Frage von ThommyGunn, 232

Hat die Flüchtlingskrise Deutschland gespalten und was bedeutet das?

Denkt ihr, dass die Flüchtlingskrise Deutschland gespalten hat und wenn ja, was bedeutet das überhaupt? Ich denke schon, dass Merkels Politik für großen Unmut gesorgt hat, nur kann ich mir unter Spaltung der Gesellschafts nichts vorstellen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von piobar, 141

Die Flüchtlingskrise hat dazu sorge getragen, dass man sich aktiv mit dieser Thematik auseinandersetzt. Oft werden solche Diskussionen subjektiv geführt und dabei meistens fehlgeleitet. Die meisten Argumentationen sowohl auf der politischen als auch gesellschaftliche Ebene nicht sachlich und differenziert ausdiskutiert Viele Rechtspopulistische Parteien sehen hier ihre Chance.

Eine Spaltung bedeute mindestens zwei starke Gruppen die meist subjektiv aufeinander zugehen bzw. voneinander abwenden. Derzeit sehe ich unsere Gesellschaft noch nicht als Gespaltet sondern einer Spaltung gefährdet, so meine Meinung.

Antwort
von Daria700, 11

Es hat Veränderungen herbei geführt!

Antwort
von Daria700, 2

Doch so viel Rechts hat es vorher noch nie gegeben und so viele Verurteilungen von besorgten Menschen in die Rechtsschiene!

Freunde gehen auf Freunde los beenden Freundschaften!Menschen werden verurteilt weil sie die AFD als Lösung ansehen.

Antwort
von jerkfun, 128

Die einen wandern resigniert aus.Der Auswanderungsüberschuss beträgt 150.000 Deutsche gegenüber den einwandernden Ausländern.Das Land blutet also aus.Die anderen sind begeisterte "Deutschland verrecke " Anhänger.Sie sind dem Ziel näher als Sie selbst glauben.Andere bekämpfen die Zustände.Die ersten  wissen sich nicht mehr zu wehren,als zu demonstrieren.Sie sind das Pack.Alle anderen hoffen,irgendwe geht es schon weiter,es ist ja noch immer jut jejange.Oder stell Dir ein Holzscheit vor.Du nimmst die Axt und schlägst mit halber Kraft auf den Klotz.Die entstandenen Scheite fliegen nicht auseinander ( Bürgerkrieg) sondern ein paar Holzfasern halten die gespaltenen Stücke noch zusammen.(Jetzige Lage) Beste Grüße

Kommentar von LetzterRitter ,

Schön auf den Punkt gebracht.

Da merkt man, wie 40 Jahre 68er-Pädagogik sich in den Köpfen grade der jungen Generation festgebrannt hat.
Man sieht schön, wie wahnhafte Toleranz für alles und jeden, gepaart mit einem gradezu manisch zelebrierten Schuldsakrileg urtiefste menschliche Instinkte auszuschalten vermag.

Hier ein schöner Artikel dazu:
http://www.deutscherarbeitgeberverband.de/textezurfreiheit/2016_08_22_dav_freihe...

Die Zustände in Deutschland erinnern einen an die übersättigte, dekadente Gesellschaft im alten Rom, kurz vorm Untergang.

Aber es wurde alles dafür getan, dass es so wird, daher denke ich, dass es auch so gewollt ist.
Traditionelle Werte wurden gezielt geschwächt (Tradition, Familie, Ehe usw.) und noch so kleinste Minderheiten gegenüber der Mehrheitsgesellschaft massiv übervorteilt.

Ich denke ich werde nach meinem Studium auswandern.

Kommentar von atzef ,

Tschüss.

Kommentar von hummel3 ,

Du nimmst mir die Worte aus dem Mund. -  Danke für diesen weisen Kommentar! - Ich gehöre wohl auch schon zu den "letzten Rittern". 

Kommentar von ceevee ,

Die ersten  wissen sich nicht mehr zu wehren,als zu demonstrieren. Sie sind das Pack.

Mit "Das Pack" hat Sigmar Gabriel nicht irgendwelche harmlosen Pegida-Demonstranten bezeichnet, sondern ganz explizit die Rechtsradikalen, die in Heidenau randaliert haben. Leute, die mit diesen rassistischen Straftätern sympathisieren, dürfen sich allerdings auch gerne mit "das Pack" angesprochen fühlen. Die dürfen sich dann allerdings auch nicht wundern, warum man sie als "Nazis" bezeichnet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fremdenfeindliche_Ausschreitungen_in_Heidenau

Kommentar von jerkfun ,

Na ja ganz kann ich nicht widersprechen.Aber ist es nicht auch menschlich das " Ohnmacht" zu Gewalt führt? Und muß man an einen Flüchtlingstransport " Luxusreisen" in Leuchtschrift machen?Allerdings hat besagter Wendehals etwas ganz anderes zu Pegida gesagt.Überleg mal wie das wirklich war.

Kommentar von ceevee ,

Aber ist es nicht auch menschlich das " Ohnmacht" zu Gewalt führt? 

Nein. Die Neonazis in Heidenau sind Teil des Problems, nicht Teil der Lösung. Die sind nicht ohnmächtig, die sind ein Haufen rassistischer Abschaum. Ich muss mir rechte Gewalt nicht schönreden, das ist genauso ein Quatsch wie die "traumatisierten Flüchtlinge". 

Und muß man an einen Flüchtlingstransport " Luxusreisen" in Leuchtschrift machen?

Gibt's dafür eine Quellenangabe?

Allerdings hat besagter Wendehals etwas ganz anderes zu Pegida gesagt.Überleg mal wie das wirklich war. Überleg mal wie das wirklich war.

Was hat Siggi denn über Pegida gesagt? Meinst du das hier?

Pegida gehöre "ganz offensichtlich" zu Deutschland. "Es gibt ein demokratisches Recht darauf, rechts zu sein oder deutschnational", sagte Gabriel. "Sogar ein Recht, Dummheiten zu verbreiten wie die angebliche Islamisierung Deutschlands."

http://www.sueddeutsche.de/politik/spd-chef-ueber-pegida-gabriel-es-gibt-ein-rec...

Damit hat er so eigentlich recht. 

Inwiefern ist es eigentlich für die öffentliche Diskussion förderlich, Galgen für Gabriel und Merkel zu basteln und damit auf der Demo rumzurennen? Wer beim Austeilen so drauf ist, muss sich auch nicht wundern, wenn andere dann mit einer ähnlichen Härte kontern.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Ich schließe mich dabei gleich mal unserem Siggi an. Auch in seinem Mittelfinger an die Nazis vor Kurzem.

Ich finde die Kombi eigentlich momentan ganz gut: Frau Merkel sehr staatsmännisch und kühl, Gabriel eher emotional (aber immer noch im Rahmen).

Kommentar von jerkfun ,

Hier könnte mein Kommentar ( noch ) stehen.^^ Wer hat hier den Löschantrag gestellt?! Schön,das auch hier das Ober sticht Unter oder auch die politische "Korrektheit" zählt.^^

Antwort
von Victoryice, 4

Doch man spürt es immer mehr,alleine schon dieses Rechtsthema ist richtig aktuell geworden!

Antwort
von hutten52, 55

Diese Spaltung habe ich selbst erfahren. Ein guter Bekannter, fast Freund, hat die Beziehung zu mir abgebrochen, weil ich Kritik an Merkels Politik übte. Das war für mich ein Schock. Ich hatte gedacht, dass wir über alles reden könnten. Aber er sah eine Kluft: Wenn du nicht für diese Politik bist, bist du gegen mich. 

Der Riss geht durch Familien, Vereine, Belegschaften. Wobei die Mehrheit laut Umfragen Merkels Politik ablehnt. Aber die Willkommens-Minderheit ist sehr einflussreich in den Medien, Parteien etc. 

Kommentar von LetzterRitter ,

Ich freue mich schon auf deren Gesichter, wenn es hier losgeht...

Antwort
von wfwbinder, 32

Sagen wir es gibt zwei unterschiedliche Ansichten.

Es gibt Bürger die große Befürchtungen haben, dass die Flüchtlinge in unserem Land große Veränderungen bringen. Das sich Deutschland von sich selbst entfremdet. Interessanter Weise ist die Pegida, die vor der "Islamisierung des Abendlandes" warnt, in den Ländern stark, wo es nur wenige Christen gibt.

Und es gibt die anderen Bürger, die sagen, es ist unsere Pflicht den Menschen zu helfen, die vor dem Krieg in ihrem Land flüchten. Eine Ansicht, die auf christlichen Grundwerten basiert.

Ich denke mal, diese Grundhaltungen gab es schon immer, nur wurde das im letzten Jahr mit den vielen Flüchtlingen polarisiert.

Antwort
von Geraldianer, 91

Von Spaltung würde ich nicht reden. Die "Besorgten Bürger" sind eine kleinere Teilgruppe in der Bevölkerung, die nicht mal homogen ist.

Und die Flüchtlinge waren nur ein Auslöser. Besonders Männer, die mit eher schlechteren Ausbildung oft gegen Jüngere, Frauen, Ausländer nicht mehr mithalten konnten sind unzufrieden. Sie haben das Gefühl, dass ihnen ihre angestammten Privilegien weggenommen werden.

Diese Gruppe hat sich früher vom Euro überfordert gefühlt und wird auch in Zukunft neue Feindbilder schaffen. Meist sehnen sie sich nach einem imaginären "Früher", dass irgendwo zwischen den 30ern und 80ern in der DDR und der alten BRD liegt.

Kommentar von BTyker99 ,

Ich habe eher den Eindruck, die sogenannten Gutmenschen, oder Flüchtlingsbefürworter sind eine kleine Teilgruppe. Diese sind allerdings öffentlich stärker wahrnehmbar, weil die Gegenseite sich nicht traut, ihre Meinung kund zu tun, da sie Angst vor der gesellschaftlichen Reaktion hat.

Selbst wenn die AfD, NPD und co. nur 20% erhalten würden, bedeutet das nicht, dass 80% die aktuelle Flüchtlingspolitik befürworten. Ich bin mir sicher, dass auch z.B. innerhalb der CDU viele ganz anderer Meinung sind, als die Parteiführung.

Antwort
von BTyker99, 45

Ja, ich denke auf jeden Fall, dass es diese Spaltung gibt. Ich kann dazu aus meinem Bekanntenkreis berichten:

Die Flüchtlingskrise ist sicherlich auf jeder Party schonmal zum Thema geworden, aber sobald man weiß, dass das Gegenüber eine andere Meinung dazu hat, traut man sich eigentlich nicht, weiter ins Detail zu gehen, um die Freundschaft nicht zu gefährden. Gleichzeitig macht sich bei mir aber auch eine Verachtung für bestimmte Personen breit, die meiner Meinung nach eine naive Vorstellung von den Folgen der von ihnen gewünschten Politik haben.

Selbst innerhalb meiner Familie ist das Thema ziehmlich tabu, auch wenn ich einige wenige, entfernte Verwandte kenne, die offen darüber reden. Z.B. ein Onkel, der in der Flüchtlingshilfe tätig ist, und schon immer ein N*#i war. Ich bin mir sicher, dass das Thema auch für viele andere wichtig ist, aber aus Angst vor den Reaktionen nicht angeschnitten wird.

In meiner Nachbarschaft kann ich diese Spaltung auch nachvollziehen: In meiner Straße ist jemand, der die Flüchtlingshilfe toll findet, und auch ehrenamtlich tätig ist. Ein anderer zeigt den "Neubürgern" (so nennt er sie selbst), die Landschaft und veranstaltet gemeinsame Spaziergänge. Ich hingegen würde eher dafür spenden, eine Mauer zu finanzieren und überlege wie ich persönlich dazu beitragen kann, Deutschland für "Flüchtlinge" weniger attraktiv zu machen.

Antwort
von voayager, 46

Deutschland war schon immer gespalten in ein Oben und ein Unten, in ein reich und in ein arm.

Antwort
von ghul666, 95

Spaltung der Gesellschaft heißt, dass es 2 vorherrschende Meinungen gibt, die sich widersprechen.

Im Fall der Flüchtlinge wäre das die Willkommenskultur auf der einen Seite und die strikte Ablehnung auf der anderen.

Ich glaube allerdings, dass ein solches Ereignis die Bevölkerung nicht spaltet. Es zeigt lediglich, wie die Bevölkerung ohnehin drauf ist.

Kommentar von Neutralis ,

Ich würde sogar weitergehen und behaupten, dass es nicht nur um Willkommen oder nicht Willkommen geht, sondern um links und rechts.

Kommentar von ghul666 ,

Das wollte ich so nicht sagen, weil links und rechts nicht nur damit zu tun haben. Aber bei einer vereinfachten Ansicht wäre das so, ja

Antwort
von frischling15, 101

Das kannst Du hier und jetzt an den Antworten merken !

Wie ist denn Dein persönlicher Eindruck ?

Nehmen Dir die hier gestrandeten Menschen etwas fort , oder bedrängen sie Dich in irgend einer Weise ?

Sorry , aber ich möchte den tieferen Sinn , dieser ( Deiner ) hier oft und detailgetreu diskutierten Frage verstehen...?

Kommentar von ThommyGunn ,

Mir geht es hier nicht um die Flüchtlinge an sich, ich tue mir schwer damit was es mit der Spaltung der Gesellschaft auf sich haben soll, ich denke man kann ohnehin nicht von "der Gesellschaft" sprechen, insofern weiß ich nicht, wie man sie dann spalten kann.

Kommentar von frischling15 ,

Wenn nicht   "Gesellschaft" , ...w i e  definierst Du denn das Umfeld in dem Du lebst ?

Kommentar von ThommyGunn ,

Familie, Nachbarn, Freunde

Kommentar von frischling15 ,

Über den Tellerrand hinausschauen ist gefährlich ..oder was ?

Kommentar von jerkfun ,

Ja sehr gefährlich.Denn nicht nur die soziokulturelle Spaltung ist da,auch das Nichtakzeptieren ,was befördert wird durch große Ungerechtigkeiten ,wie z.B,die Verteuerung des Wohnraumes,Ausgaben die dringend für Gesundheit,Rente,Daseinsvorsorge,Infrastruktur getätigt werden müßten,werden,ohne "Haushaltsstelle" oder "Haushaltsgröße" freihändig nach Belieben für eine nicht sinnvolle oder funktionierende Integrationsleistung getätigt.Die letzte dumme Aussage in der FAZ:Die Flüchtlinge wollen nur Ihr Leben retten und alsbald möglich in Ihre Heimat.Warum haben zehntausende am Zaun von Idomeni gerüttelt und sich die weiterreise nach Deutschland erzwungen?! Würde dies den Tatsachen entsprechen,würde man Sprachkurse vorsehen,zigtausende Lehrer suchen und nicht etwas unternehmen,das es einen befriedeten Landstrich in "Arabien" gäbe? Hätte man dann nicht besser die großen Flüchtlingslager im Libanon,in der Türkei,in Jordanien,in Syrien geschützt,ausgebaut und Spendengelder eingeworben? 

Kommentar von ThommyGunn ,

Tue ich ja, u.A. hier.

Antwort
von ManuViernheim, 26

Die Flüchtlingskrise hat Deutschland insofern gespalten, dass jeder, der sich vernünftig dazu äußert, von Leuten die nicht in der Lage sind sachlich zu bleiben, als Na*i abgestempelt werden. Bumm. Das ist einfacher.

Kommentar von Daria700 ,

Allso das trifft es genau!Man darf keine Ängste Bedenken äussern,Vorfälle mit Flüchtlingen dan ist man schon rechts!

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