Ich beobachte immer mehr, dass die Schüler, die jetzt ab Klasse 7 bis abwärts zum Gymnasium/Grundschule gehen auf die Hilfe ihrer Eltern bei den Hausaufgaben/beim Üben angewiesen sind. Die Lehrer hauen in einem Affenzahn ihr Lehrprogramm durch und die Kinder müssen dann am Nachmittag mit Mutter/Vater nachholen, Hausaufgaben machen und üben. In unserem Bekanntenkreis sind immer mehr Paare, bei denen ein Elternteil nachmittags zu Hause sein muss, damit die Kinder den Anschluss in der Schule nicht verpassen. Die Hausaufgabenbetreuung in der Schule kann das ab Klasse 3-4 oft nicht mehr auffangen, besonders bei Kindern, die noch sehr verspielt und verträumt sind. Das kanns doch nicht sein, oder?
Welche Schulreform meinen Sie eigentlich??? Was ist damit inhaltlich gemeint??? Dass Lehrpersonen - aufgrund einer Schulreform - "in einem Affenzahn ihr Lehrprogramm durchhauen", ist mir unbekannt. Im Gegenteil: Die Ganztagsgrundschule und die Gesamtschule und die Möglichkeiten der Ganztagsbetreuung an anderen Schulformen entlasten die Erziehungsberechtigten! Wenn Sie meinen, dass Ihr Kind überlastet ist, dann reden Sie doch zunächst einmal mit den Lehrpersonen, die Ihre Kinder unterrichten. Wenn das die Meinung auch anderer Eltern sind, dann sprechen Sie in einer Klassenpflegschaftssitzung das gemeinsame Problem an. Es gibt zudem Bestimmungen über Hausaufgaben (ASCHO § 23; Erlass "Hausaufgaben für die Klassen 1-10 aller Schulformen vom 24.6.92", der immer noch gültig ist). Bitte sachlich bleiben und Informationen einholen!
Ich kenne das Problem auch, und unsere Kinder haben -auch lt. Klassenlehrer- die gymnasiale Reife, sind jetzt in Klasse 5 und 7. Aufgrund der Verkürzung der Schulzeit auf 12 Jahre, den verschiedenen Lernstandserhebungen, Französisch ab Klasse 6, kommen derzeit einige Gymnasien ins Schwimmen, da alle ab Klasse 7 abwärts davon betroffen sind, d.h. die weiterführenden Schulen müssen bis zur 10. Klasse eine bestimmte Anzahl an Unterrichtsstunden in den versch. Fächern unterrichtet haben, leiden aber teilweise an Lehrermangel, so dass es vorkommen kann, dass Lehrinhalte äußerst zügig durchgearbeitet werden müssen. Das kann durchaus dazu führen, dass die Schüler zu Hause mit den Eltern einiges nacharbeiten bzw. sich selbst erarbeiten müssen.
Es kann aber auch daran liegen, dass Kinder trotz einer Realschulempfehlung aufs Gymnasium gehen müssen
In Baden-Württemberg dank Schulempfehlung undenkbar!
Wieselchen1 am 29. August 2007 08:22 Mein Sohn (NRW) hat auch eine Schulempfehlung bekommen:

Ich bin ehrlicherweise ein Verfechter davon, dass grundsätzlich ein Elternteil zu Hause sein sollte und nicht arbeiten geht. Wofür setzen wir denn Kinder in die Welt? Gerade in der Pubertät brauchen die Kinder einen Halt, und wo ist der, wenn nicht zu Hause?
Wir haben bei uns immer auf Auto und Urlaubsreisen verzichtet und versucht, mit einem Einkommen auszukommen (schönes Wortspiel, :-D )