Frage von Naemi777, 45

Hat ein Autor ein Recht auf die Geheimhaltung siner Identität?

Hallo! Die Frage könnt ihr oben ja schon lesen, aber falls ihr sie nicht versteht. Hier ein Beispiel: Angenommen Donald Duck hat ein Buch geschrieben. Er möchte aber nicht, dass jeder weiß, dass er es geschrieben hat und nimmt das Pseudonym Timo Duck an. Angenommen jeder möchte jetzt wissen, wer sich wirklich hinter Timo Duck verbirgt - Hat Donald dann das Recht, es nicht preiszugeben oder darf der Verlag einfach seine wahre Identität nennen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Rubezahl2000, Community-Experte für Buch, 21

Bevor ein Verlag ein Buch veröffentlicht, wird ja zwischen Autor und Verlag ein Vertrag abgeschlossen, in dem die Konditionen stehen, auf die sich beide Seiten geeinigt haben.

Wenn der Autor bei den Vertragsverhandlungen darauf besteht, diese Bedingung in den Vertrag aufzunehmen, dann gibt's nur 2 Möglichkeiten:
- Entweder der Verlag akzeptiert das so und hält sich dran
- oder der Verlag lehnt den Vertrag ab und das Buch wird dann bei diesem Verlag nicht veröffentlicht.

Antwort
von DerHans, 30

"Normalerweise" will ein Autor ja bekannt werden. Unter einem Pseudonym veröffentlichen also höchstens Leute, die bereits bekannt sind, also nicht wollen, dass sie mit diesem Buch in Verbindung gebracht werden.

Das ist reine Vertragssache. Natürlich weiß der Verlag, mit wem er es zu tun hat.

Kommentar von Naemi777 ,

Erstens veröffentlicht der Autor, meiner Meinung nach, ein Buch, um sein Buch bekannt zu machen und nicht sich selbst.

Zweitens weiß ich, dass der Verlag die wahre Identität kennt. Meine Frage war, ob er sie einfach weitersagen darf.

Kommentar von DerHans ,

Das ist vertraglich geregelt. Wenn der Autor das nicht möchte, wird seine Identität auch nicht weiter gegeben.

Das gilt natürlich nicht für z.B. die Meldung ans Finanzamt. Der Verlag muss ja seine Zahlungen als Betriebsausgaben buchen. Das ist selbstverständlich NICHT anonym möglich.

Kommentar von AnnJabusch ,

Eigentlich wollen Autoren ihre Bücher verkaufen. Ruhm und Ehre, also personengebundene Werte, sind zwar auch oft Triebkraft für's Schreiben, gemessen wird marktseitig und in den allermeisten Fällen auch im Leserbewusstsein jedoch der Verkaufserfolg. Und der ist eher an eine "Marke" als an einen realen Namen gekoppelt.

Wenn ein guter Autor Jeremias Hühnerbein heißt, wird ihm sein Agent/Verlag nahelegen, sich einen griffigeren Namen zum Pseudonym zu wählen. Zahllose Autoren schreiben in unterschiedlichen Genres mit unterschiedlichen Pseudonymen. Und das oft sehr erfolgreich.

Antwort
von teutonix1, 29

So etwas sollte man prinzipiell vertraglich festhalten. Nur dann kann der Autor sich darauf verlassen.

Antwort
von Zuckerwattemaus, 20

Ich hoffe wohl nicht. Wenn man nicht móchte hat man auch ein recht darauf...

Antwort
von AnnJabusch, 6

Warum sollte ein Autor weniger Rechte haben als ein Normalsterblicher?

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