Frage von sasa9620, 98

Hat er rechtlich gesehen eine Mitschuld?

Meine Freundin war ein Jahr schwer krank und wurde dann wieder gesund. Da die Rückfallquote sehr hoch ist, musste sie sich darum kümmern, nicht wieder krank zu werden. Ihre Krankheit hat viel mit psychischen Faktoren zu tun, die sich dann auf ihren Körper auswirken, sie konnte sich selbst nicht helfen und hat ihre Krankheit deshalb verheimlicht. Als sie gesund wurde , hat sie sich an einen Bekannten gewendet, von dem sie wusste,dass er ihr helfen könne, nicht wieder krank zu werden. Sie hatte aber schon länger mit ihm Stress und er war sehr genervt. Obwohl sie ihm deutlich gesagt hat, wie sehr sie seine Hilfe braucht und, dass,wenn sie nochmal krank wird, sie das wohl nicht nochmal überlebt. Aber er hat sie immer wieder ignoriert bis sie wieder krank wurde . Jetzt beginnen ihre Organe zu versagen und auch psychisch scheint es sie sehr zu foltern. Er weiß das und hat sich dennoch nicht entschuldigt! Ich frage mich, ob er rechtlich eine Mitschuld an ihrem Tod hat, da er ihr nicht geholfen hat, als es noch nicht zu spät war?!

Antwort
von Bitterkraut, 36

Nein, es gibt in so einem Fall keine rechtliche Schuld - und auch keine moralische.

Es ist für jeden Menschen eine Überforderung, wenn ein psychisch Kranker kommt und sagt, du mußt meine Gesundheit erhalten, du bist verantwortlich. Sich dann an jemanden zu wenden, mit dem man sowieso Stress hat und von dem zu erwarten, daß er einem auf diese Weise hilft, wie er hier wohl der Fall war, ist eine Zumutung.

Antwort
von TorDerSchatten, 46

Nein, hat er nicht. In so einem wirren Fall die angebliche "einzige Hilfe" an einen anderen Menschen zu hängen, ist Unfug. Was hat er denn für Eigenschaften, die sie angeblich gesund gemacht hätten? Es ist immer noch ein Mensch und hat ein Recht auf sein eigenes Leben. Oder hätte er eine Stammzellenspende machen sollen? Auch hierzu kann niemand gezwungen werden, eine Spende ist immer freiwillig.

Kommentar von sasa9620 ,

also die einzige hilfe wird er wohl nicht gewesen sein,warum genau er ihr helfen konnte, weiß ich auch nicht genau,nur muss man nicht trotzdem helfen,wenn man weiß,dass man einer Person das leben retten kann?ist das nicht der unterlassenen Hilfeleistung ähnlich?

Kommentar von TorDerSchatten ,

Nein. Wenn er eine Niere hätte spenden können, kann man ihn nicht zwingen, wenn er nicht will. Sonst wäre es keine Spende, sondern eine Zwangsabgabe.

Im Übrigen ist es müßig, sich über ungeklärte Fälle von Dritten zu unterhalten. Ich kenne keine psychische Krankheit, wo es im weiteren Verlauf zu Organversagen kommt. Wie lautete denn die genaue Diagnose der Erkrankung?

Glaub nicht alles, was dir die Leute vorschwatzen, um Mitleid zu erregen. Jeder ist seines Glückes Schmied.

Unterlassene Hilfeleistung ist, wenn jemand auf der Straße zusammenbricht und ich gehe einfach weiter.

Kommentar von Bitterkraut ,

Magersucht ist eine psychische Krankheit, in deren Verlauf es zu Organversagen kommen kann. Ebenso Drogen- oder Alkoholsucht.

Kommentar von AuroraRich ,

Nein. Ganz einfach nein. Außer sie verblutet gerade vor den Augen. Dann muss man helfen.

Kommentar von AuroraRich ,

Was sie da gemacht hat, war einfach nur Erpressung und unfair.

Antwort
von AuroraRich, 49

In wie fern helfen? Ist er Arzt?

Ansonsten ist er nicht verpflichtet ihr zu helfen. Sei mir nicht böse, aber er ist nicht schuld an ihrer Krankheit. Schon gar nicht, wenn er sie einfach nur ignoriert.

Antwort
von sternenmeer57, 21

Das ist emotionale Erpressung

Antwort
von Nemesis900, 30

Nein, niemand kann ihn zwingen ihr zu "helfen".

Antwort
von JuraErstie, 41

Bei Unterlassungsdelikten müsste er schon eine Garantenstellung haben und ich nehme an, die hatte er nicht. Weiterhin kann ihm der Tod dieser Person nicht kausal zugerechnet werden. Ende der Geschichte.

Kommentar von Bitterkraut ,

Auch jemand mit Garantenstellung kommt bei psychischen Erkrankungen an seine Grenzen und kann dann nur an die Ärzte verweisen.

Kommentar von JuraErstie ,

Das war jetzt grundsätzlich auf's Gutachten bezogen :)

Im realen Leben wäre es der Person auch nicht zuzumuten, ganz klar. Aber HÄTTE die Person eine Garantenstellung, sehe die Sache natürlich noch etwas anders aus.

Kommentar von Bitterkraut ,

Welches Gutachten?

Kommentar von JuraErstie ,

juristisches Gutachten, da prüft man dann das (un-/)echte Unterlassungsdelikt. Hier scheitert es schon sehr früh.

Antwort
von KleineLady, 28

So ein Quatsch.
Natürlich hat er keine schuld.

Antwort
von Antitroll1234, 27

Nein.

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