Frage von sgn18blk, 118

Hat der Brexit aus Großbritannien's Sicht Nachteile, wenn ja welche?

Würde ich mal gerne wissen. Freue mich auf Antworten.

Expertenantwort
von Unsinkable2, Community-Experte für Politik, 21

Hat der Brexit aus Großbritannien's Sicht Nachteile, wenn ja welche?

Die Antwort könnte deutlich kürzer ausfallen, wenn du nach Vorteilen gefragt hättest.

... und das ist nur der Anfang. 

Antwort
von Lennister, 38

Du meinst abgesehen vom Verfall des Pfunds, der wahrscheinlichen Abspaltung Schottlands und der Herabstufung der Bonität?

Siehe das hier: http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/was-bei-brexit-scheidungs...

Anmerkung zu Norwegen: In Norwegen gilt auch das gesamte EU-Recht, ohne dass Norwegen ein Mitsprachrecht hat.

Es sind also alle Szenarien weniger attraktiv als der bisherige Status Großbritanniens. Die schaden auch alle der britischen Wirtschaft.

Antwort
von voayager, 31

Ist hier schon x-fach abgearbeitet worden, einfach mal hier bei gf "zurückblättern", werter Herr Spätzünder.

Antwort
von zahlenguide, 51

im Falle einer großen Wirtschaftskrise ist ein geschwächtes England, welches mit Schottland in der EU und Nordirland in der EU ziemlich alleine da steht, zu schwach um damit umzugehen, denn ein teures Adelshaus, ein teures Parlament usw. schwächen England zusätzlich sehr stark.

Da die Union vor allem ein Wirtschaftsbündnis ist, haben sich die Engländer selbst ins Knie geschossen. Derzeit mögen sie kurzfristig davon profitieren, dass der Pfund nun nur noch 1/3 Wert ist und so englische Produkte preiswerter werden, aber da England jetzt auch nicht der große Exporteur ist, wird das auch nicht zu riesigen Gewinnen führen. Dazu kommt, dass es passieren kann, das London als großer Börsenschauplatz an Wert verliert und England mit seinen paar Millionen Einwohnern nicht mehr als soo wichtig angesehen wird, wenn es um außenpolitische Belange geht.

Kommentar von aloisff ,

Eigentlich ist das schon richtig, aber wir 'Resteuroäer' vergessen aber gern den Commonwealth, ein  Verbund aus den Staaten des alten 'British Empire'. Zwar ist die Bindung nicht annähernd so intensiv wie in der EU, es gibt aber auch unter diesen Ländern Freihandelsverträge die dazu führen, dass Grossbritannien wirtschaftlich nicht ganz isoliert dasteht.

Kommentar von zahlenguide ,

habe ich nicht vergessen. aber man muss heute realistisch sehen, dass es England heute schon schlecht geht. was passiert, wenn es eine richtige Wirtschaftskrise gibt? dann kann es einpacken. ich bin mir nicht sicher, ob die EU es schaffen würde, aber sie hätte zu mindestens Chancen darauf zu reagieren oder es heraus zu zögern.

und stellen wir uns mal theoretisch vor, die EU würde jetzt endlich wirklich damit beginnen ihre Bürokratie abzubauen und nur noch dann Gesetze zu machen, wenn es wirklich nötig ist, dann würde dieses Handelsbündnis noch viel stärker werden und auch arme EU-Länder stärker davon profitieren, weil sie wieder interessanter für Investoren würden (hohe Bürokratie ist sehr teuer). Dann würde die EU endlich gut da stehen und die Engländer würden verträumt rüber schauen.

Schäuble hat in einem Interview bekannt gegeben, dass er sich gegen die Bürokratie wenden möchte. Wenn das nicht leere Worte sind, dann wäre das ein gigantischer Fortschritt und gut für alle EU-Länder.

Kommentar von martinzuhause ,

"aber man muss heute realistisch sehen, dass es England heute schon schlecht geht. was passiert, wenn es eine richtige Wirtschaftskrise gibt? dann kann es einpacken. "

natürlich kann es das dann. die länder der eu allerdings auch

Kommentar von zahlenguide ,

es ist aber ein Unterschied, ob mehrere Finanzminister einer Region zusammen mit der EU und USA dann über einen Schuldenschnitt diskutieren oder ob England alleine sich aus dem Sumpf ziehen muss oder um Hilfe bitten muss, wenn es den anderen gerade schlecht geht.

Antwort
von gerah, 33

So eine Situation hat es noch nie vorher gegeben. Die Zeit wird jetzt zeigen, ob es große Nachteile mit sich bringt. Andere Länder werden sich das ganz genau anschauen und daraus ihre eigene Entscheidung zu einem eventuellen Austritt aus der EU ableiten.

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 35

Das kannst du dir hier schnell über die Suchfunktion "erarbeiten". Die Frage wurde hier schon wiederholt beantwortet.

Antwort
von tommy40629, 39

Ein Mitglied der Regierung hatte vor ca. 2 Wochen gesagt, dass sie keine Lust mehr haben, ihre Reichtümer des Meeres und des Bodens zu teilen.

Was wegfällt sind EU-Subventionen für Bauern u.ä.

Die Mutter der EU ist ja eigentlich die EGKS.

Die EU kann man sich einfach so vorstellen:

Es gibt Länder denen es sehr gut, mittel gut und nicht so gut geht.

Die wirft man alle in einen Topf und alle sind füreinander da.

Dann müssen die Länder denen es gut geht etwas abgeben und denen, denen es nicht gut geht, die bekommen etwas.

Für das Vereinigte Königreich, BRD, Schweiz u.ä. hat die EU Nachteile.

Für Länder wie die Türkei hat es Vorteile.

Das ist wie wenn ein Armer auf einmal unter lauter Millionären ist und diese müssen ihm was abgeben, davon hat nur der Arme Vorteile. Die Millionäre verlieren aber Geld!

Man schaue sich in der BRD die Lebensmittelpreise und die Löhne seit Euroeinführung an.  Für 10€, die heute sehr viel mehr als 20DM sind ist der Wagen leer.

Kommentar von Grimwulf78 ,

Etwas zu kurz gegriffen lieber Tommy.

Du hast recht, dass wir zu den Einzahler-Ländern gehören und die wirtschaftlich Schwächeren zu den Empfängern aber das fällt so gut wie gar nicht ins Gewicht, weil:

... wir eine enorm starke Wirtschaft haben, die komplett auf Exporte ausgerichtet ist. Wenn wir die EU nicht hätten und statt Euro z.B. eine D-Mark, dann hätten wir logischerweise eine enorm starke (hochwertige) D-Mark. Das würde es für Kunden in aller Welt verdammt teuer machen, deutsche Waren zu kaufen.

Da jedoch der Wert des Euro sich nach der durchschnittlichen Gesamtwirtschaftsleistung aller Euroländer berechnet, sind wir der mit Abstand größte Profiteur des Euroraums, weil ...

... starke Exportwirtschaft und schwache Währung

Die eierlegende Wollmilchsau also. Eigentlich geht das gar nicht, da eine starke Wirtschaft automatisch eine starke Währung erzeugt, wenn man nicht mit Gelddruckereien entgegensteuert. Wir profitieren aber von der Schwäche unserer südlichen Nachbarn und verdienen uns mit Exportgütern schwindelig!

P.S.: Die Schweizer haben vor kurzem den Franken vom Euro abgekoppelt (der war künstlich angedockt). Der Franken hat über Nacht 30 bis 40% aufgewertet. Wenn Du mit Euro zahlst, dann kostet Dich alles in der Schweiz plötzlich ein Drittel mehr ...

 

Kommentar von AalFred2 ,

Man schaue sich in der BRD die Lebensmittelpreise und die Löhne seit Euroeinführung an.  Für 10€, die heute sehr viel mehr als 20DM sind ist der Wagen leer.

Ohne dir deine Illusionen rauben zu wollen, das nennt man Inflation und die hat es auch zu DM-Zeiten schon gegeben und das zeitweise in wesentlich grösserem Umfang. Das hat mit dem Euro prinizpiell nichts zu tun.

Kommentar von Grimwulf78 ,

Ja, richtig. Aber der Oggersheimer hat während seiner 16jährigen Kanzlerschaft die Inflation verschwiegen und künstlich niedrig gehalten. Mit der Euroumstellung haben sie dann gleichzeitig eine "Inflationsbereinigung" gemacht. Das betraf ihn dann aber nicht mehr sondern RotGrün durfte das erklären.

Antwort
von hummel3, 21

Bei der Art deiner Fragestellung musst du wohl jene Engländer fragen, welche gegen den "Brexit" (saudummes Modewort übrigens und jeder plappert's nach!) gestimmt haben.

Die scheinen sich bereits mehr Gedanken über die Folgen des Austritts aus der EU gemacht zu haben, als deren kleinlich populistisch denkenden Befürworter und Rädelsführer.

Antwort
von Eselspur, 9

Mittel- und langfristig kann das niemand seriös sagen.

Ich behaupte, Großbritannien wird gesellschaftlich, finanziell und politische Nachteile in Kauf nehmen müssen.

Antwort
von Herb3472, 61

Darüber braucht nicht jemand einen Aufsatz extra für Dich zu schreiben, die Nachteile kannst Du in den Fernsehberichten der Nachrichtenredaktionen verfolgen oder in den Wirtschaftsteilen der Zeitungen oder in jedem Wirtschaftsmagazin nachlesen.


Antwort
von Ottavio, 13

Die Nachteile sind jetzt wirklich tausendmal in gf, Presse, Funk und Fernsehen aufgelistet worden. Wenn ich nachgrübele, könnte ich zu der Vermutung kommen, dass GB eventuell auch Vorteile von einem Austritt haben könnte. Aber danach hast Du nicht gefragt, und darauf ist auch noch fast niemand hier eingegangen. Interessieren würde es mich aber schon.

Antwort
von martinzuhause, 41

alles hat vor- und nachteile

Kommentar von voayager ,

das meint die Schule herausgefunden zu haben

Kommentar von Grimwulf78 ,

Im Allgemeinen auch und im Besonderen sowieso... und nachts ist es kälter als draußen.

Antwort
von CreativeBlog, 31

Wenn ein dritter Weltkrieg kommen sollte, sind die sowieso weg

Kommentar von Grimwulf78 ,

Jawoll!! Und wenn ein Sonnensturm im falschen Moment die Erde trifft und genau das Ozonloch erwischt, daraufhin eine Kettenreaktion in der Ionosphäre auslöst, wonach Nordlichter auf der ganzen Welt erscheinen und sich zu spirituellen Wesen mit einem bösartigen Bewusstsein manifestieren, dann werden sie uns alle versklaven um Galakto dem Verschlinger der Welten als unsterbliche kosmische Zombies zu dienen.

Kommentar von CreativeBlog ,

Jetzt übertreibst du aber.

Kommentar von Grimwulf78 ,

nein, ehrlich! Stand neulich in der BILD ;P

Kommentar von CreativeBlog ,

Darum lese ich nicht die bild haha

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