Frage von weich, 29

Hat ein Mensch in seinem Leben Einfluß darauf, wie es in einem wohl möglichen Jenseits weiter geht?

Es könnte vielleicht doch im ewigen Tod oder einer Verdammnis der Seele enden?

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von Philipp59, 8

Hallo weich,

im Grunde muss jeder Mensch für das, was er tut oder auch nicht tut, Gott gegenüber Rechenschaft ablegen. Deswegen heißt es in der Bibel: "So wird denn jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft ablegen" (Römer 14:12). Es sollte jedoch nicht unser "Bauchgefühl" darüber entscheiden, ob das, was wir tun, in den Augen Gottes richtig oder falsch ist. Wir können nicht aus uns selbst wissen, wie wir zu leben haben, um Gott zu gefallen. Gott hat uns sein geschriebenes Wort, die Bibel, gegeben, das uns den richtigen Weg weist. Aus ihr erfahren wir z.B. eine sehr wichtige Wahrheit: Um Gott richtig zu dienen, müssen wir seinem Sohn, Jesus Christus, nachfolgen, indem wir ihn kennenlernen und sein Beispiel nachahmen. Was aber schließt es alles ein, ein "Christ" zu sein?

Zunächst einmal etwas sehr Grundsätzliches: Ein echter Christ sollte durch und durch von dem überzeugt sein, was er zu glauben bekennt und sich ernsthaft darum bemühen, danach zu leben. Andernfalls müsste er sich in die Reihen derer einordnen lassen, die eher ein "laues" Christentum praktizieren. Wie Jesus jedoch über laue Christen denkt, geht aus folgenden aufrüttelnden Worten hervor, die er an die frühe Christenversammlung in der Stadt Laodicea richtete: "‚Ich kenne deine Taten, dass du weder kalt noch heiß bist. Ich wünschte, du wärst kalt oder heiß.  Weil du nun lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich aus meinem Mund ausspeien" (Offenbarung 3:15,16). Das sollte jeden, der sich als Christ bezeichnet, aufhorchen lassen und ihn dazu veranlassen, seine Einstellung und seine Handlungsweise im Licht der Bibel einmal zu überprüfen.

In der Bibel besteht für einen Christen kein umfangreiches Regelwerk. Dennoch gibt es einige Anweisungen und Grundsätze, an die er sich halten muss und die keine Kompromisse zulassen. Dazu zählt u.a. das, was die Bibel zum Thema Sex und Moral sagt. Nicht alles, was heutzutage als "normal" gilt, ist auch in den Augen Gottes gut und erlaubt. Die Grundsätze und Richtlinien der Bibel auf diesem Gebiet sind für einen Christen bindend, auch wenn er sich dadurch dem Vorwurf aussetzt, "weltfremd" zu sein. Die Praxis zeigt jedoch immer wieder, dass es zu einem weitaus glücklicheren Leben führt, nach den hohen moralischen Standard der Bibel zu leben.

Ein anderes Gebiet, bei dem sich die Geister scheiden, ist die Verkündigung des Evangeliums. Viele glauben, dafür seien lediglich ausgebildete "Fachleute" zuständig. Jesus unterteilte seine Nachfolger jedoch niemals in Geistliche und Laien. Somit gilt für alle seine Jünger die Anweisung: "Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes,   und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe" (Matthäus 28:19,20). Ein Christ, der seinen Glauben wirklich ernst nimmt (wenn Du so willst ein "streng gläubiger Christ"), sollte also dafür bekannt sein, mit anderen über Gottes Wort zu sprechen und ihnen die Botschaft der Bibel zu vermitteln. Tut er das nicht, so erfüllt er eines für einen Christen wichtigsten Merkmale nicht.

Es gibt natürlich vieles Weiteres, das zum Leben eines Christen gehört, wie z.B. Gott und seinen Nächsten zu lieben, anderen Gutes zu tun, friedliebend zu sein, nicht zu lügen oder zu stehlen etc. Die von mir genannten Punkte gehören jedoch für viele zu den schwersten und werden daher oft als "zu streng" abgelehnt. Nach der Bibel gibt es jedoch kein "Christentum a la carte", bei dem ich mir nur das herausnehme, was mir persönlich genehm ist.

Bevor sich daher jemand entschließt, den Weg echten Christentums zu gehen, sollte er das machen, was Jesus einmal wie folgt gleichnishaft beschrieb, als er sagte:"Wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuerst nieder und berechnet die Kosten, um zu sehen, ob er genug habe, ihn zu vollenden? Sonst könnte er den Grund dazu legen, aber nicht imstande sein, ihn zu Ende zu bringen, und alle Zuschauenden könnten anfangen, ihn zu verspotten   und zu sagen: ‚Dieser Mensch fing an zu bauen, konnte [es] aber nicht zu Ende bringen" (Lukas 14:28-30). Dazu, "die Kosten zu berechnen" gehört es eben auch, sich zu fragen: "Bin ich bereit, alles zu halten, was Jesus Christus geboten hat oder ist mir einiges davon zu schwer?" Wer verstanden hat, was wahres Christentum alles einschließt, ist auch dazu bereit die Worte zu bedenken, die Jesus in dem vorangehenden Vers sagte: "Wer nicht seinen Marterpfahl trägt und mir nachkommt, der kann nicht mein Jünger sein" (Lukas 14:27). Dieser "Marterpfahl" schließt auch gewisse Härten ein, die der christliche Lebensweg u.U. mit sich bringen mag. Dennoch ist er der beste Lebensweg und der einzige, der zu wahrem und dauerhaftem Glück führt!

Das, was ich hier dargestellt habe, zeigt nur ausschnitthaft, was Christentum alles einschließt. Wichtig ist aber vor allem, dass man sich in allem, was man tut, von Gott und seinem Wort, der Bibel, leiten lässt. Daher ist es unabdingbar, sich eingehend und genau mit Gottes Wort zu beschäftigen. Wer sich davon angesprochen fühlt, entwickelt den Wunsch, dann auch danach zu leben und Gott immer besser zu gefallen. Keiner, der sich für diesen Lebensweg entscheidet, braucht mehr in Furcht vor dem "ewigen Tod" bzw. der "Verdammnis der Seele" sein!

LG Philipp

Antwort
von MrBurner107, 13

Ob es ein Jenseits gibt oder wir Einfluss darauf haben, wie es nach dem Tod mit uns weitergeht (falls es mit uns weitergeht), weiß niemand. Ich für meinen Teil könnte aber ruhiger sterben, wenn ich wüsste, dass ich im Leben mehr Gutes als Schlechtes getan habe.

Kommentar von weich ,

Mir ist schon klar, dass wir alle sterben. Allerdings habe ich manchmal so ein komisches Gefühl, als wenn es nach dem leiblichen Tod doch noch etwas gibt, was weiter existieren kann. Klar kann ich mich irren. Vielleicht ist eigentlich auch nur der Stoffkreislauf in dem wir ewig umgewandelt werden, nicht verloren gehen und vielleicht wieder als Baum, Blume, Spinne, Reptil, Katze oder sonst was wieder zum Leben erweckt werden. Natürlich hat das nichts mehr mit dem persönlichen vergangenen Leben zu tun.

Kommentar von MrBurner107 ,

Das Wichtigste ist, dass man sich bemüht, ein guter Mensch zu sein. Die Motive halte ich dabei für eher zweitrangig.

Antwort
von Marionsaladin, 22

Ob der Mensch Einfluss drauf hat ist unklar .Falls du denkst das hat mit Göttern , Aberglaube oder gutem Verhalten zutun , muss ich leider sagen dass so was ziemlich unwahrscheinlich ist .Aber es kann gut sein , wenn du nachher irgendwo landest , dass es da dann schlechte/gute Folgen für dich haben wird .

Trotzdem Zweifel ich daran ...

Antwort
von TheAllisons, 11

Klar, wenn es denn ein Jenseits gibt, dann hat sein Lebenswandel schon einen Einfluss. Aber niemand weiß, ob es ein Jenseits gibt

Antwort
von Ewwas17, 11

Tja. Weitreichende Frage.

Um die zu beantworten müsste man eigentlich erstmal wissen, ob es

1. ein Jenseits gibt

2. ob es dort irgendeine Art von Rechtsprechung gibt

3. ob man überhaupt Einfluss auf irgendetwas hat.

3. Würde ich bejahen, zu allem anderen würde ich mich nicht äußern. Ich finde die Frage aber auch höchstens theoretisch interessant. Für dein Leben hat das m.E. wenig Auswirkungen. Unabhängig davon ob du für ein gutes Leben im Jenseits belohnt wirst, ist ein gutes Leben m.E. sowohl ethisch geboten als auch intrinsisch wertvoll und somit erstrebenswert.

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