Hat ein Arzt einen Nachteil bei Verschreibung eines sehr teuren Medikaments?

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3 Antworten

Jede Arztpraxis hat ein "Ausgabe - Budget" das die Krankenkasse bestimmt. Also die gesamte Summe, die eine Praxis der Krankenkasse in Rechnung stellt. Bei schwerkranken Patienten oder mit chronischen Krankheiten kann ein "Zuschlag" vereinbart werden. Gerade zum Ende eines Quartals kommt es vor, dass der Arzt mit Verschreibungen / Verordnungen zurückhaltend wird, wenn er sich seiner Budget-Grenze nähert.

Wenn die Krankenkasse Kosten von einem bestimmten Medikament übernimmt und es von einem Arzt verordnet wird, hat weder der Arzt noch der Patient, noch die Krankenkasse einen Nachteil.

Der Arzt wird jedoch unter bestimmten Vorraussetzungen angeleitet ökonomisch Medikamente zu verschreiben, das heißt "Generika" zu verschreiben, die kostengünstiger hergestellt werden, wo jedoch der Wirkstoff derselbe ist. (deshalb die vielen Pharmafirmen und ähnlichen Medikamentengruppen)

Es ist in Ländern außerhalb der EU selbstverständlich verschieden, aber von dem Standpunkt in Österreich darf KEINE notwendige therapeutische/medikamentöse Behandlung für einen kranken/sozialversicherten Patienten aus kostengründen abgelehnt werden.

Man müsste sich hier etwas mit dem Ärztegesetz bzw. Sozialversicherungsgesetz auseinandersetzen, wo es meines Wissens auch Fälle gab, dass auch der Einsatz von Generika in manchen Fällen fragwürdig ist. Wenn z.B. aus irgendeinem Grund ein Patient ein Generikum erhält und die Therapie z.B. mit dem teureren Originalpräparat im Nachhinein "wirkungsvoller" gewesen wäre, dann steht der Arzt in der "Bredouille", warum er ein Generikum verschrieben hat. (so einen ähnlichen Fall habe ich nur nebenbei von einem Juristen aufgeschnappt)

Man muss natürlich von den jeweiligen Standpunkten ausgehen. Die Krankenkassen möchten natürlich so gut wie möglich Geld sparen, deshalb die Maßnahmen der Vorsorgemedizin. Der Arzt möchte gerne verschreiben, was er für richtig hält, oder womit der gute Erfahrung gemacht hat, unbedacht der Kosten. Der Patient will die beste Behandlung, weil er zahlt ja auch Sozialversicherungsbeiträge.

Ja, das hat er leider manchmal !  Einzelheiten siehe in meinen Kommentaren  !!

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