Mir ist nicht ganz klar, ob das alte Testament heute noch eine Bedeutung für Christen hat. Im Religionsunterricht wird doch nur über das neue Testament gesprochen, oder? Da, wo es um den verzeihenden Gott geht, ist das der größte Unterschied?
Aber sicher: das Alte Testament ist die Basis des Neuen Testaments. Man kann auch sagen, daß das Neue Testament eine Art Fortsetzung ist.
Sicherlich ist durch Jesus einiges neu interpretiert und gewertet worden (zum Beispiel auch, daß Gott ein Gott der Liebe und nicht der Rache ist). Und: der christliche Glaube sagt, daß Jesus Christus die Vollendung des Alten Testaments ist.
Wenn im Religionsunterricht nur über das Neue Testament gesprochen wird, ist das ein echter Mangel!

Dazu hätte ich zwei gute Gründe:
1.) Ohne das Alte Testament ist es schlicht unmöglich, das Neue Testament zu verstehen. Jesus war Jude und er bezieht sich andauernd auf die entsprechende Tradition der Propheten und großen Glaubensgestalten.
2.) Gerade die Vätergeschichten, der Exodus und die Propheten bieten eine Vielzahl von lebensdeutenden Geschichten an, die als Paradigmen menschlichen Lebens gelten können. Darauf zu verzichten, wäre Verzicht auf großen Reichtum.

Ja. Es ist:
Dadurch, dass Jesus das Gesetz des AT erfüllt hat, ist es aber für Christen nicht mehr in allen Einzelheiten bindend. Es müssen also nicht mehr alle 700 Regeln sklavisch eingehalten werden. Entscheidend ist das Motiv Liebe.
Das war eine tolle Antwort! Vielen Dank!

Aber sicher. Die Gebote sind wie Leitplanken für das Leben. Aus dem AT kann man auch sehr viel über das Wesen Gottes erfahren, was sich im NT sonst nicht so erschliessen würde.

Nach Gründung der Christenversammlung wurden die Hebräischen Schriften ( „Altes Testament“ ) von Jesu Nachfolgern weiter verwendet: Sie wiesen damit auf Prophezeiungen hin, die sich noch erfüllen sollten, auf Grundsätze aus dem Gesetz Mose, aus denen sich wertvolle Lehren ableiten ließen, und auf Berichte über Diener Gottes aus alter Zeit, deren gutes Beispiel Christen anspornte, treu zu bleiben (Apostelgeschichte 2:16-21; 1. Korinther 9:9, 10; Hebräer 11:1 bis 12:1). Der Apostel Paulus schrieb: „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“ (2. Timotheus 3:16).

Auch das ALte Testament kennt den verzeihenden Gott. Siehe Nehemia 9,17: Sie weigerten sich zu gehorchen und dachten nicht mehr an die Wunder, die du an ihnen getan hattest. Hartnäckig setzten sie sich in den Kopf, als Sklaven nach Ägypten zurückzukehren. Doch du bist ein Gott, der verzeiht, du bist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Huld; darum hast du sie nicht verlassen....

In der Diskussion scheint mir ein bisschen das alte Vorurteil vorhanden zu sein: Altes Testament - böse - grausam - strafender Gott. Neues Testament - gut - liebender Gott. Nicht nur das gesamte Buch der Offenbarung im NT ist voll von blutrünstigen Bildern (übrigens abgewandelten Zitaten aus dem AT), auch die Geschichte von Hananias und Saphira (Apostelgeschichte 5) zieht einem den Zahn, als gäbe es im NT keine Strafaktionen mehr. Außerdem gibt es auch im AT einen gütigen, gutmütigen (1.Mose 18-19), mit ganzem Herzen sein Volk liebenden Gott.

Manchmal guck ich lieber in das Alte als das Neue. Den Namen meines Sohnes hab ich aus dem Alten. Das Buch Hiob lese ich gerne. Und die Psalmen.
Das Alte ist vielfältiger.
Ja, denn Gottes Wort kann nicht geteilt werden! Alle Worte Gottes sind überaus wertvoll für uns.
Doch es besteht folgendes Problem:
Die Bibel ist in Bildern und Gleichnissen geschrieben die von uns Menschen schon lange nicht mehr richtig verstanden werden.
Wir lesen zwar den Buchstaben, erkennen aber nicht die Bedeutung der hinter dem Buchstaben steht.
Diese Tatsache hat dazu geführt, daß es so viele, sich widersprechende Kirchen, Sekten und Gruppen gibt, welche die Bibel jeweils anders auslegen.
Jesus kennt unser Problem. Deshalb wurde uns in Offb 14,6 vorausgesagt:
Und ich sah einen Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen, und allen Heiden und Geschlechtern und Sprachen und Völkern.
Diese Voraussage ist eingetroffen!
Das Ewige Evangelium, das zugleich der Schlüssel zur Bibel ist, wurde durch Jakob Lorber zwischen 1840-1864 in deutscher Sprache geoffenbart.
Wenn Du mehr wissen willst, dann findest Du z. B. auf der Internetseite http://www.lorber-jakob.de z. B. die Themen: "Wie das Neue Testament entstanden ist" und "Die ausführliche Erklärung der Gebote Gottes"
wuerstel am 10. Dezember 2008 16:34 Wieso „Neuoffenbarung“ ? - wo doch in Offenbarung 22:18 eindeutig gesagt wird: „Ich, Johannes, warne alle, die die prophetischen Worte aus diesem Buch hören: Wer diesen Worten etwas hinzufügt, dem wird Gott die Qualen zufügen, die in diesem Buch beschrieben sind. Wenn aber jemand von diesen Worten etwas wegnimmt, wird Gott ihm seinen Anteil an der Frucht vom Baum des Lebens und an der Heiligen Stadt wegnehmen, die in diesem Buch beschrieben sind.“ ( Die Gute Nachricht )
Ich kenne diese Stelle.
Offb.Joh. 22,18 spricht nicht von den ca. 65 Büchern der gesamten Bibel, die erst durch das Konzil zu Nicea (325 n. Chr.) von Menschen zusammengestellt worden ist, sondern nur von dem heutigen letzten Buch der Bibel, nämlich von der Offenbarung Johannis!
Wenn also Jemand zur Offenbarung Johannis noch etwas hinzusetzt, dann wird Gott auch auf diesen Menschen die Plagen zusetzen, die eben in diesem letzten Bibelbuch: Offenbarung Johannis geschrieben stehen!
Wenn dagegen Jesus Selbst durch Jakob Lorber nun auch alles das offenbart, was Er damals noch alles gesagt und getan hat, was aber damals noch nicht aufgeschrieben werden durfte, weil es das Verständnis der Menschen überfordert hätte,
Joh. 21,25 Es sind noch viele andere Dinge, die Jesus getan (und geredet) hat. Wenn aber eins nach dem anderen aufgeschrieben werden sollte, so würde, meine ich, die Welt die Bücher nicht fassen, die zu schreiben wären!“)
dann setzt Jesus Selbst nichts zum letzten Buch der Bibel: Die Offenbarung Johannis etwas hinzu, sondern Er Selbst ergänzt die biblischen Evangelien um das, was Er damals noch alles getan und geredet hat, was aber damals noch nicht aufgeschrieben werden durfte!
wuerstel am 13. Dezember 2008 22:36 Ergänzen möchte ich zu Joh. 21:25 Kap. 20:30 wo es heißt :“ Allerdings tat Jesus auch vor den Jüngern viele andere Zeichen, die nicht in dieser Buchrolle niedergeschrieben sind“.- Logisch, wenn über Jesu Leben Tagebuch geführt worden wäre, würde dies Bände füllen. Was das hinzufügen und weglassen vom Worte Gottes, der Bibel betrifft so findet man noch weitere ergänzende Stellen z. B. 5. Mose 4:2 „Ihr sollt nichts zu dem Wort hinzufügen, das ich euch gebiete, noch sollt ihr davon wegnehmen, um so die Gebote Gottes, die ich euch gebiete, zu halten.“ Spr. 30:5, 6 „Jede Rede Gottes ist geläutert. Er ist ein Schild denen, die zu ihm Zuflucht nehmen. Füge nichts zu seinen Worten hinzu, damit er dich nicht zurechtweise und damit du nicht als Lügner erfunden werden müssest.“ Jesus sagte daher warnend zu seinen Jüngern was nach seinem Tod geschehen wird in Matth. 24:24, 5 „Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um so, wenn möglich, selbst die Auserwählten irrezuführen. . . . viele werden aufgrund meines Namens kommen und sagen: ,Ich bin der Christus‘ und werden viele irreführen.“ 1. Joh. 4:1, 3 „Glaubt nicht jeder inspirierten Äußerung, sondern prüft die inspirierten Äußerungen, um zu sehen, ob sie von Gott stammen, weil viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen sind. . . . jede inspirierte Äußerung, die Jesus nicht bekennt, stammt nicht von Gott. Und dies ist die inspirierte Äußerung des Antichristen.“ Matth. 7:15 „Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie raubgierige Wölfe.“ Woran könnte man aber ‘Wölfe in Schafskleidern’ erkennen? Durch ein Gleichnis gab Jesus eine grundlegende Erklärung: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man vielleicht jemals Trauben von Dornsträuchern oder Feigen von Disteln? Ebenso bringt jeder gute Baum vortreffliche Frucht hervor, aber jeder faule Baum bringt wertlose Frucht hervor; ein guter Baum kann nicht wertlose Frucht tragen, noch kann ein fauler Baum vortreffliche Frucht hervorbringen. Jeder Baum, der nicht vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen“ (Matth. 7:16-19) und
„Ihr werdet also diese Menschen wirklich an ihren Früchten erkennen“ (Matth. 7:20). In übertragenem Sinn schlossen diese Früchte auch das ein, was falsche Propheten an Lehren äußerten. http://www.jakoblorber.de/inhalte/ethik.htm
Die echten Propheten hatten es immer schwer.
Früher wurden sie umgebracht
(Mt 23,37 Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind !) in unserer Zeit werden sie totgeschwiegen und verleumdet!
Nun, wir alle haben einen völlig freien Willen und so möge jeder glauben nach seinem freien Willen!
Ich halte mich an das Wort: Prüfet alles und das Gute behaltet!
Vorsicht Leser! helmutfranz alias lorberjakobfan beruft sich nicht auf die Bibel der Christen, sondern auf eine angebliche Offenbarung aus dem 19. Jahrhundert. Das sind obskure Sonderlehren die nichts mit der Bibel zu tun haben.
Gut gesprochen!
Die Antwort ist prima, ich werde mal in der Schule nachfragen. Aber wie werden die ganzen brutalen Aktionen im AT erklärt? In der Grundschule? Oder wird das nicht erzählt?
Brutale Geschichten werden in der Grundschule verheimlicht, teilweise jedenfalls.
(Und wo bleiben die Däumchen ...?)
Hier ein extragroßes DH!