Hat die Treuhand tatsachlich die VEBs und LWGs gekauft und weiterverkauft?

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5 Antworten

Nein. Deren Aufgabe war es, die DDR Betriebe zu verkaufen, sofern Käufer vorhanden war und falls nicht, dann abzuwickeln, also dicht machen.

Sicherlich sind dabei Fehler passiert, auf der anderen Seite: Es war zu diesem Zeitpunkt einzigartig in der Geschichte, alle Betriebe eines Landes in die Marktwirtschaft zu führen und es gab kein vorherigen Fall, an dem man sich orientieren konnte.

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Die Treuhand hat die DDR-Betriebe verwertet. Soweit sie verkäuflich waren, wurden sie verkauft, unverkäufliche wurden "abgewickelt".

Google "Treuhandanstalt".

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Die Treuhand selbst hat überhaupt nichts gekauft, nur darüber verfügt - teilweise grottenschlecht.

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Nicht gekauft - sie waren ja Staatsbesitz der DDR und wurden in ein "Sondervermögen" eingebracht, aus dem die Treuhandanstalt - eben als Treuhänderin der Bundesrepublik als deren Rechtsnachfolgerin - sie dann heraus verwertete.

Dabei sind Fehler passiert (wie zu erwarten - immerhin hat die
organisierte Kriminalität weit weniger davon profitiert als in der
ehemaligen Sowjetunion) - aber insgesamt hat das einigermaßen
funktioniert.

Dabei waren umfangreiche Umweltsanierungen der Grundstücke erforderlich; im Übrigen kostete es auch einen Haufen Geld, die Mitarbeiter in diesen meist (ja, es gab Ausnahmen - aber eben nicht genug) völlig unproduktiven Betrieben zumindest vorübergehend weiterzubeschäftigen.

Aus diesem Grund war das ein Zuschussgeschäft - woraus man den leichten Schluss ziehen kann, dass die Produktivwirtschaft der DDR im marktwirtschaftlichen Umfeld einen negativen Wert hatte - eine echte Leistung nach 40 Jahren sozialistischem Aufbau.

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