Frage von xBullshit, 104

Hartz4 rückwirkend beantragen, da ich NICHT selber schuld war (August 15)Ich schlage mich immernoch mit denen rum?

Hey, VORAB : Ich starte bald meine neue Ausbildung, habe aber von weniger als 10Euro die Woche gelebt.. ein 3/4Jahr! Und ich wohne ohne Familie in einer anderen Stadt. (Aber in einer 2WG)

ich hatte letztes Jahr eine Ausbildung angefangen gehabt, musste es aber wegen einer OP abbrechen, habe dann auch sehr rechtzeitig einen Antrag auf Hartz4 gestellt gehabt, dass war 2Wochen später. Erst hieß es, ich sei angeblich nicht bedürftig.. Dann füllte ich trotzdem den Antrag aus, ich habe alle Unterlagen abgegeben gehabt.. PERSÖNLICH! Später hieß es dann per Post - es würden Unterlagen fehlen.. Diese reichte ich NOCHMAL neu ein! Eine Freundin war dabei. Dann kam nach 2Monaten eine Ablehnung, dagegen legte ich Widerspruch ein. Dann hieß es schon wieder, es würde etwas fehlen, reichte zum 100x was nach, lies mir auch ab da immer alles bestätigen. Dann kam Post - ich sei nicht Hilfebedürftig und zähle zu einer Bedarfsgemeinschaft.. DAS TUE ICH ABER NICHT! Also hatte ich eine Art "Beschwerde" geschrieben und vom Amt deren Erklärungen zur Bedarfsgemeinschaft aufgezählt und denen IHREN JOB ERKLÄRT. Dann kam erstmal nichts.. Dann kam Weihnachten ein Anruf, wo es hieß - mir würden Leistungen zustehen.. Aber diese ANGEBLICH FEHLENDEN UNTERLAGEN sollte ich nochmal nachreichen.. ZUM 10000!? Denn der Bearbeiter sieht keinen Grund das abzulehnen, wir haben eine neue Frist gesetzt.. Dann habe ich zum 100000x diese fehlenden Unterlagen nachgereicht.. Mit Bestätigungen. Auf eine Frage bei den Unterlagen bekam ich dann auch Post.. Und 1Tag später war auch ein Widerspruchsverfahren in meinem Briefkasten..

ABER davon weiß das Amt nichts, sie sehen diesen verschickten Brief nicht. ALSO wurde mein Widerspruch komplett abgelehnt, weil ich ANGEBLICH nicht diese Unterlagen eingereicht habe.. Trotz der ganzen abgestempelten Zettel und "Zeugen" (Freunde, Familie, Mitbewohner).. Also rief ich dort an.. Fragte was das soll, denn wenn mir Leistungen zustehen.. ICH ABER SEIT MEINER BEDÜRFTIGKEIT KEINEN CENT BEKOMMEN HABE... Was dort passiert.. Man sagte mir, man weiß nicht wo das Problem sei, niemand könne sich das erklären.. Ich meine - Ich habe ja alle Unterlagen abgegeben.. Könnte auch klagen, habe ja meine Beweise.. Aber das will ich nicht. Momentan wird sich darum gekümmert, dass ich nochmal vorsprechen kann.. ABER ich habe ja jetzt eine neue Ausbildungsstelle sicher..

Das heißt, mir würde ja quasi nichts mehr zustehen? Aber Freunde rieten mir.. Ich solle es rückwirkend beantragen, wie geht sowas? Denn es kann ja nicht angehen das ich wirklich schon hungern muss, einen "Wocheneinkauf" von fast nichts mache.. Und das Amt einfach so damit durchkommt. Ich habe in der Zeit weder Kleidung kaufen können, obwohl ich welche brauche.. Und vom Essen her, fast nur Salat und Brot gegessen weil das am günstigsten war.

Man sagte mir ja, ich bekomme Leistungen.. Wie/was mache ich jetzt?

Antwort
von rasperling1, 45

Falls seit dem Zugang des Widerspruchsbescheids noch kein Monat vergangen ist, kannst Du noch Klage dagegen erheben. Wenn der Klage stattgegeben wird, bekommst Du rückwirkend ab dem Tag der Antragstellung Hartz IV nachgezahlt.

Antwort
von aribaole, 69

Füll nochmals einen Antrag aus, mach dir einen Termin in der Leistungsabteilung. Nimm dann alles, auch die Bestätigungen mit. Lass dein bischen Geld zuhause, sag dann immer wieder du seist Mittellos. So müssen die deinen Antrag am selben Tag Bearbeiten, und du bekommst eine Barauszahlung. Sollte das alles nicht helfen, VERLANGE beim Amtsleiter vorgelassen zu werden. Wird schon klappen. ZAUBERWORT ist MITTELLOS!

Kommentar von xBullshit ,

Bis zum Amtsleiter bin ich noch nicht gekommen, bzw war ich nie drauf aus.. Jedoch war ich schon öfter bei sämtlichen Leuten und habe denen das erzählt. Also ich war halt vor Ort und alles.. Aber niccccccchts.

Hartz4 wird ja nicht mehr gezahlt wenn ich eine Ausbildung habe? Aber ich würde gerne wissen wie man sowas rückwirkend macht.. Ohne das direkt per Klage zu machen.. :-o

Kommentar von aribaole ,

Rückwirkend werden die so wohl nicht zahlen. Dann musst du es auf einen Prozess ankommen lassen.

Kommentar von xBullshit ,

Aber im Grunde ist das ja nicht meine Schuld, ich habe halt keine Zeit und Nerven dort immer aufzutauchen und mich darum zu kümmern, dass mache ich jetzt schon seitdem ich hier wohne.. Ich habe die Beweise dafür.. Ich habe auch die Zeugen.. Also müssten sie ja im Grunde das von sich aus zahlen. (Das Amt drückt sich ja eh immer vor allem..) 

Boaaah, dass ist alles so nervig. -.-

Kommentar von aribaole ,

Wenn du Geld von denen willst, musst du dich schon darum kümmern. Keine Zeit gibt es nicht dabei! Auch DIE haben 1 Tag in der Woche Nachmittags geöffnet.

Kommentar von xBullshit ,

Ich werde mich ja auch darum kümmern, aber es ist aber auch etwas nervig.. Wenn man immer alles gemacht hat & dann von denen nur Sche**e kommt oder niemand weiß, was die andere Hand halt macht. Es kotzt so an. Ämter..

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Arbeitsamt, Ausbildung, Geld, ..., 66

Wenn dein Widerspruch auch abgelehnt wurde,dann bleibt normal nur die Klage beim zuständigen Sozialgericht !

Du könntest da dann versuchen einen einstweiligen Rechtsschutz zu beantragen,musst dann alle Schreiben und Nachweise mitnehmen,dass ist dann ein vorläufiges Schnellverfahren,dann wird das Jobcenter ggf. zur vorläufigen Zahlung verpflichtet.

Sollte sich dann ergeben das schon früher Anspruch bestand,dann würdest du es auch nachgezahlt bekommen,dass dann ab dem 1 des Monats in dem du deinen Antrag gestellt bzw.abgegeben hast.

Kommentar von xBullshit ,

Es wurde abgelehnt, weil diese zum 100x abgegeben Unterlagen nicht an der Außenstelle ankam.. Diese Person hatte mich ja dann angerufen gehabt, weil ich mich beim Jobcenter über die Ablehnung beschwert habe. (Also die Person die den Antrag abgelehnt hat).. Und dann hatte sie mir gesagt, dass keine Unterlagen ankamen.. Dann habe ich ihr das auch erklärt, dass ich alle abgegeben habe usw.. Und das sie sich jetzt darum kümmert.. Aber ob da was bei raus kommt, weiß ich nicht. Also schriftlich habe ich momentan noch die Ablehnung.. Aber OHNE mein Verschulden.. Habe noch keine Post oder sonstiges bekommen..

Kommentar von isomatte ,

Also hast du auf deinen schriftlichen Widerspruch noch keine Antwort bekommen ?

Dann kannst du entweder abwarten oder wenn du auf die finanzielle Hilfe angewiesen bist,dann gehst du zum zuständigen Sozialgericht mit den genannten Nachweisen und Schreiben und beantragst da einstweiligen Rechtsschutz.

Eine Klage wegen Untätigkeit vor dem Sozialgericht kommt erst nach 6 Monaten in Betracht,also wenn dein Antrag nicht innerhalb von 6 Monaten bearbeitet wurde und wenn du einen Widerspruch einlegst,dann muss dieser innerhalb von 3 Monaten bearbeitet sein.

Kommentar von xBullshit ,

Doch hatte ich, aber der wurde abgelehnt - weil die Unterlagen nie bei dieser Aussenstelle ankam, ich aber die Bestätigungen habe - dass ich es beim Jobcenter abgegeben habe. Und sogar den Brief wo das Verfahren aufgenommen worden ist. Aber dieser Brief ist beim Amt angeblich nicht eingespeichert.

Jetzt wird halt nochmal "geguckt" weil es nicht wahr sein kann, dass ich die "Beweise" habe.. Aber die Unterlagen nicht bei der Stelle ankamen.. Obwohl das eine Person erhalten haben muss.. Denn sonst hätte ich den Tag davor, nicht auf meine eine andere Frage Post bekommen.

Wieso muss alles nur so kompliziert sein, hahaha. :D

Kommentar von isomatte ,

Wenn du die Nachweise hast,dann bist du doch auf der sicheren Seite,sollte von Anfang an Anspruch bestanden haben,dann bekommst du deine Leistungen auch nachgezahlt !

Selbst wenn du dann ab Beginn deiner Ausbildung in der Regel nach § 7 Abs. 5 SGB - ll keinen Leistungsanspruch mehr hast,wenn nicht eine Ausnahme aus § 7 Abs. 6 SGB - ll greifen würde.

Kommentar von xBullshit ,

Okay okay.. Dann weiß ich bescheid.. Ich werde mich mal drum kümmern..

Ich danke dir vielmals! :)

Antwort
von ichweisnix, 30

ABER davon weiß das Amt nichts, sie sehen diesen verschickten Brief nicht. ALSO wurde mein Widerspruch komplett abgelehnt, weil ich ANGEBLICH nicht diese Unterlagen eingereicht habe..

Da hilft nur eine Klage vor den Sozialgericht. Diese müssen sie sie innerhalb der Rechtsmittelfrist einreichen. Anrufen sollten sie dann nicht mehr, da die Rechtsmittelfrist ja läuft. 

Sie können allerdings einen Antrag auf Neuberechnung stellen und gegen dessen Ablehnung gerichtlich vorgehen.

Wenn Unterlagen verschwinden empfielt sich eine Strafanzeige wegen Urkundenunterdrückung.

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