Frage von HalloRossi, 89

Hat das Verletztengeld ( bg) irgendwas mit dem Krankengeld zu tun?

Mal angenommen jemand ist ausgesteuert von Krankengeld und bekommt dann eine BG Sache, die aber die gleiche Grundkrankheit ist ( Arthrose), bei der KK in die Blockfrist fallen würde (-alle Arthrosekrankheiten. Sind mit deren Folgen bei der KK blockiert) würde man denn trotzdem. 18 Monate Verletztengeld bekommen? Die wissen ja nicht von einander, oder?

Antwort
von Sofa91, 58

Also grundsätzlich Stimmen sich die BG und die KV ab, jedoch wenn du aufgrund eines Arbeitsunfalles eine Arthrose hast kann auch trotzdem Verletztengeld  (VG)  gezahlt werden. Jedoch wird die BG erst eine umfangreiche Prüfung des Sachverhaltes vornehmen und erst nach erfolgter Prüfung eine Auszahlung von VG veranlassen.  

Antwort
von ProfFarnsworth, 38

Für den Fall, dass eine Arthrose der Grund für eine Arbeitsunfähigkeit ist und diese Arthrose Folge eines Arbeitsunfalles oder einer Berufskrankheit ist, so wird für diese Zeit Verletztengeld gezahlt. Wer Verletztengeld bekommt, bekommt kein Krankengeld, soviel ist ja schon mal klar.

Das Verletztengeld wird in der Regel über die Krankenkasse gezahlt, als stimmen sich KK und BG auch untereinander ab. Über die Dauer des VG entscheidet allein die BG, und jetzt zu den berüchtigten 78 Wochen.

Diese Frist gibt es auch beim Verletztengeld, allerdings ohne Berechnung von Blockfristen. Für den Beginn und das Ende des Verletztengeldes gilt § 46 SGB VII; und hier heißt es

Wenn mit dem Wiedereintritt der Arbeitsfähigkeit nicht zu rechnen ist und Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nicht zu erbringen sind, endet das Verletztengeld

1.
mit dem Tag, an dem die Heilbehandlung so weit abgeschlossen ist, daß die Versicherten eine zumutbare, zur Verfügung stehende Berufs- oder Erwerbstätigkeit aufnehmen können,
2.
mit Beginn der in § 50 Abs. 1 Satz 1 des Fünften Buches genannten Leistungen, es sei denn, daß diese Leistungen mit dem Versicherungsfall im Zusammenhang stehen,
3.
im übrigen mit Ablauf der 78. Woche, gerechnet vom Tag des Beginns der Arbeitsunfähigkeit an, jedoch nicht vor dem Ende der stationären Behandlung. 

Die BG weiß vom Ende der 78. Woche, und sie wird diesen Zeitpunkt beachten. Ist er bereits erreicht oder überschritten, wird sie nicht so ohne weiteres VG zahlen. Sie wird die o.g. Punkte prüfen, aber in aller Regel fällt das VG mit der 78. Woche weg. Man sollte sich also frühzeitig um einen entsprechenden Anschluß bemühen, wie z.B. Renten beantragen oder sich beim Jobcenter kundig machen.

Antwort
von Nightlover70, 46

Nein, bekommt man nicht.
Die KK und die BG stimmen sich ab.

Antwort
von Nemo75, 45

Glaubst aber nicht wirklich oder?
Die kommunizieren miteinander

Kommentar von HalloRossi ,

Selbst wenn: die BG Sache ist eine Folge eine Arbeitsunfalls! Das ist eindeutig auch so festgehalten

Kommentar von Nemo75 ,

Entweder bekommst von der KK Geld oder von der BG.
Doppelt geht nicht

Kommentar von HalloRossi ,

Nein von der KK bin ich ausgesteuert, es wäre nicht doppelt

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