gutefrage.net, die Ratgeber Community
Login   |  Registrieren   |  Forum |  Richtlinien & FAQ

Harmonielehre: Welche(n) Akkord(e) kann ich spielen, um von einer Tonart in eine höhere zu kommen?

gefragt von heikephs am 13.01.2009 um 19:06 Uhr

Man kann ja ein Lied in Es-Dur normal spielen, und dann in E-Dur weiterspielen, einfach so tun, als ob es 4 # vorgezeichnet wären statt der 3 b. Und bei As- bzw. A-Dur genauso.

Ich habe (vor über 20 Jahren) mal gehört, daß jemand da immer so wunderbar passende Akkorde (oder auch nur einen, ich weiß es nicht mehr) gespielt hat, und dann ging es mit Schwung in die nächsthöhere Tonart.

Das klang prima!

Nun finde ich die Akkorde nicht wieder. Kann mir da jemand weiterhelfen, vielleicht auch eine Seite nennen, wo ich nachschauen kann, oder wenigstens den Namen eines solchen Akkords oder Akkordfolge nennen? Eine Kadenz ist das ja nicht...

Ich freue mich über alle ernstgemeinten Antworten, danke!

Frage beantworten

Hier finden Sie weitere Fragen zu den Themen:

Freizeit x 39.462 Musik x 35.310 Bildung x 6.023 Klavier x 833 Unterricht x 430 Harmonielehre x 9 Harmonien x 4

Vom Fragesteller als hilfreichste Antwort ausgezeichnet


Draschomat
beantwortet von Draschomat am 13. Januar 2009 19:12
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!
Hilfreichste Antwort

evtl. meinst du ne quintfallsequenz - spiel mal G-C-E, dann F-A-C, dann F-B-D und dann E-G-B, dann E-A-Cis und dann Fis-A-D so in etwa hört es sich auf jeden fall top an :-)) und die bassetöne sind dann aufeinanderfolgende quinten: C F B E A D

Kommentar von heikephs am 13. Januar 2009 19:41

Ja, das hört sich nicht schlecht an (werd ich mal üben), aber man landet dann ja in D, also in der Doppeldominante, sozusagen, oder?

Ich wollte nur einen halben Ton höher - weißt Du dafür auch etwas?

Kommentar von A01eb098ec1b3ae542973cd9059b847esmallDraschomat am 13. Januar 2009 20:10

also einfach nen halbton "hoch- oder runtermodulieren" geht meines wissen nicht so einfach^^ normal muss man dann die benachbarten tonarten durchgehen bis zur gegenüberliegenden seite des quintenzirkels.

aber wenn du diese akkorde selber findest, lass es mich wissen :-P wurde da mit septakkorden und mollakkorden gearbeitet? warens nur sehr wenige akkorde, die sich toll anhörten?

Kommentar von heikephs am 13. Januar 2009 21:10

Ich meine fast, es sei nur ein einziger Akkord gewesen, aber ich weiß es nicht mehr sicher. Na, da muß ich mal probieren. Ich geb Dir dann Bescheid, wenn ich es gefunden habe (bin kein Mensch fürs Suchen; ich rechne mir das lieber aus ;-)

Kommentar von heikephs am 13. Januar 2009 21:17

Ich habe gerade mal gerechnet: es müßte was zu tun haben mit der Dominante der zweiten Tonart; dann bräuchte ich aber mindestens zwei Akkorde oder eine Art "Leitton" zur Dominante.

Also: von H-Dur über G7 nach C-Dur. Fis und Dis müßten irgendwie erniedrigt werden, damit es paßt.

Kommentar von A01eb098ec1b3ae542973cd9059b847esmallDraschomat am 14. Januar 2009 13:37

jep, hab grad die folge h-dur, G7 und dann c-dur getestet ;-) und das hört sich wirklich erstaunlich gut an :-))


Weitere gute Antworten


Anell
beantwortet von Anell am 13. Januar 2009 19:12
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

http://de.wikipedia.org/wiki/Quintenzirkel Ich hoffe, das hilft dir weiter! Anell

Kommentar von heikephs am 13. Januar 2009 19:38

Danke, das ist sehr ausführlich!

Aber leider hilft es mir bei meinem akuten Problem nicht weiter; beim Quintenzirkel kommt man zum Nachbarn, indem man die Septe spielt, aber ich will ja nur einen halben Töher gelangen...


anonym
beantwortet von AnMout am 17. April 2009 22:47
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Mir scheint, du sprichst hier das Thema der Modulation an. Vergleichbar wäre eine Überleitung von D Dur (zwei Kreuzen) nach Des Dur (5Bes), oder von Fis Dur (sechs Kreuzen) nach F-Dur (ein Be), also ein Halbtonschritt nach unten, bzw. eine verminderte Prime. Um das heraus zu bekommen was du suchst, musst du dich mit dem Thema der Modulation näher beschäftigen, ferner mit Alterationen, also mit Alterierten Akkorden, oder aber mit der Zwölftontechnik. Da bei deinem Anliegen Tonika, Dominante, Subdominante, Quintvewandtschaft und Dominantseptakkord keine vordergründige Rolle zu spielen scheinen, musst du dich mit der entsprechenden Transpositionslehre der Durtonarten näher auseinandersetzen. Am besten in ein Musiklehrebuch reinschauen, wo Harmonielehre und Kontrapunkt so einiges erklären. Genaueres weiß ich leider auch nicht.

Kommentar von heikephs am 18. April 2009 06:55

Dankeschön für Deine Mühe, aber wir haben durch Experimentieren ;-) herausgefunden, wie der Akkord heißen muß. Es ist also wirklich immer der Dominantseptakkord der Durtonart, die einen halben Ton höher liegt als die erste! Wie dieser Akkord nun in bezug auf den ersten heißt (Funktion), habe ich allerdings nicht feststellen können.

Im Baß müßte dann die Quinte der neuen Tonleiter stehen. Und es ist wirklich nur 1 Akkord, höchstens der Baß kann kann 2 "Achtel" oder so spielen, von denen die zweite dann die Quinte sein muß, um einen richtigen Dominantseptakkord zu erreichen. Probier es doch mal aus!

Wie das nun nach unten geht (wie Du vorgeschlagen hast), weiß ich nicht. Aber ich finde, das hört sich nicht so schön an. Uns kam es darauf an, herauszufinden, wie man ein bestimmtes Lied in mehreren Strophen immer höher werden lassen kann, um die Spannung zu steigern.

Trotzdem danke!


Frage beantworten

Verwandte Fragen

Verwandte Fragen

Noch nicht die richtige Antwort? Dann hier in allen Fragen und Tipps suchen:




Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.