Ich habe mal gehört das Aids Kranke Menschen Hanf verschrieben bekommen weil es die Lebensdauer erhöt. Stimmt das,oder ist es wieder nur so eine Behauptung?

Weiss, dass Krebspatienten ab und an Cannabis rauchen/konsumieren, um Appetit zu fördern, Schmerzen zu lindern, das Gemüt aufzuhellen. In der HIV-Therapie wird es vielleicht aus ähnlichen Gründen eingesetzt. Von Erhöhung der Lebensdauer habe ich allerdings noch nie etwas gehört.

Heilen mit Hasch: Cannabis könnte bei Aids, Krebs und Schmerz helfen
Ein Wissenschaftlergremium hat im Auftrag der amerikanischen Gesundheitsinstitute NIH das medizinische Potential der vermeintlichen Einstiegsdroge untersucht. Fazit des Anfang August veröffentlichten Berichts: Hasch ist kein Wundermittel, aber es lohnt sich, seine Wirkung weiter zu erforschen
jobo22 am 12. Januar 2009 11:37 Das zweite Einsatzgebiet für Cannabis folgt aus seiner appetitsteigernden Wirkung: Vor allem Aids-Patienten, aber auch Krebskranke magern oft dramatisch ab, weil sie keinen Bissen herunterkriegen. Hier hilft Cannabisextrakt in Pillenform oder - wenn der Patient schwer schlucken kann der Joint.

Hey, Hanf hilft wirklich gegen die Schmerzen. Aber die einnahme von Hanf ist in Deutschland immernoch verboten und damit ist das auch eig wieder "gegessen".
jobo22 am 12. Januar 2009 11:38 Nicht wenn es vom Arzt verschrieben wird...
tribble am 13. Februar 2009 21:22 ..der Arzt kann nur Ersatzstoffe verschreiben, nicht die Pflanze. Es haben jetzt 4 Personen aus Deutschland ein Rezept für Cannabis aus der Apotheke aus den Niederlanden erhalten. Weitere Infos dazu auf http://selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de/

Die Frage ist ziemlich missverständlich gestellt. Mit Hanf kann niemand etwas anfangen. Aber du meinst wahrscheinlich Hasch bzw. den dort enthaltenen Wirkstoff THC.
Hasch bzw. der Wirkstoff THC kann einen positiven Einfluss auf die Widerstandsfähigkeit des Körpers haben. Man hat nachgewiesen, dass THC bei vielen Menschen den Appetit anregt und dazu führt, dass die Menschen entsprechend mehr essen und mehr Kalorien zuführen.
Sowohl bei Krebspatienten als auch bei HIV-positiven Menschen ist bekannt, dass die Medikamente oft Nebenwirkungen haben, die es dem Patienten erschweren, regelmäßig und ausreichend zu essen. Solche Nebenwirkungen können unter anderen Übelkeit, Erbrechen etc. sein.
Zudem hat der Körper bei solchen Erkrankungen oft einen erhöhten Kalorienbedarf.
Gewichtsverlust ist deshalb nicht selten die Folge.
Diesen nicht erwünschten Gewichtsverlust will man entgegen treten.
Durch THC bzw. durch Hasch kann der Patient also in die Lage versetzt werden, ausgiebiger zu essen und dadurch seine allgemeine Widerstandskraft zu stärken.
Zudem ist bei vielen Menschen THC stimmungsaufhellend, was auch ein erwünschter Nebeneffekt bei der Therapie sein kann.
Da der Haschkonsum in Deutschland illegal ist, ist man dazu übergegangen den Wirkstoff THC zu isolieren und als Medikament herauszugeben.
Als Medikament verschrieben, kann dieser Wirkstoff dann Krebskranken, HIV-positiven Menschen oder anderen Schwerkranken legal zugänglich gemacht werden.
Dieses Medikament ist aber deutlich teurer als die Variante Hasch. Dementsprechend fordern immer mehr Menschen, dass für therapeutische Zwecke der Haschkonsum unter Kontrolle erlaubt wird.
Dies ist nur zu unterstützen.
Genau das ist der Punkt, Cannabinoide lindern Schmerzen und regen den Apetit an ohne wirkliche Kotzgefahr (Ausser vieleicht man übertreibts mit Schrott zusammenfressen). Im übrigen können laut aktuellen Studien Cannabinoide das Krebswachstum verlangsamen, allerdigs nur bei oraler Einnahme. Natürlich können auch Extrakte zur Oralen Einnahme 1000mal billiger als dieses Medikament hergestellt werden.
KIFFEN ist und bleibt gesundheitsschädlich, besonders bei Mischkonsum mit Tabak, macht trotzdem Spass ab und zu und man kann ja auch Pur rauchen dann ist's ned ganz so schlimm lol
tribble am 13. Februar 2009 21:24 Es gibt Studien, bei denen das reine THC den kranken Personen nicht hilft. Oder sie z.b. Allergien gegen das Lösungsmittel, indem das THC ist, haben.
Es gibt auch Untersuchungen, die zeigen, dass der Wirkstoffmix, wie er in der Pflanze enthalten ist, größere medizinische Wirkungen hat. Siehe www.cannabis-med.org

Ich weiss, dass in den USA Krebspatienten das Rauchen von Dope erlaubt wird, weil es in Ausnahmefällen gegen die Schmerzen helfen soll. Aber hier in Deutschland habe ich davon noch nichts gehört.

In Deutschland gibt es die Möglichkeit THC, das in größter Quantität in Hanf vorkommende Cannabinoid, in Form von "Dronabinol" per Betäubungsmittelrezept ärztlich verschrieben zu bekommen.
Dies bietet zwar den Vorteil der Legalität ist aber mit immensen Kosten verbunden, da es Teilsynthetisch ist (d.h. mittels aufwendiger chemischer Verfahren aus THC-armen Nutzhanf hergestellt wird, anstatt das im "Rauschhanf" vorhandene THC zu extrahieren). Die Behandlungskosten können sich, je nach Krankheitsbild, auf 300 bis 800 Euro belaufen, die die GKK idR. nicht übernehmen.
Evtl. interessant: Ein mg "künstliches THC" aus der Apotheke kostet überschlagen ~1; selbst wenn man Cannabisprodukte mieser Qualität auf der Straße erwirbt, kostet ein mg THC umgerechnet nur ~0,02 €!
Abgesehen davon enthält "richtiger" Hanf neben THC noch viele weitere Cannabinoide und andere Stoffe die eigenständig oder in Verbindung mit dem THC ihre Wirkung entfalten, wodurch das teilsynthetische Produkt nicht wirken kann wie "Rauschhanf".
Dadurch stecken die Betroffenen oft in einer Zwickmühle: Behandlung mit teuren THC - oder teuren und teilw. stark nebenwirkungsreichen anderen "klassischen" Medikamenten, die allerdings von Kassen akzeptiert werden oder doch der Ausflug in die Kriminalität?
Die in meinen Augen preisgünstigste, wirksamste aber leider illegale Eigenproduktion des gewünschten Medikaments (sprich: Anbau von Hanfpflanzen) wäre aus Sicht der Betroffenen wohl die beste Methode um die Beschwerden zu erleichtern, wodurch sich der Kranke aber auf dünnem Eis bewegt weil er sich nebst seinen Leiden auchnoch strafbar macht und bei Bekanntwerden entsprechend verfolgt wird.
Dass THC (bzw. Cannabis) bei AIDS-Leiden das Leben verlängert ist vermutlich nur ein Sekundäreffekt, der durch die von diesem Stoff erhöhte Nahrungsaufnahme und besserer psychischer Verfassung bedingt ist.
Aber angenommen Hanf hätter "nur" die Fähigkeit die psychischen Leiden, die ein Schwerkranker oft durchlebt, zu mildern, stellte dies immerhin einen massiven Anstieg dessen Lebensqualität dar, was alleine die Behandlung in meinen Augen schon rechtfertigen würde. Dass dann auchnoch bei bewiesenen weiterem medizinischen Nutzen der Zugang dermaßen erschwert wird ist im Grunde ein Armutszeugnis für unser Gesundheitssystem.
Es regt zumindest wie auch bei Krebspatienten den Appetit an
Arwen45 am 12. Januar 2009 11:31 Das ist appetitanregend? Warum sind dann die Kiffer immer so ausgemergelt?
BBQyou am 12. Januar 2009 11:32 Weil sie nach dem Kieffen und essen, sich übergeben
iwiAnders am 12. Januar 2009 11:37 @ BBQyou:aha hab ich ja noch nie gehört das die sich übergeben aber ok :D
tribble am 13. Februar 2009 21:24 das kommentar von bbqyou ist falsch
frijola am 12. Januar 2009 11:32 Wahrscheinlich sind sie zu faul, um zum Kühlschrank zu gehen...
jobo22 am 12. Januar 2009 11:33 Kiffer sind nicht ausgemergelt! Heroinabhängige sind das!
Kiffen regt extrem den Appetit an...
Butterblumen am 12. Januar 2009 11:34 Da kennst du nur das Klischee. Es gibt eine Menge wohlgenährter Kiffer- du erkennst sie nur nicht.

das haben bestimmt Hanfsüchtige erzählt...ich glaube das ist ne behauptung...frag doch mal deinen Arzt danach!
tribble am 13. Februar 2009 21:25 Da zeigt sich mal wieder, was für ein eingeschränktes Weltbild manche Menschen haben...
Ich empfehle die Webseite der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin, die dir auch Infos postalisch - oder im Netz - zukommen lassen können: www.cannabis-med.org