heinzundevi am 26.10.2007 um 11:13 Uhr
Zur Zeit ist es ja mal wieder so weit, alle sollen angeblich im Harry-Potter-Fieber sein (ich nicht). Bei so viel Rummel um ein Buch und so massenhafter Euphorie stellt sich mir die Frage: Birgt so eine Sache schon eine Suchtgefahr oder ist das ganz normale Verkaufsstrategie?
Ich würde sagen, das ist ganz normale Verkauffstrategie. Wir sind es nur nicht gewohnt, dass um ein Buch so viel Hokuspokus gemacht wird. Bei Filmen würde das niemanden stören. Ich finde es natürlich auch übertrieben aber eigentlich kann man doch froh sein, dass ein Buch auch heutzutage so viele Menschen und vor allem Kinder begeistern kann.

Ich kann das nicht nachvollziehen. Habe noch nie auch nur 1 Band davon gelesen und würde es auch nicht, selbst wenn ich es geschenkt bekäme. Interessiert mich einfach nicht.

Gute Frage, ich bin 46 Jahre und habe genau wie mein 13jähriger Sohn alle Harry Potter Bände gelesen und alle Filme gesehen. Den neuesten Band habe ich mir bei uns im Buchhandel schon vorbestellt, ich hole ihn im Laufe der nächsten Woche. Nun bennene das ganze, als Sucht kann ich es nicht bezeichnen, süchtig ist man wenn man ohne das Suchtmittel nicht leben kann. Kommerz für wen? Fanatismus schon eher, da mein Sohn und ich von Phantasiegeschichten und Filme mehr als begeistert sind.

Ob die Potter-Fans vor den Buchhandlungen übernachten oder die Teenies sich vor einem Hotel die Kehlen heiser kreischen, in dem ihr "Star" abgestiegen ist oder die Fussballfans Schlachtgesänge grölend durch die Strassen ziehen - das alles ist doch jeweils ein "ganz normaler" Hype und noch lange keine Sucht.
Darüber kann man sicher im Einzelfall den Kopf schütteln, aber die Gesellschaft wird dadurch wohl nicht gefährdet.
El loco Kaffeesatz (des wahnsinns fette beute) am 26. Oktober 2007 12:52 sehe ich genauso
Rolf u. Högemann am 27. Oktober 2007 00:50 Dankeschön für die Super-Antwort. Genauso denke ich auch.

Langsam geht einem der ganze Zirkus um Harry Potter unglaublich auf den Geist. Man kann nirgendwo mehr hingehen, oder eine Zeitung aufschlagen, ohne davon verfolgt zu werden.
Rolf u. Högemann am 27. Oktober 2007 00:49 Shira - beruhige Dich und iss ein paar Schokofrösche - Samstag noch, dann ist der offizielle Hype vorbei.... :-)

Es hätte eine Sucht sein können, wenn die Strategie aus den ersten 3 oder meinetwegen noch 4 Büchern konsequent verfolgt worden wäre...
Leider ist alles komplett in Richtung Mord und Totschlag abgedriftet - von dem romantischen Internats- und Zauberschüleralltag ist nicht mehr viel geblieben.
Das letzte Buch habe ich nur noch quergelesen - das morgen erscheinende werde ich garantiert nicht mehr lesen oder gar kaufen (ich hatte eine grauslige Inhaltsangabe im Internet, die mir komplett den Appetit verdorben hat.)
Schade, Harry hätte echt mein Freund bleiben können ;-))

Ein interessantes Buch trifft auf guten Vermarkter. Das ist eine sehr erfolgreiche Verkaufsstrategie. Anbei, welche Konsumgüter sind die profitabelsten? Jene die Sucht erzeugen b.z.w. eine Abhängig herstellen ... A Marketers dream.
Eine Lesesucht ist mir nicht bekannt, sicherlich jedoch - so es sie gäbe - wäre es eine im Vergleich zu Zigaretten, Alkohol, Computerspiele o. ä. harmlose. Ansonsten gibt es zu Potters Harry von meiner Seite nicht viel beizutragen, da ich mich, obwohl leidenschaftlicher Leser auch und gerade von Trivialliteratur, hier genauso dem "Hype" um das Buch verweigere wie bei Dan Brown.
Rolf u. Högemann am 27. Oktober 2007 00:52 Warum verweigerst Du Dich? Nur weil "alle" diese Bücher lesen? Wenn Du es wegen Desinteresse an dem Thema tätest wäre es m.E. total in Ordnung. Nur aus "gegen die Masse sein wollen" finde ich sehr unklug und ein wenig verbissen. Das wäre m.M. so ähnlich als wenn jemand das Wassertrinken verweigern würde, nur weil es "alle" trinken.
Habe mich wohl etwas mißverständlich ausgedrückt: ich mag schlicht das fantasy-genre überhaupt nicht. Trotzdem möchte ich mir darüber hinaus noch einen Rest "Verweigerungs-Haltung" bewahren, auch wenn es höchst irrational ist;-)
Habe mich wohl etwas mißverständlich ausgedrückt: ich mag schlicht das fantasy-genre überhaupt nicht. Trotzdem möchte ich mir darüber hinaus noch einen Rest "Verweigerungs-Haltung" bewahren, auch wenn es höchst irrational ist;-)