Frage von linneus, 28

Hat Ennio Morricone seine berühmte Melodie aus "The Good, the Bad and the Ugly" aus Paul Hindemiths "Die Harmonie der Welt" geklaut?

Ein Element aus Hindemiths Werk klingt der berühmten Morricone-Melodie schon sehr ähnlich. Ist diese Ähnlichkeit je thematisiert worden?

Antwort
von napoloni, 14

Kannst du mir mal eine Stelle auf Youtube (mit Zeitangabe) angeben?

Kommentar von linneus ,

https://www.youtube.com/watch?v=GQx1kc1GXdc

gleich das Erste, was das Blasinstrument von sich gibt. Es wiederholt sich dann laufend

Kommentar von napoloni ,

Hhm, hätte ich die Stelle ohne deine Anleitung gehört, hätte ich die Ähnlichkeit nicht bemerkt. Ungeachtet dessen könnte ich mir die komplette Passage in jedem Monumentalfilm der frühen Sechziger vorstellen.

Ist diese Ähnlichkeit je thematisiert worden?

Meines Wissens nein. Morricone ist beim Komponieren der Melodie von Kojotengeheul ausgegangen. Sagt er zumindest selbst - und ich glaube es ihm auch.

Ungeachtet dessen beeinflusst uns alles, was wir jemals hören. Da können dann Melodien im Kopf herumspucken, bei denen man sich fragt, ob man die nun selbst entdeckt hat, oder ob es die schon irgendwo gibt. Und obschon ich nicht musikalisch bin, hab ich auch jetzt noch ein deutschsprachiges Lied im Kopf, dass ich nur ein einziges Mal in den 80ern im Radio gehört habe, und von dem es keine einzige Spur in den weiten des WWW gibt. Kurzum: Eine Beeinflussung wäre nicht per se undenkbar. Zuindest darf man davon ausgehen, dass es wahrscheinlicher ist, dass ein Ennio Morricone Paul Hindemith hört, als etwa ein musikalisch unbedarfter Napoloni.

Kommentar von ponter ,

Ich schließe mich hier an.

Das er es bewusst "geklaut" hat, bezweifle ich. Allerdings gut möglich, dass er das Stück zuvor schon einmal hörte und die Melodie aus dem Unterbewusstsein weiterkomponierte.

Kommentar von linneus ,

wie lautete denn der Text dieses Liedes, das du im Ohr hast? Vielleicht kenne ich es

Kommentar von napoloni ,

Hoffentlich nicht! Ich lege übrigens Wert darauf, dass die Herkunft dieses Liedes mich einfach nur interessiert, es aber keineswegs meinem Geschmack entspricht.

Öhm, * hüstel *

Einmal Robinson zu sein, auf einer Insel ganz allein,

nichts zu sehen, nichts zu hören außer (dem?) Gesang von Vogelchören...

Jetzt gerade will mir die nächste Zeile nicht einfallen, vielleicht etwas mit blaues Meer, weißer Sand und dem Häuschen direkt am Strand, weil es sich reimt. Jedenfalls endet sie damit, dass wohl auch ein Klavier vorhanden ist,

...und in der Ecke steht ein Kasten Bier.

Von Text und Stimmlage her könnte das sowohl ein Schlager von Hoffmann und Hoffmann oder aber auch NDW im Stile von Karl der Käfer gewesen sein. Gehört in der ersten Hälfte der 80er.

Viel Spaß :P

Kommentar von linneus ,

scheint wohl Kay Jessen zu sein mit "Auch Engel haben Fehler"...

Kommentar von napoloni ,

Donnerwetter! Wie hast du das recherchiert? Ich hoffe, das war nicht so einfach, dass es für mich peinlich sein muss.^^

So handelt es sich bei diesem Schlagersänger immerhin um einen echten (Spät-)Krautrocker (Blonker). Offenkundig hat seine zweite Karriere nicht den gewünschten Ausgang genommen. Aber in einem Kind von damals wirkt sie auch heute noch fort - nach einmal Hören!^^

Kommentar von linneus ,

Ich habe einfach "Einmal Robinson zu sein" gegoogelt, also mit Anführungsstrichen ;) Hoffentlich stimmt das Ergebnis auch

Kommentar von napoloni ,

Verdammt, auf die Anführungszeichen bin ich nicht gekommen, und hatte entsprechend nur verwirrende Ergebnisse! Und das, obschon ich ja den halben Liedtext rekapituliert hatte und entsprechend über viele Suchworte verfügte :))

Das ist ja echt zum Lachen, wie das Google Ergebnis jetzt ausieht.... pfff, so hätte ich das auch geschafft! :D

Und ja, das Ergebnis stimmt natürlich :)

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