Hass gegenüber der Politik?

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11 Antworten

Extremisten - egal welcher Richtung - sind und bleiben Extremisten, emotional gelenkt und Vernunftgründen unzugänglich. Sie sind Fanatiker und kaum belehrbar. Dass aktuell immer mehr Menschen zum Extremismus tendieren würden, ist ein subjektives Gefühl, das sich aber, wenn man in die Geschichte unseres Landes blickt, als falsch herausstellt.

Die Masse der Menschen geht mehr emontional - aber ohne Fanatismus - als rational gelenkt an Politik und ihre Themen heran. Ihre Wahlentscheidungen sind daher entweder intuitiv, aus einer Augenblicksstimmung heraus oder traditionell motiviert. Das zeigt sich auch in politischen Diskussionen, die nicht selten ohne fundierte Informationen und auf Stammtischniveau geführt werden. Das bedeutet, dass eine wahrnehmbare Spaltung unserer Gesellschaft nicht grundsätzlicher und tiefergehender Natur ist, sondern nur oberflächlich und vorübergehend.

Das wirkliche Problem in der Vergangenheit wie heute ist, dass Demokratie eigentlich ein Volk benötigt, das umfassend gebildet, rational gelenkt, politisch interessiert, informiert und engagiert ist. Ein solches Volk gibt es nicht! Das Volk, mit dem die modernen Demokratien leben müssen, ist niemals davor gefeit, sich von Populisten verwirren und vereinnahmen zu lassen. Genau das erleben wir heute wieder, dass große Teile des Volkes aufgrund der humanitären Aufnahme von Flüchtlingen und einiger damit verbundener Probleme durch populistische Übertreibungen in panische Angst und Schrecken versetzt und zu irrationalen Reaktionen getrieben werden - in Ostdeutschland mehr als in Westdeutschland.

Was kann man dagegen tun? Nun, man kann sich darum bemühen, zunächst einmal nicht zu dem Teil des Volkes zu gehören, der irrational und politisch uninformiert ist. Mindestens in Wahlen kann man das umsetzen. Sodann gilt es, in der engeren und weiteren persönlichen Umgebung durch kluge Argumentation jedem Dummschwätzer, Stammtischfasler und Populisten entgegenzutreten und ihn zu widerlegen, ohne dabei selbst den eigenen Emotionen freien Lauf zu lassen - ich weiß, das das sehr schwer ist, die eigenen Emotionen in solchen Fällen zu zügeln. Schließlich bleibt, sich selbst politisch zu engagieren und zu versuchen, eine Politik zu gestalten, die für das Volk und für Deutschland sowie unseren befreundeten Ländern sinnvoll und akzeptabel ist.

MfG

Arnold

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Hei, Pegasus1912, nein, ich teile deine Ansichten nicht  - im Gegenteil. Wenn man mal an die Straßen- und Saalschlachten denkt, die sich früher politische Gegner leisteten, so sind die heutigen Proteste und Deonstrationen doch wesentlich ziviler geworden.

Darüber hinaus gehören Wort und Widerwort, die Diskussionen und die Debatten, zur demokratischen Kultur, und bei ideologischen Fragen werden halt die Debatten immer hitziger. Das ist, wie mir scheint, menschlich verständlich, weil es um Grundüberzeugungen geht.

Durch die modernen und schnellen umfassenden Informationsmedien werden wir Bürger mit immer mehr Nachrichten und Auseinandersetzungen konfrontiert, so dass es den Anschein hat, als sie "alles viel schlimmer geworden als früher".  Nebenbei: Viele Politiker, die sich vor der Öffentlichkeit heftig beschimpfen, sitzen abends einträchtig beim Bier und dreschen Skat.

Die Anforderungen an uns Bürger sind durch die sich überstürzende Nachrichtenflut entsprechend gestiegen ... es ist mühsamer geworden, Spreu von Weizen zu sortieren, sich zu orientieren und sich eine Meinung zu bilden. Aber daran kommt kein demokratisch gesinnter Bürger vorbei. Und so. Grüße!

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Die CDU war früher immer konservativ, sprich die Mitte. Leider ist sie das heute nicht mehr (sondern links), sodas es nur noch links oder rechts in der Politik gibt. In der heutigen Zeit finde ich das fatal, da die Stimmung im Land durch die Flüchtlinge und Terror angespannt ist. In den 90er war es nie ein Gesprächsthema ob der Islam zu Deutschland gehört oder nicht. Was kann man dagegen tun? Hoffen dass die Politik ihre Hausaufgaben macht und Deutschland nicht in die eine oder andere radikale Richtung steuert,ausserdem kannst du dich für Flüchtlinge arrangieren, den die haben in den Turnhallen genauso viel Platz wie unsere Kühe in Stall auf den Bauernhöfen. Ein jeder Mensch würde solche Zustände auf Dauer nicht aushalten

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Kommentar von Pegasus1912
10.09.2016, 22:51

Da gebe ich dir vollkommen Recht! Jedoch stelle ich mir dann doch ernsthaft die Frage ob die Regierung überhaubt noch menschenwürdig handelt , obwohl sie ganz genau weiß, das die Unterbringungsmöglichkeiten teils schlecht , und die Kapazitäten längst erschöpft sind

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Kommentar von Daniel7979
10.09.2016, 23:15

Da werden die Armen (Hartz 4 Empfänger) gegen die noch Ärmeren (Flüchtlinge) aufgehetzt, das hat die Wirkung das die Bevölkerung stets in Angst um den Arbeitsplatz Leben muss. Deutschland ist bereits jetzt Europameister im Lohndumping, das ist anscheinend politisch gewollt, nicht umsonst hat Deutschland eine Top Wirtschaft. Leider auf den Buckel der Bevölkerung. Es bleibt nur zu hoffen dass es dadurch nicht in naher Zukunft zu sozialen unruhen kommt. Hartz 4 ist menschenunwürdig, und verstößt meiner Meinung ganz klar und deutlich gegen das grundgesetz, da man Menschen nicht den Schlafplatz und das Essen weg sanktionieren darf. Danke SPD! Der Arbeitsminister von der Schröder Regierung ist nach seinen Amt übrigens Chef einer Zeitarbeitsfirma geworden, das sagt doch schon alles aus

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Kommentar von Chris10021999
11.09.2016, 02:49

Die CDU war früher immer konservativ, sprich die Mitte. Leider ist sie das heute nicht mehr (sondern links)

Nein, Konservatismus=Rechts. Und konservativ ist die CDU heute noch. Das sieht man daran, dass sie z.B. immer noch gegen die gleichgeschlechtliche Ehe ist.

Christoph Hörstels Partei "Deutsche Mitte" ist mittig.

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Kommentar von Daniel7979
11.09.2016, 09:12

Das sehe ich absolut anders, das mit der gleichgerichteten eher für Homos ist wohl eher eine religiöse Sache bei denen, die heute nicht mehr zeitgemäß ist

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" Diese Ignoranz der Menschen, keiner hört sich mehr zu , niemand versucht Lösungen zu finden..."

Das versuchen CDU/SPD/Grüne auch nur nicht.
"Wie der herr so das Gescherr".
Rechts- und Linkspopulismus sind nur das Ergebnis des Neoliberalismus.

Die Globalisierung hat Wohlstandsverluste und soziale Ungeleichgewichte erzeugt. Das radikalisiert die Gesellschaften und legt offen, dass die etablierte Politik versagt.

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Ist mir auch schon aufgefallen. Wenn ich mir teils Kommentare durchlese oder Sätze anhöre kann einem schon mal übel werden. Die Fronten verhärrten sich und beide sind gleich schlimm:

Bei den Körperverletzungen verzeichnet die Statistik 1354 auf der linken
und 1177 auf der rechten Seite. Es kam zu 20 versuchten
Tötungsdelikten, davon werden jeweils acht den Bereichen "links" und
"rechts" zugeordnet. Bericht "Linke und Rechte gewalt"


Polizisten, die in den Hinterhalt gelockt und vorsätzlich auf lebensbedrohliche Weise angegriffen werden, Bewohner und Geschäftsleute, die sich über Monate verbalen und tätlichen Angriffen ausgesetzt sehen, Brandanschläge auf die Deutsche Bahn, die immense Sachschäden und stundenlange Verzögerungen im öffentlichen Nahverkehr zur Folge haben oder auch organisierte Plünderungen und Straßenblockaden sind nur einige Beispiele für kriminelle Handlungen, die mit diffusen Versatzstücken einer linken Ideologie gerechtfertigt werden: Weltverbesserung als Deckmantel für die Lust an der Gewalt und den Hass auf den Staat. Bericht "Linker Gewalt in Berlin"

ein sehr guter Artikel der es meiner meinung auf den Punkt bringt:

Zur Normalisiserung in der Wahrnehmung gehört die simple Tatsache,
dass Migranten genauso kriminell, bösartig und selbstverständlich auch
rassistisch sein können, wie die Gesellschaft, von der sie aufgenommen
werden möchten. Während ein bösartiger Rassismus dadurch gekennzeichnet ist, dass er unbewusst oder mit Vorsatz alle negativen Merkmale, Verhaltensmuster, Normabweichungen oder Missachtungen der Gesetze und Gepflogenheiten durch Migranten in den Fokus der gesellschaftlichen Wahrnehmung drücken will, verschließt der naive “linke” Rassismus die Augen selbst dann, wenn die anti-sozialsten Subjekte unter den Migranten sich schwerster Straftaten schuldig machen.

In beiden Fällen ist eine oftmals ideologisch motivierte, mangelnde
Bereitschaft zur Differenzierung die Ursache.
Der politisch motivierte
Ausländerfeind will Migranten als Kriminelle sehen und will,
dass ihm andere in dieser Sichtweise folgen, um politische
Entscheidungen in seine Richtung zu beeinflussen und die Zuwanderung auf ein für ihn erträgliches Maß zu begrenzen.

Auf der anderen Seite positioniert sich der politisch-ideologisch
motivierte Migrantenumarmer dezidiert als Gegenpol zu dieser
Ausländerfeindlichkeit, verschweigt, verharmlost oder verleugnet nicht
hinnehmbare Regelbrüche und verfestigt damit genau die Fronten, die
durch die ausländerfeindliche Ablehnung errichtet wurden.

Im ideologischen Kampf um die Mehrheitsmeinung spielt der naive
Immigrationsbefürworter denjenigen, die Zuwanderung aus rassistischen
Gründen ablehnen, auf diese Weise in mehrfacher Hinsicht in die Hände:
er manifestiert die Andersartigkeit durch Vorzugsbehandlung, verhindert
gesellschaftlich notwendige Maßnahmen zur Bekämpfung der Kriminalität
(zu der die Ausweisung als legitime Sonderbehandlung von Personen
gehört, die noch nicht als Staatsbürger rechtlich gleichgestellt sind)
und macht sich und seine Position aus Sicht einer politisch in dieser
Frage noch unentschiedenen Mitte vollkommen unglaubwürdig.

Es gibt aktuell viele schlechte Beispiele für diese Form eines
“positiven” Rassismus.
Er beginnt, wenn Polizeiführungen und Medien aus bekannten politischen Gründen kriminelle Taten unter den Teppich kehren wollen, wenn die “Gefahr” besteht, dass es sich bei den Tätern
vermeintlich um (schutzbedürftige) Flüchtlinge handelt, die aber in
Wahrheit nur Migranten sind, vor deren Kriminalität Einheimische
und echte Flüchtlinge geschützt werden müssen. Er steigert sich, wenn
diese Kriminalität – wenn sie denn nicht mehr geleugnet werden kann –
dadurch relativiert werden soll, dass man die banale Tatsache, dass auch
Einheimische Sexualdelikte begehen, in einem vergleichenden Diskurs in
den Vordergrund rückt.

https://linkezeitung.de/2016/01/10/ideologische-irrwege-linker-und-rechter-rassismus-im-fall-der-uebergriffe-auf-frauen-in-der-silvesternacht/

mit großem Teilen ist natürlich auch die Politik schuld:

auch eine Art des "Positiven Rassismus" ist die Tatsache

Der Imam Neil R., der seit acht Jahren in der Bilal-Moschee in Heilbronn
predigt, propagiere den „bewaffneten Angriffskrieg“ und eine als
„islamisch verstandene Sexsklaverei“ – so steht es in einem Artikel des
Landesamts für Verfassungsschutz Baden-Württemberg aus dem Jahr 2013.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.verwaltungsgericht-stuttgart-imam-klagt-gegen-verfassungsschutz.f6f1f4e6-02ff-49d9-bb7b-d094aab7ccd0.html

es ist also dem Verfassungsschutz seit 2013 BEKANNT dass sich dieser
Imam GEGEN demokratie und Rechtsstaat stellt und dies an seine Sklaven
weiter gibt. WAS ist Passiert? NICHTS der Imam verklagt den
Verfassungsschutz weil er mit den äußerungen nicht übereinstimmt und sich diskriminiert sieht. Solange sich DIES nicht ändert und gegen JEDEN Hass und Hetze vorgegangen wird wird sich die sache noch verschärfen.

Merkel macht es ja vor. Sie beharrt auf ihrer falschen einstellung und ist nicht bereit sich zu ändern. Das färbt ab. Sie sagt "es gibt keine Alternative" obwohl es sehr wohl alternativen gibt und das alles ohne Türkei.

und so verbohrt und undemokratisch wie sie sich verhällt sehen das viele als Vorbild. Das beobachtet man in SEHR vielen bereichen.

nehmen wir mal Ceta oder TTIPP

Auch hier wird es so verkauft als gäb es KEINE alternative. DAS ist aber FALSCH. Selbstverständlich kann man mit Kanada oder USA auch Handelsabkommen schließen FERN ab dieser umstrittetene Verträge.

Man tut so als würde die Welt unter gehen ohne diese Abkommen und mit wird eine Explosion in der Wirtschaft zu erwarten sein.

Man WILL nicht objekitv diskutieren sondern man will SEIN ideologisch geprägten Kopf durchsetzten OHNE rücksicht auf verluste und völlig egal welche Kritik herscht. Man verschweigt, verharmlost oder verleugnet einfach die gegenargumente.

DIESE verbohrtheit die die Politiker aktuell an den Tag legt übernehmen viele Bürger... Schade...

Das Problem ist leider nicht nur an einem fest zu machen. Auch die Medien spielen eine sehr große Rolle dabei und stacheln die Bürger gegeneinander auf da es gerade in Mode ist Position zu beziehen und nicht mehr objektiv zu berichten. Guter beitrag dazu:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/509418#/beitrag/video/2819942/%22Markus-Lanz%22-vom-6-September-2016

zudem spielen noch viele weitere Faktoren mit eine Rolle die ich nicht alle aufzählen kann und will da das zu lange dauert.

Dagegen tun kann man nichts...dafür läuft einfach zu viel falsch um gleichzeitg an allen Fronten zu kämpfen aber dies ist vermutlich auch das Ziel so geht einiges davon durch und zwar das wo die gegenwehr am wenigsten ist.

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Kommentar von Pegasus1912
10.09.2016, 22:41

Danke für diese tolle Antwort! Ich hätte da noch eine Frage da ich Ihre Meinung nach diesem außerordentlich guten und informativen Beitrag sehr wertschätze, welche Partei ist in diesem Land überhaubt noch wählbar? L.G

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Man kan nichts tun das sind die Auswirkungen von Merkels Flüchtlingspolitik!

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Hass würde ehr sagen die Wähler sind einfach entäuscht fühlen sich im Stich gelassen oder verarscht!Jeder denkt anders über die Politik.

Politiker scheinen ihre eigenden Intressen zu vertreten,was nicht immer zum Wohle für die Menschen in Deutschland ausgeht!Vieleicht wären Volksabstimmungen gar keine schlechte Idee!Dan würden sich viele Wähler nicht übergangen fühlen oder?

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Ich fürchte da kannst Du gar nichts tun - außer dich von dem Ganzen emotional zu distanzieren. Als zurücklehnen und die Spiele genießen...

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Das ist halt so kann man nie ändern


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Kommentar von Pegasus1912
10.09.2016, 15:23

Das ist sehr traurig!

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Ein Mensch auf weiter flur der sich alleine fühlt ...

Divide et impera

Du hast es erkannt, es ist das gemacht Feindbild auf der jeweiligen anderen Seite .Ich verstehe dich sehr gut .Ich selber kann nur noch mit Sarkasmus auf die Politik schauen um mich zu retten (obwohl ich Sarkasmus verabscheue )....am besten befasst man sich gar nicht mehr damit. 

Es absorbiert  nur unsere Kraft .

Schau hier : 

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Hass glaube ist es nicht!Man ist einfach irgendwie geschockt was unsere Politik so macht!Meine die Anschläge es gab schon Übergriffe auf Frauen usw.

Das gab es 2014 noch nicht in dieser Form oder?

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