Frage von derwolf02, 46

Handwerkerleistungen von der Steuer absetzen: 1200 € pro Wohnung oder pro Haushalt?

Ich wohne mit meiner Partnerin in einem Haushalt, der aber aus zwei Wohnungen besteht. Laut Kaufvertrag gehört uns die Wohnung im 2. Stock eines Mehrfamilienhauses und die im 3. Stock. die Wohnungen sind miteinander verbunden.

Laut Steuerrecht kann man Handwerkerleistungen bis max. 1200 € von der Steuer absetzen. Die frage wäre jetzt, ob das pro Wohnung gilt (bei uns also 1200 € "je Stockwerk"), oder je Haushalt (bei uns insges. 1200 €, da die Wohnungen verbunden sind).

Kann jemand Licht in's Dunkel bringen? Meine WISO Steuersoftware hilft da nicht wirklich weiter.

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Wohnung, 28

Kann jemand Licht in's Dunkel bringen? Meine WISO Steuersoftware hilft da nicht wirklich weiter.

Ja ein Steuerberater. Unser Steuerberater kostet etwas über 200 € im Jahr und zumindest einmal sollte man sich ihn leisten damit man weiß was alles absetzbar ist.

Wir sind schon seit vielen Jahren beim Steuerberater und können ihn auch zwischendurch anrufen und bestimmte Sachen fragen und er gibt uns kostenlos Auskunft.

Antwort
von EdgarIll, 20

Die max. 6.000€ abziehbare Lohnkosten (1.200€ ist die max. steuerliche Auswirkung) der Handwerker gelten für den Haushalt. Wenn Wohnungen zusammengelegt/verbunden werden und Ihr nicht 2 separate Haushalte führt, wird halt eine große Wohnung draus.

Ich kenne ein Rentnerpaar, das 2 Wohnungen in einem Haus hat. Dazwischen liegt aber der Hausflur. Die können dann doppelt absahnen.

Kleiner Extra-Tipp: Wenn Ihr nicht verheiratet seid, aber in einem gemeinsamen Haushalt wohnt, müsst Ihr den Betrag nicht 50:50 verteilen. Falls einer von beiden keine Einkünfte hat oder eh seine kompletten Steuern wieder bekommt, kann der/die andere die vollen Handwerkerkosten bei sich angeben.

Antwort
von Frankenmuggl, 29

Laut §35a EStG geht es nicht nach Wohnung oder Haushalt, sondern pro Steuerpflichtigem. Da euch die Wohnungen gemeinsam gehören, entstehen die Kosten also auch für gemeinsam. Höchstbetrag sind also 1200.
Anders wäre es, wenn die eine Etage dir gehören würde, und die andere Deiner Partnerin. Dann wäre es getrennt abziehbar.

Antwort
von Lenniii96, 30

Hey,

dem Gesetzgeber ist es egal, wie viele Wohnungen du "hast". Wenn ihr beide zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werdet dann gilt für euch der Höchstbetrag von 1.200.-€. Es sind von den Handwerkerrechnungen allerdings nur 20% abziehbar und das auch nur von den Lohnkosten..nicht vom Material! Du musst also 6.000,-€  an Lohnkosten haben, um auf die 1.200.-€ Steuerermäßigung zu kommen. 

Wenn ihr getrennt veranlagt werdet, könnt ihr beide den Höchstbetrag in Anspruch nehmen..also du und deine Partnerin..

Antwort
von Petz1900, 29

Laut Kaufvertrag gehört uns die Wohnung im 2. Stock eines
Mehrfamilienhauses und die im 3. Stock. die Wohnungen sind miteinander
verbunden.


Die beim Finanzamt sind auch nicht ganz so doof, wie man immer glauben mag.....

Und wenn es eine Wohnung ist, dann ist es eine Wohnung und dann ist es auch Haushalt. Damit erübrigt sich die Frage eigentlich :)

Antwort
von TreudoofeTomate, 30

Pro Jahr können 600 EUR für hauswirtschaftliche Dienstleistungen (Handwerker) geltend gemacht werden, nicht mehr.

Kommentar von Petz1900 ,

Wo steht das denn ??????

Kommentar von Lenniii96 ,

Völliger Quatsch..ein Blick ins Gesetz hilft


§35a (3) EStG:

Für die Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen ermäßigt sich die tarifliche Einkommensteuer, vermindert um die sonstigen Steuerermäßigungen, auf Antrag um 20 Prozent der Aufwendungen des Steuerpflichtigen, höchstens jedoch um 1 200 Euro. 2Dies gilt nicht für öffentlich geförderte Maßnahmen, für die zinsverbilligte Darlehen oder steuerfreie Zuschüsse in Anspruch genommen werden.



Antwort
von Helmuthk, 23

Da hilft ein Blick in das Gesetz.

Da hat nämlich der Gesetzgeber in seiner grenzenlosen Güte durch seine Formulierung geholfen.

Dort steht nämlich etwas über die Aufwendungen des Steuerpflichtigen und nicht über die Aufwendungen je Wohnung.

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