Frage von Kasumi0087, 98

Hartz IV Erstantrag, Wohnung zu groß, Miete angemessen?

Hallo zusammen,

könnt Ihr mir vielleicht aus Erfahrung sagen, wie es bei folgender Situation aussieht:

Angenommen, ich ziehe während meines ALG1-Bezuges in eine Wohnung in einem neuen Ort (ländliche Gegend, wo es eher wenig kleine Wohnungen gibt). Dort wäre dann ja ein neues Amt für mich zuständig. Während ALG1-Bezug darf ich ja umziehen, mein Geld bezieht sich ja zur Zeit sowieso nicht auf meine Miete, sondern nur auf mein damaliges Gehalt. Es ist allerdings absehbar, dass ich in einigen Monaten Hartz IV beantragen müsste. Wenn ich nun schon in der Wohnung, die sehr groß ist, wohnen würde und die Miete allerdings angemessen wäre.. könnte das Amt dann sagen, sie zahlen garnichts wegen der Größe? Oder würde ich den angemessenen Preis bekommen und müsste gegebenenfalls gucken, wie ich klarkomme, falls jetzt beispielsweise Nebenkosten dann doch höher ausfallen würden?

Danke für Antworten!

Antwort
von beangato, 72

Das ist bei jedem Jobcenter anders.

Ich darf beispielsweise nur 47m² mit einer Warmmiete von ca. 340 Euro haben. Wäre die Wohnung größer und teurer, müsste ich draufzahlen. Zum Umzug würde ich nicht gezwungen.

Bei Dir müsste für ein halbes Jahr die jetzige Miete übernommen werden, danach nur noch die angemessene Miete. Evt. wirst Du zum Umzug aufgefordert.

Schau mal bei harald thome.de, da könntest Du rausfinden, wie das bei Euch geregelt ist.

Antwort
von DerHans, 58

Bei einem Erstantrag auf AlG 2 sind die tatsächlichen Kosten der Unterkunft zu erstatten. Erst nach Ablauf von 6 Monaten kann das JobCenter verlangen die Wohnkosten zu reduzieren.

Antwort
von Indivia, 59

Du würdest eine  Aufforderrung zur Senlund der Kosten der Unterkunftbekommen und musst dir ann innerhalb von 6 Monaten eine neue Wohnung suchen. Wenn du anchweislich keine findest, dann werden sie die Wohnung komplett zahlen.

Ob man sich darauf einlässt, wenn du alles über der Mietgrenze zahlst liegt meist im Auge des Bearbeiters. ich kenne fälle das wurden Wohnungen nciht genehmigt,weil sie 50 ct zu teuer waren.

Antwort
von Gerberecht, 56

Für die Kosten der Unterkunft gilt die sogenannte Produkttheorie. Dafür nimmt man eine fiktive Wohnungsgröße, die als angemessen gilt (mal 45m², mal 50m², je nach Bundesland) und multipliziert die Quadratmeter mit dem lokal angemessenen Preis.

Das und nur das ist ist die relevante Summe. Praktisch heißt das, wenn du ein Haus mit 110m² für einen Preis vermietet bekommst, den man ortsüblich für 45m² bezahlt, ist daran nichts auszusetzen und übernimmt das Amt die Kosten. Nun, *sollte* es jedenfalls, aber dass Leute rechtswidrig handeln, kommt ja auch zuweilen vor. In dem Fall suchst du dir eine Beratung in der Nähe (oder fragst hier nochmal).

Kalte Nebenkosten dürften eigentlich nicht nennenswert höher ausfalle, das spielt aber auch keine große Rolle, weil die zu den Kosten der Unterkunft dazu gehören, also zusammen mit der reinen Miete noch unter der Angemessenheitsgrenze liegen müssen.

Einzig problematisch könnten Heizkosten werden, wenn eine (deutlich) größere Wohnung auch noch in jedem Zimmer auf 25° hoch geheizt wird. Das hängt dann aber von deinem Heizverhalten ab, sollte nur eben vor der Entscheidung mit bedeacht werden.

Antwort
von newcomer, 52

würde dir andere Strategie vorschlagen. wenn du schon umziehen willst ziehe in ein Gebiet wo es viele offene Stellen gibt dann kommste erst nicht zu Harz4 und die Arge braucht dich nicht zu interessieren

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