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HANTA VIRUS

gefragt von claudi1973claudi1973 am 15.05.2008 um 9:32 Uhr

meine freundin erzählte mir was von einem hanta-virus, davon habe ich noch nie was gehört. ist er wirklich so gefährlich und können sich auch tiere infizieren?


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Pestopappa
beantwortet von Pestopappa am 15. Mai 2008 09:35
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Ausführlich beschrieben unter w w w.rki-berlin.de Robert Koch Institut in Berlin.... Ausführlicher gehts nicht... Und... das Virus ist gefährlich.

oder er hier:

http://www.medizin.de/ratgeber/themen-a-z/h/hantavirus.html


gertrude2
beantwortet von gertrude2 am 15. Mai 2008 09:34
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Kommentar von D6d2c03608dc7ddfa890cd96893affcbsmallclaudi1973 am 15. Mai 2008 09:36

danke schön, war mal wieder zu faul zum googeln


anonym
beantwortet von Brianna am 15. Mai 2008 09:34
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Hantavirus-Infektion

Die Gruppe der Hantaviren umfasst mindestens fünf Vertreter, die für den Menschen pathogen sind. Sie sind weltweit verbreitet, in Deutschland scheinen die meisten Erkrankungen durch das Puumala-Virus ausgelöst zu werden. Alle Hantaviren bestehen aus einer einsträngigen RNA mit einer Hülle.

Symptome

Man nimmt an, dass ungefähr jeder dritte Infizierte Symptome entwickelt, bei den anderen zwei Dritteln verläuft die Ansteckung ohne oder nur mit schwachen Allgemeinbeschwerden wie leichtem Fieber, Kopfschmerz oder Schüttelfrost und leichten Einblutungen in die Haut.

Das Vollbild besteht anfangs aus Fieber, starken Kopfschmerzen und meist Einblutungen der Schleimhäute. Die akute Lebensgefahr ist gekennzeichnet durch Herz-Kreislauf-Störungen und einer beidseitigen akuten Nierenentzündung mit Nierenversagen. Dazu kommen oft Blutungen des Magen-Darm-Traktes und des Gehirns. Die beginnende Erholung zeigt sich durch eine starke Urinausscheidung von bis zu sechs Litern täglich ungefähr in der sechsten Erkrankungswoche.

Eine Infektion mit einem Hanta-Virus bedeutet zwingend die Behandlung in einer Klinik, sinnvoller Weise in einer auf schwere Verläufe spezialisierten Abteilung der Inneren Medizin mit entsprechend ausgelegter Intensivstation. Eine Hanta-Infektion ist durch das Labor meldepflichtig; eine überstandene Erkrankung führt zur Immunität gegenüber diesem Typ des Hanta-Virus.

Überträger, Infektionsweg

Virusträger sind Nagetiere, in Deutschland vor allem die (Rötel-) Maus. Die Nager erkranken selbst nicht, scheiden aber die Erreger massenhaft im Urin und Kot aus. Spuren der getrockneten Exkremente werden dann durch den Menschen eingeatmet, so dass es zu einer Infektion kommt. Ein Biss der Tiere scheint für die Übertragung keine Rolle zu spielen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch konnte bisher weltweit trotz einiger Verdachtsfälle nicht bewiesen werden.

Der Übertragungsweg über die Mäuse könnte die Tatsache erklären, dass es vor allem im Frühjahr in Deutschland immer wieder zu Häufungen von Hanta-Virus Erkrankungen kommt. Gerade in milderem Winter steigt die Population der übertragenden Mäuse stark an, die sich innerhalb von Häusern und Ställen eingenistet haben. Große Mengen von Kot und Urin finden sich in den üblichen Verstecken der Tiere, mit Beginn der Wärme trocknen sie aus und sind infektiös. Die in den letzten Jahren beobachtetet Zunahme der gemeldeten Fälle wird auch mit der exakter eingehaltenen Meldepflicht begründet.

Schutz und Impfung

Eine Impfung ist bisher nicht vorhanden. Entsprechende Forschungen laufen aber und sollen bis ungefähr 2010 zu einen marktreifen Impfstoff führen. Bis zu diesem Zeitpunkt besteht die wirksamste Präventionmaßnahme in einer Bekämpfung der Nagetierpopulation.

(Dr. Berthold Gehrke) © 2007 medizin.de

http://www.medizin.de/ratgeber/themen-a-z/h/hantavirus.html

Kommentar von D6d2c03608dc7ddfa890cd96893affcbsmallclaudi1973 am 15. Mai 2008 09:39

vielen dank, brianna für diesen ausführlichen bericht DH


anonym
beantwortet von schens am 15. Mai 2008 09:34
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Ja, sehr gefährlich.


Becci101181
beantwortet von Becci101181 am 15. Mai 2008 09:35
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Hantavirus: Deutlich weniger Infektionen
Im Jahr 2008 wurden bislang nur 150 Fälle bekannt. 2007 hingegen waren es 1700. Hantaviren rufen Fieber hervor und können je nach Typ Lungen oder Nieren befallen oder Blutungen auslösen.

„Einen neuen Höchststand“ bei Hantavirus-Infektionen meldete das Robert-Koch-Institut vor einem Vierteljahr. 2007, so das Berliner Institut, hatte es 1700 bekannt gewordene Erkrankungen durch das Virus gegeben. Seit Einführung der Meldepflicht im Jahr 2001 war das Rekord. Aber für das Jahr 2008 kann nun offenbar Entwarnung gegeben werden. Nach der aktuellen Statistik meldepflichtiger Infektionskrankheiten wurden bis Mitte August 2008 lediglich 150 Fälle registriert. Zum Vergleich: 2007 waren es im Vergleichszeitraum bereits 1200 Erkrankungen, acht Mal so viel.




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