Hartz 4 ung Grundsicherung?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Wenn du einmal in der Grundsicherung bist und Leistungen nach dem SGB - Xll vom Sozialamt bekommst,wird es schwer werden dann wieder zurück in den ALG - 2 Bezug zu kommen !

Denn Leistungen nach dem SGB - Xll bekommst du ja nur bei Altersrente oder wenn du eine volle dauerhafte Erwerbsminderungsrente bekommst und deinen Bedarf damit nicht decken kannst.

Im SGB - ll ( ALG - 2 ) Bezug stehen dir nicht nur höhere Freibeträge auf Erwerbseinkommen ( § 11 b SGB - ll ) zu,sondern auch das so genannte Schonvermögen liegt bedeutend höher.

Im ALG - 2 Bezug hättest du auf Erwerbseinkommen auf dein Brutto einen Grundfreibetrag von 100 €,ab 100 € - 1000 € Brutto 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag.

Hättest du min. ein minderjähriges Kind würde die letzte Stufe der Freibeträge von 1000 € - 1500 € Brutto gehen,davon dann noch mal diese 10 % Freibetrag.

Diese Freibeträge würden dann addiert,theoretisch von deinem Brutto ( wenn Brutto = Netto wäre ) Nettoeinkommen abgezogen,ergeben dann dein anrechenbares Einkommen und das würde dann auf deinen Bedarf angerechnet.

Würde dann noch ein Bedarf bestehen könnte dieser mit ALG - 2 aufgestockt werden.

Das Schonvermögen würde da bei 150 € pro vollendetem Lebensjahr liegen + einmalig 750 € für notwendige Anschaffungen,min. aber 3100 € + diese einmaligen 750 €.

Wenn du Leistungen nach dem SGB - Xll bekommst stehen dir auf Erwerbseinkommen nur 30 % an Freibetrag zu,der max. Freibetrag liegt bei 50 % der Regelbedarfsstufe 1 ( also von derzeit 404 € Regelsatz die Hälfte ),dir würden bei 300 € Brutto = Netto also 90 € an Freibetrag zustehen.

Es blieben dann vorerst 210 € und davon ginge dann noch mal eine Pauschale von denke ca. 5,30 €,diese ist für evtl.Fahrkosten gedacht,sollten die tatsächlichen Aufwendungen höher sein musst du das nachweisen,dann würden diese auch berücksichtigt.

Dein anrechenbares Einkommen würde dann bei ca. 205 € liegen,im ALG - 2 Bezug hättest du von den 300 € erst mal 100 € Grundfreibetrag und von den übersteigenden 200 € Brutto ( 100 € - 1000 € Brutto ) stünden dir noch mal 40 € ( 20 % ) an Freibetrag zu.

Du hättest dann einen Freibetrag von 140 € und es würden nur 160 € an anrechenbarem Einkommen bleiben.

Das Schonvermögen im SGB - ll beträgt dann entweder 1600 € bzw.ab 60 Jahren dann 2600 € und wenn man noch einen Ehepartner bzw.einen eingetragenen Lebenspartner hätte kämen noch mal 614 € dazu und wenn ein minderjähriges Kind vorhanden wäre denke ich noch mal um die 256 € wenn ich mich nicht irre.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn du einmal im SGB - Xll Bezug bist wirst du nicht mehr in das SGB - ll ( ALG - 2 ) kommen,denn wenn du Leistungen nach dem SGB - Xll vom Sozialamt bekommst bist du entweder Altersrentner oder du bekommst eine Rente wegen voller dauerhafter Erwerbsminderung !

Du hast im SGB - ll nicht nur höhere Freibeträge auf Erwerbseinkommen ( § 11 b SGB - ll ),sondern auch ein höheres so benanntes Schonvermögen,das liegt nämlich bei 150 € pro vollendetem Lebensjahr + einmalig 750 € für notwendige Anschaffungen,min. aber 3100 € + diese einmaligen 750 €.

Im SGB - Xll stehen dir nur 1600 € bzw. ab min. 60 Jahren 2600 € zu,dazu können noch mal 614 € kommen wenn du einen Ehepartner bzw.eingetragen Lebenspartner hättest und für ein minderjähriges Kind kämen denke ich nochmal um die 256 € dazu.

Beim ALG - 2 blieben dir auf dein Bruttoeinkommen zunächst 100 € Grundfreibetrag,ab 100 € - 1000 € Brutto 20 % und ab 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag,würdest du min. ein minderjähriges Kind haben ginge diese letzte Stufe der Freibeträge von 1000 € - 1500 € Brutto,davon dann 10 % Freibetrag.

Diese Freibeträge würden dann addiert,theoretisch vom Brutto ( wenn das Brutto = Netto wäre ) Nettoeinkommen abgezogen,dass ergäbe dann das anrechenbare Einkommen und das würde auf deinen Bedarf angerechnet,würde dann noch ein Bedarf bestehen könnte ein Anspruch auf Aufstockung bestehen,vorrangig aber auf Wohngeld von der Wohngeldbehörde.

Bei 300 € Brutto wie Netto hättest du also erst mal 100 € Grundfreibetrag und von den 200 € Überschuss stünden dir noch mal 40 € ( 20 % ) an Freibetrag zu,gesamt also 140 € und es blieben 160 € anrechenbares Einkommen,dass dann vom Bedarf abgezogen würde.

Im SGB - Xll bleiben dir vom Erwerbseinkommen nur 30 % Freibetrag,max. würden es 50 % von der Regelbedarfsstufe 1 ( derzeit 404 € Regelsatz ) sein,dir stünden also bei 300 € Brutto = Netto 90 € an Freibetrag zu,es blieben vorerst also 210 € übrig.

Von diesen 210 € kannst du noch eine Pauschale von denke ca.5,30 € für Aufwendungen ( z.B. Fahrkosten ) abziehen,sollten die tatsächlichen Aufwendungen höher sein müsste das nachgewiesen werden,dann müssten diese berücksichtigt werden.

Es blieben dann also ca. 205 € an anrechenbarem Einkommen übrig.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Google hilft

Als sogenannter Freibetrag werden 100 Euro nicht an die
Sozialleistung angerechnet. Dieser Betrag bleibt Ihnen also zusätzlich
ohne Abzüge.

Wenn Sie zwischen 100 Euro und 1000 Euro hinzuverdienen, bleiben 20%
ohne Anrechnung. Falls Sie alleinstehend und ohne Kinder sind, bleiben
Ihnen von einem Verdienst zwischen 1000 und 1200 Euro weitere 10%. Die
Obergrenze erhöht sich auf 1500 Euro, falls Sie Kinder haben.

Anhand eines Beispiels ist die Berechnung einfach zu erläutern. Sie

erhalten eine Grundsicherung und verdienen 1100 Euro dazu. Davon

bleiben Ihnen 100 Euro als Freibetrag, 20 % von 900 Euro, also 180

Euro und 10% von 100 Euro, also 20 Euro. Somit bleiben 300 Euro

anrechnungsfrei. Die restlichen 800 Euro werden angerechnet.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von wilees
15.11.2016, 23:59

Sorry diese Art der Anrechnung findet nur bei Leistungen nach SGB II Anwendung, jedoch nicht bei SGB XII.

0
Kommentar von isomatte
16.11.2016, 05:48

Du hast dich verrechnet,bei 10 % von 100 € bleiben nur 10 € Freibetrag,so kommt man bei 1100 € Brutto nur auf 290 €,man müsste min. 1200 € Brutto haben um die max. 300 € Freibetrag geltend machen zu können !

Auch reicht es nicht aus das man nur Kinder hat,diese müssen auch noch minderjährig sein,um dann den erhöhten Freibetrag in Anspruch nehmen zu können.

0