Frage von FuerstVerres, 104

Hat die Partei ,,Die Linke" etwas gegen Adel und Kirche?

Antwort
von MrHilfestellung, 83

Die Linke ist für eine stärkere Trennung von Staat und Kirche, falls das für dich schon gegen die Kirche gerichtet ist.

Der Adel ist in Deutschland viel zu unwichtig und ein richtiger Adel existiert ja gar nicht, also beschäftigen sich die Parteien auch nicht groß damit. 

Kommentar von peace1287 ,

Naja es gibt schon Adel in Deutschland. Allerdings haben sie keinen allzu großen, politischen Einfluss. Und außerdem bleibt diese inzestuöse Gesellschaft eher unter sich. 

Kommentar von MrHilfestellung ,

Es gibt aber keine richtigen Adelstitel mehr. Alle Adelstitel sind heutzutage nur noch Teile des Nachnamens.

Kommentar von peace1287 ,

Ja das stimmt schon. Das ändert aber leider nichts daran, dass der Adel nach wie vor existiert. Und immer noch ein ausschweifendes, dekadentes Leben genießt... 

Kommentar von FuerstVerres ,

Das stimmt so nicht. Ich kenne Adelige und sie sind weder ausschweifend im Lebensstil oder dekadent noch überheblich.

Manche versuchen sich bewusst zu tarnen. Und das kann ich verstehen, nachdem ich selbst miterlebt habe, wie intensiv der Hass mancher Zeitgenossen auf eine Personengruppe sein kann.

Kommentar von earnest ,

Das kann ich bestätigen.

Neulich war ich bei Fürstens nach einem Konzert zu einem Umtrunk eingeladen - und sehe zu meiner Überraschung, dass ich für mein Glas (mittelprächtigen) Sekt löhnen sollte.

Antwort
von FAThemaGlaube, 37

Die haben gegen alles etwas was nicht in ihrem Parteiprogramm steht

Antwort
von peace1287, 65

Gegen den Adel sicherlich. Aber so eine dekadente Gesellschaft kann man auch nur kritisch sehen! Zumindest wenn man gesunden Menschenverstand besitzt! 

Gegen den Glauben definitiv nicht! Nur die Trennung von Staat und Kirche ist elementar. Da aber in Deutschland bereits seit der Weimarer Republik keine Staatskirche mehr existiert, ist das in Deutschland schon lange kein Thema mehr...

Kommentar von Mark1616 ,

Da aber in Deutschland bereits seit der Weimarer Republik keine Staatskirche mehr existiert, ist das in Deutschland schon lange kein Thema mehr...

Ach... Wirklich? Wenn man sich den massiven Einfluss, den die Kirchen immer noch auf die POlitik haben, ansieht, so muss man die Trennung von Kirche und Staat doch bezweifeln. Es findet sich zwar auf dem Papier, in der Praxis mischt die Kirche jedoch in jeder Verwaltungsebene des deutschen Staates mit.

Antwort
von voayager, 17

Muß sie, sont kann sie keinerlei Anspruch erheben noch links zu sein. Es ist ihre Pflicht, auch gegen Kirche und Adel zu sein, genau wie gegen das Kapital. Wird sie versöhnlerisch, kann sie sich begraben lassen, denn dann braucht sie niemand mehr.

Antwort
von soissesPDF, 17

Daas ergibt sich schon aus der Geschichte und aus der Weltanschauung.

Die Frage nach Gott hat sich erledigt, zwischen hier und dem Urknall ist dieser Zausel schon einmal nicht.
Das mit den Blaublütigen (Adel) auch.
Deren Blut ist so rot wie das aller Menschen auch nur.
Die müssen, unfassbar, auch die Beine krumm machen au dem Örtchen.
Es kommt noch schlimmer, die können auch nur mit Wasser kochen.
Läuft schonmal nicht so gut für Adel und Gott.

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte & Politik, 20

Die "Kirche" war bei Linken noch nie sehr beliebt. Aber selbst die DDR hat die Kirche nie vollkommen aus ihrer real existierenden Gesellschaftsform beseitigen können. Die Kirche wird toleriert.

Gegen den "Adel" hat die Partei nichts, denn der existiert seit 1919 als bevorrechtigte Gesellschaftsschicht nicht mehr. Und warum sollten die Linken Einwände gegen etwas haben, was in Deutschland nicht existiert?

MfG

Arnold

Expertenantwort
von Unsinkable2, Community-Experte für Politik, 21

Adel

Die Partei "Die Linke" hat sich die Gleichheit aller Menschen auf die Fahnen geschrieben. Ein Titel - vor allem ein geerbter und nicht selbst erarbeiteter Titel -, der hauptsächlich dazu dient(e), Menschen "besser" oder "höherwertiger" zu machen, ist also irgendwie ... sinnlos. Und wenn er sinnlos ist, kann man ihn auch abschaffen. 

Das ist noch nicht einmal eine Erfindung der Linken, sondern bereits 1919 in Österreich per Parlaments-Gesetz umgesetzt worden. Auch in Ungarn, Rumänien und Italien ist der Adelstitel seit dieser Zeit bereits Geschichte.   

Religion

Die Partei "Die Linke" tritt für einen laizistischen Staat ein. Das heißt: Religion und Glaube sind Privatangelegenheit. Damit ist sie, anders als Jesus, nicht "gegen die Kirche" an und für sich; aber gegen alle staatlichen Einflüsse der Kirchen.

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Insofern sind sie sogar sehr "Jesus-treu" und christlicher als die Kirchen selbst; denn Jesus sagte einst selbst: "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist; und Gott, was Gottes ist." (Mt 22, 21), was nichts anderes als ein Laizismus-Gebot im Staate darstellt.

Auch das ist Bestandteil der Gleichheit aller Menschen (auch hier nach Jesus, dem nachgesagt wurde, dass er "das Ansehen der Person nicht achte" (Mt 22, 20)); denn mit dem gleichen Recht könnten sonst auch Hühnerzüchter-Vereine oder andere Lobbyisten, also Interessenverbände und -vertretungen - Beteiligung an staatlichen Einflüssen verlangen.  

Antwort
von Modem1, 25

Na der Chefkommentator war doch Karl Eduard VON Schnitzler.Ein guter Genosse mit Daueranstellung bein Fernsehen der DDR.Die evangelische Kirche arrangierte sich gut mit dem Staat.Bei den Katholiken sah das nicht so gut aus.Und unsere Pfarrerstochter Angela durfte sogar in Moskau studieren.So lange man sich mit den System arrangierte war alles gut. 

Kommentar von earnest ,

... und jetzt gehen wir mal die Frage suchen, auf die deine Antwort passt?

Kommentar von Modem1 ,

Ist der Adlige ein nützlicher Idiot dann ist er gut für die Linke.

Antwort
von UserDortmund, 20

Gegen reiche und den Adel sicherlich.

Antwort
von atzef, 7

Hätte ich noch nie wahrgenommen.

"Adel" reduziert sich ja heute auf einen nichtoffiziellen Titel ohne weitere Privilegierung. Religionsfreiheit wird auch von der Linkspartei verfochten.

Insofern würde ich einfach sagen "nein".

Antwort
von orange000, 49

die haben nur etwas gegen den Reichtum des hier lebenden Adels. Nach ihrer Auffassung ist es nicht sozialistisch so viel zu haben.

Kommentar von FuerstVerres ,

In Deutschland sind ja im Grunde nur eine begrenzte Anzahl von Adeligen sehr reich.

Der Großteil geht ja doch ,,normalen" Berufen nach bzw. lebt auf Etage.

Von Reichtum kann man bei einer Majorität des Adels nicht sprechen.

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

Na das denke ich aber kaum ,das Geld ist immer noch am selben Ort .Aber vielleicht nicht mehr so offensichtlich  sichtbar 

Kommentar von voayager ,

Dieser begrenzte Anteil hat allerdings viel zu viel Macht und Reichtum.

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

Dabei ist doch das akute Poltsystem von diesem Adel selbst  initiiert .

Aber jetzt möchten der Adel wieder zurück zum Feudalsystem .

Dort sind linke dann nicht mehr vorgesehen ..

Kommentar von earnest ,

Unfug. 

"Der Adel" hat sich mit dem System (dein Lieblingswort) arrangiert.

Und inwiefern "der Adel" das "akute Politsystem" (du meintest wahrscheinlich: das aktuelle) selbst initiiert hat, wird wohl auf ewig dein Geheimnis bleiben.

Antwort
von WALDFROSCH1, 24

Die Linke spielt ihre  Rolle innerhalb des Parteien Systems . Da sind die Rollen klar festgelegt . 

Da gehört die Abneigung zum Adel und die Sympatie für das Proletariat dazu .Wie die Butter aufs Brot.

Auch wenn am Ende natürlich für den Arbeiter nicht wirklich jemals  etwas konkretes dabei rauskommt .

So bleibt dem Arbeiter doch wenigstens die Illusion genau darüber ..das es so sein könnte .

Kommentar von voayager ,

Auch wenn am Ende natürlich für den Arbeiter nicht wirklich jemals  etwas konkretes dabei rauskommt .

Als wenn es dafür viele Beispiele gäbe. In der Weimarwer Republik bestand die Chance den Adel zu entmachten, doch die entsprechende Volksabstimmung scheiterte ja. Das wäre eine Nagelprobe gewesen, ob es den Arbeitern genutzt hätte oder nicht.

Antwort
von nowka20, 6

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