, das du auch erreichen kannst.

Ich wünsche dir alles Gute und hoffe ich konnte dir irgendwie helfen.

LG
Utau

Antwort
von Secretstory2015, 24

Das Leben ist immer sinnvoll. Du sagst selbst, Du hast Hobbies. Das muss, wie Du richtig sagst, nicht Party und Co bedeuten. Lass mich Dir etwas über mich erzählen:

Ich bin genau wie Du nicht in einem Kriegs- oder Krisengebiet aufgewachsen. Ich war jahrelang Opfer schwersten Mobbings und hatte keine Freunde. Ich war nie Partygänger, dazu schminke ich mich auch nicht, wie es andere Frauen tun.

Mein erster fester Freund hat mich geschlagen. Mein zweiter stalkt mich noch heute. Mein dritter hat mich benutzt und ausgenutzt, bei ihm war es seelische Vergewaltigung.

Ich musste erst meine inzwischen vorhandenen Freunde und meine Familie nahezu verlieren, um aufzuwachen. Ich wollte nicht mehr leben, bin regelmäßig mit Nervenzusammenbrüchen zusammengebrochen.

Eine Therapie beim Psychologen habe ich nie gemacht. Ich habe durch einen Freund erkannt, dass ich nicht jemand anderes sein muss, um gemocht und geliebt zu werden, wie ich bin. So habe ich versucht, zu meinem alten Selbst zurück zu finden und mir selbst wieder treu zu werden. Das war das einzig Richtige, was ich tun konnte.

Heute bin ich wieder größtenteils ich selbst - dafür kämpfe ich jeden Tag. Ich habe den Beruf meiner Träume erlernt und mich damit mit der Unterstützung meiner Eltern selbstständig gemacht. Ich setze mir immer wieder neue Ziele und kämpfe so lange, bis ich sie erreiche. Jeden Tag. Und glaub mir, zu leben ist etwas Gutes, es lohnt sich.

Ich hoffe, meine Geschichte hilft Dir ein bisschen.

Kommentar von DinoMath ,

schön, dass es dir nun besser geht =)

Kommentar von Secretstory2015 ,

Danke 😊

Antwort
von DinoMath, 23

Da ist doch nichts dabei, was sich nicht in 5 Jahren komplett ändern könnte.

tu was dafür. Für dich.
Dann wirds auch werden, langsam aber sicher.

Was Suizidgedanken angeht: kannst du ruhig sagen.
Es schaut für mich nicht so aus, als ob du das demnächst tun wirst, dementsprechend wird ein psychologe das auch einfach hinnehmen, denn Denken alleine schadet ja nicht.
Aber so wüsste er wenigstens Bescheid.

Wenn ich schlecht über mein Leben denken wollen würde, sähe das sogar noch düsterer aus als bei dir.
Der Trick ist das einfach zu lassen ;-)

Brauchst nicht feiern. Jeder mag ja andere Sachen.
Ich habe gerade zum Spaß Steno gelernt - ungewöhnliches Hobby, aber ich finds cool.
Freunde braucht man eh nur paar wenige richtige, die können ja jeden Moment kommen, wenn du nur offen dafür bist.

Antwort
von elenore, 6

Ich denke, wenn wir die Hoffnung aufgeben, dann fehlt uns die Voraussetzung für die Veränderung eines gegenwärtigen Zustands und wir sind verzweifelt!!!

Im schlimmste Fall nehmen wir uns das Leben, weil wir uns und die Hoffnung auf eine positive Wende aufgegeben haben......das sagt Dr. Rolf Merkle Psychologe und Psychotherapeut........und das sehe ich optimal in deinem Fall auch so!!!!

Ich empfehle dir wärmstens den nachfolgenden Link......vielleicht erreicht er dich und deine Psyche, denn besser kann nicht geholfen werden....http://www.rolfmerkle.de/

"......diesem stumpfen Text......"...Erfülle einfach nicht die Erwartungen des Runtermachers! Ein Runtermacher erhofft sich eine bestimmte Reaktion auf sein abwertendes Verhalten. Dadurch fühlt er sich bestärkt, fühlt er sich besser!

Im Grunde geht es nur darum, diese Erwartungshaltung nicht zu erfüllen, durch  Ignorieren, Konfrontieren und Abgrenzen.

Fazit

Die Gründe für das Schlechtmachen von Mitmenschen mögen unterschiedlich und oft nicht nachvollziehbar sein. Aber letztlich lassen sie sich meistens auf einen Grund herunterbrechen:

Menschen machen andere schlecht, um sich selbst besser zu fühlen und/oder vor anderen (vermeintlich) besser dazustehen – oder vereinfacht gesagt: Sie machen andere klein, um sich groß zu fühlen.

Antwort
von MrMiles, 20

Wenn Psychologie nicht hilft, dann vielleicht Phillosophie.

Du selbst hast in der Hand ob dein Leben einen Sinn hat oder nicht. Du selbst bestimmst nach welchen Kriterien du urteilst - niemand anderes. Wenn du also glücklich sein willst, dann sei es einfach. Versuch keine Maßstäbe zu setzen oder zu befolgen. Wenn du denkst, dein Alltag ist leer, dann füll ihn selbst mit dem, was dir Freude bereitet.

Man bekommt immer zurück, was man gibt. Erwarte einfach nicht so viel und versuch die Dinge positiv zu sehen, denn dann sind sie auch positiv.

Kommentar von Secretstory2015 ,

Gut gesagt! :)

Antwort
von nervenbuendelx, 8

erstens: JA .. es macht sinn zu existieren.. auch wenn es einem so nicht klar ist..

zweitens: hör nicht auf dummschwätzer.. damit meine ich psychologen.. glau mir.. meine frau ist psychologin und ich kenne so einige aus diesem beruf.. das sind allesammt menschen die selbst große probleme mit sich selbst haben und diesen job nur machen, um sich selbst "heilen" zu können..  zumal man auf das gesagt von einem "berufs-schwätzer" ohnehin nicht viel geben sollte

drittens:
freunde hat man oder nicht.. die sucht man sich nicht aus..  doch es ist besser ohne zu leben, als sich mit den falschen zu umgeben

viertens:
jeder mensch hat eine aufgabe im leben.. es ist an jedem einzelnen, diese zu erkennen

fünftens:
rede mit G'tt !! er ist der einzige der dich erhört!

Kommentar von newyorkvisit ,

Amen. War kurz davor selber eine Antwort zu schreiben. Wäre aber fast die gleiche wie deine.

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