TheCube am 19.06.2009 um 2:19 Uhr

Wieviele HartzIV-Empfänger gibt es? 7 Mio.?
Dann sind das schlappe 700 Mio Euro pro Jahr und es bringt nicht wirklich viel.
Das sollte lieber in besser geschultes Arbeitsamt-Personal (damit sie tatsächlich helfen können), Schulungen für engagierte Arbeitslose, Bildung etc. investiert werden.
Ich finde es sehr sozial! Sie sollten aber noch wesentlich mehr bekommen, schließlich kann Arbeitslosigkeit jeden treffen. Jeder sollte trotzdem noch gut leben können.
ichhalt85 am 19. Juni 2009 02:28 Wieso sollte man GUT leben können wenn man lange arbeitslos ist? Im Normalfall (Arbeitslosigkeit kann jeden mal treffen) hat man noch eine gewisse Zeit lang Anspruch auf ALGI. Ich finde, niemand der nicht arbeitet (ausgenommen trifitge Gründe wie Krankheit) muss GUT leben können. Es reicht, wenn man leben kann...und ich weiß, wie man mit H4 leben kann.
Jeder Mensch hat den gleichen Wert und jeder Bundesbürger hat das gleiche Recht darauf gut leben zu können. Was glaubst du wie schlecht es solchen Menschen auch psychisch geht? Zumindest sollte noch ein Urlaub drin sein, schließlich sollte jeder etwas vom Kuchen haben.
ichhalt85 am 19. Juni 2009 02:36 Ich hab selber ein Jahr von HartzIV gelebt. Ich bin nunmal der Meinung, dass man nicht in den Urlaub fahren muss, wenn man eh den ganzen Tag frei hat (also keine Arbeit). Luxus muss man sich nunmal erarbeiten. Wo kämen wir denn hin, wenn H4ler noch 2 Wochen Mallorca pro Jahr bekommen? Wer geht dann noch freiwillig arbeiten?
Ich würde den H4-Empfängern den Urlaub von Herzen gönnen. Die haben es schwer genug. Wir brauchen eine starke Mittelschicht, deshalb sollten die Manager einen Teil ihrer Einnahmen in einen speziellen Fond einzahlen. Diese Gelder könnten den H4lern doch zufließen. Es ist nicht hinnehmbar wie unwürdig diese leben müssen.
Mit dem Urlaub habe sogar ich so meine Probleme. Der muss nicht, glaub mir, nicht einmal, wenn man hart arbeitet. Trotzdem hast du mit der psychischen Komponente so was von recht. Kein Kino, kaum ein Museum, kein Ausgehen jedwelcher Art, keine Nahrung fürs Hirn, Mangel an sozialen Kontakten. Das ist schlimm. Sehr schlimm.
ichhalt85 am 19. Juni 2009 02:41 Wenn man es richtig anstellt kann man auch mal ins Kino...klar nicht jede Woche. H4 ist hart..aber gerade das sollte doch dazu motivieren, Arbeit zu suchen. Allein mit nem Minijob kann man sich den Luxus wie Kino etc. erarbeiten.
Glaubst du H4ler sind unmotiviert? Was sind denn das für Vorurteile? Die ganzen Manager welche laufend Arbeitsplätze wegrationalisieren, haben die etwa ihre schönen Urlaube mehr verdient?
ichhalt85 am 19. Juni 2009 02:52 Ich kenne viele H4ler, die einfach keinen Bock zum Arbeiten haben. Ich kenn jedoch auch einige, die einfach Pech haben. Gibt halt Solche und Solche. Aber je mehr man bekommt, desto größer ist die Versuchung sich drauf auszuruhen. Im Übrigen hab ich nach Abzug der Miete keine 360€ mehr übrig.
Ich sagte es an anderer Stelle: Seien wir dankbar, dass einige auch nicht arbeiten wollen. Wollten alle, würden unsere Vorstädte auch brennen. Es gibt eh nicht genug Arbeit für alle. Warum sich dann über die Minderheit aufregen, die nicht arbeiten will. Diese Minderheit ist so freundlich, die Nische zu füllen. Leider ist sie nicht groß genug. Da sind noch viele andere, für die es keine Arbeit gibt, die aber gern Arbeit hätten.
Weißt du, du redest, als gäb's Arbeit anner Ecke anner Tanke, jederzeit, für jedermann. Diese Motivationskeule, die ja ein Argument der Regierung Schröder damals darstellte, ist so ziemlich die übelste Verhöhnung, die einem unfreiwillig Arbeitslosen begegnen kann.
ichhalt85 am 19. Juni 2009 03:09 Glaub mir, ich weiß wie schwer es sein kann, Arbeit zu bekommen...sogar als Akademikerin. Aber Arbeit ist nunmal Arbeit. Hätt ich vorübergehend Klos putzen müssen, ich hätts getan.
Ist es das nicht gerade? "... sogar als Akademikerin." Eben, sogar dann. Du kannst dich aber vermutlich ausdrücken, du kannst dich vermutlich präsentieren, du hast vermutlich sogar gelernt, dich situationsgemäß darzustellen. So, nun sieh dir Leute an, die beispielsweise vor zwanzig oder mehr Jahren ihre Lehre und dann ihren Job gemacht haben. Immer im gleichen Trott. Die vielleicht seit fünf Jahren arbeitslos sind. Die gar nicht mehr wissen, was eigentlich von ihnen erwartet wird.
Ich bin nicht in der Situation. Ich besitze sogar Ausdrucksfähigkeit in einem recht großen Rahmen. Aber mich macht der Gedanke schaudern, ich müsste mich wieder um Arbeit bemühen, weil ich nämlich auch nicht mehr weiß, was von mir erwartet wird.
Weißt du, diese Leute, die wenigstens lange Zeit gearbeitet haben, das sind noch die Privilegierten. Und die haben es schon mehr als schwer, neue Arbeit zu finden.
Und so viele Klofrauen werden halt auch nicht gebraucht.
ichhalt85 am 19. Juni 2009 03:38 Es gibt so viele Hilfen, die man in Anspruch nehmen kann...Bewerbungstraining. Immerhin haben Leute die gearbeitet haben im Normalfall erstmal 1,5 Jahre ALG1. Wir beide werden wohl nicht auf einen Nenner kommen. Ich hätte kein Problem damit, wenn Leute mehr Geld bekommen, die sich nachweislich, intensiv und anständig (also nicht besoffen beim Vorstellungsgespräch) um Arbeit bemühen. Ich habe aber etwas dagegen, dass die Versuchung sich auf H$ auszuruhen vergrößert wird. Und eben das passiert, wenn man die Sätze deutlich erhöht.
Vielleicht gehen manche nur deshalb besoffen zum Vorstellungsgespräch, weil sie sich vor lauter Angst vor der evtl. Ablehnung sonst gar nicht dahin trauen würden. Die psychische Belastung sollte nicht unterschätzt werden!
Yep. Aber die Idee, finanzielle Abstufungen gemäß des Bemühens zu machen, könnte was haben. Ich bin nur nicht überzeugt, dass das in halbwegs vernünftiger und bestenfalls gerechter Weise umsetzbar ist.
ichhalt85 am 19. Juni 2009 11:52 Da müsste es Rückmeldung von den potentiellen Arbeitgebern geben. Meiner Meinung nach wären die 8€ pro Kopf besser in Mitarbeiter investiert, die diese Rückmeldungen bearbeiten. 8€ machen das Leben eines H4-Empfängers ja auch nicht angenehmer.
Mal abgesehen davon, dass deine Rechnung meiner Ansicht nach nicht annähernd aufgeht: Rückmeldungen potentieller Arbeitgeber sind als Instrument zur Bewertung dieser Frage nun wirklich mehr als unzulänglich.
wie schrecklich!!!! Jetzt können wir unsren Bänker und Manager nächstes Jahr nur noch 1000000000 Euro minus paar mille weniger überweisen!
Davon halte ich mehr, wenn es relevant wird und die Inflationsrate bestenfalls übertrifft. Mehr Geld, 8, in Worten: acht Euro. Macht insgesamt ein Hölleneinkommen von 359 Euro. Na, da muss es den Leuten doch warm ums Herz werden, und sei es nur, weil ihr Blutdruck gerade dabei ist, den Vorhof zu sprengen.

Ab dem 1. Juli bekommen Hartz IV Empfänger 359€ anstatt 351€
romeo27 am 19. Juni 2009 02:21 auweia...das haut mich um !!
LaGitana am 19. Juni 2009 02:22 oha also 8 euro sind definitiv eine schweinerei! ;D
Stimmt, das ist menschenunwürdig! Schrecklich!
Ah, jetzt doch! Stand ja lang in der Schwebe....
8 Euro mehr! Welch Freude.... wie legen wir diesen Riesenbetrag denn Gewinn bringend an??

GUT, denn als alleinerziehende Mütter oder Paare,die Kinder haben und trotz jobsuche keinen job finden, ists wirklich übel.ist ja leider schon fast normalität, dass wir unsere kinder von der tafel ernähren müssen. SCHLECHT, bei wirklich grottenfaulen leuten, die den ganzen tag bis mittag pennen und es sich auf unsere kosten gut gehen lassen.
Es reicht definitiv nicht. Die Politiker die das entschieden haben sollten damit mal leben.....
ichhalt85 am 19. Juni 2009 02:43 Was braucht man denn zum ÜBERleben deiner Meinung nach mehr? Die ca 360€ beziehen sich ja auf einen 1-Personen-Haushalt, die Warmmiete wird extra gezahlt.
Die Warmmiete wird wenn und falls bezahlt. Und in einer Gesellschaft wie der unseren sollte für den Einzelnen auch dann, wenn er keine Arbeit hat, mehr drin sein als ÜBERleben.
ichhalt85 am 19. Juni 2009 03:13 Mit welchem Recht sollen Leute die nix tun das selbe haben wie Leute die jeden Tag 8 Stunden und mehr arbeiten?
Warum denn nicht? Ginge es dir gut, hättest du keine Arbeit? Mir nicht. Vielen nicht. Anderen schon. Arbeit für alle gibts nicht. Die Menschen sind aber da. Was sagt das deinem akademisch geschulten Hirn?
Außerdem war von "das selbe (dasselbe!)" nicht die Rede. Nur davon, dass mehr als ÜBERleben schon drin sein sollte.
Die Miete wird in den meisten Fällen nicht voll übernommen. Es gibt kaum Wohnungen die der ARGE "angemessen" genug sind. Ich zahl z.B. 35 Euro von meinem Regelsatz drauf. Dann geht auch noch Strom vom Regelsatz weg. Fehlt davon schon ein 50er. Zum Glück bin ich Aufstocker, mir bleibt mehr als einem der nur vom Regelsatz leben muss.
ichhalt85 am 19. Juni 2009 11:54 Also mir haben sie gesagt, dass meine Wohnung zu teuer ist und dass sie nur 6 Monate voll finanziert wird. ach diesen 6 Monaten bekam ich weder weniger Geld, noch wurde ich aufgefordert, umzuziehen.
Du scheinst so manches Mal mehr als gut davongekommen zu sein. Mach nicht den Fehler, das als allgemeingültig anzusehen. Andere haben es nicht so leicht.
Danke für deinen gut gemeinten Rat. Ich brauchte bisher nie Hartz 4,obwohl ich wirklich alles verloren hatte ich stand eines Tages vor dem nichts ( 0 ) .Eigentlich wollte ich an dem Tag nur eins mir den nächsten Baum suchen und weg.Doch als ich kurz davor war konnte ich es nicht. Denn am Ende steht immer ein neuer Anfang. Also bewegte ich mich stzte mir Ziele und schaffte es aus den Tief heraus zu kommen. Reden wir mal bei Hartz4 nicht vom Geld sondern eigentlich davon was es bewirken soll. Es soll ein Zeitraum der Armut überbrückt werden.Es soll einen Menschen Helfen wieder heraus zu kommen aus dem Loch in dem er gefallen ist. Nur viele geben sich auf,schrauben ihr Existenzminimum nach unten und leben bis zum Sankt nimmerleinstag davon. Das problem ist der Mensch selbst denn es gibt Arbeit und wenn man über den Tellerrand hinausschaut noch mehr als man denkt.Und man muss sich Ziele setzen,was will ich erreichen usw.Aber bei vielen fehlt es an der Bildung und der Erziehung welche sie genossen haben. Leider, wenn der Grundstock fehlt ist meistens Hartz 4 vorprogramiert.Daran können wir nichts mehr ändern. Leider
Also noch mal Hartz 4 ist zu wenig.aber es darf nur eine Überbrückungshilfe darstellen und nicht zum Dauerzustand werden.
Noch eines: Bewahrt Anstand am anderen ende der leitung sitzt ein Mensch. Beleidigungen sind hier absolut nicht erwuenscht. Miteinander diskutieren und den gegenüber akzeptieren, das ist die Kunst der Konversation
Schön wär´s! Wann und wo gibt es denn mehr? Das wüsste ich aber!
Auf jeden Fall ist der Regelsatz viel zu knapp. Meist wird die Miete nicht komplett übernommen, da "unangemessen" und das ist fast immer der Fall. Dann geht davon auch noch Strom weg. Somit bleibt einem alleinstehenden nicht mal sein ganzer Regelsatz.
ich weiß nicht genau wieviel mehr..aber schlecht finde ich es nicht sie können es gebrauchen...natürlich nicht alle aber es gibt eine menge die nichts dafür können und einfach so in hartz 4 reingeraten sind und die brauchen dringend mehr geld

dann sag wenigstens auch wieviel,es sind meist zwischen 4 und 8€ im Monat und vertretbar ist alg2 auch nicht, versuch du mal von dem geld zu existieren

Ich denk, die 8€ machen den Kohl nicht fett. Hab selbst ein Jahr von HartzIV leben müssen (Verbeamtung auf Zeit, danach hatte ich kein Anspruch auf Arbeitslosengeld und konnte im alten Job aus gesundheitlichen Gründen nicht bleiben) Da es viele mit der Einstellung "Arbeitslos und Spaß dabei" gibt, wäre ich eher für nen Bonus, wenn man sich nachweislich um Arbeit bemüht. z.B. ne höhere mögliche Summe die man für Bewerbungen erstattet bekommt. 351€ (plus Miete) sind wenig. Aber man kann davon überleben und mehr soll HartzIV nicht sichern.
7 Mio. never ever - 4 mio arbeitslose- dann vielleicht 3 mio Hartz 4
Habe keine Zahlen von 2009 gefunden, aber im April 2007 waren es wohl 7,4 Mio.
http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Arbeit-Hartz-IV;art122,2349240
Doch hier 2009: 6,65 Mio.
http://www.bafoeg-aktuell.de/News/2009/03/06/neue-hartz-iv-zahlen-tendenz-wegen-krise-steigend/
3,5 Mio.+ Bedarfsgemeinschaft (Kinder etc.) war dicht dran.Zitat 09:Die Gruppe der Arbeitslosen, die Hartz IV erhalten, beläuft sich aktuell auf etwa 2,354 Millionen Menschen.
Ich kenne die Zahlen nicht. Nehme ich an, dass deine Arbeitslosenzahl korrekt ist, gehe ich von einer höheren Zahl an H4-Empfängern aus. Die fallen nämlich nicht zwangsläufig in dieses Ressort.
Das sind die HartzIV-Zahlen, nicht die Arbeitslosenzahlen. Von den 6,65 Mio. Hartz-Empfängern zählen lt. o.g. Artikel nur 2,3 Mio. zu den Arbeitslosen.
Ich hatte mich auf schwabe77 bezogen. Dir aber danke für die genauen Angaben. Ich hätte nicht gedacht, dass der Anteil der Arbeitslosen so klein ist, gemessen an der Gesamtzahl der H4-Empfänger. Sagt schon ein bisschen was, nicht wahr?
Klar - damit werden die Arbeitslosenzahlen geschönt!
Auch so ein nettes Thema. Da werden unzählige Leute in Kurse gesteckt, die genau gar keine positive Wirkung in Hinblick auf Erwerbstätigkeit erzielen, aber immerhin dazu taugen, die Teilnehmer für einige Zeit aus der Statistik zu streichen.
Das Geld ins Personal zu stecken wäre besser. Ich hab Monate lang um Hilfe gebettelt und hörte bei jedem Amt nur "dafür sind wir nicht zuständig". Ich musste mich von heut auf morgen beruflich komplett umorientieren. Für Studienberatung war ich zu alt, ARGE ist erst zuständig wenn ich Bezüge beziehe (ich hätt die 2 Monate die ich vorher von der Arbeitslosigkeit gewusst hab gern schon mehr in Sachen Jobsuche getan) und das Arbeitsamt war nicht zuständig, da mir als Ex-Beamtin nur H4 zustand.
Wo willst du da Geld sinnvoll investieren? Personal gibt es da mehr als genug. Organisation, das ist ein anderes Thema. Anderer Vorschlag: Die ganze Behörde wird aufgelöst, alle Mitarbeiter erhalten ihre Bezüge weiter, der nicht gerade geringe Rest der eingesparten Kosten wird den H4-Empfängern zugegeben. Ein paar Leute müssen dann bei vollen Bezügen lernen, sich aus eigener Kraft sinnvoll zu beschäftigen, die Kaufkraft wird erhöht, der Volkswirtschaft ist gedient, der Rest der Bevölkerung darf mitprofitieren.
Es ging mir nicht um mehr Personal, sondern um besser geschultes. In meinen Augen müsste auch mehr kontrolliert werden. Ich war ein Jahr arbeitslos und das Amt wollte keine einzige Bewerbung sehen. Ich hätte problemlos ein Jahr lang die Hände in den Schoß legen können und mir knapp 1000€ monatlich schenken lassen. (Wohnung war teuer und das Amt hat nichtmal verlangt, dass ich umziehe)
Kann es sein, dass du aus deinen Erfahrungen Schlüsse für das Gesamte ziehst? Ich kenne etliche Leute, die sich ständig bewerben und das auch nachweisen mussten. Was übrigens mit H4 nicht ganz einfach ist. Das Geld für ordentliche Bewerbungen ist nicht da, das Amt kommt dafür in einem bestimmten Rahmen auf, aber über das Hickhack möchte ich nie wieder etwas hören müssen.
Was die Schulung des Personals betrifft: Das ist doch nicht das Problem. Das Personal ist gemäß seiner Position geschult. Das Personal ist aber häufig auch frustriert, weil ihm ständig die Hände gebunden sind. Die Organisationsstrukturen stimmen nicht. Das Arbeitsamt (man möge mir den veralteten Terminus verzeihen) ist ein Moloch, der so unendlich viel Geld verschlingt, dass es ohne Zweifel billiger wäre, es einfach aufzulösen und ohne weitere Nachfrage jedem Arbeitslosen sein Geld zu überweisen, wohlgemerkt, bei vollen Bezügen für die dann überflüssigen Mitarbeiter. Verteilen wir, was übrig bleibt.
Das ziehst du auch nicht in Betracht. Die Volkswirtschaft braucht Käufer. Zum Kaufen braucht man Geld. Kaufen mehr Leute, geht es, zumindest im derzeitigen Wirtschaftssystem, allen besser. Kaufen weniger, geht es allen schlechter. Diese ganze H4-Geschichte war von vornherein nicht ausreichend durchdacht. Na ja, eigentlich gilt das für die gesamte Entwicklung unseres Wirtschaftssystems während der letzten zwanzig bis dreißig Jahre.
Ich will mit meinen Erfahrungen nur deutlich machen, dass im System einiges nicht stimmt. Ich könnte auch anbringen, dass ne Bekannte von mir einen vollen Kindergartenplatz und früs große Kind einen Hortplatz bezahlt bekommt. Beide Kinder sind von 8-16 Uhr gut untergebracht. Warum ist es - laut Amt - für diese Mutter nicht möglich zu arbeiten? Sie besetzt - kostenlos - Kindergartenplätze, die Kinder arbeitswilliger Mütter brauchen könnten. Wenn ich alleinerziehende Mutter und 8 Stunden täglich kinderlos bin, dann kann ich zumindest ne halbe Stelle annehmen. Im Übrigen habe ich auch schon gesagt, dass z.B. Bewerbungen besser finanziell erstattet werden sollten. Dies hätte man von den 8€ pro Kopf eventuell finanzieren können.