Habe ich Hartz 4 Anspruch bei Aufnahme eines Pflegekindes während der Arbeitslosigkeit?

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6 Antworten

Du kommst, in dieser Konstellation leider nicht um die Zahlung der freiwilligen Beiträge bei der Krankenkasse herum.

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Ich denke mal, es kommt auch drauf an, was dein Partner verdient.

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Ich verstehe jetzt irgendwie noch nicht den genauen Zusammenhang Deiner Fragestellung mit möglichen Ansprüchen auf ALG I / II in Verbindung mit der baldigen Ankunft eines Pflegekindes. 

Kläre uns daher bitte erst einmal grundlegend deutlich detaillierter darüber auf, was es mit diesem Pflegekind auf sich hat. 

 - Wie / warum kam es zu dieser baldigen Pflegschaft ?

 - wann wurden die Anträge dieses Pflegschaftsverhältnisses gestellt ?

 - kommt das Pflegekind aus familiärem / verwandtschaftlichem Umfeld und ist die Pflegschaft durch Dich zumal in Deiner aktuellen Situation sinnvoll, bzw. unabwendbar ?

 - wie alt ist das Pflegekind und warum könntest Du dann dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen ?

Das stellt keinerlei Kritik an Deiner Frage zum Vorhaben dar, sondern es muss halt erst einmal geklärt werden, wie Deine ( "EURE künftige" ) Situation dann konkret aussehen könnte. ( bzw. ob die Pflegschaft dann überhaupt sinnvoll / möglich wäre ). Das lässt sich mit den bisherigen Infos leider noch nicht beantworten. Da würde gewiss auch das Jugendamt grundsätzlich noch mitreden wollen...gar müssen...( zum Wohle des Kindes )

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Kommentar von JeyBra
12.04.2016, 10:21

Hallo und vielen Dank, das sind wichtige Fragen/Hinweise die ich gerade in einem anderen Kommentar beantwortet habe. 

Mit dem Jugendamt bin ich - allein weil beruflich - von Anfang an in Kontakt. Die Kleine ist jetzt 9 1/2 Monate, ich kenne sie quasi von Anfang an und es hat sich mehr oder weniger "so ergeben", dass alle zuständigen Personen eine Pflegschaft befürworten, da so die Bindung,  die sie zu mir hat, erhalten bleibt. Natürlich wusste ich da nicht von der drohenden Entlassung und habe den Fehler gemacht, die Tatsachen transparent zu machen vor der Chefin.

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Sehr schwierig!

Was sagt eurer Jugendamt zu eurer finanziellen Situation?

Ihr dürft auf keinen Fall auf die Zahlung des Pflegegeldes zur Sicherung eurer Finanzen angewiesen sein! Das Geld kann von einem auf den anderen Tag wegfallen, dazu muss die Lütte nur mal länger ins Krankenhaus....

Anspruch auf ALG2 hast du immer dann, wenn eurer gesamtes Einkommen (das Pflegegeld wird hier nicht angerechnet) nicht zur Deckung eures Bedarf ausreicht.

Da dein Partner Beamter ist, halte ich sein Einkommen aber für zu hoch! Da werdet ihr kein ALG2 bekommen für dich.

Ich lese gerade: ihr seid nicht verheiratet...dennoch bleibt euch nichts anderes übrig, als die Kosten für deine Krankenversicherung selbst zu tragen (sind übrigens "nur" 154 Euro).

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Kommentar von JeyBra
12.04.2016, 12:21

Es geht nicht nur ums Verheiratetsein, sondern vor allem darum, dass es nichts bringt, da mein Partner privatversichert ist. Da ich heute morgen mit der Krankenkasse sprach, weiß ich, dass ich 171 Euro monatlich zahlen müsste.

Nochmal: es geht mir nicht um den Bezug von zusätzlichen Geldern, sondern nur darum, krankenversichert zu sein - muss die Kleine ja auch über mich versichern.

Selbstredend weiß ich, dass das Pflegegeld quasi ein "Goodi" ist - mein Partner verdient gut, ja. Dennoch hat das Jugendamt vorgeschlagen, in Erfahrung zu bringen, ob es noch eine andere Möglichkeit gibt, das Krankenkassenproblem zu lösen - es soll ja möglichst viel Geld beim Kind landen und wir stellen uns schon ganz schön um...es bedarf natürlich einiger Einschränkungen, wenn eigentlich beide Parteien gut verdient haben, plötzlich aber nur einer verdient und für ein Baby bestmöglich gesorgt werden soll!

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Gibt es nicht die Möglichkeit, dich bei deinem Partner mitzuversichern?

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Kommentar von JeyBra
12.04.2016, 10:32

Leider nicht - dieser ist als Beamter privatversichert und zudem sind wir nicht verheiratet 

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Auf ALG 2 sicher nicht, da du dem Arbeitsmarkt ja nicht zur Verfügung stehst. Auf Grundsicherung möglicherweise...

Aber frag das nicht uns, sondern deinen Sachbearbeiter vom Jobcenter. Der kennt deine konkreten verhältnisse besser.

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Kommentar von Parhalia
12.04.2016, 10:28

In der Grundlage ist das SO nicht richtig beim ALG II @atzef. Grundlegend haben "arbeitsfähige" Eltern durchaus Anspruch auf ALG II - Leistungen , auch wenn sie je nach Alter des Kindes aktuell nicht / nur eingeschränkt einer Erwerbstätigkeit nachgehen können.

Das gilt aber in der Regel nur für "leibliche / rechtliche" Eltern. Aber hier geht es in der Fragestellung ja um eine Pflegschaft, welche zudem während aktueller Arbeitslosigkeit ja erst einmal grundlegend angetreten werden soll. ( also aktuell noch garnicht mal besteht ... )

Und daher sehe ich hier u.U. erst einmal die Frage, ob die Pflegschaft an sich dann  überhaupt zustande kommen könnte. ( laut Fragestellung "kommt die Lütte" ja erst in zwei Wochen dort zur Pflege )

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