Hass zwischen religionen?

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19 Antworten

Wenn du in diesen Büchern nichts von Hass zu anderen Religionen gefunden hast, dann kannst du sie nicht gelesen haben.

Natürlich steht im Tanach oder der Bibel nichts vom Islam, da der erst später gegegründet wurde. Aber in allen 3 Büchern wird von Andersgläubigen mit tiefster Verachtung gesprochen (Ungläubige, Heiden, Gottlose, Sünder, Götzendiener, voll von Boshaftigkeit) auf die Gottes Zorn und Strafe kommen werden. Sowas würde ich schon als Hass bezeichnen.

Unterschiede gibt es allerdings bei der Ausführung der Strafe:

1) Judentum: Diesseitige Strafen

Im Judentum erteilte Gott die Strafen teilweise selbst (Sintflut, ägyptische Plagen), teilweise liess er sie von seinem Volk ausführen (von ihm befohlene Kriege). Die Kriege und Gewaltaufrufe waren aber räumlich und zeitlich begrenzt, er benannte z. B. die Völker, die es auszurotten galt. Daher lässt sich daraus kein genereller, zeitlich unbegrenzter Befehl zur Ausrottung aller Ungläubigen ableiten.

2) Islam: Diesseitige und jenseitige Strafen

Gott ist für die jenseite Strafe zuständig, verlangt aber von seinen Gläubigen, dass sie die diesseitigen Strafen übernehmen. Auch wenn Befehle wie "tötet die Ungläubigen" in Kriegszeiten formuliert wurden, so hat erstens Mohammed diese Kriege angezettelt, und zweitens spricht er allgemein von "Ungläubigen" und nicht etwa vom "kriegerischen Gegner". Auch "Kämpft bis alle an Allah glauben" (nicht: bis sie aufhören, euch zu bekämpfen, das steht an einer anderen Stelle) lässt auf "zeitlich unbegrenzt" schließen. 

3) Christentum: Nur jenseite Strafen

Hier beauftragt Jesus seine Jünger nicht, Gott bei seinen Strafaktionen zu unterstützen, im Gegenteil. Zwar sind "Ungläubige" auch verhasst, aber Gott wird das alles höchstpersönlich beim jüngsten Gericht regeln.

1) ist Geschichte, mit 3) kann ich leben, 2) ist ein aktuelles Problem. 

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Christen sind aufgerufen, nie andere Menschen zu hassen, also auch keinen Moslems.

In der katholischen Kirche regelt hat das letzte Konzil die Formulierung zu anderen Religionen gefunden:

"Die katholische Kirche lehnt nichts von alledem ab, was in diesen Religionen wahr und heilig ist. Mit aufrichtigem Ernst betrachtet sie jene Handlungs- und Lebensweisen, jene Vorschriften und Lehren, die zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet."

http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_decl_19651028_nostra-aetate_ge.html

Also: Hass schaut anders anders aus.

Übrigens: Hass ist nie ein guter Ratgeber.

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Ich kann Dir nur aus buddhistischer Sicht antworten, lieber Bubenkönig:

Im Buddhismus bedeutet jedweder Hass das Setzen schlechter Ursachen bzw. das Schaffen von "miesem Karma" für Dich selbst.

Da der Buddhismus alle als mit allen verbunden betrachtet, ist Hass auf Andere (Religionen) letztlich Selbsthass.

Da im Buddhismus jedoch jeder Mensch für sich selbst verantwortlich ist, ist Hass "streng genommen" erlaubt.

Nur wird kein Buddhist, der seine Lehre ernst nimmt, andere Menschen wegen ihrer Religion hassen...

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Da jede Religion ganz ohne Belege für sich in Anspruch nimmt, die Richtige zu sein, sind Konflikte vorprogrammiert. Hass und Gewalt gegen Ungläubige gab und gibt es in vielen Religionen. Als Ungläubige gelten häufig alle, die nicht den eigenen Glauben teilen, also nicht nur Atheisten, sondern auch Angehörige anderer Religionen, ja sogar Angehörige von anderen Strömungen der eigenen Religion.

Folglich glauben die Anderen das Falsche und erdreisten sich auch noch zu behaupten, sie hätten Recht und man selbst würde das Falsche glauben. 

Die Bibel lehrt auch Hass, Ablehnung, Intoleranz und Gewalt gegen Andersgläubige. Man soll laut Bibel Andersgläubige nicht grüßen, sie nicht rein lassen, sich nicht mit ihnen abgeben, denn sie sind laut Bibel dumm, tun nichts Gutes und kommen eh in die Hölle und können abgeschlachtet werden.

Jes 34,2-3: Gott ist zornig über alle Heiden.... Er wird sie verbannen und zum Abschlachten freigeben. Und ihre Erschlagenen werden liegen gelassen, so dass der Gestank von ihren Leichnamen aufsteigt, und es werden Ströme von Blut fliessen.
Eine eigene Meinung war früher in Europa gefährlich, die konnte einen schnell das Leben kosten. 

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Ich bin Moslem und hasse überhaupt keine Religionen. Manche finde ich einfach nur albern. Im Islam ist es so das man andere Religionen respektieren muss, aber im Koran steht das nicht, denn dort stehen nur die wichtigsten Sachen. Andere, weniger wichtige Informationen wurden uns von unserem Propheten Muhammed (s.a.v) weiter gegeben. Wie es im Christentum ist weiß ich leider nicht.

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Kommentar von bubenkoenig
08.05.2016, 15:11

alhamdullilah ich bin auch Moslem, 

Ich persöhnlich wusste jetzt nicht, dass es vorgeschrieben ist andere Religionen zu Respektieren, auch wenn ich auch einer bin der auch dafür wäre :)

Ich brauche das eigentlich für meine Präsentation (Unterschide im Islam und im Chrístetum)

also bist du dir sicher dass man als Moslem andere Religionen respektiren muss?

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Kommentar von Sparky036
08.05.2016, 15:27

Ich will jetzt nichts falsches sagen aber ich glaube es steht in sura baqara

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Kommentar von soulny
08.05.2016, 15:47

Natürlich, denn würde unser Prophet andere Religionen hassen? Nein. Er würde es auf jeden Fall respektieren und halt versuchen sie über das Richtige aufzuklären.

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Über den Islam kannst du in der Bibel direkt natürlich noch nichts lesen, weil er erst 600 Jahre nach dem Christentum entstand. Wenn du aber dem folgst, was Jesus selbst gesagt hat, dann ist Hass in gar keinem Fall okay. Bei ihm findest du viel eher etwas zum Thema Nächsten- und sogar Feidesliebe. Also selbst wenn du den Islam als feindselig ansiehst, so trägt Jesus dir als Christen auf, ihn dennoch zu lieben- das ist aber nur eine Interpretation.

Gerade in der heutigen Zeit, wo wir jeden Tag in den Medien von Intoleranz, Gewalt und fürchterlichem Leid erfahren müssen, sollte man nicht in seiner eigenen Religion nach einer Rechtfertigung für seine eigenen bösartigen Gefühle suchen (auch wenn du die ah anderen Stellen sicher finden könntest, aber wo kann und will ich auch gar nicht sagen). Man sollte an diesen Gefühlen viel mehr arbeiten, um trotz aller Skepsis und Misstrauens fiedvoll mit seinen Mitmenschen auszukommen. Liebe und Frieden ist die Botschaft der Evangelien, nicht Hass unf Gewalt.

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Es steht auch nirgendwo, trotzdem machen es leider so viele Menschen, sie verachten die anderen Menschen die einen anderen Glauben haben als sie selbst, sie dürfen sie schon hassen. Allerdings gibt es auch Menschen, die respektieren sie trotz anderer Religion als Mensch und verurteilen sie nicht, ist aber etwas seltener. Sie dürfen es also eigentlich selber entscheiden und eine eigene Meinung haben.

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bubenkoenig, keine Religion hat das Recht, eine andere zu hassen! Aber alle glauben, dass sie die richtige Religion haben. Dabei gäbe es einen ganz einfachen Maßstab: Matth. 6:20 Ihr werdet also diese [Menschen] wirklich an ihren Früchten erkennen.
Jesus gab noch ein Gebot: dass seine Nachfolger Liebe untereinander haben sollen. Können wir dann, wenn wir unseren Mitmenschen und Glaubensbruder lieben, im Falle eines Krieges auf ihn schießen, sollte er eine andere Nationatilät haben? Natürlich nicht!  Aber schauen wir uns doch mal die Welt an!

Das "Vater unser" ist da auch so ein Beispiel: es wird in den christlichen Kirchen tausendfach gebetet, aber wer versteht es? Es lohnt, sich schon nur über die Worte dieses Gebetes Gedanken zu machen - immerhin hat Jesus es uns als Mustergebet gegeben.

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ein wunderbares Kinderbuch zu dem thema Toleranz zwischen den Religionen bringt es - auf einfach art und weise - denk ich auf den punkt:

"Mein Gott, dein Gott, Unser Gott"

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Was sagte Jesus Christus selbst zu diesem Thema? In den Evangelien wurde vieles von dem aufgezeichnet, was Jesus lehrte und tat. Er selbst musste starke religiöse Feindschaft, die von der damals vorherrschenden religiösen jüdischen Elite ausging, erdulden. Aber nie hat er seine Jünger dazu aufgefordert, diese Gegner zu hassen. Gemäß Lukasevangelium, Kapitel 6, Vers 27 und 28 sagte er: „Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben, denen Gutes zu tun, die euch hassen, die zu segnen, die euch fluchen, für die zu beten, die euch beleidigen.“

Damit wollte er aber keinesfalls den Gedanken unterstützen, dass alle Religionen gut seien und zu Gott führen. Im Matthäusevangelium, Kapitel 16, Verse 11 und 12 führte Jesus dazu aus: „Nehmt euch aber vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzạ̈er in acht.“ Da begriffen sie, daß er gesagt hatte, sie sollten sich nicht vor dem Sauerteig der Brote in acht nehmen, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzạ̈er.“

In den gesamten Christlich-griechischen Schriften (dem Neuen Testament) finden wir Hinweise für Christen, dass sie Taten oder Geisteshaltungen meiden oder sogar hassen sollten, aber niemals Menschen – auch nicht die Menschen, die hinter der falschen Handlung stehen. So lehrt der Apostel Paulus, gemäß dem Römerbrief, Kapitel 12, Vers 17: „Vergeltet niemandem
Böses mit Bösem.“

So haben die wahren Nachfolger Jesu Christi zwar Böses von andersdenkenden und andersgläubigen Menschen zu erleiden, sie selbst werden Andersgläubige, egal welcher Religion sie angehören, aber niemals hassen. Inwieweit die einzelnen „christlichen“ Gruppierungen diesem Bild entsprechen (man achte auf die Tat und nicht auf das Wort), muss jeder selbst beurteilen. Jehovas Zeugen haben sich schon immer bemüht, die gottlose Tat, aber nicht den Menschen zu hassen. Daher predigen sie allen Menschen, unabhängig ihrer Religionszugehörigkeit, die gute Botschaft von Gottes Königreich.

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Ich habe die Bibel nciht gelesen. Nur gaaaanz kurze Ausschnitte und schon kommen mir Pharisäer in den Sinn. Ich glaube dir nicht, dass du alle durchgelesen hast.

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Kommentar von bubenkoenig
08.05.2016, 15:13

Nein habe ich auch nicht -.-

Strg F "Hass" :D

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Ich kann nur für Christen antworten und sagen, dass die Bibel verbietet, andere Menschen zu hassen.

Jesus hat nicht nur gelehrt, die andere Backe hinzuhalten, wenn man großen Beleidigungen ausgesetzt ist (im gr. steht das Wort "rhapizo"), sondern auch die Feindesliebe: "Ich aber sage euch: LiebteureFeinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen" (Matthäus 5,44).

Christen sollen ihre Mitmenschen lieben (Nächstenliebe) und andere behandeln, wie sie selbst behandelt werden wollen  (die sogenannte goldene Regel): "Alles nun, was ihr wollt, dass die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso" (Matthäus 7,12).

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Eine Religion, die den Herrschaftsanspruch stellt, "Euch ist der Kampf vorgegeben bis die Welt Allah gehört" und für das Töten Ungläubiger Belohnungen verspricht (Paradies 72 Jungfrauen u.a.m)  da stellt sich die Frage, ob der Auftrag von Gott/Allah kommt.

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Im Islam gibt es das Prinzip von al Walaa wal Baraa. So lieben wir nur um Allahs Willen und Hassen nur um Allahs Willen. Und dieses Prinzip von Loyalität und Lossagung ist ein Bestandteil des Tawheed, ohne den man kein Muslim sein kann.

Allah sagt in Sure 60 Vers 4: ,,Ihr habt bereits ein vortreffliches Beispiel an Ibrahim und denen mit ihm, als sie zu ihrem Volk sagten: Wir haben nichts mit euch noch mit dem zu schaffen, was ihr statt Allah anbetet. Wir verwerfen euch. Und zwischen uns und euch ist offenbar für immer Feindschaft und Hass entstanden, solange, bis ihr an Allah glaubt und an Ihn allein!"

Und wem klar ist, dass kufr an Allah, subhanahu wa ta'ala, das mit Abstand größte Verbrechen ist; den sollte diese Distanzierung auch nicht verwundern.

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Jeder Mensch, der andere Menschen nur nach äußerlichen Merkmalen oder Religionen beurteilt gehört meiner Mrinung nach nicht in diese Welt.

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Kommentar von Niemand3001
08.05.2016, 15:01

Finde ich auch :)

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Kommentar von bubenkoenig
08.05.2016, 15:12

Ganz deiner meinung

allerdings beziehe mich auf den hass auf die Religion selbt nicht die Menshcen :)

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Kommentar von Fragenmensch18
08.05.2016, 15:14

Es gibt aber verschiedene Menschen innerhalb der Religionen. Und von denen rede ich beispielsweise

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Das jeder seine Meinung haben sollte und muss, darüber darf niemand diskutieren, die bei mir vorhanden Toleranz gegen Andere hört dann auf, wenn Menschen wegen ihrer Rasse, Religion oder Herkunft, gehasst, gemobbt oder sogar angegriffen werden.

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Wie viele Seiten hast Du im Koran gelesen??? 

In der Bibel wird zur Feindesliebe aufgefordert. Ungefähr die schwrerste Aufgabe, die es gibt...

Dass natürlich gewisse politische Kreise gewisse christliche Kreise dazu missbrauchen, Hass zu schüren, ist klar...

Aber ich muss ja nicht jeden Quatsch mitmachen...

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Wenn Du Leute wegen ihrer Religion etc. "hassen" solltest, dann solltest Du gefälligst an Dir und Deinem Charakter arbeiten!

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Hass ist weder im Islam noch im Christentum erlaubt! Jedoch ist es deine eigene Meinung wen du den Islam/Christentum hasst. Du kannst nix gegen deinen Hass Tun. Aber denk immer daran, Hass macht die Welt schlechter. was denkst du wieso es kriege gibt?

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