Frage von Gungaros2, 71

Hat "brexit" Auswirkungen auf die Wertentwicklung des Euros?

Hat "brexit" Auswirkungen auf die Wertentwicklung des Euros, also in Form einer Inflation oder Deflation? Wenn ja, warum?

Antwort
von Interesierter, 22

Noch gibt es keinen "Brexit". Ob es ihn tatsächlich geben wird, wissen wir nicht. Wie dann die genauen Rahmenbedingungen aussehen werden, wie die Marktzugänge etc. aussehen werden, weiss auch noch niemand.

Und letztlich weiss auch niemand, ob GB nur der erste Stein war, der aus der Mauer gebrochen wurde.

Deswegen sind alle Spekulationen auf Inflation oder Deflation reine Spekulation. Soweit es geht, werden die Zentralbanken eine leichte Inflation zwischen 1 und 3 % pro Jahr anstreben und diese, wenn alles einigermaßen geordnet abgeht, auch halten können.

Kommentar von furkansel ,

Die EZB versucht das schon seit einer Weile und pumpt monatlich durch Staatsanleihenkäufe 60 Mrd. € in die Wirtschaft. Gebracht hat es ja nicht viel, die Inflation in der Eurozone liegt noch immer unter 1%.

Antwort
von andre123, 31

Nein nicht direkt. Weder Inflation noch Deflation  stehen in unmittelbarem Zusammenhang.

Vom Wechselkurs her steigt der Euro zum Pfund.

Da insgesamt eine leichte wirtschaftliche Schwächung Europas zu erwarten ist. ( durch Unsicherheiten bei unternehmerischen Entscheidungen mit Bezug auf GB) wird es zu einer leichten Abwertung des Euros  gegenüber dem USD und dem Yen kommen können.

Antwort
von EgonSued, 8

Zuerst zu deiner Frage.

Nein, ich glaube es hat keinerlei Auswirkungen.

Good bye Britain:

Sollen die Britten doch endlich gehen. Sie haben ja schließlich ihrer hochgepriesenen >>Splendid Isolation<< nie ganz abgeschworen
und stets den europäischen Kontinent mit Argwohn beäugelt. Als überzeugte, auf dem Commonwealth fixierte Seemacht, werden sie nie und nimmer aufrichtige Europäer sein. Höchstens könnten sie sich ein Europa unter englischer Hegemonie vorstellen.

Also Brexit und eine Extrawurst weniger. Vielleicht regt es sämtliche Hinkebeine zum Denken an, in welche Richtung auch immer. Das Hauptziel sollte doch die Gründung eines parlamentarisch-demokratisch europäischen Bundesstaats sein: starke Vereinigte Staaten von Europa mit eigener Bundesarmee und eine Hauptstadt – ob Straßburg oder Brüssel – aber nicht
beide. Englisch sollte erste Amtssprache sein, da sie weltweit am meisten
gesprochen wird.

Dieses aufgeblähte Europa der Regierungen mit andauernd nörgelnden Partnern, die nur auf ihre Vorteile fixiert sind, hat so keine Überlebenschancen. Um zu diesem Schluss zu kommen, braucht man wahrhaftig keine Politikwissenschaft studiert zu haben !!!

Antwort
von berkersheim, 7

Na, warten wirs mal ab. Da wird im Moment viel rumgeredet und spekuliert. Der Wert des EURO reagiert auf alle wirtschaftspolitischen Vorgänge in Europa, nicht nur auf die noch nicht absehbaren Wege des Brexit. Da wäre Italien, die 40 Milliarden brauchen, um ihre maroden Banken zu retten. Da ist das seit gut einem dreiviertel Jahr nicht mehr richtig regierte Spanien, das so immer weiter wegkommt von einem Gesundungskurs und wieder neu in die Schulden abtaucht. Da ist Frankreich und seine Tourbulenzen. Dass die Briten deren Niedergang - von Griechenland gar nicht zu reden - jetzt nicht mehr mitfinanzieren, wird Auswirkungen auf den EURO haben, weil jetzt eine starke wirtschaftliche Stütze neben Deutschland weggefallen ist. Man lausche den Äußerungen von Renzi, Merkel und Hollande genau: Die niedergehenden Südländer brauchen weitere Milliarden, um ihre Wirtschaft zu stützen. Und wer wird das jetzt finanzieren? Deutschland! Britannien nicht mehr. Warte mal ein Jährchen, wenn die europäische Überschuldung wieder voll auf der Tagesordnung ist.

Antwort
von MakePeaceNotWar, 12

Wenn alle EU-Staaten wieder ohne Verbund agieren würde, würde das natürlich auch der heimischen Währung zugute kommen. Der Euro ist nicht nur abhängig von Deutschland, sondern von allen Ländern der EU. Wenn ein Land wirtschaftliche Probleme hat und auf eine Inflation zusteuert gilt das für alle anderen Länder in der EU auch. Wenn nun zum Beispiel Griechenland wirtschaftlich nicht mit wirtschaftsstarken Ländern der EU mitziehen kann, gefährdet es den Euro europaweit. Mal ganz abgesehen von den Bankenrettungsgeldern, welche Deutschland in Millionenhöhe dadurch ausgeben musste.

Wenn der Brexit und andere -exits vollzogen werden, sollte der Euro in Deutschland (bzw eine eventuell wiedereingeführte DM) eine deutlich stabiere Währung haben in Verbindung mit Deflation. Die Briten haben es erkannt, Österreich, Dänemark und Ungarn teilweise auch - die Schweiz sowieso, fehlt nur noch der Rest. Den hemischen Medien glaubt heutzutage sowieso kaum noch jemand.

Kommentar von EgonSued ,

@MakePeaceNotWar~~

Deutschland (bzw eine eventuell wiedereingeführte DM) eine deutlich stabiere Währung haben in Verbindung mit Deflation. Die Briten haben es erkannt, Österreich, Dänemark und Ungarn teilweise auch - die Schweiz sowieso, fehlt nur noch der Rest. Den hemischen Medien glaubt heutzutage sowieso kaum noch jemand.

So ist es !!!

Antwort
von Wischkraft1, 30

Was die Auswirkungen des Brexit sind, ist nicht abzusehen. Vorläufig mal sind riesige Turbulenzen da. Und dann müssen ja erst mal überhaupt die Ablösungsverhandlungen beginnen. Was da alles vermutet wird und auch gleich für Tatsachen verkauft , ist enorm und zeigt einfach die Unsicherheit auf allen Seiten.

Konkrete Auswirkungen hatten bereits die moetären Wechselkurse und verschiedene Aktienkurse von Deutschen und GB-Firmen.

Unklar ist des weiteren was mit den beiden Billigfliegern geschieht, Ryanair und EasyJet. Wenn die ihre Landerrechte in der EU verlieren, dann war's das wohl oder sie finden Möglichkeiten.

Alles Spekulation. Gut wäre, wenn man sich allerseits mal zu einer Tasse Tee finden könnte und in Ruhe abwarten, was die Politik macht. Noch ist das Austrittsgesuch der Briten nicht in Brüssel angekommen.

Antwort
von archibaldesel, 13

Der BREXIT hat Auswirkungen auf den EURO, aber nicht auf die Inflationsrate. Das Eine bedingt nicht zwingend das Andere.

Gegenüber dem USD ist der EUR seit letzten Freitag merklich gefallen, aber bei weitem nicht so stark, wie das GBP.

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