wtf001 am 23.06.2009 um 1:53 Uhr
Geld nur für Bedüftige oder für alle Bürger?
Natürlich wäre das ein Vorteil. Aber stelle solche Fragen hier besser nicht um diese Uhrzeit.
Der Haken beim "Geld nur für Bedürftige" (Grundsicherung) ist, wie bei jeder staatlichen Bedingung, dass geprüft werden muss, ob die Bedingungen erfüllt sind ("teilen sie nur den Kühlschrank oder auch das Bett?"), dass die Einhaltung der Bedingungen erzwungen und Verstöße bestraft werden müssen. Dazu braucht man eine riesige Sozialbürokratie einschließlich Sozialdetektiven und Sozialpolizei. Die Prüfungsprozeduren sind oft entwürdigend, die zu Almosenempfängern degradierten Bedürftigen werden durch dieses Verfahren stigmatisiert. Viele Bedürftige nehmen aus Scham oder Unwissen die ihnen zustehenden Leistungen nicht in Anspruch (verdeckte Armut). Viel einfacher wäre es, jedem Bürger ein Grundeinkommen in Höhe des Existenzminimums zu geben und es von denen, die es nicht brauchen, vom Finanzamt über die Steuern wieder zurückzuholen. Niemand wäre stigmatisiert, niemand bräuchte sich für etwas zu schämen, das alle bekommen. Unter dem Strich würden auch in diesem Falle nur die Bedürftigen zusätzliches Geld bekommen, aber ohne teure Sozialbürokratie und ohne Stigmatisierung der Nettoempfänger.
Reimund Acker Netzwerk Grundeinkommen
Volker13 am 9. August 2009 14:42 Herzlich willkommen im Sozialismus!!!!!
Es bedarf einer etwas ausführlicheren Erklärung und auch Aufklärung über unser Steuersystem, um zu erläutern warum alle es bekommen sollen. Aber in Verbindung mit einem bedingungslosen Grundeinkommen gibt es auch eine Umstellung des Steuersystems. Dazu gibt es bereits verschiedene Modelle. Ich selbst bevorzuge das Werner'sche Modell mit der Konsumsteuer bei gleichzeitiger Abschaffung der Einkommensbesteuerung. Googelt mal nach Götz Werner und Konsumsteuer oder seht auf unternimm-die-zukunft.de nach. Das Grundeinkommen bietet allen Vorteile: während es für den Besserverdiener einfach nur weniger Stress ausmacht, er aber de facto NICHT mehr Geld in der Tasche hat, da er ja nun nix mehr abschreiben kann hat derjenige mit niedrigem Einkommen oder HartzIV-Empfänger mehr Geld und keine Gängelei und Bevormundung mehr zu befürchten. Der Staat spart wiederum viele Milliarden an Verwaltungs- und Überwachungskosten ein (derzeit zwischen 200 und 300 Milliarden jährlich!). Deshalb: absolut bedingungslos!!!
Glaubt mir: der Reiche hat dadurch nicht mehr als vorher, eher im Gegenteil

Sonst würde sich der Staat noch mehr verschulden.

Das ist eine merkwürdige Frage. Geld natürlich für jeden, der leistungsfähig ist und dafür entlohnt wird. Und Geld für den, der aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr leisten kann. Und das ist der Sozialstaat, wer kann, der leistet, und wer alt und müde ist... eben nicht.

wiso sollen alle was bekommen? die rechnug geht garnicht auf und vorallem nicht bedingungslos, wozu brauch boris becker zb jeden monat 200€ vom staat. lieber nur an die leute, die es wirklich brauchen

warum für alle Bürger ?
Is ja wohl nicht finanzierbar dass jeder vom Staat Geld bekommt, sonst würde sich ja jeder selbst bezahlen O.o Verquere Logik.

Du hast überhaupt keine Ahnung!!!!
Allerdings nur für wirklich Bedürftige und nicht für Faulpelze...