Frage von hdk43, 60

Handy Empfang in Gebäude?

Wieso kann ich in Gebäude, U-Bahnen oder Fahrzeugen das Handy benutzen, obwohl kein Rundfunkempfang möglich ist. An sich gilt je höher die Frequenz so geringer die Reichweite. Deswegen stehen die Antennen sehr dicht zusammen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Brandenburg, 18

U-Bahnen: Hier laufen z.B. parallel zu den Gleisen in Bahnhöfen, in den U-Bahntunneln usw. sog. Induktionsschlaufen. Dieses sind gewissermassen "langgezogene Antennen um den flächendeckenden Empfang sicherzstellen. 

U.a. auch deshalb funktioniert der Handyempfang (abhängig von den Providern) der U-Bahnfunk in Tunneln, Bahnhöfen etc..

Mit normalen Rundfunkempfang würde dies zwar auch gehen, nur gibts dafür eben keine entspr. Vorrichtungen. 

Innerhalb von Gebäuden: Wahrscheinlich hier öffentliche Gebäude, wie Shoppingcenter, usw. gemeint. Entweder befinden sich desgl. sogenannte Induktionsschlaufen für Handyempfang, WLAN etc..in der jeweiligen Deckenkonstruktion, oder es finden sich teils optisch gut getarnt kleine pilzartige Antennen für derartige Anwendungen. Letzteres kenne ich aus div. Tiefgaragen und konnte den jeweiligen Antennenstandort mittels sog. "Monitorfunktion" meines Handys und Peilverfahren eindeutig zuordnen. 

Rundfunkempfang wäre mittels entspr. beschriebener Vorrichtungen techn. zwar auch machbar, nur wird es eben nicht praktiziert, installiert etc..

Für U-Bahnhöfe, Gebäude usw. müssen natürlich Miniumsetzer existieren, welche die Signalumsetzung vom Gebäudeinneren an die Aussenwelt z.B. zur nächstgelegenen Basisstation übernehmen. 

Monitorfunktion bzw. Netmonitor grob beschrieben: Bei div. älteren Handys (KEINE Smartphones etc..) gab es im Symbian-Betriebssystem eine versteckte Funktion die extra aktiviert werden musste. Sowas fand sich jedoch in keiner normalen Betriebsanleitung. 

Damit konnte man z.B. u.a. empfangstechn. erkennen, auf welchem Zeitschlitz man gegenwärtig funkte, desgl. auch die Kennung der jeweil. Basisstation bzw. Umsetzer usw. 

Sendetechn. konnte man z.B. einstellen dass man nur über eine bestimmte Basisstation telefonieren konnte, bzw. wollte. 

Auch konnte man z.B. mittels Vorrangschaltung bei der Monitorfunktion beim abgehenden Anruf so einstellen, dass im Bedarfsfalle andere innerhalb der selben Basiszelle gleichzeitig laufenden Gespräche beiseite gedrängelt wurden, so dass diese abbrachen. 

Dieses war bzw. ist verständlicherweise ein Verstoss z.B. gegen die Geschäfts-und Nutzungsbedingungen des jeweiligen Mobilfunkproviders. 

Leider wurde mit der Monitorfunktion zuviel Schindluder getrieben, so dass diese  lt. meiner Info nicht mehr in heutigen Smartphones etc..verfügbar ist. 

Mit der Monitorfunktion sollte man sich SEHR GENAU beschäftigen, um sich erhebl. Ärger fernzuhalten. Auch kann man sich bei unsachgemässen Gebrauch das eigene Handy "abschiessen". 

Fahrzeuge: Abgesehen davon dass faktisch jedes Fahrzeug mit Metallkarosse ein sog. faradayscher Käfig ist, welcher jeglichen Funkempfang ohne Aussenantenne zumindest stark erschwert: 

- innerhalb von Städten, Ortschaften: Quasi alle naselang finden sich div. Handyumsetzer auf Funkmasten, Gebäudedächern usw. Teilweise sind diese "Sektorantennen" optisch sehr gut getarnt und deshalb fast unsichtbar. 

Zumindest in Fensternähe ist besserer Empfang als weiter innen im Fahrzeug zu erwarten. Ausserhalb von Ortschaften wo sich der nächste Handyumsetzer naturgemäss weiter wegbefindet, sind ohne Aussenantenne entspr. Empfangsprobleme zu erwarten. 

-ÖPNV wie Busse, Züge etc..

Hier werden etappenweise immer mehr Fahrzeuge, Waggons usw. mit entspr. GSM-, LTE-, etc..Umsetzern usw. im Fahrzeuginneren ausgerüstet mit einer Extraaussenantenne. 

Die Vorgehensweise ist dabei ähnlich wie in U-Bahntunneln z.B. mittels Induktionsschlaufen. Diese stellen den Handyempfang im Fahrzeuginneren sicher und leiten die Signale mittels erwähnter Aussenantennen an die nächsten Mobilfunkumsetzer weiter. 

Auch hier gilt für den Rundfunkempfang: 

Solange z.B. der UKW-Rundfunkbereich 87,5-108 MHz mittels erwähnter "Miniumsetzer" für das Fahrzeuginnere nicht vorhanden ist, schränkt dies den eigentlichen Rundfunkempfang zumindest stark ein oder macht ihn wegen dem Effekt des faradayschen Käfigs unmöglich. 

Hoffentlich hilft das Posting fürs Erste weiter. 

Antwort
von GuenterLeipzig, 16

Es kann sein, dass in öffentlichen Gebäuden und U-Bahnen Du deswesen mit Mobiltelefon agieren kannst, weil der Betreiber der Einrichtung für die Mobiltelefone aktive Umsetzer in der Gebäudestruktur betreibt.

Das Durchdringungsvermögen von elektromagnetischen Wellen ist frequenzabhängig ebenso wie Reichweite im freien Feld.

Bei Rundfunkempfang scheiden die o. g. aktiven Umsetzer aus, da es für das Rundfunkband keine allgemeine Zulassung von privat betriebenen Telekommunikationsgeräten gibt.

Günter

Antwort
von mRrEMUS, 24

Eigene Antennen oder Auch Leitungen die "strahlen" werden dafür verlegt . Meist für Feuerwehrfunk immer, und desöfteren für Gebäudeinterne Telefonate auch. deswegen hat man fast immer überall empfang

Kommentar von hdk43 ,

Es gibt zig 100 tausende von alten Gebäude, die sehr dicke Mauern haben. Da werden bestimmt keine Spezial  Leitungen (Löcherleitungen) verlegt werden. nur damit man einen Handyempfang hat. 

Wenn du W-Lan hast mit 2,4 GHz oder sogar 5 GHz so hast du schon Probleme im Nachbarzimmer empfangen zu können

Kommentar von mRrEMUS ,

bei öffentlichen größeren gebäuden oder auch firmen ist es vorschrift das nachzurüsten

Kommentar von hdk43 ,

Dann müssten überall Baustellen sein

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