Frage von Blumenvase2, 101

Hat der Arzt das Recht mich so zu maßregeln,nach Verweigerung eines Medikamentes.?

Ich war heute in der Praxis(Gemeinschaftspraxis) um mein Langzeit EKG wieder los zu werden. Dann hat sich der Arzt mit mir unterhalten.Wie es mir geht und wie mir das verschriebene Medikament bekommt.Es ist ein Medikament für depressive Verstimmung.(Citalopram)Darauf hin habe ich ihm gesagt, daß ich es ablehne wegen der vielen Nebenwirkungen.Erst habe ich den Beipackzettel gelesen und mich schließlich noch im Internet nach Meinungen von Patienten,welche das Medikament schon genommen haben, informiert .Und das schien mir zu heftig. Da hat er mich zusammen gestaucht,ob ich ihm als Arzt vertraue ,der das studiert hat,oder lieber irgend welchen Leuten aus dem Internet.Und das wir dann doch gleich die ganze Behandlung abbrechen können.Desweiteren sollte ich mich einem Psychiater vorstellen.Der Vortrag ging noch weiter.Und das in einer Tonlage ,welche über eine normale Unterhaltung hinaus geht.Ich bin jetzt noch ganz geschockt. Da ich noch weitere Medikamente nehme ,habe ich schon genug Nebenwirkungen und möchte meine derzeitige Lage nicht noch verschlimmern. Ich lehne ja garnicht ab,ob das Medikament vielleicht gut für mich währe,wenn da aber nicht die vielen Nebenwirkungen währen. Aber mir geht es darum, das der Arzt sich derart in der Tonlage vergriffen hat. Wie soll ich zu so einem Arzt noch vertrauen.Soll ich mir einen anderen Arzt oder Ärztin suchen ?

Antwort
von Mignon4, 54

Der Arzt hat vollkommen Recht gehabt, auch dann, wenn er sich möglicherweise im Ton vergriffen hat.

Es ist doch klar, dass du dich nicht auf das Urteil von Laien im Internet verlassen und berufen kannst. Jedes Krankheitsbild ist anders und jeder Körper reagiert anders auf Medikamente. Was dir also andere Patienten im Internet erzählt haben, ist auf dich gar nicht übertragbar!

Klar ist auch, dass du deine eigene Situation nicht medizinisch analysieren und beurteilen kannst. Wenn der Patient die Behandlung ablehnt so wie du, bleibt dem Arzt nichts übrig, als die Behandlung abzubrechen. Wenn du dich als Patient schlauer fühlst als der Arzt es ist, dann ist jede Behandlung überflüssig und Zeitverschwendung.

Die Ärzte wägen immer das Risiko der Nebenwirkungen in Verbindung mit der Einnahme von anderen Arzneien, die der Patient einnimmt, und dem Nutzen für den Patienten ab. Wenn also der Nutzen dieses speziellen Präparates die Nebenwirkungen überwogen hat, dann war es völlig richtig, dir das Medikament trotz der anderen Medikamente zu verschreiben. Ärzte haben Gründe, warum sie dieses und nicht ein anderes Medikament verschreiben! Du als Laie verstehst das gar nicht!

Ob der Arzt sich im Ton vergriffen hat, kann ich nicht beurteilen. Möglicherweise hast du dich auch im Ton vergriffen und ein Wort ergab das andere.

Antwort
von silberwind58, 72

Natürlich hat Dein Arzt recht aber,der Ton macht die Musik. Und als Patient kann ich den Arzt auch darauf hin weisen,mit mir in einem Freundlichen Ton zu reden! Das ist nicht gleich ein Grund,den Arzt zu wechseln aber wenn Du das magst,hast ja freie Arztwahl.

Antwort
von Belladonna1971, 47

Auch Ärzte haben mal einen schlechten und auch anstrengenden Tag.

als Patient kann man sich natürlich online infomrieren, ein wenig Feingefühl dem Arzt gegenüber ist auch hilfreich.

Solche Auseinandersetzungen hatte ich mit meinem Arzt auch schon und da ich ihn ansonsten sehr schätze und für sehr kompetent halte, bleibe ich ihm dennoch erhalten.

Betrachte es doch mal so:

Du kannst als Patient sehr wohl in die Eigeninitative gehen. Dich informieren, dich nach bestem Wissen und Gewissen an der Gesundung beteiligen. Dazu gehört auch, wenn Du ein MEdikament nicht nehmen möchtest, nach Alternativen zu fragen bzw. sich zu erkundigen, welcher Therapeut hier mit dir einen anderen Weg gehen kann.

Alles Gute!

Kommentar von Blumenvase2 ,

Ich danke Dir für Deine Meinung Belladonna1971

Antwort
von Blindi56, 58

Ärzte lieben Patienten, die ihen die Zeit stehlen, und dann aus dem Internet alles besser wissen. Wie soll er Dir denn helfen, wenn du auf Grund des Beipackzettels verschriebene Medikamente gar nicht erst nimmst?

Hättest Du die Nebenwirkungen an Dir gespürt, hätte er nach einem anderen Medikament gesucht, oder Dir freigestellt, ob Du lieber ein paar erträgliche Nebenwirkungen in Kauf nehmen willst, oder Deine Leiden ertragen...

Ärzte sollten sich zwar zusammennehmen (können), aber sie sind auch nur Menschen, und Du ganz bestimmt nicht der einzige "Internetwissende" am Tag...


Antwort
von Negreira, 26

Ich  frage mich ganz ernsthaft, warum jemand zum Arzt geht. Um die Stühle im Wartezimmer plattzusitzen? Um Oma, Sohn oder Tochter die Gelegenheit zu einem kostenloses Lesen von Zeitschriften zu gönnen oder zwischendurch noch seinen Einkauf zu machen? Ich dachte immer, man stehle dem Arzt seine Zeit, wenn man dort hingeht , denn so toll ist es in einer Praxis doch gar nicht.

Dann bekommt man ein Mittel vom Arzt, das vielleicht gerade nicht so in oder bei den Freundinnen nicht bekannt ist, man liest den Beipackzettel, und schon ist alles der größte Mist und der Arzt ein Stümper vor dem Herrn. Und da wissen natürlich hier die Leute bei GF alles tausendmal besser als der Arzt, der Dich als Patienten noch vor Augen hatte.

Sorry,Du glaubst doch nicht ehrlich an solche Antworten? Sie bringen Dir gar nicht. DU bist vor Ort und kannst erneut Deinen Arzt aufsuchen, alles andere ist blödsinig.

Antwort
von Pangaea, 24

Wenn ein Patient meint, alles besser zu wissen als sein Arzt, braucht er ja ganz offensichtlich keine medizinische Betreuung.

Kannst ja zu Dr. Google gehen, der weiß alles und widerspricht nie. Obendrein hat er 24 Stunden am Tag Sprechstunde,  auch am Wochenende. Aber er hat natürlich nicht Medizin studiert.

Antwort
von WalterE, 41

Es wäre in der Tat sinnvoll sich bei einem Psychiater vorzustellen wegen der Diagnostik und auch der Wahl des Medikaments. Citalopram ist allerdings ein Medikament der ersten Wahl bei vielen Ärzten. Ich war nicht dabei und kenne Euer Verhältnis nicht - kann sein dass ich an Deiner Steller den Arzt wechseln würde oder eben auch nicht. 

Antwort
von Rhapsody, 5

Citalopram ist ein Medikament gegen Depressionen, das einschleichend eingenommen werden sollte. Du musst schon deinem Arzt vertrauen und nicht irgendwelchen Leuten aus dem Internet. Warte doch erst einmal ab, ob du überhaupt und wenn, welche Nebenwirkungen du davon bekommst. Sei nicht so dickköpfig und störrisch wie ein kleines Kind! Ich kann deinen Arzt verstehen. Er wägt die guten Heilungschancen eines Medikamentes gegen die Nebenwirkungen verantwortungsvoll ab und verschreibt dir keine Medikamente, die dir mehr schaden als nützen.

Mein Kardiologe, ein sehr netter, einfühlsamer und kompetenter Arzt, hat mich auch mal „zusammen geschissen“, weil ich die Tabletten zur Senkung meines Cholesterinspiegels eigenmächtig wegen der Nebenwirkungen abgesetzt habe. Die Standpauke habe ich mir zu Herzen genommen. Lieber die eine oder andere erträgliche Nebenwirkung in Kauf nehmen, als einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu riskieren. Er hat mir dann ein anderes Präparat mit gleicher Wirkung aufgeschrieben und siehe da, ich verspüre kaum noch Nebenwirkungen.

Such dir einen anderen Arzt, wenn dein Vertrauen hinüber ist. Aber du wirst die Erfahrung machen, dass du auch bei einem anderen Arzt ein Mittel gegen Depressionen bekommst, das nicht nebenwirkungsfrei ist.

Antwort
von almmichel, 22

Du bist ein bisschen labil scheint mir. Da ist Citalopram genau das Richtige Medikament für Dich. Ich als Arzt hätte es vielleicht nicht so schroff gesagt aber im Wortlaut schon genauso.

Antwort
von hydrahydra, 48

Wie soll ich zu so einem Arzt noch vertrauen. --- Das tust du ja scheinbar eh nicht, da du ja seine Behandlung ablehnst und dich lieber an anonymen Ratgebern aus dem Internet orientierst. Ich würde als Arzt auch keine Patienten haben wollen, die mir nicht vertrauen.

Antwort
von Tamtamy, 47

Aber ja doch, wenn bei dir in der Gegend das Angebot besteht.

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