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Hat die Ampelfarbenanordnung einen Sinn?

gefragt von cora1 am 07.08.2007 um 17:08 Uhr

Oder wurde diese einmal unwillkürlich festgelegt?


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Reply


anonym
beantwortet von Jule07 am 7. August 2007 17:11
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Diese Farbanordnung stammt aus der Seefahrt. Es handelt sich dabei um abgestufte Kontraste. Rot fällt am besten auf, da rote Lichtwellen durch Regen oder Nebel wenig abgelenkt werden.


blaubuddha
beantwortet von blaubuddha am 7. August 2007 17:28
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Ich möchte Euch nicht langweilen, aber ich finde das Thema interessant. Auf der Seite von wdr5 bin ich auf folgene Info

> Jeder kennt die Farben der Ampel: Rot, Gelb und Grün. Tatsächlich war mal eine andere Farbe angedacht, nämlich Blau. Blau eignet sich aber als Signalfarbe nicht, da wir Menschen Blau nicht besonders hell sehen. Das liegt daran, weil wir in der Mitte unsere Netzhaut - wo, wir Farben besonders gut sehen - gar keine Blaurezeptoren haben. Durch solche so genannten Lichtrezeptoren in den Augen können wir Menschen überhaupt erst Farben sehen. Fällt Licht darauf verrechnet unser Gehirn diese Information so, dass daraus eine Farbe wird. Die Farbe Rot spielt eine bedeutende Rolle als Signal- und Warnfarbe. Denken wir an rotes Blut oder den roten Fliegenpilz. Rot heißt im Falle des Pilzes: "Vorsicht, ich bin giftig". Übertragen auf den Straßenverkehr bedeutet die rote Ampel: "Halt" und symbolisiert Gefahr. Die Gegenfarbe zu Rot ist Grün. In der Farbwahrnehmung liegen Rot und grün besonders weit auseinander und erscheinen maximal kontrastreich. Als Ampelfarben eignen sie sich durch ihren gegensätzlichem Signalcharakter besonders gut. Grün ist zudem eine beruhigende Hintergrundfarbe in der Natur. Im Straßenverkehr signalisiert also die Farbe grün: "Es kann mit Ruhe weitergehen, freie Fahrt". Unsere Ampel hat jedoch drei Farben. Tatsächlich kam die dritte Farbe der Ampel erst später hinzu. Die Gelbphase diente dazu, zu schalten oder die Kreuzung zu räumen, als Zwischenphase sozusagen. In der Farbwahrnehmung liegt Gelb zwischen Rot und Grün und erscheint trotzdem besonders hell, hat also auch Signalcharakter. Es ist nicht so schwach wie Grün aber noch nicht so endgültig wir Rot, eben dazwischen. (Nadine Querfurth)


sillyqueen
beantwortet von sillyqueen am 7. August 2007 17:12
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Rot als Warnfarbe macht sehr wohl einen Sinn, da es die längste Wellenlänge hat und daher von am weitesten her gesehen werden kann, gerade im Nebel.

Gelb und Grün sind - von der Ampfelbedeutung her - weniger wichtig und siehe da: sie haben auch eine kleinere Wellenlänge.

Physik hat also bei der Entscheidung über die Ampelfarben eine entscheidende Rolle gespielt.

Denn: Rot zu übersehen kann tödlich sein.


anonym
beantwortet von samson am 7. August 2007 17:13
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Die Berliner "Urampel" hatte schon die Farben rot, gelb und grün.

Kommentar von B172b61620c0de1434b3e3980b7fd049smallblaubuddha am 7. August 2007 17:23

Deutschlands erste Ampel

New York und Detroit setzten 1920 zum ersten Mal Verkehrstürme ein, um den Straßenverkehr zu steuern. Einen dieser Türme importierte man 1924 nach Berlin und stellte ihn am Potsdamer Platz auf – eine der ersten Verkehrsampeln Deutschlands.

Wichtiig dabei: Es gab noch keine Anordnung übereinander. Ein Polizist, der vom Turm aus die fünf Zufahrten zum Platz überblickte, schaltete manuell die Signale. Anders als heute lagen die Leuchten für Rot, Gelb und Grün neben- statt übereinander.

Eine Nachbildung dieses Ampelturms steht seit 1997 wieder am Potsdamer Platz.

Kommentar von Simple_avatar5smallMismid am 7. August 2007 21:37

ich glaub in den USA gibt es teilweise heute noch nebeneinanderliegende Ampellichter


blaubuddha
beantwortet von blaubuddha am 7. August 2007 17:15
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Ich bin da auf etwas anderes gestossen und zwar die Eisenbahnsignale:

Die Verwendung der heutigen Signalfarben GRÜN, GELB und ROT war nicht immer üblich. Verkehrsampeln stammen ursprünglich von Eisenbahnsignalen ab. Bei diesen hatten Ende des neunzehnten Jahrhunderts die Farben folgende Bedeutung:

ROT: "Halt!"

GRÜN: "Vorsicht"

WEISS: "Fahrt frei"

In der ersten Ampel wurden nur die Farben ROT für "Halt!" und GRÜN für "Passieren unter Vorsicht" verwendet. In amerikanischen Fußgängerampeln werden noch heute für den Freigabebegriff der Schriftzug "Walk" oder ein Fußgängersymbol in weißer Signalfarbe verwendet. Als gravierender Nachteil stellte sich bei Eisenbahnsignalen allerdings heraus, dass bei einem gebrochenen roten Glas ein weißes Licht, also der Fahrtbegriff gezeigt wurde. Deswegen wurden den Signalfarben später folgende Bedeutung zugewiesen:

ROT: "Halt!"

GELB: "Vorsicht"

GRÜN: "Fahrt frei"

Die Farben ROT und GRÜN wurden damals standardmäßig in der Elektroindustrie verwendet, was einfach auf die Ampeln übertragen wurde. Allerdings kann man nur spekulieren, warum genau diese Farben bei elektrischen Aufbauten verwendet wurden. Eventuell liegt es an der Tatsache, dass diese Farben verschiedene Emotionen im Menschen auslösen:

ROT symbolisiert "Warnung" und "Gefahr", weswegen es für den Haltebegriff eingesetzt wurde.

GRÜN ist ein Zeichen der Gesundheit und wirkt beruhigend. Es bot sich deshalb für den Fahrtbegriff an.

Gegen diese Vermutung spricht allerdings die Einführung der Signalfarbe GELB, die mit Wärme, Fröhlichkeit und der Sonne verbunden wird. Vielleicht wurde sie wegen ihres Kontrastes zu Rot und Grün und ihrer hohen Sichtbarkeit ohne dabei zu "hart" zu wirken für den Begriff "Vorsicht" verwendet.

Sieh Die 'mal an: http://www.info-lsa.de/Seiten_de/hauptframe.htm

Gruß

blaududdha







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