HARRY POTTER AND THE CURSED CHILD. Eure Meinungen?

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4 Antworten

Es ist kein Harry Potter Buch, es ist ein Script zu einem Theaterstück.

Bewerten kann ich es allerdings, obwohl es dazu noch nicht von J.K. Rowling geschrieben wurde, nur im Kontext der Bücher, an die das Stück ja anschließen soll.

Die Charaktere: Albus, Scorpius und Rose haben im Epilog von Buch 7 keinen nennenswerten Charakter. Daher kann man die nicht beurteilen. Ron wird auf eine reine Funktion als Comedy-relief herunterreduziert, Harry ist komplett out of character (er sagt ernsthaft zu Albus, dass er sich wünscht, er wäre nicht sein Sohn).

Hermine gefällt mir als einzige des Trios einigermaßen, auch mit ihrem späteren Beruch als Ministerin. Auch sie denkt zwischendurch zu wenig nach, aber sie ist nicht so auffällig anders als die anderen. Draco... hm, wir sehen ihn hier als erwachsenen und nicht als Kind. Ich finde seine charakterlichen Veränderungen dahingehend plausibel.

Der Plot: Zeitreise. Nicht gut. Unendlich viele Fanfictions haben das probiert und sind daran gescheitert. Cursed Child tut das ebenfalls. Das Konzept des Zeitumkehr wie er in den Büchern vorkommt wird komplett über den Haufen geworfen und damit extrem unlogisch.

Man kann plötzlich wild in der Ziet hin und herspringen, ohne, dass es schwerwiegende Konsequenzen an der Zeit selbst verursacht. Auch tauchen plötzlich grundlos Zeitumkehr auf, die mehr können als alle davor.

Delphini – und ja, für mich fällt sie unter "Plot", denn ihre Existenz ist ein Plotelement. Sie soll das Kind von Bellatrix und Voldemort sein? Geboren 1997 oder 1998. Allein das lässt sich an Lächerlichkeit kaum überbieten. Es wäre so out of character für Voldemort... mal davon abgesehen, dass sie praktischerweise nie in Hogwarts war und keiner sie je gesehen hat.

Genauso wie Astoria praktischerweise gestorben ist, an einer mysteriösen Krankheit natürlich, weil der Plot sonst nicht funktionieren würde.

Umsetzung: Der Stil ist eben nur ein Script. Das ist mit den Büchern nicht vergleichbar, und das merkt man. Außerdem wurde an allen Ecken der Canon der Bücher verbogen, um die AU-Fanfiction der Schreiber irgendwie zu rechtfertigen.

Anstatt die Geschichte logisch und auf den Büchern aufzubauen, hat man sich auf billige Erklärungen, die Umsetzung der Schauspieler und die Effekte auf der Bühne verlassen. Das Wissen von Mr. Thorn und Partern über die Bücher scheint nicht über die grundlegendsten Dinge hinaus zu gehen. Obwohl Frau Rowling ihnen beraten zur Seite stand, hat sie das scheinbar nicht beanstandet.

Was soll man dazu noch sagen?

Es ist eine mittelmäßige Fanfiction mit teilweise unterdurchschnittlichen Plotelementen. Alles in allem hätte es online sicher nicht zu Ende gelesen und bin enttäuscht davon, das J.K.R. sich auf solche Geldmacherei eingelassen hat.

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Kommentar von Woelfin1
17.09.2016, 18:38

Du hast es sehr gut und auf den Punkt zusammen gefasst.

JK Rowling ist in meinem Ansehen sehr gesunken.Das sie sich auf so ein Machwerk eingelassen und ihr OK dazu gegeben hat,ist nicht zu verstehen.

Sie verkauft ihr "Kind" Harry Potter.

Aber wofür? Ob sie schon am Hungertuch nagt,die arme??

Im Theater mag es,abgesehen von dem total abgefahrenen und verworrenen Inhalt,ja noch gehen-ich denke,die Bühnentechnik ist bestimmt Spitze.

Aber das berechtigt meiner Meinung nach nicht ,das es überall als HP 8 gefeiert wird.

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Meine Schwester ist ein totaler Fan und hat dieses Buch auch schon gelesen, aber sie fand es nicht so gut, weil es eben etwas ganz anderes ist und nicht vergleichbar mit den anderen Büchern von Harry Potter. Mehr kann ich dazu nicht sagen, da ich das Buch nicht gelesen habe

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Ich find das Buch gut. Auch wenn du natürlich merkst, dass es nicht alleine von JKR geschrieben würde, denn der Schreibstyl ist total anders. Es ist ja auch eher ein Theaterskript. Ich finde das mit den Kindern ziemlich spanend, allerdings hab ich an machen Szenen Harry, Hermine und Ron ziemlich vermisst. Genauso wie Dumbledore und Snape. Cursed Child lässt mich im großen und ganzen traurig werden, denn es ist das perfekte Beispiel für 'Things change'. Aber für jeden Potterhead ein muss und ich hab mich sehr gefreut als ich es Gelesen hab :)

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Kommentar von WithoutName852
18.09.2016, 19:29

Um es genau zu nehmen ist es überhaupt nicht von JKR geschrieben 🤔

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Kommentar von ameliemalfoy
18.09.2016, 20:23

Sie hat aber dran mitgearbeitet :)

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Ein richtiger Potterhead vergöttert nicht einfach nur alles, wo Harrys (oder JKRowlings) Name drauf gedruckt ist...

Ein richtiger Potterhead schaltet seinen Kopf auch ein ;)

Das Theaterstück ist null und nichtig von JKRowling. Sie hat ein paar grundlegende Steine gelegt: ja. Aber die Story ist so krass abweichend von ihrer kompletten Art, eine Geschichte zu verpacken...

Tote kommen zurück zu den lebenden? JKR hat das schon vor gut zehn Jahren dementiert!

Super-Zeitumkehrer? Sie hat ihre eigenen Zeitumkehrer bereut und sie daher im 5. Buch mit Absicht zerstört. Davon ab, dass sie später auch erklärte, dass man nie mehr als 5 Stunden in der Zeit zurück reisen kann (oder zumindest nicht lebend in seiner Zeit landet).

Das Problem war einfach: die Story IST abgeschlossen mit 7 Büchern. Fakt. Wer auf die "geniale" Idee gekommen ist ein Theaterstück zu machen...? Keine Ahnung... jedenfalls haben zwei "Stars" aus der Theaterszene das Ding geschrieben. Wie oben erläutert kann JKR nicht vollkommen involviert gewesen sein (es weicht teils absolut von ihrem Stil ab!). Damit das ein Hit wird, muss natürlich sowas wie "Teil 8" drunter stehen... oh, Voldemort ist tot? Kein Problem! Den holen wir irgendwie zurück! Ach, verpassen ihm noch ein Kind! Harry hat ja auch welche! Oh, die Mutter? Hm, passt zwar mit der Timeline der Bücher überhaupt nicht zusammen, aber wir sagen einfach Bellatrix...

Es ist eine "edel Fanfiction" mehr nicht...

Die Umsetzung soll sehr toll sein, da das Stück aktuell aber nur in London zu sehen ist (und Karten schwer zu bekommen sind), kann ich dazu nichts sagen. Aber die Story deprimiert mich doch sehr... :-/
Und eigentlich liebe ich Harry Potter (nun ja, es begleitet mich ja bereits über die Hälfte meines Lebens...). Aber was ich eben aus den Büchern gelernt habe ist, neben Toleranz und so, dass man eben nicht immer den Medien glauben schenken darf und ruhig Dinge hinterfragen sollte. ;)

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