Frage von XwaeschekorbX, 19

"Hass" auf Essen, normal (Keine Essstörung!)?

Hallo, wie die Überschrift bereits aussagt, dass ich Essen hasse, möchte ich fragen, ob das bei anderen auch so ist. Ich habe keine Essstörung o.ä. . Es fehlt mir zwar manchmal an Appetit, aber selbst mit, will ich nichts essen, weil mir dann zum einen der Kiefer schmerzt, der hals gefühlt zuschwillt und ich angeekelt werde. Ich esse genug zum überleben, höre jedoch sehr oft wie mager ich bin, was mich sehr verletzt (m/17 - 1,69m - 52kg). Ich würde gerne zumehmen, aber wie gesagt gibt es dabei ein paar Probleme. Ich habe bereits versucht mich zu zwingen etwas zu essen, aber daraufhin bekomm ich ordentlich Bauchschmerzen. Soll ich meine Ernährung (mit trinken) umstellen, oder habt ihr sonst Ideen, was mir helfen könnte? Vielen Dank

Antwort
von Saisha, 10

Rede bitte schnellstens mit einem Arzt und einem Psychologen (Jugendpsychologie bzw mindestens Pädagoge, der dich weiterleiten kann), denn du bist bereits mitten in einer Esstörung. 

Eine Esstörung muss nicht gleich selbst eine psychische Erkrankung wie Bulimie oder Magersucht sein - sie kann durchaus auch als Symptom zB von psychischem Druck entstehen.
In der Pupertät sind solche Fälle häufiger, in denen teils sogar etwas Lebensnotwendiges aus scheinbar unbekannten Gründen als "gehasst" oder einfach "ekelhaft" empfunden wird. Das kann soziale Nähe sein, Gefühle anderer aber eben auch das tägliche Essen.
Um schnellstmöglich aus dieser Phase wieder rauszukommen, musst du dich selbst entschließen Rat zu suchen und anzunehmen - hier hast du bereits den ersten Schritt getan.

Der nächste wäre es eben zu jemanden zu gehen, der dir auch wirklich helfen kann - sei es ein Verbindungslehrer, ein Pädagoge der Jugendarbeit oder Jugendpsychologe. Hauptsache du kannst mit dieser Person reden und sie dich unterstützen.
Evtl ist auch nötig erst ein paar abuzklappern bis man seinen persönlichen Ansprechpartner gefunden hat - also nicht schon gleich nach dem Ersten Gespräch alle anderen Berater abschreiben.
Ein Gespräch mit deinen Eltern kann helfen, ist jedoch (va wenn der Stress auch durch sie entsteht) vorerst bei den Gesprächen mit deinem Ansprechpartner nicht nötig.
Adressen kriegst du zB über deinen Verbindungslehrer oder das Jugendamt.

Viel Mut und gutes Gelingen!

Antwort
von Vivibirne, 6

Versuchs mit deinem Lieblingsessen oder indem du abgelenkt bist durch tv oder freunde.

Antwort
von nnblm1, 10

Ich möchte dir einen Besuch beim Psychologen ans Herz legen.

Alles Gute!

Antwort
von RubberDuck1972, 9

Vielleicht die eine oder andere Unverträglichkeit? - Dann solltest du mal deinen Doc fragen.

Wenn deine Abneigung psychisch bedingt ist, auch den Doc fragen. Der wird dich ggf. an einen Psychologen oder Neurologen überweisen.

Ich kenne das Gefühl, dass es mir beim Esses (fast) den Hals zuschnürt nur von Essen, an dem etwas nicht stimmt: Z. B. wenn ich an einer Pell- oder Folien-Kartoffel eine grüne Stelle übersehen habe und genüsslich da rein beiße. - Das bekomme ich aus gutem Grund nicht runter; nämlich weil in den grünen Stellen viel Solanin drin ist. Solanin (leicht Giftig) wird auch durchs Kochen nicht zerstört.

Du solltest mal schauen, ob du auch bei deinen Lieblings-Essen Hass oder Ekel entwickelst.

Antwort
von XwaeschekorbX, 3

Vielen Dank für die ausführlichen Antworten und kurzen Tipps! Ich habe bereits seit 3 Jahren eine Therapeutin. Ich habe es öfters angesprochen und sie meinte das Problem liegt nicht am Essen selber, sondern dass ich mich dafür zu Unwohl fühle. Ich stimmte da allerdings nicht zu deshalb stellte ich die Frage noch online. Vielleicht hat sie ja doch recht...

Jedenfalls vielen lieben Dank!

Antwort
von Merlin201, 7

Geh mal zum Doktor

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