Hat eine Zwischenmiete das Recht einen befristeten Untermietvertrag fristlos zu kündigen?

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4 Antworten

Das BGB kennt keine "Zwischenmiete". Der vorliegende Mietvertrag strotzt nur so von Fehlern, dass sich die Fingernägel nach innen biegen. Die Befristung ist unwirksam, die Kündigung ist unwirksam weil nicht in Schriftform damit ohne Unterschrift, e-mail ist nicht zulässig, die Vollmacht des RA ist nicht vorhanden. Resümee: Der Mietvertrag wird fortgesetzt, solange keine einvernehmliche Auflösung vorliegt oder beide Parteien begründet außerordentlich oder Mieterpartei unbegründet (Vermieter begründet) ordentlich kündigen.

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  1. Natürlich kann dein M schon zu Weihnachten ausziehen.
  1. Nur schuldet wer eben weiterhin Mietzahlungen.
  1. Nach deinem Vertrag handelt es sich um ein unbefristetes MV, da es einem qualifizierten Befristungsgrund mangelt. Dass kann der M nur form- und fristgerecht, also "eigenhändig durch Namensunterschrift unterzeichnet spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats" kündigen, §§ 568 I, 126 I, 573c I BGB
  2. Es bliebe dir überlassen, vorfristig eine Beendigung durch Aufhebungsvertrag herbeizuführen, sobald du einen geeigneten Nachmieter fändest.
  3. Von einer Kündigung mit 14tägiger Frist zum Monatsletzen wg. der Voraussetztugen eines möblierten Wohnraums vermag ich dem Vertrag nach ebensowenig auszgehen. Eine Wohnung mit Möbeln ist eben nicht möbliert i. S. d. § 549 BGB :-)

G imager761

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Eine fristlose Kündigung ist nur möglich, wenn ein berechtigter fristloser Kündigungsgrund, wie z.B. 100%ige Unbewohnbarkeit der Mietsache oder ähnliches vorliegt. Mit welcher Begründung soll denn der Mietvertrag fristlos gekündigt werden?

Grundsätzlich kennt der Gesetzgeber nur Mieter oder Vermieter, nicht aber Untermieter oder Zwischenmieter. Sowohl das Hauptmietverhältnis, als auch das Untermietverhältnis sind von einander unabhängig wirksam. Folglich wäre die Klausel in § 4 Mietdauer Abs. 2 mMn unwirksam.

Weiter ist die Befristung in § 5 Abs. 1 mMn unwirksam, da ein vom Vermieter eingetragener wirksamer Befristungsgrund fehlt.

Folglich handelt es sich hier um einen unbefristeten Mietvertrag, der ordentlich unter Beachtung der gesetzlichen Kündigungsfrist gem. § 573 c BGB von 3 Mon. gekündigt werden kann.

Eine ordentliche Kündigung des Mieters ist somit frühestens zum 31.3.2016 möglich, vorausgesetzt, die schriftliche Kündigung erreicht den Vermieter spätestens bis zum 3. Werktag (also 5.1.) im Januar 2016.

Ausziehen kann der Mieter jederzeit, allerdings wäre auch die Mietzahlung weiter zu erbringen.

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Kommentar von zitroneningwer
16.12.2015, 17:53

Jetzt wurde mir per E-Mail gekündigt mit Rechtsanwalt in CC.hiermit kündige ich unser Zwischenmietverhältnis einer möblierten Wohnung,_______, fristgerecht zum 31.12.2015.Zur Erklärung:§ 573c Fristen der ordentlichen Kündigung bei Wohnraum nach § 549 Abs. 2Nr.2Wohnraum nach § 549 II Nr. 2 ist wie folgt definiert:Wohnraum, der Teil der vom Vermieter selbst bewohnten Wohnung ist und dender Vermieter überwiegend mit Einrichtungsgegenständen auszustatten hat,sofern der Wohnraum dem Mieter nicht zum dauernden Gebrauch mit seinerFamilie oder mit Personen überlassen ist, mit denen er einen auf Dauerangelegten gemeinsamen Haushalt führt.Mit freundlichen Grüßen Rechtsanwalt XY keine Unterschrift, kein PDF Dokument, nichts. Wie kann ich hier weiter vorgehen?

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Was würde denn vertraglich festgelegt?

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Kommentar von aongeng
14.12.2015, 22:52

*wurde

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Kommentar von aongeng
14.12.2015, 23:05

Nach dem Vertrag kannst du wenn er diesen Monat nach dem 3ten gekündigt hat sogar noch die Miete für Januar-März einbehalten/einfordern.

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Kommentar von aongeng
14.12.2015, 23:07

Ausnahme: die Befristung greift vorher.

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Kommentar von aongeng
16.12.2015, 20:46

Nicht drauf reagieren, bei einem Anwalt der seinem Mandanten nicht darüber informiert wie eine Kündigung zu schreiben ist, da wird dann auch nicht viel bei rumkommen.

Die Kündigung bedarf zwingend der Schriftform ( § 568 Abs 1 BGB).
Eine mündliche Kündigung, Kündigung per SMS, E-Mail oder Telefax ist - da nicht der gesetzlich vorgeschriebenen Form entsprechend - gemäß § 134 BGB nichtig.

Außerdem hat dir die Kündigung in der o.g. Form bis zum 15. des aktuellen Monats vorzuliegen, damit er sich auf die genannten Paragraphen berufen kann.

Der Hauptmieter als Vermieter kann in diesem Fall bis zum 15. eines Monats zum Ablauf des gleichen Monats kündigen. Die Kündigung muss dem Untermieter spätestens am 15. des Monats zugegangen sein. Diese Kündigungsfrist gilt gleichermaßen auch für den Untermieter gegenüber dem Hauptmieter als Vermieter.

Somit einfach entspannt bleiben, ich bezweifle einfach mal das er dir die Kündigung per Einschreiben zugeschickt hat, und somit wird er auch nicht Nachweisen können das du eine Kündigung erhalten hast.

Die Miete für den nächsten Monat würde ich auf jeden Fall von der Kaution einbehalten.

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